Feucht in alten Ansichten Band 1

Feucht in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl-Ludwig Walz
Gemeente
:   Feucht
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2596-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Feucht in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. An der Einmündung der Regensburger Straße in die Hauptstraße stand bis vor wenigen Jahren das hier abgebildete Bauernhaus. Es war 1803 aus SandsteinQuadern der Kapellenruine Affalterbach im Schwarzachtal erbaut worden. Die Aufnahme machte Friedrich August Nagel im Jahre 1928. Das Negativ gehört heute dem Hochbauamt der Stadt Nürnberg, das dankenswerterweise einen Abzug fertigte und die Druckerlaubnis erteilte. Friedrich August Nagel hat zwischen 1910 und 1940 zahlreiche alte Häuser in Nürnberg und im Nürnberger Umland fotografiert, von denen viele inzwischen abgerissen wurden.

40. Die Eisenbahnlinie Nürnberg-Regensburg mit einer Station in Feucht wurde am 1. Dezember 1871 eröffnet, was zugleich zur Einstellung des Postkutschenverkehrs auf der gleichen Strecke führte. 1878 kam auch noch die Bahnlinie Feucht-Altdorf hinzu; und am 1. August 1886 wurde eine weitere Bahnverbindung von Feucht nach Wendelstein geschaffen, Damit war der Feuchter Bahnhof, den wir hier auf einem Foto von etwa 1910 sehen, von ziemlich großer Bedeutung. Doch 1955 stellte man den Personenverkehr nach Wendelstein ein, und die Bedeutung des Feuchter Bahnhofs begann zu schrumpfen. In den siebziger Jahren riß man das stattliche Bahnhofsgebäude ab und ersetzte es durch einen viel kleineren Neubau.

41. Im Jahre 1925 stellten sich ohne besonderen Anlaß alle aktiven und passiven Mitglieder der Feuchter Feuerwehr dem Fotografen, der mittels verschiedener Foto-Montagen ein riesiges Gruppenbild zusarnrnenbastelte. Von diesern sehen Sie hier einen kleinen Ausschnitt; links im Hintergrund das Rathaus, rechts der Brunnen am Marktplatz.

42. Von den 1918 unter der Bezeichnung 'Bayerische Eggenfabrik' gegründeten Fella-Werken in Feucht gibt es leider keine alten Fotos mehr, da diese 1945 vernichtet wurden, Deshalb müssen wir uns mit der hier abgebildeten Skizze zufrieden geben. Die Fella konnte 1918 schon vorhandene Gebäude einer zu Beginn des Ersten Weltkrieges errichteten Harzfabrik übernehmen. Das Gebäude links diente den Harzfabrik-Arbeitern als Kantine und Kegelbahn, Die Fella (beziehungsweise die Bayerische Eggenfabrik) baute das Gebäude um und richtete Büros ein. Auch das eigentliche Fabrikgebäude wurde umgebaut. Der seltsame Name 'Fella' ist übrigens eine Kurzform von Fellache (= ägyptischer Bauer). Wer 1932 diese kuriose Bezeichnung geprägt hat, ist nicht überliefert.

43. Aus Anlaß des 50jährigen Jubiläums stellte sich 1912 der 'Männergesangverein Feucht 1862' dem Fotografen. Am Anfang waren es zwölf Männer gewesen, die sich aus Freude am deutschen Gesang zu einem Verein zusammenfanden, 1865 erwarb man die hier stolz gezeigte Fahne. Gesangsproben fanden im Gasthaus 'Krone' und im 'Rupprecht-Saal' (heute Bernet) statt, Als Vereinszweck stand in der Satzung: Vervollkommnung des Männergesangs und Erhohung des geselligen Vergnügens durch denselben. Alle jüngeren Männer auf diesem Bild mußten zwei Jahre spater in den Ersten Weltkrieg ziehen; unter ihnen war auch mein Großvater Adam Walz, der in der Sitzreihe als dritter von links zu sehen ist.

44. Hier schauen wir von der Spinnbahn auf die Regensburger Straße, die damals noch nicht geteert und von schönen Allee-Bäumen gesäumt war. Die Spinnbahn hatte ihren Namen davon bekommen, daß hier ein Seiler von Feucht seine langen Seile zusammensponn. In Norddeutschland nennt man eine solche Seilfertigungsstrecke 'Reepbahn'; in Hamburg ist diese zur sündigen Reeperbahn umfunktioniert worden. Die Feuchter Spinnbahn wurde zwar auch in eine Straße verwandelt, ist aber von unkeuschen Einrichtungen verschont geblieben.

45. Um die Jahrhundertwende trafen sich stolze 'Automobilisten' aus höheren Gesellschaftskreisen in Feucht und stellten sich für ein Gruppenbild zusammen. Neben den Autos fallen uns hier vor allem die vornehmen Damen auf. Rechts hinten steht noch eine Kutsche. Ort der Aufnahme war die Kreuzung Hauptstraße/Altdorfer Straße beim Marktplatz, Der Brauerei-Gasthof von Christof Bub (links) wurde spater von der Familie Liebl übernommen; heute ist dort eine Pizzeria.

46. Auch dieses Bild hat Seltenheitswert. Guido von Velekamer fotografierte hier 1895 das alte Pfinzing-Schloß vom nordwestlich angrenzenden Schloßgarten aus, Dieser Garten ist längst zerstückelt und mit vielen Häusern bebaut. Die Holzschuppen und das steinerne 'Gartenhaus' ganz rechts (mit Wohnung und Räumen zum Überwintern empfindlicher Pflanzen) wurden inzwischen abgerissen. Das Schloß gehört dem Raumfahrt-Professor Hermann Oberth; es beherbergt neben Mietwohnungen auch ein paar Museumsräume zum Thema Weltraumfahrt. Das ebenfalls zum Schloßkomplex gehörende ehemalige Gesindehaus (halblinks) blieb bis heute erhalten,

47. Dieses Foto machte Guido von Vo1ckamer 1894 oder 1895. In der Bildmitte steht groß und mächtig das ehemalige Tucher-Schloß, das 1832 wegen hoher Verschuldung des letzten adeligen Besitzers meistbietend versteigert wurde. Den Zuselilag erhielt Johann Pfann, der dort gleich eine Gastwirtschaft errichtete. Rechts daneben steht das alte Pöllot'sche Bauernhaus, das leider einem Neubau weichen mußte. Ganz hinten am Horizont sieht man die Andeutung eines Hopfengartens, der sich damals zwischen Lohweg und Schwabacher Straße befand. Man beachte ferner den Brunnen rechts und den als Brennholz dienenden Baumstock,

48. So sah die Gauchsbach-Brücke der Feuchter Hauptstraße 1895 aus! Rechts hinten sieht man die 'Brauerei von Sirnon Liedel' (später 'Schwarzer Adler' genannt), Links steht ein großer Stadel mit reizvollem Fachwerk, der längst verschwunden ist, Die massiven Sandstein-Quader und die Holzbalken gaben der Gauchsbach-Brücke ein malerisches Aussehen. Wehmut befàllt uns, wenn wir dieses Bild Guido von Velekamers mit der heutigen Situation vergleichen,

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek