Filderstadt in alten Ansichten

Filderstadt in alten Ansichten

Auteur
:   D. Hein
Gemeente
:   Filderstadt
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2752-3
Pagina's
:   72
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Filderstadt in alten Ansichten'

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VORWORT

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ein neues Büchlein über Filderstadt: In Alten Ansichten! Sie werden fragen, was es Ihnen zu bieten hat. Nun, es handelt sich um die Herausgabe innerhalb einer recht erfolgreichen Schriftenreihe, in der schon viele Bildbücher derselben Art über deutsche Städte und Gemeinden - übrigens auch aus unserer näheren und weiteren Nachbarschaft - erschienen sind. Die Stadtverwaltung hat in langer Kleinarbeit Bilder, vor allem Fotos, gesammelt, dazu die erforderlichen Reeherehen angestellt, die Texte geschrieben, und so ist ein lebendiger Einblick in eine Zeit entstanden, von der unsere älteren Mitbürger sagen werden: So war es!

Unsere jüngeren Mitbürger aber erhalten eine bessere Vorstellung von einer Zeit, die zwar noch nicht gänzlich Historie geworden ist, aber doch im Nebel alles Vergangenen zu versinken droht. So soll 'Filderstadt in alten Ansichten' die Zeit vor 50 bis 100 Jahren veranschaulichen, denn schließlich waren es unsere Eltern, Großeltern und Urgroßeltern, die hier in dieser Zeit lebten.

Ich wünsche den Lesern eine ebenso interessante wie informative - weil heimatkundliche - Lektüre, die zudem das Gefühl des Miteinanders durch gemeinsame Wurzeln zu stärken vermag.

Ihr Peter Bümlein

Oberbürgermeister

EINLEITUNG

Wie gut, daß vor über 100 Jahren die Fotografie erfunden wurde - es gäbe dieses aufschlußreiche Büchlein sonst nicht. Derm Fotos erzählen uns gerade deshalb so eindringlich aus der Zeit zwischen 1880 und 1930, weil sie realistisch und authentisch sind. Die gezeigten Fotos vermögen das Interesse des Lesers für die damalige Zeit zu wecken, sie überzeugen uns, sie rufen Erinnerungen wach, so daß mancher sagen wird: 'Das Gebäude, diese oder jene Person, den Platz dort kannte ich noch.' Ein Bild von den Stadtteilen vor etwa einem Menschenalter wiederzugeben ist denn auch der eigentliche Sinn des hier vorgelegten Bildbuchs. Ein Anspruch etwa auf historische und dokumentarische Vollständigkeit soll dabei keineswegs erhoben werden.

Wie die Aufnahmen zeigen, gab es damals schon einige Hobbyfotografen in Bernhausen, Bonlanden, Harthausen, Plattenhardt und Sieimingen. Fast alle blieben unbekannt, doch sollen stellvertretend Wilhelm Adam aus Bonlanden und Eugen Schweizer aus Sielmingen genannt sein. Schwierig war es, überhaupt so viele Fotografien zu bekommen, daß daraus ein Buch entstehen konnte. Nicht einfach war es außerdem, Namen sowie Zustand von Gebäuden und Straßen aus der Erinnerung heraus exakt zu benennen. Doch wuchs das Interesse der Beteiligten mit dem Fortgang der Arbeiten in erstaunlichem Maße: Wir müssen Dank sagen all jenen, die ihre Bilder brachten und die ihr Wissen um den Hintergrund der Fotografien in langen Gesprächen übermittelten. Hier seien wiederum stellvertretend für alle Mitwirkenden Gottlob Häußler aus Bonlanden und Hermann Wurster aus Harthausen genannt.

Von wenigen Lithographien abgesehen, handelt es sich bei den gezeigten Bildern um Originalfotos oder Postkartenfotos, welchen eine Originalaufnahme zugrunde liegt. Darunter be-

finden sich übrigens auch ermge Fotos professioneller Ateliers, vornehmlich aus Stuttgart. Alle Textangaben basieren auf eingehendem Quellenstudium, auf Reeherehen und Gesprächen mit Bürgern unserer Stadt. Es dürfte verständlich sein, daß die meisten Jahreszahlen nur als ungefährer Zeitpunkt genannt werden können und daß die Namen etlicher abgebildeter Personen nicht mehr erinnerlich waren.

