Feucht in alten Ansichten Band 1

Feucht in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl-Ludwig Walz
Gemeente
:   Feucht
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2596-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Feucht in alten Ansichten Band 1'

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59. Hier sehen wir ein Detail aus der Einrichtung des Feuchter Rathauses, das nach dem Ersten Weltkrieg außen und innen ausgeschmückt wurde. Auf der Tafel sind die Namen der 'Unter-Richter' von 1515 bis 1784 angeführt, die von der Reichsstadt Nürnberg als oberste Verwaltungsbeamte für Feucht eingesetzt wurden. Unten sieht man eine Truhe mit Schnitzfiguren, welche die Unterrichter und die Waage als Symbol gerechter Rechtsprechung darstellen. Leider sind diese wertvollen Einrichtungsgegenstände beim Bombenangriff in der Nacht vom 10. auf den 11. August 1943 vernichtet worden.

60. Die fränkischen Landgemeinden waren schon Ende der zwanziger Jahre Hochburgen der nationalsozialistischen Bewegung. Feucht bildete hier keine Ausnahme. Der Historiker hat dies nüchtern und ohne 'moralischen Zeigefinger' festzustellen, Wir sehen hier die Feuchter Hitler-Jugend, aufgenommen Anfang der dreißiger Jahre im Garten des Wirtshauses 'Dreilinden' (Reither). Im Hintergrund erkennt man die evangelische Kirche. Daneben sind kleine Nebengebande zu sehen, die nach 1945 abgerissen wurden, Alle abgebildeten jungen Burschen mußten 1939 in den Krieg ziehen. Der stämmige Stefan H. (vor der Fahne sitzend) war dann der erste Feuchter, der in diesem grausamen Krieg gefallen ist.

61. Die Gastwirtschaft Gauchsmühle, an der Kreuzung des Gauchsbaches mit der A1tdorfer Straße gelegen, war lange Zeit ein idyllisches Ausf1ugsziel für Wanderer und Radfahrer. Ursprünglich war sie eine echte Mühle gewesen, die zum benachbarten Grundherr'schen Herrensitz gehörte. Rechts sehen wir den alten Backofen, der noch heute erhalten ist, aber längst ausgedient hat. Auch das Haus selbst steht noch heute. Nur mit der idyllischen Ruhe ist es vorbei, weil der Verkehr auf der nahen Straße stark angewachsen ist,

62. Die voranstehend abgebildete Gaststatte Gauchsmühle war zu Beginn dieses Jahrhunderts derart gut besucht, daß sogar jenseits der Altdorfer Straße noch Tische und Bänke aufgestellt waren. Am meisten Betrieb herrschte natürlich immer an den Sonntag-Nachrnittagen. Dann kamen Ausflügler in Scharen. Unter der Woche kehrten hingegen fast nur Fuhrleute ein. Auf dem Bild sehen wir in der Mitte eine alte Frau, die noch die fränkische Sonntagstracht trägt, In Moosbach/Gauchsmühle soll sich diese Tracht langer behauptet haben als in Feucht.

63. Etwas abgerückt von der Moosbacher Hauptstraße liegt der ehemalige Herrensitz Gauchsmühle, Von einem 'Schloß' läßt sich eigentlich nicht sprechen, Doch ist das aus Sandsteinquadern gebaute Herrenhaus ein stattliches Gebäude. Erbaut wurde es 1746/47 durch die Familie von Grundherr. Links sehen wir das niedrige Gesindehaus mit Fachwerk und sogenanntem Walmdach. 1844 kam das Herrenhaus samt Nebengebäuden und über sieben Hektar Grundbesitz in bürgerliche Hände, Unser Bild stammt aus der Zeit um 1930. Die Moosbacher Hauptstraße war noch unbefestigt, und der Verkehr bestand fast nur aus Bauernfuhrwerken. Meist spannten die Bauern (wie hier) Kühe oder Ochsen vor ihre Wagen.

64. Hier sehen wir das Eingangstor des ehemaligen Herrenhauses Gauchsmühle. Historisch und heraldisch bemerkenswert ist das Doppelwappen über dem Portal. Der Fachmann spricht hier von einem 'Allianzwappen', das anläßlich einer Hochzeit in der von Grundherr'schen Familie geschaffen wurde. Unser Foto dürfte aus der Zeit um 1931/32 stammen und zeigt auch eine elegante Dame (möglicherweise die Besitzerin). Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz. Das Erdgeschoß ist vermietet, Im Obergeschoß befand sich ein Saal mit Stuckdecke, der jedoch schon seit langem durch Trennwände unterteilt ist,

65. Das Dorfgasthaus der Familie Geiger war das schönste Bauwerk des nach Feucht eingemeindeten Zeidler-Ortes Moosbach. Man beachte neben dem reizvollen Fachwerk auch die bogenförmige Eingangstür, das Taubenflugbrett im Obergeschoß und den idyllischen Wirtsgarten mit dem uralten Eschenbaum. All diese Herrlichkeit gehört leider der Vergangenheit an. Das Moosbacher Ortsbild hat durch den Verlust dieses Schmuckstäcks viel an Schönheit eingebüßt. (Foto: F.A. Nagel; bereitgestellt vom Hochbauarnt Nürnberg.)

66. Dieses alte Bauernhaus ist gottlob bis zum heutigen Tag erhalten. Es hat vorne ein sogenanntes Halbwalmdach, das im 17. Jahrhundert üblich war. Unter dem Waim sehen wir rechts Ausfluglöcher für Tauben. Die Aufnahme stamrnt von F.A. Nagel und wurde vom Hochbauamt Nürnberg zum Druck freigegeben.

67. Hier sehen wir ein weiteres Moosbacher Haus, aufgenommen vermutlich Anfang der zwanziger Jahre. Die Dachform verrät uns, daß dieses Haus nicht ganz so alt ist wie das zuvor abgebildete Gebäude. Der Fachmann spricht hier von einem sogenannten Satteldach. Die Erdgeschoß-Wände wurden zum Zweck der Holzersparnis aus Sandstein errichtet. Fachwerk beschränkte man auf die oberen Partien der beiden Giebelseiten. Man beachte nebenbei auch die große Kinderschar, seinerzeit auf dem Lande eine weit verbreitete Erscheinung.

68. Auch die ehemalige Einöde Hahnhof gehört heute zu Feucht. Guido von Volckamer fotografierte sie hier im Jahre 1894. Ihr Mittelpunkt ist das in der Mitte sichtbare Säge- und Hammerwerk gewesen, das mittels eines Mühlrades durch Wasserkraft bettieben wurde. Das Gebäude selbst ist bis heute erhalten, doch hat man den Säge- und Hammerwerksbetrieb längst aufgegeben. Im Vordergrund fallen uns noch Baumstöcke auf, die früher als Brennholzlieferanten sehr begehrt waren. Sie mußten unter großen Mühen ausgegraben und mit Hilfe von Pferden herausgerissen werden.

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