Feucht in alten Ansichten Band 2

Feucht in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Paul Morath
Gemeente
:   Feucht
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4884-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Feucht in alten Ansichten Band 2'

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69. Im Jahre 1925, offensichtlich zu einen Fahnenfest, waren die Feuchter Mitglieder des 'Reichsbanner-Schwarz-Rot-Gold' angetreten. Ehrenjungfern hatten sich hinzugesellt. Beim 'Reichsbanner' handelte es sich um einen von den Sozialdemokraten O.Hörsing und K.Hö!ter in Deutschland 1924 gegründeten Wehrverband zum Schutz der Weimarer Republik, der sich 1932 mit den Freien Gewerkschaften und anderen Verbänden zur 'Eisernen Front' zusammenschloß. Die 'Eiserne Front' wurde 1933 nach der Machtergreifung durch Hitler aufgelöst. Als Feuchter Führungskräfte des 'Reichsbanner' sind Friedrich Zogel (links) und Stefan Gömmel (rechts) auszumachen.

70. Politische Gegnerschaft erwuchs den Sozialdemokraten durch die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP), welche sich als völkisch-nationale revolutionäre Bewegung verstand. Kampftruppe bei der NSDAP war die SA. Bei einem Parteifest, bald nach dem 30. Januar 1933, formierten sich SA-Abteilungen aus Feucht und Umgebung zu einen Marsch durch die Ortsmitte. Militärisch, zackig, bei Marschmusik, ging es im Stechschritt an der Parteiführung, sie stand vor dem Rathaus, vorbei. Im Hintergrund steht der chcmalige Bauernhof des Stoffel-Bauern (Karg). Das Bild hat Seltenheitswert, denn heute gibt es kaum noch ein brauchbares Bild vorn Karg'schen Hof. An seiner Stelle wurde ein 'Konsum-Laden' errichtet.

71. Ortsvereine sind Träger von Kultur, Sport, Wohlfahrt, Gemeinschaft und Geselligkeit. Gesang-, Privatmusik- und der Zeidler- und Volkstrachtenverein pflegen Musik, Gesang, Tanz und Brauchtum in Feucht am längsten. Ältester Verein ist der Gesangverein. Er wurde schon 1862 gegründet und stand bereits 1898, das Erinnerungsbild läßt es ahnen, in voller Blüte. Fotograf C. Schmidt hat 75 Sangesbrüder für die Nachwelt festgehalten. Der verdienstvolle 1. Vorstand Nikolaus Schmidt, tätig von 1891 bis 1905, ist in der Mitte des Bildes platziert. Besondere Höhepunkte im bewegten Vereinsleben waren: 1931 Singen im Bayerischen Rundfunk; 1934 Konzert im Nürnberger Katharinen-Bau; 1962 Verleihung der Zeiter-Plakette. Seit 1973 singen im einstigen Männergesangverein, heute nennt er sich 'Gesangverein 1862' auch Frauen begeistert mit.

72. 'Frisch, fromm, fröhlich, frei', nach dieser Losung besteht seit 1904 Feucht's Turn- und Sportverein. Das erste vereinseigene Übungsgelände befand sich dort, wo heute der neue Friedhof angelegt ist. Der Bau der Schwabacher Straße machte den Umzug auf den früheren SC-Sportplatz an der Jahnstraße erforderlich. Erst um 1970 wurde die heute in Benutzung stehende moderne Anlage am Segersweg geschaften. Spielfelder für Hand-, Fuß- und Volleyball und für Tennis sind vorhanden. Leichtathletikanlagen wurden angelegt und eine Großsporthalle mit Gaststätte entstand. Sportanlagen und Einrichtungen werden von den Aktiven des mitgliederstärksten Feuchter Vereins rege benutzt. 1930 war man noch nicht so weit. Dennoch, Idealisten wie Turnwart Adam Knorr und viele andere, leisteten Hervorragendes. Obige Aufnahrne zeigt Knorr und seine Schützlinge. Alles damals junge Sportler der Jahrgänge 1918-1922.

