Füchtorf in alten Ansichten

Füchtorf in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. med. Bernhard Riese
Gemeente
:   Füchtorf
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0775-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Füchtorf in alten Ansichten'

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69. In Füchtorf hat es immer tüchtige und sportlich interessierte Mädchen gegeben. Im Völkerball, beim Dreikampf und der Leichtathletik erreichten sie viele Siege, Daß sie sich auch schon um 1930 im Motorradfahren versucht haben, beweist dieses Bild. Wir sehen Maria Pieker aus dem Waterort und Maria Bökenholt auf einer DKW 125. Beide hatten ihre Kapotthüte ins Gesicht gezogen. Die Maschine trägt die Bezeichnung I X. Das war das Kennzeichen für den Regierungsbezirk Münster. Der Fotograf wählte geschickt als dekorativen Hintergrund den Fachwerkkotten mit Fenster und Stauden.

70. Im Jahre 1929 unternahm die Füchtorfer Blaskapelle eine Radtour nach Dietz Kaiser (jetzt Haunhorst-Schlingmann) in Natrup Hagen. Wilhelm Schlingmann (Dietz) stammte aus Füchtorf und hatte in Natrup Hagen eingeheiratet. 'Kaiser' nannte man ihn mit Spitznamen, da Kaiser Wilhelm die Patenschaft in der kinderreichen Familie übernommen hatte. Auf dem Heimfahrt konnte Kipp, der mit der abschüssigen Straße im Teutoburger Wald nicht fertig wurde, sein Fahrrad nicht halten und raste mit zunehmender Geschwindigkeit an allen vorbei, wobei er laut rief: 'In de Ewigkeit seh wi us wier!' Alle kamen aber gesund nach Haus. Die schöne Kneipe von Dietz Kaiser wurde 1966 abgebrochen.

71. Mit den Autobussen kam auch das Reisen auf. Man war noch bescheiden und fuhr in den benachbarten Teutoburger Wald oder ganz selten mal ins Sauerland. Auf dem Foto von 1925, das vor dem Hotel Felsenkeller in Bad Iburg gemacht ist, erkennen wir den alten Herrn Eggert aus Glandorf mit seinem DAAG Bus. Lehrerin Frommeyer wurde von folgenden jungen Damen begleitet: Mia Kipp, Klam Reker, Johanna Altenau, Emma Seete, Aenne Schlingmann, Anne Heitmann, Anne Bisping, Tine Rehbaum, Elisabeth Heitkamp-Abke, Aenne Erdmann, Aenne Linnemann, Maria Reker, Hanna Schlingmann, Treschen Ruhe, Tine Schoster, Marie Heuer, Aenne Bollmann und Treschen Springmeier.

72. Seit über fünfzig Jahren spielt das Laientheater im Leben unserer Gemeinde eine große Rolle, Es ist erstaunlich, daß in fast allen münsterischen Dörfern immer wieder Naturtalente für das Theaterspielen in Erscheinung treten, In den zwanziger Jahren waren Singspiele sehr beliebt, man wagte sich sogar an Operetten heran. Gesangverein und Kolping wechselten sich in der Organisation ab. 1928 spielte man 'Moders Krüss', nachdem im Jahr zuvor 'Bei Pottebaums ist Jubel und Tanz' auf dem Programm gestanden hatte, 1928 spielten Aenne Kahle, August Holtkämper, Bernhard Möllmann, Heinrich Beermann, Willi Ruhe und Kreimers Anton die Hauptrollen. Viele der Singmädchen werden sich auf obigem Bild wiedererkennen.

73. Dieses um 1880 entstande Gruppenbild zeigt die Kleidung, wie man sie im vorigen Jahrhundert in Füchtorf trug. Die Personen sind von rechts Maria Kuhlmann, Clara Pries - Conrektcrin in Hagen i.W. Heinrich Kuhlmann - Rektor in Münster - Therese Kuhlmann und Anna Kuhlmann. Die ältere Dame trug zum langen schwarzen Trachtenkleid eine schwarze Haube. Die Kopfbedeckung der Füchtorfer Männer war ein schmalkrempiger, niedriger, ovaler und geschwungener Hut, wie er heute noch in Schwaben getragen wird. Man nannte ihn Stiefken. H. Kuhlmann bekleidete sich mit einem Covercoat, einer Art Kurzmantel, wie er heute wieder in Mode kommt

