Feucht in alten Ansichten Band 2

Feucht in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Paul Morath
Gemeente
:   Feucht
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4884-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Feucht in alten Ansichten Band 2'

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29. Einsatzfähigkeit und Schlagkraft demonstrierte die örtliche Feuerwehr beim Stiftungsfest am 7. September 1894 vor und am Gasthaus 'Weißer Ochse'. Motorleitern auf LKW's gab es damals noch nicht. Mit Einhak-Leitern schaffte man den Aufstieg an Hausfassaden. Löschwasser wurde mit von Muskelkraft betriebenen Handpumpen befördert. Erstaunlich wie viele Männer bereits damals, frei nach der Losung: 'Gott zur Ehr, den Nächsten zur Wehr', ehrenamtlich Feuerwehrdienst taten.

30. Obwohl zeitlich nicht in den Rahmen dieses Büchleins fallend, drucken wir aus den bei Bild Nr. 15 erwähnten Gründen, obige Aufnahme ab. 1943 fieldas Gasthaus 'Weißer Ochse' in Schutt und Asche. Bomben löschten damals die 'Mehrzweckeinrichtung von Feucht', den Spiegel-Saal aus. Ein Bildohne Worte, eine Mahnung: 'Nie wieder Krieg!'

31. Feucht gedenkt in Würde seiner Toten. Mit der wiedergegebenen Postkarte, wurde nach dem Ersten Weltkrieg seitens der politischen und evangelischen Kirchengemeinde der Entwurf eines Kriegerdenkmals vorgestellt. Zu Gunsten eines Denkmalfonds konnte die Karte für 50 Pfennige erworben werden. Das Denkmal wurde ausgeführt und steht vor dem alten Friedhof. Es erinnert an 73 Gefallene und Vermißte des Krieges 1914-1918. Die Namen der zu Ehrenden sind auf zwei Steintafeln beiderseits der dominierenden Steinfigur eingemeißelt. Der Text auf dem Ehrenmal lautet: 'Unseren teueren Helden von der Gemeinde Feucht, Schwarzenbruck, Moosbach, Ochenbruck.'

Hriegerdenkmal der Hirchengemeinde Feucht

32. Auf ein anderen Postkarte ist die im Mittelpunkt des Kriegerdenkmals 1914-1918 stehende Steinplastik wiedergegeben. Ein in sich versunkener barhäuptiger Jüngling hält in der rechten Hand ein von Loorbeer umkränztes Schwert. Gestalter des Denkmals war der akademische Kunstbildhauer Walter Franke aus Nürnberg. An die Toten und VermiBten des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) erinnert eine vor dem Denkmal niedergelegte Steinplatte mit ehrender Inschrift. Vor einigen Jahren wurde auf dem neuen Friedhof an der Schwabacher Straße für die Toten der Kriege und der Gewalt ein neues Ehrenmal von Bildhauer Wilhelm Schiller geschaffen. Die Marktgemeinde entsprach damit einem langgehegten Wunsch der Bevölkerung, welcher besonders vom örtlichen VDK unterstützt wurde.

33. Auch die katholische Pfarrgemeinde hat ihren im Ersten Weltkrieg ums Leben gekommenen Glaubensbrüdern 1921 ein Denkmal gesetzt. Es ist an dem zum Pfarrhof gehörenden Pavillon, beim seitlichen Eingang zur Herz-Jesu-Kirche errichtet. Über dem Christuskopf ist als Inschrift zu lesen: 'Er opferte sich auf um sein Volk zu retten.'

