Fischbachau in alten Ansichten

Fischbachau in alten Ansichten

Auteur
:   Ludwig Wagner
Gemeente
:   Fischbachau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3046-2
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Fischbachau in alten Ansichten'

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9. Josef Schober (1836-1917) war der erste Bergführer und der erste Böllerschütze in unserer Gemeinde. Auch viele der im Forstamt Fischbachau verkehrenden Jagdgäste führte er auf die umliegenden Berge. Er war Schneidermeister, weshalb sein Haus das 'Schneider Schober-Häusl' hieß. Wie man sich ihn als Bergführer der ersten Stunde vorzustellen hat, ist auf dem um 1883 entstandenen Bild zu sehen. Seine Familie hat eine nette Anekdote überliefert: Vom maßgerechten Zuschneiden des Stoffes hing viel ab, Sofern es daneben ging, war der Schaden groß. Wenn sich daher Meister Schober zu dieser heiklen Tätigkeit anschickte, machte die Oma mit folgendem Ausspruch auf den Ernst der Lage aufmerksam: 'Kinder teats bet'n, da Vatta duat zuaschneid'n.'

10. Marbach um 1880, geschichtsträchtig und sagenumwoben. In diesem Gebäude (auf dem Foto noch mit dem alten Schindeldach) hatte die alte Hofmark Fischbachau ihren Gerichtssitz. Berühmt war das ehemalige Geschlecht der 'Hafner'. Einer von ihnen, Christoph, ließ sich 1598 malen. Unter dem Bild (Museum in Bad Aibling) steht ihr Wahlspruch: 'Wenn Gott mit mir ist, wer will wider mich sein.' Bedeutende Schriftsteller haben sich mit Marbach und den Hafnern befaßt, unter anderen Friedrich Lentner (1846), von Obernberg in 'Reisen durch das Königreich Bayern', Ludwig Steub 'Das bayrische Hochland' und der Münchner Stadtarchivar Ernst von Destouches mit einem Gedicht zur Sage vom Tod der beiden letzten Hafner in der Sendlinger Bauernschlacht ('Mordweihnacht') 1705.

11. Um 1885: Karl Sutor, der damalige Amtsvorstand des Forstamtes Fischbachau, in der Uniform eines kgl. bayer, Forstmeisters. Sutor war eine markante PersönIichkeit, Während seiner Amtszeit wurde die Forstdienststelle Fischbachau 1885 zum Forstamt erhoben (s. Nr. 124). Die Gemeinde verlieh Karl Sutor 1907 das Ehrenbürgerrecht. Es war dies die erste Verleihung in unserer Gemeinde (seit 1869 besteht die Möglichkeit). In der Wohnstube des Forstmeisters stand der erste Christbaum unserer Gemeinde. Karl Sutor stellte 1895 den forsteigenen Grund zur Errichtung des ersten Gipfelkreuzes auf dem Breitenstein zur Verfügung. 1906 hielt er die Festrede, als die Gemeinde in Marbach die Gedenktafel für die 1705 in Sendling gefallenen beiden Hafner anbrachte.

12. Ein Ausflug der Knabenschule Birkenstein um 1887/88: Der Lehrer hat einen Gehrock an und trägt eine Urnhängetasche, in welcher der Proviant verstaut ist. Auf die Wanderschaft durfte auch der treue Spitz mit, der zu Füßen seines Herrn lagert. Am Ausflug nahmen anscheinend auch Familienangehörige und Bekannte des Lehrers teil. Interessant die Kleidung: Nur noch die Joppen der Schüler haben Ähnlichkeit mit der heutjgen Tracht. Jeder der Teilnehmer des Ausfluges führt den damals üblichen langen Bergstock bei sich. Auf dem Bild ganz oben links der spätere Lehenmühle-Bauer Eduard Daller (1881-1949). Das Foto geht auf Wolfgang Schober (geboren 1877), 'Krämers- und Gastwirtssohn aus Birkenstein' zurück. Schober baute 1901 das heutige Hotel 'Kramerwirt'.

13. Aufnahme aus der Gründerzeit des Trachtenvereins Fischbachau um 1888. Im Bildmitte Josef Acher (1859-1940), Lehenpointersohn (später Kainz). Die damalige Tracht bietet einen interessanten Vergleich zu heute: Bei der Männertracht haben die breitkrempigen geschwungenen Hüte längst dem 'ScheibIing' Platz gemacht; ebenso werden 'Hösl'-Strümpfe samt Schnürstiefeln, nicht mehr getragen. Die damalige Frauentracht hat nur noch ganz entfernt Ähnlichkeit mit der heutigen. Die Weiterentwicklung ist in jeder Hinsicht positiv verlaufen. Die im Leitzachtal getragene Miesbacher Tracht zählt zweifellos zu den schönsten und lebendigsten aller deutschen Trachten. Sie ist außerhalb unseres Landes zum Symbol für ganz Bayern geworden.

