Fallingbostel in alten Ansichten Band 1

Fallingbostel in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Franz Ullner
Gemeente
:   Fallingbostel
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0186-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Fallingbostel in alten Ansichten Band 1'

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39. Am 18. September 1892 wurde die 'Freiwillige Feuerwehr' gegründet, die schon ein Jahr nach ihrer Gründung ihre erste Feuerprobe zu bestehen hatte und glänzend bestand, obwohl einem Großbrand neun Hofstellen und vier Nebenstellen zum Opfer fielen, Ein wichtiges Ereignis für die Wehr war der vom 18. bis 20. Mai 1912 durchgeftihrte Bezirksfeuerwehrtag. Viele Feuerwehren aus dem Regierungsbezirk hatten sich in Fallingbostel versammelt, um ihre Probleme zu erörtern. Die Höhepunkte der Tagung waren eine große Feuerwehrübung und ein glänzender Ummarsch der Wehren. Die Zuschauer waren hell begeistert. Unser Bild zeigt die stattliche Zahl der Feuerwehrmänner im Jahre 1902. In ihrer Mitte ihr Hauptmann Georg Bühring.

40. Eine Luftaufnahme zeigt uns einen Teil des Luftkurortes nach der Jahrhundertwende. Links von der 1945 gesprengten Brücke über die Böhme eine hölzerne Rinne, die es errnöglicht, den Riethbach nicht in die Böhrne fließen zu lassen, sondern zu benutzen, um die Forstwiesen zu bewässern, die gegenüber der Böhme liegen. Im Volksmund heißt der Riethbach Priggenbach. Der Meister Prigge betrieb hier (heute Korte) eine Schlachterei. Das breite Gebäude gleich links der Straße war die Pension 'Niedersachseri', Inhaber Thies, später Rodewald. Hinter ihr stand das Forsthaus, die Pension Petersen und im Hintergrund das Altenheim des DRK. In dem ersten Haus rechts der Straße färbte der Färber Rudolf Bornemann das Leinen. Wieder rechts davon, direkt an der Böhme, die Bootsstation und jenseits der Böhrne, hinter dem heutigen Kurpark, links die Straßenmeisterei und rechts das Doppelwohnhaus des Landkreises. Im Hintergrund sehen wir die waldreiche Umgebung des Ortes, die seit eh und jeh das Ziel der Urlauber war.

41. Obwohl der Turnvater Friedrich Ludwig Jahn, der Schöpfer der Turnbewegung, bereits 1852 das Zeitliche gesegnet hatte, fielen seine Ideen im Jahre 1864 in Fallingbostel auf fruchtbaren Boden. Wackere Männer gründeten den ersten Turnverein, Bei dem 25jährigen Bestehen (1889) wollten die Festteilnehmer trotz ihrer sportlichen Ambitionen auf den edlen Gerstensaft nicht verzichten.

42. Am 19. September 1920 beteiligte sich eine Auswahl des Turnvereins Jahn in Fallingbostel am Turnfest in Schneverdingen. Sie nahmen am Hundertmeterlauf, Weitsprung und am Kugelstoßen teil und erhielten viele Preise, Der Abordnung gehörten an, stehend: Willi Wrigge, Hellwinkel, Knoke, Tauber, Fehsenfeld und Hermann Meyer. Sitzend: Bodo und Änne Schöning, die Vorstandsmitglieder Pohlmann, Ernst Brockmann und Eickhoff und Leni Domann. Liegend: Fritz Domann, Mönkeberg und Gustav Denecke.

43. Die Böhme war schon in alten Zeiten 'schiffbar', Ihre Romantik reizte nicht nur die Spaziergänger, sondern auch Ruderer und Paddler. Heinrich Bunke, ein gelernter Tischler, verstand sein Handwerk. Er baute die Ruderboote selbst, fertigte unter anderem auch Truhen an, die sogar in Argentinien gefragt waren. Die Ruder- und Paddelboote wurden in den Sommermonaten von ihm vermietet. Die damalige Bootsstation ist inzwischen um eine Minigolfanlage erweitert worden. Die Paddel- und Tretboote sind aus Kunststoff gefertigt.