74. Das Heidedorf Füchtorf war zu arm, als daß es eine eigene Tracht hätte hervorbringen können. Die Kleidung und Kopfbedeckungen der abgebildeten vier Füchtorfer Frauen aus der Zeit von 1875-1893 sind recht unterschiedlich. Die Garderobe der Frauen richtete sich nach dem Einkommen des Mannes. Frauen rein bäuerlicher Abstammung trugen weiße, gekräuselte und geriffelte Seidenrnützen, die mit breiter, weißer Schleife (Mundtücher) um den Hals gebunden wurden. Die Frauen aus dem Dorfe hatten unterschiedliche Kleidung und Kopfbedeckungen. Die häufigsten Trachtenmützen bestanden aus schwarzen Damast, drapiert mit gelocktem, schwarzen, dünnen Seidenflor. Die begüterte Maria ,Kuhlmann trug zu ihrem schwarzen Seidenkleid eine mit Gold und Silber bestickte Trachtenkappe.

75. 'Wat kost de Welt' dachten sich die Erstkommunikanten Heinrich Altenau und Adolf Wächter von der Elve, als sie sich 1913 Johann Heuer zur Fotografie stellten. Sie waren damals zehn beziehungsweise elf Jahre alt. Den ersten schwarzen Anzug ihres Lebens hatten sie von Eltern und Verwandten, die silberne Uhr mit dicker Kette von ihrem Taufpaten. Hoher, steifer Kragen, 'Fliege', Schlips und Hüte vervollständigten die Aufmachung. Ihre Lebenserwartungen wurden bei weitem übertroffen, wenn auch Kummer und Kreuz ihnen nicht erspart blieben. Was erwartet unsere heutige Jugend vom Leben? Trotz aller Skepsis mancher Älteren wird auch ihnen die Zukunft mehr bringen, als sie in ihren Träumen erhoffen. Unsere besten Wünsche begleiten sie.

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BILDQUELLENNACHWEIS

Artkamp, Heinrich, Cx P 205 Jundiai SP Brasil, 8 Böckenholt, Josef, Reinholdstraße 10,38,69 Buddenkotte, Clemens, Elve 14, 28

Droste, Katharina, Ströätken 8, 46

Finke, Gertrud, Kirchvenn 5, Titelbild, 1, 2, 7, 10, 17,18,37,49

Fischer, Heinz, Vinnenbergerstraße 3, 13 Glanemann, Mariechen, Rippelbaurn 23, 56 Hagedorn, Josef, Elve 36, 27

Heitkamp, Klara, Twillingen 4, 64

Heitkamp-Abke, Willi, Vinnenbergerstraße 5, 14, 15, 70,71

Heitrnann-Brinkrnann, Katharina, Twillingen 3,39 Heuer, Adolf, von Kettelerstraße 6, 11

Heuer, Paula, Gröblingerstraße 16,60,61,62,65 Hüchtker, Georg, Twillingen 31, 5

Keuter, Emilie, Kirchvenn 1, 3, 47, 58, 63

Knemeyer, Franz, Vinnenbergerstraße 9, 16 Knemeyer-Schwöppe, Hilfe, 4518 Bad-Laer, Glandorf, Kolpingstraße 1,6,25,48,73,74

Aus dem Buch ihrer Mutter: Frau Änne Knemeyer-

Hülsmann, 'Erinnerung an Familie und Heimat' 1955, 146 Seiten, 122 Bilder

Krieter, Änne und Maria, Giandorferstraße 10, 21, 44 Kuhlmann, Antoinette, 44 Münster i.W., Lönsstraße 11, 26

Meyer, Gertrud, Rippe1baum 43, 66, 75

Meyer, Gustav, Vinnenbergerstraße 23, 57 Meyer-Ossendarp, Ferdinand, Subbern 1,31,32,33, 34,52

Niehoff, Heinrich, zum Buckesch 2, 23 Niehoff-Warthorst, Maria, Twillingen 18, 36, 42, 67 Nieße, Wilhelm, Hauskämpe 3, 4

Otte, Wilhelm, Twillingen 41,56

Potthoff, Josepha, Twillingen 28,41,59

Querdel, Huberg, Elve 22, 40, 43, 55

Schierloh, Anni, Rippelbaum 10,53

Schlingmann, Änne, Sensenstraße 4,19,24,45,72 Schöne, August, Twillingen 50, 68

Springmeier, Anneliese, Sassenbergerstraße 1, 35 Thumann, Theo, Giandorferstraße 11, 22

Verfasser, Anton Böhmerstraße 8, 9,20,29,30,50,51

Bei allen nicht aufgeführten Adressen gilt 4414 Sassenberg-Füchtorf als Anschrift.

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