Filderstadt in alten Ansichten

Filderstadt in alten Ansichten

Auteur
:   D. Hein
Gemeente
:   Filderstadt
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2752-3
Pagina's
:   72
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Filderstadt in alten Ansichten'

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49. Gesangverein Bonlanden auf lustiger Tour: Himmelfahrtsausflug 1919. In jenem Jahr sah der 'Sängerkranz' bereits auf eine wechselvolle Geschichte zurück und bestand bereits über 50 Jahre! 1918 war der 'Sängerkranz' so dezimiert, daß er sich mit dem Gesangverein 'Vorwärts' unter dem vorübergehenden Namen 'Arbeitergesangverein' zusammenschloß. 1924 übernahm Georg Fügel den Vorstand. Hintere Reihe stehend: Jakob Schlecht, Gebhard Eger, Friedrich Laux, Christian Stoll, Wilhelm Bayer, Ernst Schlecht, Hermann Pommer (jung), Wilhelm Kurz, Paul Weinmann, Adolf Schmid, Georg Schumacher, Gottlieb Haueisen, Hermann Pommer (alt) und Johannes Stol!. Sitzend: Robert Schlecht, Hermann Weinmann, liegend Otto Stoll, Julius Beek, Hermann Schumacher, Fritz Schumacher, Hermann Riedel, Adolf Böpple, Ludwig Stoll, August Weinmann, Gottlob Weinmann, Karl Wolfer und Hermann Eger.

50. Das Haus der 'Conditorei-Backerei Gottlob Alber', Echterdinger Straße 1 in Bernhausen, sieht heute anders aus, Errichtet wurde es 1912 als Bauernhaus vom Kronenwirt Christian Stoll, während er die 'Krone' seinem Sohn Albert Stoll übergab. Gottlob Alber kaufte 1918 das Haus, baute es um und richtete darin eine Bäckerei ein, Bald darauf, etwa um 1920, wurde die Aufnahme gemacht, auf der links vor dem Gebäude der damalige Besitzer zu sehen ist, Die Echterdinger Straße existierte noch nicht, vielmehr war ein kleiner Wall aufgeschüttet, in dessen Einschnitt die Bahngleise verliefen. In der Konditorei nahmen die Arbeiter, die mit dem Zug vom gegenüberliegenden Bernhäuser Bahnhof fuhren, gern ein Schnäpschen zu sich oder aßen ein Biskuitle. Das abgebildete Haus wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört.

51. Ein beschauliches Bild aus der Grötzinger Straße in Harthausen: Landwirt Eugen Reick bringt mit seinem Kuhgespann Hackfrucht, das heißt Rüben, ein. Sein Sohn Eugen (rechts) hilft ihm dabei. 1921, als das Foto aufgenommen wurde, gab es in Harthausen mindestens so viele Ochsen- und Kuhgespanne wie Pferdefuhrwerke zu sehen. Zu der Zeit auch war die Grötzinger Straße keineswegs asphaltiert, sondern mit einer wassergebundenen Schotterdecke befestigt. Bei Regen bildete sich darauf eine grau-gelbe Suppe, die - so erinnert sich mancher - ihre Spuren hinterließ. Das Haus im Hintergrund, Bildmitte, gehörte damals Karl Breuning, das rechte Christian Müllerschön.

52. Mit klingendem Spiel vor das Tor. So möchte man sagen bei Betrachtung des Fotos, denn glaubt man nicht, die Musik zu hören? So gut gelungen ist der Schnappschuß aus dem Jahre 1922, der den Musikverein 'Harmonie' in Bonlanden und dahinter den 'Sängerkranz' beim festlichen Umzug zeigt. Die Vereinsmitglieder marschieren hier gerade durch Bonlandens Kronenstraße in Richtung Rathaus, Links das Gasthaus 'Krone'. Rechts vorn, die Trompete blasend, Georg Fügel, der in beiden Vereinen aktiv war. Unter den damals über 50 Sängern des 'Sängerkranzes' befand sich auch sein Sohn Alfons Fügel, der spater als Tenor berühmt wurde.

53. Zum Christlichen Verein Junger Männer in Bonlanden gehörte bereits vor dem Ersten Weltkrieg ein Posaunenchor, Da der Verein auch Geld für Spiele und Lesestoff benötigte, lud man die Öffentlichkeit zu weihnachtlichen Feiern ein, bei denen volkstümliche Laienstücke aufgeführt wurden. Der finanzielle Erlös kam unter anderem dem Kauf einer Anzahl Blasinstrumente zugute. Als Gründungsjahr des Posaunenchors gilt das Jahr 1905, erstmalig traten die Bläser aber wohl am zweiten Christfeiertag 1904 auf. Die Mitspieler mußten sich zu regelmäßigem üben verpflichten. Das Foto um 1923 zeigt von links nach rechts, erste Reihe: Georg Stauch, zweimal Gottlob Stauch und Paul Schall. Zweite Reihe:

Wilhelm Kohier, Wilhelm Ocker, Wilhelm Horrer, Wilhelm Früh und Emanuel Stauch. Dritte Reihe:

Albert Adam, Wilhelm Hörz, Wilhelm Adam, Wilhelm Hörz und Otto Hild.

