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Fallingbostel in alten Ansichten Band 2

Fallingbostel in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Wolfgang Brandes
Gemeente
:   Fallingbostel
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6476-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Fallingbostel in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Wie rasant sich Änderungen vollziehen, wird am sichtbarsten beim Betrachten alter Fotos und Postkarten. Der zweite Band in der Reihe 'Fallingbostel in alten Ansichten' lädt zu einer Zeitreise ein, die im [ahr 1895 ihren Ausgang nimmt und 1959 endet. Die jüngste Aufnahme ist also nur knapp vier [ahrzehnte alt - doch auch sie zeigt, was längst schon Vergangenheit geworden ist.

Eine Stadt lebt und verändert sich. Sie muß sich neuen Anforderungen anpassen und den Wünschen ihrer Bewohner und Gäste entsprechen. Dies gilt es zu bedenken, wenn sich beim Betrachten der alten Fotos vereinzelt Wehmut einstellen mag, daß etwas verschwunden ist, von dem eine ganz besondere Atmosphäre ausging. Beim Stöbern in alten Postkarten stellt sich dieses Gefühlleicht ein, halten sie doch die 'Schokoladenseiten ' eines Ortes fest und zeigen weniger die harten Lebensbedingungen früherer Zeiten. Wer eine Postkarte an Verwandte und Bekannte schickte, wollte ihnen zeigen, wie gut man es mit dem Ferienaufenthalt getroffen hatte. Und natürlich sollten Postkarten auch für den Ort werben und den Empfänger durch ein idyllisches Motiv dazu bewegen, im nächsten [ahr Fallingbostel als Sommerfrische zu wählen.

In dem vorliegenden Bildband sollte das Flair, das die Postkarten und Fotos entfalten, durch zeitgenössische Texte untermauert werden. Aus alten Reiseführern, Chroniken und der Walsroder Zeitung wird ausführlich zitiert, um sprachlich die Zeitreise abzurunden. Dabei wurde versucht, möglichst viele Informationen zu den Bildern und über den Ort zu vermitteln. Selbstverständlich könnte noch mehr gesagt werden, doch der Platz war nur beschränkt. Wer weitere Auskünfte über die Geschichte Fallingbostels erhalten möchte, sei auf die 19491952 erschienene' Orts-Chronik' von Wilhelm Westermann und meine 'Chronik Fallingbostel 1930-1995' verwiesen. Beide Werke sind im Buchhandel erhältlich.

Nachdem bereits im ersten von Franz Ullner kompetent und liebevoll zusammengestellten Band von 'Fallingbostel in alten Ansichten' und den beiden Chroniken zahlreiche Fotodokumente veröffentlicht wurden, erforderte die Auswahl für dieses Buch einen nicht unerheblichenAufwand, um zu vermeiden, bereits bekannte Bilder nochmals zu veröffentlichen. Wenn sich dies Anliegen verwirklichen ließ, so nicht zuletzt dank der Unterstützung von Sammlern, die das Stadtarchiv Fallingbostel mit wahren 'Schrnuckstûckeu' bedachten. An dieser Stelle gilt

ein besonderer Dank Walter Rohmeyer und Hansjörg Sibus. Ohne ihren Sammeleifer und ihre Kooperation hätte sich das vorliegende Buch nicht realisieren lassen. Ruth Papesch, Annemarie Tomei, Dieter van der Wroge und Bernhard Marquardt stellten ebenfalls Vorlagen zur Verfügung. Ernst Evers, Gustav Gagalla und Hedwig Niemann, von denen ich vor einigen [ahren weitere Abbildungen erhielt, sind inzwischen verstorben.

Sicherlich schlummern im Privatbesitz weiterhin noch unbekannte 'Schätzc'. Es wäre wünschenswert, wenn dem Stadtarchiv Fallingbostel Gelegenheit gegeben würde, von diesen Aufnahmen Reproduktionen anzufertigen. Es mag sein, daß dann eines Tages noch ein weiterer Band 'Fallingbostel in alten Ansichten' erscheinen kann.

