Filderstadt in alten Ansichten

Filderstadt in alten Ansichten

Auteur
:   D. Hein
Gemeente
:   Filderstadt
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2752-3
Pagina's
:   72
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Filderstadt in alten Ansichten'

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9. Dieses Bild auf einer Postkarte, die um 1912 wahrscheinlich nach einer Farblithographie gedruckt wurde, zeigt uns rechts das Gasthans 'Zur Linde', in der Mitte die Bonländer Hauptstraße, links als erstes Gebäude das Gasthaus 'Zum Ochsen', Dieses besteht heute noch und hat sich baulich kaum verandert. An Stelle der 'Linde' jedoch erhebt sich heute das Haus Preller mit einer Filiale der Landesgirokasse. Die 'Linde' war über viele Jahre hinweg ein beliebtes Gasthaus in Bonlanden, in dem man speiste, Hochzeiten feierte, Karten spielte und wo die Rekrutenjahrgänge feierten. Der Lindenwirt, damals Johann Laux, war lange Zeit Waagemeister der Gemeinde. Rechts vorn ist noch ein alter Brunnen zu sehen.

10. Mit zu den ältesten hier veröffentlichten Fotos gehört dieses etwa 1900 aufgenommene. Das alte Bauernhaus im Hintergrund stand in der Friedhofstraße in Ober-Sielmingen, Und diese Unterscheidung hatte zu der Zeit, als die Aufnahme gemacht wurde, ganz konkrete Bedeutung: Ober- und Unter-Sielrningen waren seit Jahrhunderten zwei selbständige Gemeinden und schlossen sich erst 1923 zur Gemeinde Sieimingen zusamrnen. Ganz links steht Jakob HäußIer, vor ihm Sohn Gottlob Häußler, in der Mitte Dorothea Häußler mit Tochter Luise Häußler auf dem Arm. Interessant ist der Wein, der am Hause gezogen wurde. Das Haus ist vor über 50 Jahren abgerissen worden. An derselben Stelle befindet sich heute ein im Landhausstil errichtetes Sandsteingebäude.

11. Links: Hier ist der allererste Uhlbergturm abgebildet. Er ziert als Zeichnung eine Postkatte mit dem Poststempel von 1901. Auf der Karte ist sowohl der Drucker 'H. Volk, Kunstanstalt, Heilbronn a.N.' als auch der 'Verlag v. Friedrich Schweizer, Bonlanden' vermerkt. Friedrich Schweizer war damals Inhaber des gleichnamigen Gemischtwarengeschäfts in Bonlanden. Das Geschäft fungierte seinerzeit als kleines Kaufhaus, in dem von Haushaltswaren bis zum maßgeschneiderten Anzug alles zu haben war - und sornit natürlich auch Postkarten. 1890 hatten Forstwart Digel und Revieramtsassistent Nördlinger aus Plattenhardt das hölzerne Turmgerüst auf dem Uhlberg mit eigenen und gespendeten Mitteln gebaut. Es ist 1902 wegen Baufälligkeit abgerissen worden und machte einem neuen Turm Platz, der 1903 eingeweiht wurde.

Rechts: Der heutige Uhlbergturm ist bereits der dritte. Unser Postkartenfoto - um 1910 - zeigt den zweiten Turm, der 59 Jahre 'im Dienst' war. Er bestand aus Holz, hatte einen Unterbau aus Sandsteinquadern und war knapp IS Meter hoch. Die Kosten für den Turmbau beliefen sich auf 5400 Mark, Einweihung war im Oktober 1903. Im Jahre 1962 wurde der Turm abgerissen. Im Vordergrund sehen wir noch Weinreben, deren Anpflanzung sich hier am Südhang des Uhlbergs anbot und die bereits durch eine Urkunde von 1474 belegt ist. Der Weinbau am Uhlberg ging jedoch auf Grund von Rebenkrankheiten seit der Jahrhundertwende mehr und mehr zurück.

12. Daß die Freude am Fotografieren als Mittel bildhafter Gestaltung auch langfristig Werte schafft, zeigt dieses Foto. Wer fertigte es? Kein Geringerer als der damalige Bonländer Ochsenwirt Gebhard Eger, der als Hobbyfotograf so manches Bild geliefert haben mag zur Information nachfolgender Generationen. Wir sehen zwei Bonländer Konfirmandinnen im festlichen Konfirmationskleid um 1900. In den Händen hält [ede der beiden jungen Damen ein Buch, wohl die Konfirmationsgabe der Kirchengemeinde, vielleicht auch der Eltern oder der Paten. Das Foto wurde übrigens vor dem Vereinshaus neben der Bonländer Kirche aufgenommen. Die Initiative zum Bau des zweistöckigen Hauses ging vom zuvor gegründeten Christlichen Verein Junger Männer (CVJM) aus. Die abgebildeten Konfirmandinnen werden sicher erlebt haben, welch rührige Tätigkeit der CVJM in dem Neubau damals entfaltete.