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14. Der nördlichste Aufläufer unserer Berge, der Schwarzenberg (1188 Meter) um 1890. 1078 schon genannt, ist er Mittelpunkt zahlreicher Sagen und Legenden: Im schweren Pestjahr, 1634, sei eines abends ein Bauer auf den Schwarzenberg hinaufgegangen. Bei hereinbrechender Nacht oben am Kreuz über die weite dunkle Talschaft blickend, in der man sonst ein paar Hundert Fensterlichtlein unterscheiden konnte, sah er nur zwei armselige Fenster, eines im Westen und eines im Osten, erleuchtet. Alle anderen Häuser hatte die Pest grausig 'von allem, was lebendig war, entblößt und ausgeräumt .. .' Auf diese Pestzeit geht der Bittgang zurück, den die Pfarrei Elbach seit 1635 bis heute alljährlich an St. Sebastian nach Fischbachau unternimmt.

Gruss aus Bi r k en st e in !

15. Ansichtskarte von Birkenstein um 1893-1895. Auf dem Foto ist noch das Salettl (Sommerhäuschen) des im Jahre 1861 von Alois Sulzenbacher, vormals Wirt von Marbach (1867 Hauptmann der Gebirgsschützenkompanie Fischbachau), errichteten Gasthofes 'Oberwirt' zu sehen. In der ältesten, vom Schneeschuhverein 1893, München, um die Jahrhundertwende herausgegebenen Reisebeschreibung heißt es: Birkenstein, 854 Meter 'Hochstgeiegene Ortschaft des Schlierseer Gebietes'. Ein malerisch gelegenes Gebirgsdörfchen am Fuße des Wendel- und Breitensteins, von alters her als Wall[ahrtsort und lange schon als Sommerfrische bekannt. Der beliebte Wintersportplatz ist mit Übungsgelände besonders reich versehen ... Hiigelkette vom Krainbauem bis zum Bichlbauern (1 km) ... Spediteur und Lohnkutscher im Ort.

16. Am 25. August 1895, dem 'Ludwigstag', errichtete der Trachtenverein Fischbachau unter Vorstand Lorenz Gruber ('Jocham') auf dem Breitenstein Cl 623 Meter), dem Hausberg von Fischbachau, das erste Gipfelkreuz (Bild). Der Verein, es ist der 1883 gegründete, zweitälteste Trachtenverein in Bayern, führt seit diesem Tag den Namen 'Broatnstoana'. Inzwischen wurde das Gipfelkreuz zweimal (1931 und 1971) erneuert. Der Platz, von dem es weit ins Land hinaus grüßt, zählt zu den schönsten Flecken des bayerischen Oberlandes und bietet einen überwältigenden, grandiosen Rundblick. Bin oft zu dir hinaufgestiegen.] Zu deinen Matten, deinen nöh 'nl / Zu deinen wänäen, deinen Gipfeln! / Mein Breitenstein! Wie bist du schön!

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aus T/schbachau

17. Das Ortszentrum von Fischbachau um 1895/96: Seinerzeit einige Häuser um die Kirche geschart, heute ein geschlossener Ortsteil, der mehr Einwohner hat, als damals die ganze Gemeinde. 1m Bild rechts die Maria-Schutz-Kirche, 1m Zusammenhang mit ihrer Weihe (l087) wurde Fischbachau erstmals namentlich genannt. Links davon das Mair-Anwesen, noch mit Schindeldach. Dann die Pfarrkirche St. Martin (1097), der 'Dom des Leitzachtales'; die einzige gut erhaltene romanische Basilika Altbayerns und eine der bedeutendsten Barockkirchen Deutschlands, Das Innere dieses Gotteshauses zählt zum Schönsten, was die Kunst des Barock überhaupt zu bieten hat. Hier kann man den Ausspruch nachempfinden: Bayerisches Barock - Ein Stück Himmel auf Erden!

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18. Hundham in den neunziger Jahren. Die Aufnahme vermittelt einen Eindruck von dem damals rein bäuerlich geprägten reizvollen Ortsbild; eingebettet in eine der schönsten Landschaften des Alpenvorlandes. Hundham, 1224 Hunthaim genannt, ist wohl der beziehungsreichste Ortsname der Gegend. Er deutet auf 'Hunto' (Zehentgraf, Vorsteher einer Hundertschaft) und geht auf die Ursprünge der Besiedelung des Leitzachtales zurück, als gegen Ende der Völkerwanderung im 5. Jahrhundert die Germanen in Gestalt der Bajuwaren vorherrschend wurden. Der Ort erlangte eine herausragende Funktion; er übte lange Zeit das Marktrecht aus und war Zollstation. Die Leonhardikapelle, schon vor 1600 genannt, wurde vermutlich 1559 zum 1 000. Todestag des Heiligen Leonhard errichtet.

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