Filderstadt in alten Ansichten

Filderstadt in alten Ansichten

Auteur
:   D. Hein
Gemeente
:   Filderstadt
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2752-3
Pagina's
:   72
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Filderstadt in alten Ansichten'

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59. Die Ortsgruppe Bonlanden des Schwäbischen Albvereins wurde am 1. August 1900 von Schullehrer Lang gegründet. Längere Zeit blieb die Mitgliederzahl gering, doch nahm die Vereinsentwicklung wegen der Wiederentdeckung des Wanderns nach dem Ersten Weltkrieg einen günstigen Verlauf. Neben den regelmäfsigen Wanderungen wurde auch die Geselligkeit gepflegt. Von 1903 bis 1962 stellte man den Turmwart für den zweiten Uhlbergturm. 'Zur Erinnerung an den Ausflug ins Monbaehtal am 6. September 1925' steht auf der Rückseite dieser Postkarte, die den Bonländer Albverein anläßlich einer seiner Unternehmungen zeigt, Zu sehen ist, daß man offensichtlich auch über Musikinstrumente verfügte. Rechts neben der Pauke steht der damalige Vorstand Riohard Böpple.

60. An der Nordrnauer der Plattenhardter Antoliankirche entstand eine Aufnahme der Kinder vom Plattenhardter Kindergatten. Die damalige Kinderschule beziehungsweise das 'Schüle' war 1877 gebaut worden und stand hinter dem alten Plattenhardter Rathaus neben der Kirche. Anfang der sechziger Jahre wurde das 'Schüle' abgerissen. Auf unserem Bild, das wohl 1926 fotografiert wurde, haben sich die Kinder mehrerer Jahrgänge für den Fotografen in Positur gebracht. In der hinteren Reihe erkennen wir die Kinderschwester Rosa Böpple, die ihren Dienst von 1902 bis 1942 versah. Noch im hohen Alter - sie starb 1970 als fast 90jährige - kannte sie die meisten ihrer ehemaligen Zöglinge. Die Fichten im Hintergrund gehörten zu einer Konfirmationsfeier, die Außentreppe zur Empore verschwand um 1931.

61. Glaubt man nicht die für eine Schmiede typisohen Hamrnergeräusche zu hören? Auf dem Foto von 1927 sehen wir die Harthäuser Schmiede: Jahrzehntelang wurden dort Pferde beschlagen (auch Kühe und Ochsen erhielten Eisenplättle), weiter gehörten zu den regelmäßigen Arbeiten das Dengeln der Sensen, das Schärfen von allerlei Handwerkszeug (zum Beispiel Maurermeißel), die Herstellang von Beschlägen und die Reparatur von Eisengeraten. Das Gebäude steht noch, der Schmiedebetrieb [edoch wurde 1972 eingestellt. In der Bildmitte steht Schrnied Adolf Hihn sr. mit dem Hufeisen in der Feuerzange, links neben ihm Sohn Adolf Hihn jr. Weiter zu sehen sind (von links nach rechts): Ernst Veit und Hermann Veit sowie Klara Veit, Lydia Alber, Emilie Hihn und EIsa Hihn.

62. Bei den Vereinsgründungen soll die des Radfahrvereins 'Edelweiß' in Bernhausen nicht vergessen werden. Der Bernhäuser Radfahrverein wurde bald nach dem Ersten Weltkrieg gegründet und bestand bis in die frühen drcißiger Jahre. Seine Mitglieder traten mit ihren Renn- und Fahrkünsten bei vielen Gelegenheiten auf: Anläßlich von Festumzügen, bei Radrennen und Wettbewerben im Langsamfahren, Das Foto einiger Vereinsmitglieder, entstanden etwa 1927, berichtet von einer Tour, die wahrscheinlich nach Hirsau führte. Von rechts nach links: Karl Zinser, Wilhelm Steek, Rudolf Baumann, Gottlieb Daumüller, Karl Braun, Wilhelm Steek, Eugen Wolfer, Wilhelm Briem, Johannes Stäbler und Friedrich Briern,

63. An Plätzen, an denen jemand durch Unglück oder Naturereignis ums Leben gekommen war, errichtete man früher häufig Gedenksteine. Solche Steine sind noch heute aufFilderstadts Gemarkung zu sehen, zum Beispiel im Bombachtal, im Staatswald Uhlberg und auf den Weilerhauwiesen. Schon vor bald 100 Jahren stand ein Gedenkstein in der heutigen Tübinger Straße, Ecke Billachstraße beim Hause Glaserei Alber. Inschrift in der hübschen Stubensandsteinsäule unter anderem: 'Hier verunglückte den 5. Juli 1886 Gottlieb Raff aus Bernhausen in früher Jagend', Ein vierzehnjähriger Junge soll der Überlieferung nach von der Deichsel eines Fuhrwerks gefallen und vom Rad überfahren worden sein. Die im Bild Ende der zwanziger Jahre gezeigte Säule war an die 40 Jahre verschwunden, Teile von ihr wurden jetzt in einem Garten wiederentdeckt.

