Feucht in alten Ansichten Band 1

Feucht in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl-Ludwig Walz
Gemeente
:   Feucht
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2596-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Feucht in alten Ansichten Band 1'

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69. Dieses Foto knipste Friedrich A. Nagel ebenfalls in· der Einöde Hahnhof, Es war gerade Winter, und der Herr des Hauses fuhr mit seinem pferdbespannten Schlitten weg. Dicke Wolldecken schutzen seine Beine vor der Kälte; auch der Oberkörper ist fest vermummt, Neben ihm sieht man die Laterne des Schlittens, die natürlich nur geringe Leuchtkraft hatte, Bei starker Kälte war die Fortbewegung mit diesem Transportgerät sicher kein Vergnügen, doch bei mildem Tauwetter war das Dahingleiten ein Genuß, Und dem Romantiker lacht beim Anblick dieses Schlitten-Kunstwerks noch heute das Herz im Leibe.

70. Hier sehen wir das Wohnhaus des Besitzers der Einöde Hahnhof, aufgenommen von F.A. Nagel im Jahre 1912. Der Fachwerkbau wurde im 18. Jahrhundert zu einer hochstehenden Handwerkskunst, der wir im ganzen fränkischen Raum viele Kulturdenkmäler verdanken. Im 19. Jahrhundert kam das Fachwerk aus der Mode; auch in unserem Jahrhundert war es lange verpönt. Erst seit wenigen Jahren lernt man es wieder schatzen. Das hier überdurchschnittlich hohe Dach läßt darauf schließen, daß auf dem Dachboden Hopfen getrocknet wurde. Die hervorspringende Aufzugluke am Dachfirst ist ein weiteres Anzeichen hierfür.

71. Nach Feucht eingemeindet wurde auch das idyllisch im Wald gelegene, der Familie von Grundherr gehörige Schlößchen Weiherhans. Wir sehen hier eine weitere Aufnahme des fleißigen Fotografen F.A. Nagel, dessen Nachlaß in der Stadtbildstelle Nürnberg aufbewahrt wird. Das Schloß Weiherhaus wurde 1761 erbaut, mußte aber nach Bombenschaden im Zweiten Weltkrieg gründlich renoviert werden. Das links zu sehende Gesindehans mit Fachwerk und Halbwalmdach fiel vollständig den britischen Bomben zum Opfer.

72. Ein beliebtes Ausflugsziel für Feuchter war und ist die Gaststatte 'Brückkanal'. Ursprünglich war hier nur ein Kanalwärterhäuschen gewesen, in dessen Garten ausschließlich an Sonntagen Bier ausgeschenkt und Käse mit Brot ausgegeben wurde. Wegen das starken Zuspruchs baute der Kanalwärter nach einiger Zeit hölzerne Hallen. Schließlich wurde ein großes Gasthaus errichtet, das heutzutage leider kaum mehr von Wanderem. sondern hauptsächlich von Autofahrern besucht wird.

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73. Die Gaststätte 'Brückkanal' ist auch die Eingangspforte zum romantischen Schwarzach-Tal, Das Flüßchen Schwarzach hat sich zwischen Gsteinach und dem Brückkanal tief in den Burgsandstein hineingearbeitet, was zu schönen Felsbildungen führte. Hier ließen sich Ausflügler Anfang der zwanziger Jahre in einer Felsnische fotografieren.

74. Besendere Anziehungspunkte im Schwarzach-Tal sind zwei Höhlen, genauer gesagt Halbhöhlen: die Karls-Höhle und die Gustav-Adolf-Höhle. Wir sehen hier ein romantisches Felsentor in der Seitenwand der Karls-Höhle, über deren Geschichte ieh leider nichts mitteilen kann. Ein gutes Stück flußaufwärts trifft man sodann auf die Gustav-Adolf-Höhle, in welcher der große Schwedenkönig gleichen Namens 1632 einen Gottesdienst abhalten ließ.

75. Ein weiterer Glanzpunkt des Schwarzach-Tales war Gsteinach. Von 1487 bis 1843 wurde hier ein Eisenhammer mit Wasserkraft angetrieben. Später wurde das Wasser zur Stromgewinnung genutzt. Ein kleines Wehr staut die Schwarzach an, so daß man mit Ruderbooten herumfahren kann. Der Wirt der hinten hervorspitzenden Gaststätte Gsteinach vermietete die Boote an seine Gäste.

Gsteinach Partie im Schwarzachta!

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76. Bei azurblauem Himmel und afrikanischer Hitze und nach einem lukullischen Mahl sind wir auf einer Wanderung durch das herrliche Schwarzachtal begriffen. Dies steht auf der Rückseite der hier abgebildeten Karte, und geschrieben wurde es am 12. Juli 1908. Die Aufnahme wurde knapp oberhalb der Gsteinacher Gastwirtschaft gemacht. Neben den Ruderbooten und der Felsenkulisse fällt uns auch ein Jäger mit Gewehr und Hund auf. Feuchter Ausflügler marschierten von hier über den 'Schwarzen Herrgott' nach Hause, während die Nürnberger mehr oder minder angeheitert dem Bahnhof Ochenbruck zustrebten und sich vom Bummelzug in die Noris zurückbringen Iießen. Ja, das war eben wirklich eine gernütliche Zeit. Damals!

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