Filderstadt in alten Ansichten

Filderstadt in alten Ansichten

Auteur
:   D. Hein
Gemeente
:   Filderstadt
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2752-3
Pagina's
:   72
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Filderstadt in alten Ansichten'

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29. Adolf König aus Bonlanden mit seiner Frau Luise und dem Lehrling Reinhold Schumacher. Recht gut kann man auf diesem Bild - etwa 1912 - dem Bürstenmacher bei der Arbeit zuschauen. Adolf König besteekt gerade einen Straßenbesen. Zu den Produkten des Besenbinder- und Bürstenmacherhandwerks gehörten unter anderem Kleiderbürsten, Schuhbürsten beziehungsweise sogenannte Schmotzbürsten, Putz- und Waschbürsten, Gläserbürsten, Kehrwische und Ofenrohrwischer. Die meisen Bürstenmacher fertigten auch das Bürstenholz selbst, das heißt sie kauften Buchenscheitholz und bearbeiteten es mit Bandsäge, Schleif- und Bohrmaschinen selbst. Das Verkaufen hieß 'auf den Wackel gehen', Im Hintergrund das Haus Leitenberger, das neben der Bäckerei Kurfess stand und vor Jahren schon abgerissen wurde.

30. Das Haus, vor dem dieses Foto Ende des Ersten Weltkriegs oder kurz danach gemacht wurde, steht heute noch in Bonlanden: Ecke Metzinger Straße und Luckenstraße neben der Bäckerei Kettinger. Vor vielen Jahren konnte man noch auf einem Schild lesen, daß sich dort die Biirstenmacherwerkstatt von Joharm Georg Fügel befand, der übrigens auch Gemeinderat und Feldschütz Wat. Von seinen 18 Kindern sehen wir hier die Töchter (von links nach rechts) Frieda, Emma, Mathilde und Emilie Fügel, Sie arbeiteten in der Werkstatt ihres Vaters. Das Bürstenmacherhandwerk nährte bei einem Familienbetrieb recht gut seinen Mann. Es wurde ja nicht nur produziert, sondern in regelmäßigen Abständen ging's auch hinaus zum Verkauf von Haus zu Haus. Die abkonterfeiten Schwestern waren übrigens Tanten des später berühmt gewordenen Sängers Alfons Fügel.

31. Der Gesangverein 'Militär-Kameradschaft Plattenhardt' anläßlich der Fahnenweihe am 7. Juli 1907. Neben den Trommeln sitzen links Friedrich Ruck und rechts Friedrich Ruck, auf den Pferden postierten sich links Wilhelm Böpple in Heroldstracht und rechts Georg Mägle als Dragorier. Weiterhin erkannt wurden (in Klammern jeweils die Position von links nach rechts): Erste Reihe von unten die Damen Barbara Wörner (2), Rosa Fügel (6), Marie Müller (8), Christine Mägle (9) und Barbara Fügel (10). Zweite Reihe: Christian Wolf (l), Rudolf Müller (2), Friedrich Koch (3), Gottlieb Mack (4), Jakob Fügel (6), Lehrer Läppie (7), Adam Früh (8) und Jakob Schlecht (l1). Dritte Reihe: Georg Brabandt (6), Karl Bauer (7) und Fritz Böpple (9). Vierte Reihe: Gottlob Müller-Bader (2), Karl Roth (3), Georg Mack (4) und Jakob Böpple (5). Fünfte und oberste Reihe: Gottlob Haug (l), Johannes Ruck (3) und Karl Fritz (4).

32. Am 23. Juni 1907 gründeten zehn Turnbegeisterte den TurnerbundBernhausen, einen Vorläufer des heutigen TSV. Als Verantwortliche wurden am 1. Juli 1907 gewählt: Gottlieb Reißing als 1. Vorsitzender, Christian Hornbacher als 2. Vorsitzender, Wilhelm Stäbler als Schriftflihrer und Eugen Krauß als Kassierer. Hirschwirt Brodbeek stellte seinen Garten für die Turnübungen zur Verfügung, ab 1912 konnte in der neuen Turnhalle neben der Schule in der Plieninger Straße geübt werden. Wahrscheinlich 1909 entstand das Foto der stolzen Riege. Es zeigt unter anderem von rechts nach links die Brüder Wilhelm, Johannes und Friedrich Walz, ganz links Vorturner Christian Dahler.