1 Alsam2.Junil89Sdie älteste überlieferte Postkarte verschickt wurde, lebten in Fallingbostel nur 1 075 Einwohner. Einen steinernen Glockenturm an der St.Dionysius-Kirche gab es noch nicht. Etwas abseits stand ein auf der Postkarte nicht abgebildeter hölzernerTurm. Er war räumlich von der Kirche getrennt, um bei Blitzschlag oder Feuer ein Übergreifen auf das Kirchengebäude zu verhindern. Den schönen Blick aus der Lieth genossen nur wenige Fremde, denn bevor die Eisenbahn ins Böhmetal kam, konnte der Tourismus keinen Aufschwung erleben. Deshalb hatten sich die

Fallingbosteler schon lange um die Verwirklichung der Bahnbaupläne bemüht - viele [ahre leider vergeblich. Als im März 1895 mit den Bauarbeiten begonnen wurde, war dies für die Fallingbosteler

Anlaß genug, das Ereignis mit einem großen Bierkommers im Lieth-Hotel zu feiern.

2 Mit dem 1. Oktober 1896 brach in Fallingbostel das Eisenbahnzeitalter an. Die Strecke Soltau-Dorfmark-Fallingbostel- Walsrode eröffnete dem Ort neue Entwicklungsmöglichkeiten. In Soltau konnten Anschlußzüge nach Bremen und Hamburg (über Uelzen) und in Walsrode nach Hannover bestiegen werden. Der Bahnhof lag am damaligen Ortsrand. Vom noch unbebauten Weinberg bot sich ein freier Blick über die Bahnanlagen bis zur Lieth dar. Nicht nur in touristischer Sicht profitierte Fallingbostel von der Bahn, auch für die Kreiseingesessenen stellte es eine wesentliche Erleichterung dar, nun mit dem 'Dampfroß' anreisen zu kön-

nen, wenn es auf dem Landratsamt Angelegenheiten zu erledigen galt. Denn obwohl Fallingbostel nicht über Stadtrechte verfügte und bevölkerungsmäßig kleiner als Walsrode war, befand sich hier seit

der Ende des 13. Iahrhunderts beginnenden Ausbildung der Vogteiverwaltung ununterbrochen der Verwaltungssitz.

3 Der Schriftsteller August Freudenthal (1851 in Fallingbostel geboren, 1898 in Bremen verstorben) hat Fallingbostel den Ehrennamen 'Paradies im Schoß der Heide' verliehen. In seinen 'Heidefahrten' berichtete er über die Geschichte des Ortes und lud zu einem Spaziergang in die Lieth, eine herrliche Buchenwaldung, ein: 'Hohe, schattige Buchenhallen, die den "heiligen Hallen" van Tharand an Schönheit nicht nachstehen sollen, öffnen sich dem Besucher. Gut gepflegte, wellig auf und ab steigende pfade führen nach allen Richtungen in das Gehölz und hüllen den Wanderer "in ihrer Blätter grüne Dämmernacht" . Von dem

oberen Hauptwege rechts abzweigend, führt unser pfad ziemlich steil abwärts an das Böhmeufer, wo sich auf einem Vorsprung in das Tal das Lieth-Haus erhebt, ein schlichtes, kleines Wirt-

schaftsgebäude mit Kegelbahn für die Clubgesellschaft des Ortes. Das weit ausgedehnte Wiesental erscheint den Blicken hier als ein rings von waldigen Hügeln eingeschlossenes Amphitheater.'

4 August Freudenthal hob in seiner Beschreibung der Lieth hervor, daß die Einfassung des 'lieblichen, von der Böhme in mannigfachen Schlangenwindungen durchflossenen Wiesentales' kleine Gruppen van Laub- und Nadelholz und größere Nadelholzung auf den Höhen in der Ferne bilden. 'Vorn Lieth-Hause schlängelt sich an murmelnden Quellen mit kristallklarem Wasser, die aus dem Abhange hervorsprudeln und ihre Gewässer der nahen Böhme zusenden, der Weg allmählich aufwärts, an herrlichen Buchenriesen, deren Alter nach [ahrhunderten zählt, vorüber zu einem höher gelegenen Ausblick, der das Panorama noch erweitert.'