Feucht

Evgl, Pfarrkirehe

34. Eine Postkarte des Verlages Willy Flächsner, Frankfurt a.M. erinnert an den ältesten Feuchter Friedhof. Bis zur Anlegung des damals neuen, inzwischen alten Friedhofes an der Schwabacher Straße, wurden die Toten rings um die Jakobskirche beigesetzt. Dies geschah bis zur Anlegung des alten Friedhofes im Jahre 1883. Die Gräber im Kirchhof sind bis 1927, zur Wahrung der Ruhefristen, beibehalten worden. Ein schmiedeeisernes Kreuz, gestaltet von Loni Beek, aufgestellt im Kirchhof 'St. Jakob', erinnert an Feuchts ältesten Gottesacker. Die Postkarte bietet hinsichtlich der Kirchturmspitze ein interessantes Detail. Noch wird sie nicht vom Wetterhahn, sondern durch Kugel und Kreuz abgeschlossen.

35. Pfarrer Kar! Girstenbräu stellte sich mit dem Konfirmationsjahrgang 1919 vor der evangelischen Kirche zum Erinnerungsfoto. Der weithin bekannte Pfarrherr wirkte an St. Jakob in Feucht von 1912 bis zu seiner Ablösung durch Kirchenrat Heinrich Schoberth im Jahre 1936. Die Einfassung eines Grabes im Vordergrund erinnert an Feuchts ersten Friedhof.

36. St. Jakob ist im Band I zur Genüge vorgestellt. Daher nur noch einige Details. Im Inneren der Kirche sah es vor 1943, vor der Bombennacht des Zweiten Weltkriegs, anders aus als heute. Ein breiter Mittelgang führte vom rückwärtigen Eingang zum Altar. Die Bankreihen waren links und rechts angeordnet. Vor dem Altar stand der Taufstein. Rechts daneben die Kanzel, welche von der Sakristei aus durch eine Türe betreten wurde. Im Kirchenschiff fanden die Gottesdienstbesucher in doppelstöckigen Emporen Platz. Die Emporen liefen dreiseitig um den Kirchenraum. Ein mit vielen Kerzen bestückter Kronleuchter vermittelte festlichen Glanz; er warvon einen Feuchter Bürger um die Jahrhundertwende gestiftet worden.

37. Krönender Abschluß am Turm von St. Jakob ist der altvertraute Wetterhahn. In 34 Meter Höhe fiel er, wie vieles andere, dem Krieg zum Opfer. Weil die Feuchter ihren Wetterhahn wieder haben wollten, baute ihn Heinrich Koch mit Unterstützung der Gebrüder Hirschmann, in deren Werkstätte, nach. Als Vorlage diente die aus 1930 stammende Fotografie (links). Das handwerkliche Kunstwerk 'Wetterhahn' sieht von unten niedlich aus. Die Wenigsten erahnen die stattlichen Ausmaße. Die rechts wiedergegebene neue Wetterstation besteht aus Kugel, Kreuz und Hahn. Die Kugel, sechseckig, 16 Ausbuchtungen, hat einen Durchmesser von 110 cm. Das massive Kreuz mißt 115 x 115 cm. Darüber rotiert mirtels Nadellager der kupfergetriebene Wetterhahn; seine Größe: von Kralle bis Kamm 90 cm.

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38. In reichsstädtischer Zeit gab es infolge der Reformation in Feucht keine katholischen Dauerbewohner. Erst als der Ort bayrisch wurde, zogen Katholiken zu. 1867 betrug der katholische Bevölkerungsanteil 2%; er stieg bis 1871 auf 10%. Meist Oberpfälzer, sie hatten beim Bau der Eisenbahn Arbeit gefunden, zogen zu. Ab 1870 fanden im Tucherschloß, ab 1872 im Pfinzingschloß katholische Gottesdienste statt. 1875 erwarb man beim früheren Sauweiher ein Grundstück und errichtete darauf 1877 eine Notkapelle. 1895 folgte ein Anbau. Bis zum Bau der Herz-Jesu-Kirche (1903/04) fanden Gottesdienste statt. Wie die Kapelle um 1920 aussah vermittelt unser Postkartenfoto. Wir finden die Kapelle am rechten Bildrand und erkennen weiter: Teile des früheren Sauweiher, über der Kapelle die einstige Haushaltungsschule, in der Bildmitte die neue katholische Kirche und links Pfinzing- und Zeidlerschloß.

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