Als zusätzliche Quellen wurden herangezogen:

Ortsgeschichte Bernhausen, Christine Grabinger, Herausgeber Gemeindeverwaltung Bernhausen, 1974.

Heimatbuch Bonlanden, Herausgeber Bürgermeisteramt Bonlanden, 1970.

Ortsbuch Plattenhardt, Heinz Erich Walter, Walter-Verlag Ludwigsburg, 1969.

Ortsbuch Sielmingen, Wilhelm Böhringer und Martin Murr, Walter-Verlag GmbH Ludwigsburg, 1974.

Chronik der Gemeinde Bernhausen, Friedrich Rittmann, 1937.

Beschreibung des Oberamts Stuttgart, Amt, 1851, Horst Bissinger KG, Verlag und Druckerei Magstadt, Neuausgabe 1966.

Denkmale der Filder, Herausgeber RudolfWeißer, Druck und Verlag Karl Scharr, Stuttgart-Vaihingen, 1929.

Bildquellennachweis:

Helene Adam, Gottlob Alber, Helene Basler, Else Essig, Stadtarchiv Filderstadt, Karl Fritz, Ursula Gebhardt, Gottlob Häußler, Klara Hetz, Helga Prochiner, Gerda Ray, Friedrich Schmid, Gisela Schumacher, Mathilde Stumm, Rose Walz, Doris Wolff und Hermann Wurster.

1. Bernhausen, Luftaufnahme aus südlicher Richtung. Dieses Foto vom Jahre 1921 ist die älteste Luftaufnahme, die von den Filderstädter Stadtteilen existiert. An Hand der deutlich sichtbaren Straßen ist zu erkennen, wie sich Bernhausen ausgedehnt hat. Nach links oben in Verlängerung der Rosenstraße die alte Echterdinger Straße, die damals ebenso wie die darunter befindliche Eisenbahnlinie weiter nördlich lag. An der Eisenbahntrasse ist der Bernhäuser Bahnhof gut zu sehen. Direkt daneben verlaufen Aicher Straße und Tübinger Straße (früher Plattenhardter Weg) gabelartig in die linke untere Bildhä1fte hinein. Hinter der Jakobuskirche befand sich seinerzeit der nördliche Ortsrand.

2. Bonlanden, 1926, Luftaufnahme aus südlicher Richtung. Bebauung und Anordnung der Häuser markleren die damallgen Straßen. In der linken Bildhälfte von unten nach oben der s-förrnige Verlauf der Bonländer Hauptstraße, die von der heutigen Ringstraße (früher Bernhäuser Straße) fortgesetzt wird, Die Oberdorfstraße zieht sich vom rechten Bildrand zur Kirche hin. Am linken unteren Bildrand erkennt man ein Stück der Unterdorfstraße. Neben Luckenstraße, Kirchstraße, Riemenstraße und Kronenstraße sind auch einzelne Gebäude gut zu sehen, zum Beispiel Kirche und Schillerschule. Unter anderem ist noch gänzlich unbebaut das Wiesenstück 'Halde' rechts unten. Am oberen Bildrand links Bernhausen, rechts Sielmingen,

3. Harthausen Ende der zwanziger Jahre. Am oberen Bildrand zieht sich die heutige Degerlocher Straße hin, zur Bildmitte nach unten verläuft dieselbe Straße als Harthäuser Hauptstraße, von der Kirche zum rechten unteren Bildrand als Grötzinger Straße. Haben wir so den Verlauf dieser wichtigsten Straßen markiert, so wird deutlich, wie der Ort seitdem gewachsen ist. Verschwunden sind großenteils die Baumwiesen nördlich, östlich und westlich des Ortskerns: dort befinden sich jetzt Wohnsiedlungen. Dies gilt zum Beispiel für die Bereiche Reuchlinstraße (früher Bonländer Straße), die sich vom linken oberen Bildrand her zur Kirche zieht, sowie Im Feuerhaupt und Heuwiesenweg, aber auch für die Bereiche Johann-Strauß-Straße und Robert-Stolz-Weg (früher: Gartenstraße) am rechten Bildrand sowie Albweg und Wiesengrund am unteren Bi1drand.