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5 Einen wunderschönen Ausblick ins Böhmetal bot sich von der Prinz-AlbrechtsHöhe in der Lieth dar. Prinz Albrecht von Preußen weilte am 6. September 1875 gemeinsam mit Prinz Arthur van England in Fallingbostel. Tags darauf kehrte der Großherzog von Mecklenburg im Haus des Lieth-Clubs ein. Auf der nach Prinz Albrecht benannten Höhe errichtete man eine Hütte, die nicht nur den Wanderern Rast und Schutz bot, sondern auch bei Malern als Freiluftatelier sehr beliebt war. In einem Text aus demjahr 1914 hieß es, die Künstler kämen besonders gern im Herbst nach Fallingbostel, 'wcnn unsre Landschaft am farbenprächtigsten ist, wenn dicke Morgennebel im Böhmetal die Lieth verschleiern, am Vormittag in die Höhe steigen und der klarsten und reinsten Luft mit einem

Blick bis zu den blauenden Büschen, Wäldern und Heidbergen bei Achterberg und Wardböhmen-Becklingen Raum machen. Viele Maler und Malerinnen versuchen ihre Kunst hier, Künstler von Ruf sind nur einige unter ihnen.'

6 Beim Lob des Böhmetales waren sich alle Reiseführer einig. Egal, ob von den Höhen der Lieth, den Uferwiesen oder gar vom Boot aus betrachtet, sein Reiz war einzigartig. Das zweibändige Lüneburger Heimatbuch behauptete 1914 sogar: 'Wer an der Böhme geboren ist, wird in der Ferne seine schöne Heimat nie vergessen.' Franz Gabain beschrieb 1920 in seinem 'Wanderbuch durch die Lüneburger Heide und ihre Grenzgebiete' den Fluß: 'Die Böhme entspringt

2 Meilen nördlich von Soltau aus dem Pietzmoor etwa

80 m über Meereshöhe und mündet nach einem Laufe von 60 km, die Krümmungen ungerechnet, bei Böhme in

die Aller. Der südliche obere Lauf durchzieht ebenes Gelände. Aber unterhalb Soltau wird das Tal enger, die Strömung rascher und im tief eingewühlten Bette vollzieht sich zwischen Dorfmark und

Walsrode der Durchbruch nach Westen durch das Tongebirge von Honerdingen. Dann kommt wieder die ursprüngliche südliche und südwestliche Richtung zu Geltung.'

fallingbostel.

IdVIl a. d. Böhme.

7 Gabain behauptete in seinem Wanderbuch: 'Das Tal zwischen Dorfmark und Walsrode nimmt landschaftlich unter den Flußtälern der Heide eine der ersten Stellen ein. Der Boden ist fruchtbarer, daher auch besser kultiviert, als man ihn in der hohen Heide findet.' Er zeigte sich überzeugt, daß dem Böhmetal eine blühende touristische Entwicklung bevorstände, seien doch schwerlich Orte mit vielseitigeren Reizen der Umgebung zu finden. Fallingbostels Beliebtheit als Sommerfrische rührte auch daher, daß sich den Gästen Gelegenheit zu 'entzückenden' Ruderpartien auf der Böhme bot. Dieses Urteil findet sich in dem 1913 erschie-

nenen Prachtband 'Bilder aus der Südheide' , wo es weiter hieß: 'Bei diesen Ruderpartien kann man bei einem günstigen Wasserstande und einiger Ausdauer ca. 4 km und vielleicht noch mehr böhmeauf-

wärts gelangen. Diese Ruderpartien bilden selbstverständlich eine der Hauptanziehungskräfte Fallingbostels.'

Lüneburger Heide (Fullingbostel)

8 DerTischler Heinrich Bunke erkannte als erster, daß es sich lohnte, an die Sommergäste Boote zu vermieten. 1903 richtete er einen Bootsverleih ein. Sein traumhaft gelegenes Grundstück eignete sich dazu bestens. Die Ruderund Paddelboote fertigte er bis hin zum schlanksten Kanu in seiner eigenen Werkstatt an. Da der Erfolg nicht ausblieb, eröffnete bald auch Habenicht einen weiteren Bootsverleih. Auf der anderen Seite der Böhme ist im Hintergrund ein Pavillon zu erkennen, der zur Landratsvilla gehörte.

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