44. Die Landbriefträger waren in den Dörfern gern gesehene Leute. Sie brachten nicht nur Briefe von lieben Verwandten und Bekannten, sondern auch das Neueste mit, das sie unterwegs gehört hatten. Ihre Dienststelle befand sich in diesem Pfarrwitwenhaus in der Vogteistraße, das die Post von der Kirche gemietet hatte. Es wurde 1906 abgerissen und von Imbrock an der Düshorner Straße erworben und wieder aufgebaut. Später kaufte die Firma Finke und Meckert das Haus. Es wurde abgerissen, um eine Reparaturwerkstatt, Autoverkauf und Garagen neu zu errichten.

45. So sah der 'Fallingbosteler Hof um die Jahrhundertwende aus, als Fritz Hartung noch Eigentürner war. Im Jahre 1906 übernahm Wilhelm Schöning - er kam aus Pommern - das Lokal und erweiterte es ständig, 1945 wurde der Betrieb von der Besatzungsmacht beschlagnahmt und erst 1953 wieder freigegeben. Vor der Inbetriebnahme wurde es völlig renoviert. Es war alles in bester Ordnung. Die Voraussetzungen waren geschaffen, um den guten Ruf des Hauses über die Grenzen des Kreises hinaus zu sichern: Gute Küche, gepflegte Getränke, aufmerksame Bedienung, gemütliche Atmosphäre. Das alles fand ein Ende, als 1968 der 'Fallingbosteler Hof durch einen Brand betriebsunfähig und 1976 abgerissen wurde. Heute befindet sich an seiner Stelle der Parkplatz am 'Alten Hof.

46. Die Scheune rechts vor der Brücke diente dem Fallingbosteler Hof früher als Ausspann. Zu Opas Zeiten kamen die Bauern aus den Nachbardörfern mit ihren Gespannen nach Fallingbostel. Trecker und Lastkraftwagen gab es noch nicht. Fast jede größere Gastwirtschaft hielt deshalb einen 'Ausspann' bereit, in dem die Pferde getränkt und gefüttert wurden. Mit zunehmender Motorisierung brauchte man den Ausspann immer weniger. Wilhelm Schöning ließ deshalb 1928 die Scheune abreißen und baute ein Haus für eine Bäckerei und ein Fotogeschäft mit Wohnungen. Als Ende 1968 der 'Fallingbosteler Hof' wegen eines Brandschadens nicht mehr betriebsfähig war, wurde in diesen Räumlichkeiten der 'Alte Hof' eingerichtet. Er erfreut sich des besten Rufes.

47. Der Schützenverein ist in Fallingbostel der älteste Verein. Er wurde 1836 gegründet (der LiethClub 'erst' 1839). Seit jeher sind alle Schichten der Bevölkerung in ihm vereinigt. Die Schützenfeste sind Volksfeste im wahrsten Sinne des Wortes. Die Aufnahme aus dem Jahre 1888 zeigt eine stattliche Anzahl Schützen. Sie ist natürlich nicht mit der heutigen Mitgliederzahl zu vergleichen. Die Einwohnerzahl war damals auch bedeutend geringer.

48. Das Gutshaus, von dem wir hier nur einen Teil sehen, diente vielen Herren und Zwecken. Einst gehörten größere Ländereien zu dem Schrnidt'schcn Gut. Als der Gastwirt Ohland 1901 das Gut gekauft hatte, verkaufte er Anbauerstellen insbesondere in 'Sibirien'. Das sind die Stellen, die am Ortsausgang der Düshorner Straße liegen. Weil sie so abgelegen liegen, heißt die Gegend auch heute noch 'Sibirien'. Der letzte Eigentümer des Gutshauses war die Stadt Fallingbostel. Es wurde abgebrochen. Auf dem Gelände wurde der Aidi-Markt gebaut.

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