33. Ein beliebter Treffpunkt vor allem der Unter-Sielminger Bürger was das Gasthaus 'Sonne' in der Hauptstraße, das 1979 abgerissen wurde. Unser Postkartenfoto - 'Gruß aus Unter-Sielmingen' - zeigt das Haus wohl vor dem Ersten Weltkrieg um 1910. Bei Joharm Georg Hertler trafen sich zum Beispiel Bürgerrneister, Notar und Johann Georg Bührer (vom Gemischtwarenladen Müller schräg gegenüber) zum Kartenspiel, man speiste und übernachtete dort, und im Garten übten die Turner. Es war halt auch das Turnlokal der Unter-Sielminger, während sich die Ober-Sielminger Turner im 'Lamm' und im 'Hirsch' trafen. Am Platz des ehemaligen Gasthauses 'Sonne' entsteht jetzt ein modernes Bürgerzentrum.

34. Unter-Sielmingen in geruhsarnerer Zeit. Die als Postkarte gedruckte Aufnahme aus der Zeit um 1910 zeigt: Fahrbahn und Gehweg sind ungepflastert, was bei Regenwetter recht unangenehm sein konnte, Vorn ein Güllefaß. Und über die Dächer links und rechts der Hauptstraße grüßt der Turm der Martinskirche, Wir sehen links die Häuser von Gottlob Alber, Gottlob Schäfer, Daniel Alber, Eugen Horlacher sowie die 'Sonne', rechts die Häuser von Michael Weinmann, Friedrich Gauger und nach dem Gasthaus 'Krone' das Haus von EmU Han.

35. Johann Georg Hertler lebte von 1858 bis 1936 und war Sonnenwirt seit 1883. Seiner witzig-humorvollen, gastfreundlichen Art, aber auch der guten Küche hatte die 'Sonne' ihren Zuspruch zu verdanken. Hertler war auch Waagemeister der Gemeinde, die Waage befindet sich noch am Sielminger Rathaus. Johannes Hertier hatte die Wirtschaft 'Zur Sonne' 1870 eröffnet, nach dem Tode seines Sohnes Johann Georg Hertler führte dessen Sohn Theodor das Haus weiter. Das Foto zeigt Johann Georg Hertler Anfang der dreißiger Jahre.

36. Das abgebildete Haus war der 'Schopf", was so viel heißt wie Nebengebäude oder Wagenschuppen. Der 'Schopf" stand zwischen heutiger Drogerie Albert und neuem Rathaus, er wurde etwa im Jahr 1967 abgerissen. Einer Inschrift im Gesims nach wahrscheinlich 1667 gebaut, diente das Gebäude zunächst als Holzlager, nach einer Aufstockung 1923 als gemeindeeigenes Bürgerhaus mit Wohnungen und Feuerwehrmagazin. Um 1910 jedoch - aus dieser Zeit stammt das Foto auf einer farbigen Postkarte - befand sich im 'Schopf" die Spezereihandlung Friedrich Löffler. Im Filderstädter Heimatmuseum wird ein alter Krämerladen gezeigt, in dem auch noch Originaltüten für den Lose-KaffeeVerkauf, mit Firmenaufdruck 'Löffler', ausliegen.

37. Das Haus Nr. 40, das heute noch in Bernhausens Rosenstraße steht: Sicher zählt es zu den ganz alten am Ort. Gottlob Schwab, geboren 1866 oder 1867, gestorben 1950, kaufte das Haus vor der Jahrhundertwende und betrieb darin eine Bäckerei. Zuvor hatte Gottlob Schwab in Philadelphia, USA, als Bäcker gearbeitet, jedoch vertrug vor allem seine Frau das Klima dort nicht. Das Foto, etwa um 1910 aufgenommen, zeigt ihn (zweiter von links) als stolzen Bäckermeister vor seinem Laden, neben ihm seine Frau Mathilde. Man beachte auch die beiden Schaufenster. Im Jahre 1925 heiratete Paul Gauger die Tochter Gottlob Schwabs und übernahm gleichzeitig die Bäckerei.

38. Wo sich in Plattenhardt heute der Neubau mit der Drogerie Albert befindet, Uhlbergstraße Ecke Mörikestraße, da stand ehemals dieses Haus. Es wurde 1968 abgerissen. Bis dahin hatte das abgebildete Gebäude eine lange, 1 16jährige Geschichte hinter sich. Es war 1852 gebaut worden von Johann Georg Fritz, dessen vormallges Haus an derselben Stelle abgebrannt war. Ein umfangreicher Schriftwechsel insbesondere über die Brandschutzeinrichtungen, außerdem die dreiseitige Baugenehmigungsurkunde des Königlichen Oberamts, sind noch im Gemeindearchiv vorhanden. Das Haus - unser Foto zeigt es ums Jahr 1912 - stand neben dem 'Schopf", der an anderer Stelle beschrieben wird.

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