Feucht in alten Ansichten Band 1

Feucht in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl-Ludwig Walz
Gemeente
:   Feucht
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2596-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Feucht in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Wer sich von diesem Büchlein gründliche Information über die Geschichte des mittelfränkischen Marktes Feucht erhofft, der wird enttäuscht werden. Anliegen der in der Reihe' ... in alten Ansichten' erschienenen Bücher ist es vielmehr, vorhandene Literatur zur Ortsgeschichte durch eine reine Bilder-Zusammenstellung zu ergänzen und so jedem anschaulich zu zeigen, wie der Ort 'zu Großvaters Zeiten' ausgesehen hat. Ältere Abbildungen sowie Fotos aus der allerjüngsten Vergangenheit haben in den Büchern dieser Reihe keinen Platz. Der an der Feuchter Geschichte mehr wissenschaftlich interessierte Leser möge sich zur Ergänzung die Schriften von W. Schwemmer ('Alt-Feucht') und K.-L. Walz ('Bausteine zur Heimatgeschichte von Feucht') besorgen.

In unserer sich rasch wandelnden Welt kommt alten Fotos ein hoher dokumentarischer Wert zu. Dies gilt besenders für Orte in Ballungsräumen, wo der zivilisatorische Fortschritt ein fast beängstigendes Ausmaß angenommen hat. Der Markt Feucht, einst Hauptsitz von Zeidlern (Waldimkern) und um 1900 als 'Perle des Lorenzer Reichswaldes' bezeichnet, liegt in einem solchen Ballungsraum: dem von Nürnberg-FürthErlangen. Ursprünglich eine ländliche Idylle mit bescheidenen Dörfern und Marktflecken, mit kleinen

Schlößchen, Weihern, Ackerfluren, Viehweiden und großen Wäldern, hat sich dieses Umland der ehernaligen Reichsstadt Nürnberg mittlerweile in eine zu beachtlichen Teilen von Asphalt, Beton und Autoblech geprägte Vorstadtlandschaft verwandelt. Von den Wäldern sind viele stadtnahe Bereiche gänzlich verschwunden; die stadtferneren Forsten werden von Autobahnen und Schnellstraßen durchschnitten und mit Lärm überschüttet. Viele früher selbständige Umlandgemeinden sind von der Stadt Nürnberg vereinnahmt worden. Feucht konnte seine Selbständigkeit gerade noch bewahren.

Im Zeitraum von etwa 1880-1885 bis um 1935, in dem die hier abgedruckten Fotos aufgenommen wurden, hat sich Feucht von einem ärmlichen Marktflecken mit zirka 900 Einwohnern und einem Rinderbestand von über 200 Tieren (!) zu einem Arbeiterund Angestellten-Wohnort mit 3000 Menschen entwiekelt. Trotzdem ist der Ort verhältnismäßig ruhig geblieben, da sich der Autoverkehr erst nach dem Zweiten Weltkrieg stark gesteigert hat. Ein gewisser Durchgangsverkehr war allerdings schon immer vorhanden, weil Feucht an der bedeutenden Handelsstraße Nürnberg-Regensburg lag und eine Poststation hatte. Etwas lebhafter ging es in Feucht an schönen

Sonntagen zu, wenn Nürnberger Ausflügler in Scharen nach Feucht kamen; die meisten mit der Eisenbahn, einige vornehme Herrschaften mit der Privatkutsche, Sportler auch mit dem Fahrrad. In Feucht boten sich ihnen zahlreiche Einkehrmöglichkeiten. Durstige Bahnfahrer konnten gleich in der Bahnhofs-Restauration einkehren; meist bildete aber diese Lokalität den Schlußpunkt des Aufenthaltes in Feucht. Viele kamen am Nachmittag an und tranken zuerst einen Kaffee im Café Walz. Gleich gegenüber bot sich der Gasthof Kitzmüller an. Daneben gab es noch die Gasthöfe Reither, Rupprecht, den 'Schwarzen Adler', das 'Weiße Roß' und den 'Nürnberger Hof'. Sehr beliebt waren auch die Feuchter Felsenkeller, vor denen an schönen Sonntagen Bier ausgeschenkt wurde, Wanderfrohe Ausflügler marschierten von Feucht zum nahen Brückkanal und weiter ins Schwarzach-Tal; oder sie wandten sich der Gaststätte Gauchsmühle zu und suchten Moosbach auf, das heute zur Marktgemeinde Feucht gehört.

In den zwanziger und frühen dreißiger Jahren belebten Aufmärsche und Versammlungen das Feuchter Ortsleben, führten aber auch zu Spannungen und Auseinandersetzungen. Völlig unpolitisch war hingegen die sehr gut aufgenommene Uraufführung des Fest-

spiels 'Der Zeidelschütze' am 31. Mai 1931. Zum zweiten Male wurde dieses Spiel im August 1950 veranstaltet; zu weiteren Aufführungen kam es nicht. Bedeutende Einschnitte bildeten auch für Feucht die beiden Weltkriege, vor allem der Zweite Weltkrieg, in dem britische Fliegerbomben viel Unheil anrichteten. Von der dann noch vorhandenen alten Bausubstanz fiel in den fünfziger und sechziger Jahren einiges dem sogenannten Fortschritt zum Opfer. Heute aber hat man den Wert älterer Häuser erkannt, stellen sie doch ein Stück Kultur unseres Landes dar. In nicht wenigen Fällen kommt diese Einsicht jedoch zu spät!