4. Sielmingen 1928, Luftaufnahme aus westlicher Richtung. Links unten sehen wir in einer Kurve die Möhringer Straße nach Sielmingen hineinführen, Die Bebauung erstreckt sich im wesentlichen auf den Bereich der anschließenden Sieiminger Hauptstraße, Wo heute ebenfalls Häuser stehen, waren damals noch Baumwiesen, zum Beispiel am unteren und rechten Bildrand. Einige wenige Häuserzeilen deuten den nach unten von der Hauptstraße abzweigenden Verlauf von Reutlinger Straße (früher Bonländer Straße), Heußstraße und Lange Straße an, zum oberen Bildrand hin sind die frühere Pulsstraße (jetzt Hans-Han-Straße) und die Torstraße zu erkennen. Gut sichtbar sind außerdem Martinskirche, Rathaus und Hindenburgschule.

5. Hier zeigt sich, sorgsam aufgebaut und in ordentlicher Haltung, eine Bonländer Madehen-Schulklasse. Nur eine der Schülerinnen wurde wiedererkannt, und da es sich um ein Mädchen des Jahrgangs 1884 handelt, dürfte das Foto etwa 1896 aufgenommen worden sein. Zusammen mit seinen Schülerinnen (die recht ernst in die Linse des Fotoapparats schauen) wurde Lehrer Bernhard Lude abgelichtet, der zu dieser Zeit wohl schon Lehrer in Bonlanden, später - von 1904 bis 1912 - Schulleiter war. Im Hintergrund erkennen wir das alte, im Jahre 1770 errichtete Schulhaus Ecke Oberdorfstraße und Georgstraße, genannt die 'Franzosenschule', das heute noch steht,

r:

6. 'Sonntag morgen' hat jemand vor langer Zeit einmal auf diesem Bild vermerkt. Also wollen wir davon ausgehen, daß das Foto des Hauses Eisen-Schweizer in Bonlanden, damals Lindenstraße (heute Marktstraße 3-7), an einem offensichtlich sonnigen Sonntagvormittag des Jahres 1898 entstand. Ursprünglich waren es drei kleine Häuser, die dann zu einem größeren umgebaut worden waren. Und so besteht das Gebäude im wesentlichen noch heute. Im Hintergrund sehen wir das kleine Waaghäusle mit der Gemeindewaage. Auf ihr wurden das Vieh, aber auch landwirtschaftliche Produkte oder Kohle gewogen. Diese mußte wegen des Standgelds in aller Eile beim Bahnhof Bernhausen abgeholt und vor den Häusern mit Bestellung abgeladen werden. Nach jeder Lieferung stellte man die gelieferte Menge durch erneutes Wiegen fest, Das besorgte der Waagemeister.

7. Wir werfen einen Bliek in die frühere Lindenstraß im Stadtteil Bonlanden. Es ist der Platz, an dem heut die Luckenstraße in die Metzingor Straße einmündei Nur die Älteren unter uns können sich noch vorsteller wie ganz anders damals der Verlauf der Straßen wai Das Ortsbild hat sich völlig verandert. Ganz rechts da Gebäude, in dem sich die Bäckerei Kettinger befindeï Bildmitte, quer zur Straße, das Haus des Bürster machers Johann Georg Fügel. Dort wuchs auch desse:

Sohn Georg Fügel auf, der - wie anderweitig beschrie ben - aktiv am Musikvereinsleben teilnahm. Das Hau Fügel steht noch, während das auf dem Bild direk dahinter sichtbare Haus Huss abgerissen wurde. A seiner Stelle befindet sich der Neubau mit der Firm Raumausstattung Schmid. Die Postkartenaufnahm entstand um 1905.

ol'uh aus Bunlanden.

8. Der alte Bonländer Pumpbrunnen, bei den Einheimisehen 'Luckenbrunnen' genannt, stand an der Ecke Metzinger Straße/Luckenstraße etwa dort, wo sich heute das Straßennamenschild befindet. Der Brunnen mit einem zwei Meter langen Stubensandsteintrog wurde ebenso wie die Häuser dahinter Mitte bis Ende der dreißiger Jahre abgerissen. Vor allem die Bauern waren wenig erfreut, wenn wieder ein Brunnen abgetragen wurde, denn die Tröge hielten das Wasser unter anderem zur Viehtränke bereit. Auch mit dem Luckenbrunnen ging ein Stück heimatlicher Steinhauerkunst dahin. Aufnahme um 1928.

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