54. Getreideernte um 1924. In der Bildrnitte sehen wir den Amateurfotografen und Oberlehrer in Bonlanden. Wilhelm Adam, rechts seine Stiefmutter Marie Adam, im Hintergrund deren Tochter Marie, ganz links Paul Adam. (Sie begegnen uns noch beim folgenden Foto.) Interessant die für eine landwirtschaftliche Tätigkeit relativ vornehme Kleidung einschließlich einer Krawatte, die Lehrer Adam nicht ablegte, während er den 'Geizrechen' führte. Dies war ein Schlepprechen zum Einholen einzelner Halme. Nach den Bauern gingen früher die Ährenleser aufs abgeerntete Feld. So kamen oft zwei, drei Zentner Kom zusammen, das gedroschen und zu Mehl gemahlen wurde.

55. Bis heute bilden die Nachkommen des um 1655 aus dem Berner Kanton eingewanderten Nikclaus Adam eine weit verzweigte Familie. In Bonlandens Schillerschule (Hintergrund) wohnte der Amateurfotograf und Oberlehrer Wilhelm Adam, der sicher nur hinuntergesprungen war, urn dieses Bild von seiner Verwandtschaft aufzunehmen. Auch seine eigene Tochter, Lore Adam, ist abgebildet: Sie hält das Geschirr des Zugochsen, Ganz links sehen wir Marie Adam, zweite Ehefrau des Bauern Gebhard Adam. In der Bildmitte steht Paul Adam - seine Eltern waren zum Zeitpunkt der Aufnahme berelts gestorben, und er wuchs bei seinem Großvater Gebhard Adam auf, Das Foto entstand wahrscheinlich 1924.

56. Zu den ersten der vielen wichtigen Vereinsgründungen in Bernhausen zählte die des Gesangvereins 'Liederkranz' im Jahre 1874. Der Verein schloß sich 1899 mit dem zweiten Gesangverein 'Eintracht' unter dem Namen 'Sängerbund" zusammen, so daß man am 13. Juli 1924 das 50jährige Jubiläum begehen konnte. Zu diesem Ereignis zeigt das Foto die Sängerinnen und Sänger vor der alten Schule an der Plieninger Straße (heutiges Musikschulgebäude) vereint, In der zweiten Reihe von vorn, siebter von rechts, Chorleiter Friedrich Rittmann,der duch seine Orts-Chronik bekannt wurde, zweiter von rechts Kar! Trunk, der uns als Bahnschaffner auf einern anderen Bild begegnet, und siebter von links Gottlob Briem, Gründer der Klavierfabrik in der heutigen Tübinger Straße.

57. Wie überall, so waren natürlich auch in Ober- und Unter-Sielrningen Turnvereine gegründet worden. Der 'Turn-Verein Sielmingen', wohl hervorgegangen aus dem Unter-Sielminger Verein, feiert hier sein 25jähriges Bestehen: 10. Mai 1925. Das Bild wurde vorn Sielminger Eugen Schweizer aufgenommen, der nach dem Lehrer-Seminar ein florierendes Fotografengeschaft betrieb. Auf dem Foto die aktiven und passiven Mitglieder, unter anderen Albert Arnold , Karl Arnold, Reinhold Schäffer, Adolf Schäffer, Richard Mack, Gottlob Hertler, Fritz Schäffer, Gottlob Gänzle, August Schäfer, Adolf Weinmann, Kar] Weinmann, Karl Bayha und Karl Hörz. Die Ober-Sielminger Turner trafen sich im 'Lamrn" und im 'Hirsch", die Unter-Sielminger in der 'Sonne'. In den Gärten der Turnlokale wurde eifrig trainiert.

58. Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden überall Fußballabteilungen bei den Turn- und Sportvereinen sowie eigenständige Fußballvereine. Im Jahre 1921 wurde in Bonlanden der 'FC Pfeil' gegründet. 13 Sportkameraden wählten auf der Gründungsversammlung Ernst Brenner zum Verstand, Paul Weinmann zum Kassierer, Albert Brodbeek und Gottfried Zimmermann zu Vereinsdienern. Spielleiter der damaligen ersten Mannschaft war Gottlob Erk. 1924 kaufte man für 6 884 Mark einen Fußballplatz, und das Trainieren und Spielen konnte erst richtig beginnen. Das Foto anläßlich der Meisterschaft 1925 zeigt (von links nach rechts) stehend: Gottlob Ocker, Johannes Ocker, Albert Weinmann, Erich Weinmann, Hans Vottler, Wilhelm König, Karl Ocker und Kar! Böpple. Sitzend: Gottlob Erk, Erich Lauser und Eugen Adam.

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