Die abgedruckten Fotos stammen zum großen Teil aus meiner Privatsammlung; einige Bilder wurden mir auch leihweise zur Verfügung gestellt, wofür ich Herrn Hermann Kobel und Frau Kniebel, Feucht, meinen besonderen Dank ausspreche. Wertvolle FotoDokumente fand ich auch in den in Nürnberg aufbewahrten Sammlungen F.A. Nagel und Guido von Volckamer.

Möge das vorliegende Buch nicht nur zum Erinnern oder Schmunzeln, sondern auch zum Nachdenken anregen.

1. Wenn man um 1910 auf der einst Gänsgasse genannten Pfinzingstraße ortsauswärts ging und dann zurückblickte, so bot sich einem das hier gezeigte Ortsbild. Links steht das stolze Pfinzing-Schloß mit dem Schloßbauernhof davor; rechts daneben schließen die Gebäude des 'Gänshofes' an, In der Mitte thront die stets einen angenehmen Blickfang bildende Jakobskirche, und von rechts schaut das TueherSchloß herüber, Zwischen ihm und der Kirche sieht man noch das Pfarrhaus liegen. Getreidefelder, Kartoffeläcker und Wiesen umgeben den bebauten Bereich, Im Garten des 'Gänshofs' stehen einige lange Hopfenstangen und erinnern an den einst in Feucht betriebenen Hopfenanbau.

2. So sah Feucht um 1920 aus der Luft aus. Links unten steht abgesetzt von der Straße das evangelische Pfarrhaus, dessen Garten damals kunstvoll gestaltet war. In der Mitte links sehen wir das Pfinzing-Schloß mitsamt seinen Gesindehäusern und dem Schloßbauemhof. Auch kann man hier einmal ermessen, wie riesengroß der dazugehörige Schloßgarten gewesen ist. Ein kleines Teilstück war damals schon abgetrennt (rechte obere Garten-Ecke). Dort steht ein großes Wohnhaus, das zeitweise als 'Schlößl' bezeichnet wurde. Oben in der Mitte ragt die katholische Kirche hervor, die 1903/04 erbaut und nach kriegsbedingten Schäden 1955 instandgesetzt wurde,

3. Hier sehen wir eine Aussicht vom 1964 verschwundenen Sauweiher (heute Kirchweihplatz) auf den Feuchter Ortskern, Dieser Weiher wurde auf verschiedene Weise genutzt: einmal zur Reinigung von verschmutztem Vieh, dann im Bedarfsfall als Löschwasser-Spender und schließlich im Winter zur Eisgewinnung. An seinem Ufer wurde Brennholz in grofsen Stapeln gelagert. Links hinten sehen wir die evangelische Kirche und das 'Zeidlerschloß', halbreehts das Pfinzing-Schloß. Ganz rechts sieht man den 1895 errichteten Anbau der katholischen Notkapelle. (Foto: G. von Volckamer.)

4. Dieses Kärtchen zeigt zwei häufig wiederkehrende Motive: das Pfinzing-Schloß oben links (das früher Schloß Morneck hieß und lange der Familie von Scheurl gehörte) und den oftabgebildeten Marktplatz mit einem malerischen Bauernwagen, Etwas rarer sind die beiden übrigen Bildchen. Links unten sieht man das 1732 erbaute, bis heute erhaltene evangelische Pfarrhaus. Oben rechts blickt man etwa vom jetzigen Tengelmanu-Markt auf die Fischbacher Straße mit der katholischen Kapelle und der Haushaltungsschule (halbrechts).

FEUCHT BEI NORNBERG

Marktplatz mit Rathaus

5. Hier fällt unser Bliek auf die Feuchter Hauptstraße in Höhe des Rathauses (rechts). Halblinks sieht man den Gasthof 'Schwarzer Adler', dessen Fachwerk damals gerade wieder freigelegt worden war. So ziemlich in der Mitte bemerken wir im Hintergrund noch zwei längst verschwundene Gebäude an der Ecke Pfinzingstraße/Obere Kellerstraße, Heute steht dort das Wohn- und Geschäftshaus Schaller,

6. Ende des vorigen Jahrhunderts gab es eine große Postkartenf1ut, und nicht alle Karten sind gleichwertig. Am reizvollsten ist hier die Kolorierung, die leider nicht wiedergegeben werden kann, Das Bildehen links oben zeigt Schloß Gugelharnrner, drei Kilometer westlich von Feucht an der Mündung des Gauchsbachs in die Schwarzach gelegen. Oben in der Mitte blieken wir von der Regensburger Straße auf den Ortskern, Die beiden restlichen Ansichten werden an anderer Stelle erläutert.

7. In dieser Ansichtskarte hat leider schon einrnal ein Fotograf einige Firstlinien nachgezeichnet. Ich bringe sie trotzdem, weil man zahlreiche Häuser sieht, die langst verschwunden sind. Da wären einrnal zu nennen: das zweite, dritte und vierte Haus von links (letzteres war das Hirtenhaus) und daneben die beiden Bauernhäuser rechts. Sie alle wurden durch Wohn- und Geschäftshäuser ersetzt. Die Aufnahme stammt aus der Zeit um die Jahrhundertwende.

8. Dieses Kärtchen fertigte der Architekt und Zeichenlehrer Hans Limbacher vermutlich kurz nach der Jahrhundertwende. Das 'Panorama vom Kurhotel aus gesehen' (oben) zeigt uns rechts vorne den heutigen Walburgis-Weg, der in die Regensburger Straße einrnündet, Daneben ist noch das Bildehen unten ganz links interessant. Wir sehen da einmal das frühere Schulhaus (heute Mesnerhaus) und links davon das Bäckerei-Anwesen mit der alten Hans-Nummer 8 (genannt 'Kirchenbeck'), das leider später abgerissen wurde,

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