Feucht in alten Ansichten Band 1

Feucht in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl-Ludwig Walz
Gemeente
:   Feucht
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2596-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Feucht in alten Ansichten Band 1'

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10. Das sogenannte Zeidler-Schloß hieß ursprünglich 'Schloß im Kartäuser-Weiher', war also ein romantisches Wasserschloß gewesen. Eine malerische Zugbrücke ermöglichte den Zugang. Die verwickelte Besitzgeschichte läßt sich dem Buch 'Alt Feucht' von W. Schwemmer entnehmen. Um 1810 wurde der Kartäuser-Weiher abgelassen und in Wiesengrund verwandelt. Das Volckamer'sche Foto von 1895 zeigt deutlich die erhöhte Lage des Schlosses und der dazugehörigen Insel gegenüber dem ehemaligen Weihergrund.

FEUCHT bei Nürnberg

11. Diese Ansicht von Feucht gehört zu den am meisten fotografierten Motiven. Der sogenannte Forstamtshügel bietet eben einen guten Uberblick. Hier dürfte der Fotograf auf einen Baum an der Nürnberger Straße geklettert sein. Von der Mitte gegen rechts sieht man drei kleine Wohnhäuser, die Ende des 19. Jahrhunderts beziehungsweise um die Jahrhundertwende erbaut wurden. Vorher hatte sich dort ein Hopfengarten befunden.

Feucht b . )YÜrnberg.

12. Es ist sehr schade, daß wir hier keine Farbbilder abdrucken können, Das Original dieses Bildes ist nämlich wundervoll koloriert. Das niedrige Steingebäude ganz links zerbarst beim Bombenangriff im August 1943 vollständig. Die hier sichtbare Nordwestseite der katholischen Kirche erlitt schwere Schaden. Vor dem Kirchturm sehen wir ein Ecktürmchen des einst riesigen Pflnzing-Schloßgartens, der auf dem Bild noch mit einem Plankenzaun von den anschließenden Feldern abgegrenzt ist. Ganz rechts sind das Pfinzing-Schloß selbst und im Hintergrund das Tucher-Schloß zu sehen,

13. Von der Regensburger Straße aus bot Feucht früher ebenfalls einen reizvollen Anblick, Der Ort war wirklich eine 'Perle des Lorenzer Reichswaldes', wie sich Feucht zeitweise zu Recht nennen konnte. Inzwischen aber ist dieses Prädikat leider verloren gegangen. Zu den beiden Kirchen braucht hier nichts mehr ausgeführt zu werden. Hingewiesen sei nur auf den in der Mitte hinten als schwarzer Saum erkennbaren Eichenhain, der um 1844 angelegt wurde.

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14. Von der Altdorfer Straße hatte man früher die hier abgebildete Aussicht auf die evangelische Kirche. Man beachte vor allem das schöne Fachwerk an den Häusern, Ein Foto zu diesem Motiv ließ sich nicht auftreiben, weshalb ich hier ausnahmsweise eine Zeichnung bringe, Ihre Schöpferin war Hedwig Kreiner-Heerdegen, die Gattin des Heimatforschers Dr. Artur Kreiner, Grünsberg.

15. Wenn man einen Überblick über den Flachland-Ort Feucht bekommen will, muß man entweder in ein Flugzeug steigen oder einen der beiden Feuchter Kirchtürme erklimmen. Hier bestieg der Fotograf den Turm der evangelischen Kirche und knipste die Aussicht gegen Nerdwesten. Unten links sieht man ein fachwerkgeschmücktes Nebengebäude des Gasthofes 'Schwarzer Adler', das längst abgerissen ist.

16. Hier schauen wir vom jenseitigen Gauchsbach-Ufer über die Pfinzing-Straße zum Pfinzing-Schloß. Direkt davor steht ein kleines, längliches Häuschen, in dem früher das Gesinde untergebracht war. Das Schloß selbst stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts (erbaut urn 1560-1565). Die Aufnahme dürfte Ende der zwanziger Jahre gemacht worden sein. Damals gehörte das Schloß dem Druckerei-Direktor Wickel. 1941 erwarb es Professor H. Oberth, der damals in Peenemünde an der Herstellung der VI- und V2-Raketen mitwirkte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zahlreiche Flüchtlinge im Schloß einquartiert; es hat dadurch an Wohnwert verloren.

17, Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts kam allmählich der Fremdenverkehr auf. Man fuhr in der warmen Jahreszeit in die 'Somrnerfrische'. Feucht war zwar kein ausgesprochener Erholungsort, doch lag es in einer ruhigen und recht idyllischen Rodungsinsel im grünen Meer des Nürnberger Reichswaldes. So wagte es 1889/90 ein Bauherr, am Rande der Feuchter Ortsflur in unmittelbarer Waldnähe ein Kurhaus beziehungsweise Kurhotel zu errichten, das 'Waldschlößchen' genannt wurde, Leider ließ nach einigen Jahren der Besuch so nach, daß das Hotel in ein Kinderheim umgewandelt wurde, Die abgebildete Karte wurde übrigens 1906 nach Wien gesandt.

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Gruss aus feucht

18. Mitte August im verhängnisvollen Kriegsjahr 1914 setzte sich der sogenannte rote Hahn auf das Dach der altehrwürdigen Gastwirtschaft 'Zum Stern'. Ob das ganze Haus abgebrannt ist, ließ sich nicht ermitteln, Dachstuhl und Dachwohngeschoß dürften aber ein Raub der Flammen geworden sein. Leider hatte das dokumentarisch sehr wertvolle Foto-Glasnegativ einen langen Sprung, Man beachte das Wirtshausschild mit dem eisernen Stern und die Bäume vor dem Haus. Heute steht an dieser Stelle das Wohn- und Geschäftshaus Metz, und von den Bäumen ist nichts mehr zu sehenl Links grenzt das Rathaus an, dessen Fachwerk damals überputzt war.

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