Fallingbostel in alten Ansichten Band 1

Fallingbostel in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Franz Ullner
Gemeente
:   Fallingbostel
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0186-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Fallingbostel in alten Ansichten Band 1'

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49. Der am 24. Mai 1839 gegründete Lieth-Club hatte mit Genehmigung der Königlich Hannoverschen Domänenkammer vom 28. November 1839 auf fiskalischem Gelände in der Lieth ein Clubhaus mit Kegelbahn errichtet, Aus der Festschrift des Lieth-Clubs 1964: Daß die Lieth heute noch ein Naturpark unseres Ortes ist, verdankt Fallingbostel vor allem dem Lieth-Club. Vom ersten Tage an hat er mit aller Zähigkeit zu verhindern gewußt, daß hier forstwirtschaftliche Gesichtspunkte die Oberhand gewannen. Die Lieth sollte parkartig genutzt werden. Diese Auffassung teilte auch Seine Majestät der hochselige Konig Georg V. von Hannover, der in Begleitung Seiner Koniglichen Hoheit des Kronprinzen Ernst August, in dem der Clubgeseltschaft gehörenden Gebdude ein Friihstück einnahm. Viele frohe Stunden haben hier nicht nur Kegelbrüder verlebt. Bei schönem Wetter im Sommer wurde dann gelegentlich das Beisammensein bis in die frühen Morgensrunden ausgedehnt. Es herrschte Frohsinn und Heiterkeit in dieser reizvollen Gegend. Leider mußte das Haus am 19. Mai 1973 abgebrochen werden, weil sich kein seriöser Pächter mehr fand und es von Jugendlichen ausgeschlachtet wurde.

50. Dieser artesische Brunnen wurde auf dem Gelände des 'Fallingbosteler Hofes' etwa 1924 erbohrt. Er versorgte das gesarrite Haus (Restaurant und Hotel) mit Wasser, bis der 'Fallingbosteler Hof 1945 von der Besatzungsmacht (Engländer) beschlagnahmt wurde. Ein weiterer artesisoher Brunnen befindet sich auf dem Grundstück des Malermeisters Bremer in der Soltauer Straße und seit einigen Jahren ein weiterer auf dem Vorplatz des Rathauses.

51. Das heutige (1979) moderne Lieth-Freibad mit einem großen Becken und Sprungbecken für Schwimmer und einem davon getrennten Großbecken für Nichtschwimmer ist aus kleinen Anfängen entstanden. Zu Opas Zeiten wurde in der Böhme gebadet. Im Hintergrund links die Umkleidekabinen für Damen und rechts in gehöriger Entfernung für Herren. Der Steg über die Böhme wurde etwa dort errichtet, wo die Freudenthalstraße zu Ende ist und die Straße 'An der Weide' beginnt, also unterhalb der jetzigen Quintusbrücke, die aus Beton und Eisen besteht.

52. Diese primitive Bademöglichkeit (NI. 51) genügte auf die Dauer nicht den Ansprüchen der Einwohner und der Gäste, die hier in Fallingbostel ihren Urlaub verlebten und sich erholen wollten. So entschloß sich der damalige Gemeinderat mit ihrem Gemeindevorsteher Otto Wildung Anfang der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts, in dem landschaftlich reizvollen Gelände ein Freibad zu errichten. Das war für die kleine Landgemeinde ein mutiges Unternehmen. Die Einweihung war dann auch entsprechend. Ab 1980 soll das Bad beheizt werden.

53. Der erste Zahnarzt, Dr. Reinwein, ließ sich erst 1922 in Fallingbostel nieder. Bis dahin bearbeitete die 'Eßzimmer' der Bader. Unsere Aufnahme aus dem Jahre 1908 zeigt Frisör und Bader Gustav Denecke mit Gesellen, Gehilfen und Familienangehörigen vor seinem Geschäft und Wohnhaus in der Hindenburgstraße. Sein Sohn Willi führte später das Geschäft fort, baute es aus und errichtete Ladengeschäfte. Unmittelbar daneben ist heute der Parkplatz des Globus-Marktes.

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54, Dieser Lehrbrief ist ein Beweis dafür, daß man auch schon zu Großvaters Zeiten die Bader nicht ungeschult auf ihre Mitmenschen los ließ. Sie hatten nicht nur das Barbieren, sondern auch das Schröpfen und Zähne ausziehen gelernt. Na, wenn schon. Eine schmerzliche Angelegenheit war es trotzdem. Schrnerzbetäubende Spritzen kannte man noch nicht. Es wurde kurzer Prozeß gemacht. 'Sett di man henn.' Dann nahm das Schicksal seinen Lauf. In schwierigen Fällen assistierte die Frau des Baders. Sie hielt den Kopf des Opfers fest. Erwachsene mußten eine Mark bezahlen, Kinder nur die Hälfte. Die Bader assistierten in schwierigen Fällen dem behandelnden Arzt, insbesondere als 'Ihlensetter'.

55. Der Tanz hat im Leben der Völker schon immer eine Rolle gespielt. Auch in der schwach besiedelten Lüneburger Heide wurde er gepflegt. Die Kinder besuchten die Tanzstunde. Der Tanzlehrer um die Jahrhundertwende stammte aus der Dynastie Beuss, die bis auf den heutigen Tag die Tanzlehrer stellt. Die 'Bunten' (der Hamburger, das Drosselnest, die Kegel-Quadrille, Half Dübel Half Satan) wurden in der Tanzstunde nicht geübt, 'die konnte man', sagen die 'Eigengeborenen' heute. Trumpf waren die damals modernen Gesellschaftstänze. Geübt wurde nach folgendem Rhythmus: Raus mit de Füße/wieder rein mit sie.tweg von de Damensiwieder ran zu sie Damens untern Kronleuchterlllerrens vis à vis/Herrens zu de Damenslwieder ran zu sie. In der ersten Reihe ganz links Henni Bühring, die die 'Bunten' der Nachwelt erhielt.

56. Man soll nicht sagen: 'Die Heidjer haben keinen Humor.' Wie uns diese Aufnahme aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zeigt, haben die 'Abfotografierten' keine Hemmungen, ihr Gewicht zu verraten. Na, das ist ja auch stattlich. Wie es sich für einen zünftigen Kegelbruder gehört. Diese ehrenwerten Herren sind der Kaufmann Leiditz, der Gastwirt Schlimm und der Kaufmann Zumbeck aus Fallingbostel, der Landwirt Müller aus Woltem, der Landwirt und Reichstagsabgeordnete Neddenriep, Neddenriep, Beamter Wrigge aus Hannover und der Gastwirt Peters aus Klein Harl. Sie kegelten zusanimen.

Gruss aus der t.oneburqer Heide.

Ver'Iag : He rrn. Lenthe, Walsrode-

57. Dieses alte Lehmhaus stand früher auf 'Schriebers Hof. Es war zwischen den Gefachen des Fachwerkhauses noch geflochten. Das Geflecht wurde mit Lehm bestrichen. Im Volksmund hieß das Haus 'Kloster'. Hier sollen die Schreiber der Amtsvogtei gewohnt haben. Daher der Name 'Schriebers Hof. Es wurde bereits 1899 abgerissen.

58. Ab 1924 bestand die Pension 'Schriebers Hof mit etwa zwanzig Betten. Es war das erste Haus, das sich 1952 zum Kneipp-Sanatorium umfunktionierte und großer Beliebtheit erfreute. Die Lage war idyllisch. Die Entwicklung ging jedoch ihren eigenen Weg. Heute dient das Haus als Seniorenheim.

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