73. Dies waren die ersten Rennfahrer des Rad- und Motorsportclubs Feucht. Sie stellten sich 1913, auf dem Sparkassenplatz, zur Aufnahme. Der Rad- und Motorsportclub ist nahezu vergessen. Er bestand nur sporadisch und kurzlebig. Hans Lohbauer, zeitweilig 1. Vereinsvorstand, schreibt 1950 darüber folgendes: 'Der Rad- und Motorsportclub wurde am 1. Juli 1913 gegründet. Schon kurz danach stellten sich Schwierigkeiten ein. Der Erste Weltkrieg brachte für den Verein das Aus. Auch während der Nachkriegszeit gab es eine kurze Wiedergründung. Erst am 1. April 1950 wurde der Verein wieder aktiv.' Nicht lange, denn nach wenigen Jahren kam erneut das Aus. Die motorsportlichen Belange im Markt vertritt heute der Allgemeine Motorsportclub (AMC).

74. In der Nachkriegszeit bestand bis 1933 der Arbeitersportverein. Im Gasthaus 'Schwarzer Adler' wurde nach getaner Arbeit Sport getrieben. Weil der Verein unter dem Dach der SPD wirkte, wurde er von der NSDAP 1933 aufgelöst und die vorhandenen Gerätschaften beschlagnahmt. Die Turner und Sportler des Arbeitersportvereins stellten sich um 1925 im Hof des 'Schwarzen Adlers' dem Fotografen. Die Aufnahme ist auch insofern interessant, als daß man rückwärtig den damaligen Bauzustand der Gastwirtschaft und rechts einen Teil der Bierniederlassung der Brauhaus A. G. Nürnberg erkennen kann.

75. Als Fußball-Bezirksmeister blickt die 1. Mannschaft des 1. Fußballclub Feucht (SCP.) ins Objektiv. Die Meisterschaft, welche im gleichen Iahr übrigens auch die 1. Jugendmannschaft des Vereins errang, wurde in der Spielrunde 1932/33 errungen. Der Schreiber dieser Zeilen kennt noch folgende Spieler und Betreuer, von links nach rechts: Kar! Förstel, unbekannt, Hugo Maurer, Hans Roth, Heinrich Pöllot, Leonhard Seitz, Willi Däumler, Heinrich Koch, Fritz Weber, unbekannt, Martin Hoffman, alle stehend: Konrad Rabus, Hans Prölß, unbekannt, kniend. Der SCF wurde im Sommer 1920 unter Leitung von Loni Hall gegründet. Auch der SCF mußte dreimal seinen Vereinsplatz wechseln, ehe er arn Segersweg eine feste Bleibe harte, Begonnen wurde auf dem Platz an der Regensburger Straße. 1932 zog man zum FelsenkeIler. Auf die neue großräumige Waldsportanlage konnte man 1950 umsiedeln.

76. Feucht war einst Ringerhochburg. Die Mannschaft des Jahres 1935 wurde rnittelfränkischer Meister. Im Hof des 'Schwarzen Adler' ließen sich die erfolgreichen Sportler mit ihren Betreuern aufnehmen. Links erkennen wir Geo Meier, den um den Verein verdienten 1. Vorstand und früher erfolgreichen Schwergerichtsringer. Es folgen Kar! Nachtigall, Georg Wirth, Johann Satzinger, Leenhard Satzinger, Hans Brunner, unbekannt, Willi Reither und 'Buschi' Hesse!. Der Kraftsportverein war im Oktober 1925 gegründet worden, kam in den Kriegsjahren 1939-1945 zum Stillstand. begann 1948 erneut und hatte noch gute Erfolge. Ringen wird derzeit von einer Abteilung innerhalb des TSV .04 gepflegt.

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