13. Zur Vollspur ausgebaut wurde die Bahnstrecke zwischen Möhringen, Echterdingen, Bernhausen, Sielmingen und Neuhausen 1902, und am 1. November desselben Jahres begarm der Betrieb. Aus der Zeit stammt ein Foto, das Bahnbeamte, Bauleitung und Arbeiter zur Eröffnungsfeier vor dem Bahnhof von Bernhausen vereint zeigt. Ausgerichtet wurde die Feier offenbar vom Lindenwirt Karl Briem, der seine Gaststätte gleich nebenan hatte. Er ist auf dem Bild als achter von rechts zu sehen (ohne Hut). Ganz rechts der Bahnschaffner Karl Trunk. Anläßlich des Festes soll auch eine von der Filderbahngesellsohaft eingeladene Stuttgarter Schulklasse gesungen haben.

14. Vom selben Tag, ja von derselben Stunde wie das vorausgehende Bild stammt dieses vom Gasthaus 'Zur Linde' in Bernhausen, davor wieder die Betelligten am Eröffnungsfest anläßlich des VollspurAusbaus 1902. Die 'Linde' war 1899 bis 1901 von Karl Briem (1870-1943) gebaut worden. Der Lindenwirt und seine Frau Rosa Briem sind auf dem Foto ebenso abgebildet wie sein Bruder Gottlob Briem, Gründer der Klavierfaorik. Lindenwirt Karl Briem, unter anderem Gemeinderat, stellvertretender Schultes, Amtsverweser und Waldmeister, war wegen seines nie versiegenden Humors geschätzt, Rechts neben dem Gasthaus das 'Doktorhaus', das 1944 durch Brandbombentreffer abbrannte.

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15. Im Jahre 1897 wurde der Bahnbetrieb auf den neuen Schmalspurstrecken von Degerloch über Möhringen, Leinfelden, Echterdingen, Bernhausen, Unter-Sielmingen nach Neuhausen sowie von Möhringen nach Vaihingen aufgenommen. Das war eine erhebliche Erleichterung besonders für die Arbeiter aus den Fildergemeinden, die zur Arbeit nach Stuttgart fahren mußten. Das 'Filderbähnle' dampfte - wie hier um 1925 - anfänglich mit vier, später mit sieben Zugpaaren pro Trag über die Filder. 1920 entstand die direkte Verbindung aus Richtung Bernhausen/Echterdingen über Oberaichen und Rohr nach Vaihingen.

16. Wahrscheinlich 1909 ist dieses Bild von Siemingens ältestem Bahnhof entstanden. 'Restauration zur Haltestelle von Gottlob Eble' steht auf einem Schild, ein anderes Schild mit der Aufschrift 'Fahrkarten-Ausgabe' zeigt an, daß Gasthaus und Bahnstationshaus eine Einheit bildeten. Gottlob Eble und seine Frau Sophie ließen das von ihnen gekaufte Haus bald abreißen, und am selben Platz entstand ein neues und größeres zum Betrieb der Bahnagentur.

17. Auch an diesem Haus, damals Sieimingens neuer Bahnhof, erscheint der Hinweis 'Restauration zum Bahnhof'. Das Gebäude bauten Sophie und Gottlob Eble 1910, und die Aufnahme wurde sicher im selben Jahr gemacht. Das Ehepaar Eble betrieb darin neben der Bahnhofswirtschaft die Bahnagentur. Helene Adam, geborene Eble, berichtet: 'Das war ein interessantes Geschäft, denn es gab kein anderes Beförderungsmittel.' Jeden Montagmorgen wurden um die 300 Wochenkarten verkauft. Oft mußten pro Tag 25 Waggons mit Kraut abgefertigt werden. 72 Jahre nach seinem Bau hat man das Bahnhofsgebäude abgerissen.

18. Offenbar aus einem Fenster des Hauses Bäckerei Alber geht der Bliek in Richtung Bernhäuser Bahnhof. Von hier fuhren morgens in stündlichem Abstand, um fünf, sechs und sieben Uhr, die Arbeiter aus Bernhausen, Bonlanden, Plattenhardt, Ober-Stelmingen und Häfner-Neuhausen (jetzt Neuenhaus) zu ihren Arbeitsstellen. Bäcker und Wirte boten süße Stückle feil. Vor dem Bahnhof in der Bildmitte befand sich zur Zeit dieser Aufnahme, etwa 1920, ein Kiosk, an dem man Bier, Tabak, Zigaretten, Limonade und Süßigkeiten wie Waffelbruch und Hasenbruch erhielt. Ganz links das Haus des Schultheißen Georg Weber, rechts daneben die 'Restauration zum Bahnhof', erbaut 1897 von Wagnermeister Karl Schmid aus der Hinteren Gasse. Vorne stehen zwei Langholzfuhrwerke, zwischen 'Linde' (rechts) und Bahnhof ein Zug der Filderbahn.

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