Fischbachau in alten Ansichten

Fischbachau in alten Ansichten

Auteur
:   Ludwig Wagner
Gemeente
:   Fischbachau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3046-2
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Fischbachau in alten Ansichten'

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19. Michael Bauer, Auerbauer (1838-1914), im Jahre 1896. Eine bemerkenswerte Persönlichkeit: 1883 zum 1. Bürgermeister der Gemeinde Hundham gewählt, versah er dieses Amt 31 Jahre lang. Im Jahre 1913 konnte er nicht nur seinen 75. Geburtstag, sondern auch sein 30jähriges Bürgermeisterjubiläum begehen. Der Gemeindeausschuß hatte hierzu am Namenstag des Jubilars in die Maiersche Schmiedwirtschaft eingeladen, wo bei Anwesenheit von Pfarrer Frühbeis und unter Mitwirkung der Musikkapelle Elbach dem Jubilar die gebührende Ehre zuteil wurde. Niemand ahnte damals, daß der beliebte Bürgermeister bereits sein letztes Lebensjahr begonnen hatte: Schon vier Monate nach dem Jubiläum starb er, 76 Jahre alt, ganz plötzlich, bis zuletzt seine Amtspflichten erfüllend.

20. Wörnsmühl um 1902-1904. Das oberhalb des Ortes, jenseits des Waldes zu sehende Gelände wurde nach Auflösung des Bergwerkes Hausham 1969 von der damaligen Gemeinde unter Bürgermeister Peter Hecker erworben und darauf eine Siedlung angelegt. Mit 82 Gebäuden und rund 500 Einwohnern ist diese beispielhafte Anlage größer als der Altort. Die Kapelle rechts im Vordergrund bestand bis zur Errichtung der neuen Filialkirche im Jahre 1966. Die Ortsgeschichte geht bis in die Zeit um 1140 zurück. Das bedeutsamste historische Ereignis: Als Herzog Otto I. von Wittelsbach (1155 Veroneser Klause) 1183 verstarb, übertrug Kaiser Barbarossa das Herzogtum dessen 10jährigem Sohn Ludwig (dem Kelheimer). Die Huldigung erfolgte 1183 oder 1184 auf einem Landtag in Wörnsmühl.

21. Das Konterfei auf dem Bierkrügerl (um 1890) zeigt eines der urwüchsigsten Originale das je im Leitzachtal gelebt hat: Den Holzknecht Franz Sochner (1831-1903), genannt 'Hanack' (sein Leibspruch). Im Standesamt Fischbachau steht neben seinem Sterbeeintrag der einmalige Vermerk: 'Berühmter Wilderer und Haberfeldtreiber.' Einst hatte sich ein bayerischer Prinz samt Adjudant am Wendelstein hoffnungslos verlaufen. 'Hanack', vom Adjudanten nach dem Weg gefragt, stellte sich taub und polterte schließlich: 'Bleib dahoam Hanack wenseht an Weg it woascht.' Der Prinz gab dieses Erlebnis überall zum besten. Der Ausspruch des 'Hanack' aber und sein Konterfei verzierten von da an viele Krugdeckel in den Wirtschaften des Leitzachtals.

Gruss aus Stauden u. Trach b, Fischbachau

22. Die Weiler Stauden und Trach um 1900. Trach hat den Namen von seiner Lage westlich der Leitzach: 'enthalb der Ache'. Die Schwaige wurde 1448 durch die Brüder Konrad (Kainz) und Hermann (Bauer von Trach) geteilt. Hans Acher vom Kainz war Kirchenprobst (1452). Das Kainzengut 'beweidete 1815 die Nesselalm 131 Tage mit 18 Rindern, 2 Geißen und 2 Schafen', Das Anwesen 'Bauer von Traeh' wurde um 1634 von den damals von Scheyern hierher geflüchteten Mönchen genau beschrieben. Stauden, auf dem Foto ebenfalls noch in unberührter Landschaft. mit den ursprünglichen sechs Anwesen, zum Beispiel 'Brandlschmied' (ehemalige Messer- und Waffenschmiede) und 'Stöcklmaier', wo man die Holzwürfel (Stöckl) fiir die bekarmten Spielzeugbaukästen herstellte.

23. Der nördliche Teil von Elbach um 1900. Das Ortsbild hat sich seitdem wesentlich geändert. Rechts sind noch die 'Ganter' des um 1930 aufgegebenen Sägewerks zu sehen. Der dazugehörende Lagerschuppen diesseits der Straße wurde um 1925 abgebrochen und das Grundstück mit einem Fotoatelier bebaut, Dieses wurde 1982 in das anschließende mehrgiebelige Gebäude verlegt, das früher die Postagentur und den Fotoverlag Sedlmair enthielt. Das anschließende alte Krebs-Haus wurde 1974 abgebroehen. Der Hang rechts ist bebaut. Vor dem Gemeindezusammenschluß ab 1. Januar 1976 war der Elbach die Gemeindegrenze zwischen Fischbachau und Hundham. Die Pfarrei Elbach umfaßte vor den Klostergründungen 1076-1085 auch Fischbachau und Bayrischzell.