64. Die Stadtteile von Filderstadt waren ehemals regelrechte 'Brunnengemeinden'. Allenthalben standen die großen Tröge, in die ein klarer Quell plätscherte. Ein Grund für den Bau der vielen Brunnen bestand wohl darin, daß Wasser in den Filderorten früher knapp war. Bernhausen war neben Plieningen und Plattenhardt der brunnenreichste Ort mit fünf wassergebenden Brunnen, 1859 wurde der Brunnen bei der 'Wette' in der Burgstraße mit einem Steintrog aus weißem Stubensandstein eingerichtet, Der Quell versiegte beim Bau der Wasserleitung und konnte trotz allen Bemühens nicht wieder gefaßt werden. Das Foto zeigt den Brunnen um 1929, der größte der beiden Steintröge faßte 1,42 Kubikmeter Wasser. Brunnen und Wette wurden in den flinfziger Jahren zugeschüttet und eine öffentliche Anlage dort errichtet.

65. Der Wettebrunnen in Sielmingen, aufgenommen etwa 1929. Die 'Wette', ein Wasserreservoir für Feuerlöschzwecke, bei entsprechender Größe auch Ententeich und Eisbahn im Winter, wurde hier in Sielmingen an der Ecke Hauptstraße und Hindenburgstraße von vier Trögen - Baujahr 1848 - mit vier wassergebenden Rohren gebildet. Der größte der Steintröge war 4,50 Meter lang. Der Wettebrunnen wurde 1960 abgetragen, heute ziert dort das 'Entenbrünnle' das Ortsbild, und an der Stelle des abgebildeten Fachwerkhauses steht die Kreissparkasse. Unter dem Zierbrunnen befindet sich eine Brunnenstube mit ungefähr 30 Kubikmeter Inhalt.

66. Schon lange außer Dienst ist der einst größte aus einem Stück gehauene Brunnentrog. Plattenhardts Viehwaagebrunnen stand (Foto Ende der zwanziger Jahre) an der Ecke Uhlberg- und Kirchstraße in Höhe der heutigen Bushaltebucht. Man erkennt im Hintergrund das Gasthaus 'Zur Sonne', Der Brunnen maß 4,60 Meter Länge, 1,20 Meter Breite und 0,68 Meter lichte Tiefe, sein Gewicht betrug 184 Zentner - zwölf Pferde sollen zum Transport aus dem Steinbruch im Reichenbachtal nötig gewesen sein. Steinbrecher Josef Hörz hatte außer seinern eigenen Namen den des Schultheißen Mack sowie die Jahreszahl 1880 eigemeißelt. Das Wasser des Brunnens kam aus einer Quelle im Gewann Hebberg. Heute ziert er das Ortsbild vor dem alten Rathaus als Blumentrog.

67. Die Hochzeit von Karl Schlecht, Mitbegründer der Firma Putzmeister, und seiner Frau Emma, geborene Alber. Der Hochzeitszug bewegt sich nach der Trauung in der Jakobuskirche durch die Bernhäuser Hauptstraße zum Gasthaus 'Hirsch'. Im Zug die Verwandten und Nachbarn, zwei Reihen vor dem Brautpaar der Brautführer Friedrich Schlecht. Er erinnert sich heute an die Vermählung seines Bruders im Jahre 1930: 'Mittags gab es dem Brauch entsprechend Suppe und Siedfleisch, abends Bratwürste, dazu Faßwein aus Bouteillen. Die Musik spielte ab sieben Uhr, getanzt wurde ab acht Uhr.' Auf der rechten Seite des Bildes vorne anfangend die heutigen Häuser Spielwaren-Stoll, Uhren-Weiss und Polster-Müller.

68. Auf eine lange Reihe von - seit 1511 überwiegend namentlich bekannten - Vorgängern konnte der damalige Harthäuser Schultheiß Friedrich Lodholz zurückblicken. Er war seit 1915 Amtsverweser, von 1916 bis 1927 Ortsvorsteher in Harthausen und der letzte, der noch während seiner gesamten Amtszeit die Bezeichnung 'Schultheiß' führte: Von 1930 an lautete die Amtsbezeichnung 'Bürgermeister', Schultheiß Friedrich Lodholz war von Beruf Bauer und Händler, er starb 1935. Auf dem Foto - etwa 1930 - sehen wir ihn mit seiner Frau Mina im Garten seines Hauses, Das stand als letztes in der Aicher Straße, auf der rechten Seite gegenüber dem Friedhof, es wurde 1974 abgerissen. An derselben Stelle sind zwei neue Gebäude errichtet worden.

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