machDC~nbach

Gruss aus Hammer b Fischbachau

Blick v. Gasth. Hammer auf den Wendelstein

24. Hammer um 1900. Dieser Ortsteil hat gravierende bauliche Änderungen erfahren: Von den entlang der Leitzach abgebildeten Gebäuden ist nichts mehr vorhanden. Der Ort hat seinen Namen von dem von 1756 bis 1776 betriebenen Eisen-, Hütten- und Hammerwerk. Nach seinem Förderer, dem damaligen Landesherrn, Churfürst Max Joseph Ill., dem Guten, nannte man den Hammer samt Schmelzwerk 'Max Josefs Hammer' und das ganze Tal 'Max Josefstal'. Entdeckt hatte man das Eisenvorkommen 1731. Der Waffenschmied von Egern deckte hier seinen Bedarf, Von dem 1776 endgültig aufgelassenen Hochofen ist heute keine Spur mehr vorhanden. An die Hammerschmiede, zu welcher die abgebildete heutige Gastwirtschaft gehörte, erinnert eine Zeichnung des Landschaftsmalers Gg. von Dillis von 1799.

25. Ein interessantes Bild um 1900: 'Weißbier-Wein-Wirtschaft und Café' des Jägers Peter Albrecht (Bauer). Das 'Richterhaus' hatte in seiner bis 1584 zurückreichenden Geschichte Hausnamen wie 'Beim Arntrnann', 'Beim Bader', 'Beim Jäger'. Es wohnten dort ursprünglich die Gerichtsdiener der Hofmark. Einer von ihnen wurde am 13. Januar 1675 vom Marbacher Wirt Hafner in dessen Wirtsstube mit einem Schlüsselbund tödlich niedergeschlagen, weil er sich (laut Sage) einem Haberfeldtreiben widersetzt und einen Haberer niedergeschossen hatte. Dies ist zugleich der älteste Hinweis auf das Haberfeldtreiben überhaupt. Neben den Gerichtsdienern wohnten in dem Haus von etwa 1680 bis 1880 neun Generationen 'Chirurgen' (damalige Bezeichnung für Ärzte).

Gruss aus Aurach

26. Aurach um 1900: Ein Bilderburch-Dörferl in noch unberührter bäuerlicher Landschaft. Rechts die Gastwirtschaft und in der Mitte der vier Bauernhöfe die kleine Dorfkapelle. Wenn dieser ursprüngliche Kern auch heute noch dominiert, so hat sich inzwischen doch viel verändert. Rechts vom Ortskern hat sich ein Campingplatz etabliert und der rechts im Hintergrund zu sehende Hang des Aurachtales wurde inzwischen zum Teil bebaut. Aurach wurde im Jahre 1078 erstmals genannt. 1637 wird bei einem Ho1zstreit eine Grenze wie folgt beschrieben: 'Von der Hirschlacke am Eek, dann scheidet der Grat, solange er währt, wie die Kugel walzt und das Wasser scheidet.' Im Hintergrund: Aiplspitz: 1 788, Jägerkamp: 1 746, Rotwand: 1 885 und Heißenplatte: 1 593 Meter.

SCHWARZENBERG

27. Das alte Gasthaus 'Zum Kirchstiegl' um 1900. 1873 hatte es die Wirtschaftskonzession erhalten. Man war rührig und die auf dem Mast aufgezogene Fahne, die weit ins Land hinaus zu sehen war, zeigte vielen Sommerfrischlern den Weg. Der Schuppen rechts im Bild trägt die Aufschrift 'Bad-Raum" und vermittelt den Eindruck zeitgemäßen Komforts. Die Gemeindeweide des Schwarzenberges reichte früher herunter bis Kirchstiegl. Um die Almweide war der hohe Weidezaun. Wer vom Auerberg herein zur Kirche nach Elbach gehen wollte, mußte diesen Weidezaun auf einer einfachen Stiege (Stiegl) übersteigen. Das Anwesen in der Nähe dieses Stiegls hieß deshalb 'Beim Kirchstiegler'. Aus diesem Anwesen wurde die spatere Gastwirtschaft herausgebrochen.

28. Eine herzogliche Jagdgesellschaft am 29. August 1902 im Distrikt Plattengraben des Forstamtes Fischbachau. Jagdherr an diesem Tag war (vierter von links) Herzog Karl Theodor von Bayern. Die Hochgebirgsjagd auf Hirsch und Gams hat viele Persönlichkeiten ins Leitzachtal geführt, So zum Beispiel am 14. August 1877 Kaiser Franz Joseph 1. von Österreich. Er erlegte am Miesing sieben Gemsen. 1912 hielt Fürst Albert von Thurn und Taxis am Benzing eine Gamsjagd ab, bei der 22 Gemsen erlegt wurden. Der Fürst stiftete damals für die Dorfkapelle in Aurach die vier Glasgemälde. Die Liste der Jagdgäste des Forstamtes Fischbachau von 1868 bis 1880 weist viele berühmte Namen auf. Der letzte Eintrag lautet wörtlich: '1880 Majestät Kaiser Franz von Österreich mit Gefolge!'

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