Fischbachau in alten Ansichten

Fischbachau in alten Ansichten

Auteur
:   Ludwig Wagner
Gemeente
:   Fischbachau
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3046-2
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Fischbachau in alten Ansichten'

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Fischbachau mit Breitenstein, 1623 m.

Gasthaus zur Post.

69. Im Jahre 1912: Ein ungewohntes Bild für den heutigen Betrachter des Ortszentrums Fischbachau in Richtung Birkenstein. Rechts im Bild das ehemalige Kramerl-Anwesen. So benannt nach einer ab etwa 1700 in dem Gebäude betriebenen Krämerei; ab 1870 Schankwirtschaft, deren Wirtsgerechtsame auf die 1905 schräg gegenüber neu erstandene und auf der Karte links im Vordergrund zu sehende Gastwirtschaft 'Zur Post' übertragen wurde. Der abgebildete originelle Außenaufgang am Anwesen Kramerl ist seit den zwanziger Jahren verschwunden und hat einem Anbau Platz gemacht. Auch das Ortsbild im Anschluß an das Kramerl-Anwesen hat in den vergangenen Jahrzehnten wesentliche bauliche Änderungen erfahren. Interessant, das in die Straße ragende Rondell samt Vorgärten,

70. Als um die Jahrhundertwendedas Fahrrad seinen Einzug hielt, war die Freude über dieses neuartige Fortbewegungsmittel groß. Es war üblich, das 'Radl' mit in das Fotoatelier zu nehmen und sich ablichten zu lassen, wie hier um 1912. Es entstand der Radfahrer-Verein Breitenstein, Fischbachau-Elbach (1927 'Concordia'). Ein Bliek in die 1907 neu gefaßte Satzung: Unterstützung erhielt ein Mitglied, wenn es beim Radfahren einen Unfall erlitt (l Mark täglich; längstens 30 Tage). Mitglied konnte werden, wer 'des Fahrens kundig und im Besitz einer Maschine ist'. Das Vereinszeichen war bei Ausflügen und Festlichkeiten zu tragen. Es bestand eine 'Fahrordnung'. Den Anordnungen und 'Befehlen' des 'Fahrwarts' war 'unbedingt' Gehorsam zu leisten.

71. In der Andreasnacht 30. November 1912 brannte bei schwerem Föhnsturm einer der ältesten Bauernhöfe des Leitzachtals, die Mühlau, bis auf die Grundmauern nieder, Dies war eine der schwersten Brandkatastrophen im Gebiet Fischbachau. Ein Übergreifen auf die beiden Nachbaranwesen in Trach konnte gerade noch verhindert werden. Neben den gesamten Erntevorräten wurden in Mühlau 19 Kühe, 1 Kalb, 1 Pferd, 10 Schafe und alle Hühner ein Raub der Flammen. Dem damaligen Baumeister Isidor Widmesser gelang es, aus dem schon lichterloh brennenden Stall noch ein Pferd herauszuholen. Mit letzter Kraft rettete der Holzknecht Josef Sickinger den im ersten Stockwerk von den Flammen eingeschlossenen 6jährigen Sohn des Hauses, Marinus Huber.

72. Wiederaufbau des Anwesens in der Mühlau im Jahre 1913. Der Wiederaufbau erfolgte nicht in der alten B1ockbauweise, sondern vollständig aus Mauerwerk, dem damals aufkommenden sogenannten Italiener Stil. Gerade ist der Dachstuhl vollendet und der 'Firstbaum' gesetzt. An diesem Tag waren auf der Baustelle 43 Arbeitskräfte tätig. Der oberste Mann auf dem Dachfirst (mit geschultertem Beil) war der Zimmermann Andreas Büchl. Den Wiederaufbau hatte man einem italienischen Baumeister, dem sogenannten Italiener Pauli übertragen (Bildmitte). Beeindruckt hat damals die einfache Lebensweise der am Bau eingesetzten Italiener: Ihr Hauptnahrungsmittel war 'Polento', ein dick eingekochter Brei aus Maisgrieß und Milch.

73. Diese Aufnahme um 1913/14 zeigt ein Feldkreuz in der Flur Mühlau, unmittelbar am gleichnamigen Hof. Kaum einer der hier vorüberkommt ahnt, warum es einst errichtet wurde: 1913 ließ es die Bauerswitwe Anna Huber aufstellen (Initialen 'A.H. 1913'). Es soll an den im Jahre 1913 glücklich vollendeten Wiederaufbau des Mühlau-Anwesens erinnern. Den schlüsselfertigen Wiederaufbau hatte man vom Frühjahr bis zum Almabtrieb im Oktober bewältigt. Vor dem Kreuz ein sogenannten Kniebankerl. Das Gedenkkreuz trägt folgende Inschrift: Sieh lieber Heiland gnädigst hiemieder.] Auf Haus, Feld und Familienglieder.] Schenk' Gnade, Segen und Gottvertrauen] Und laß uns einst Dien ewig schauen.

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74. Der damalige Wallfahrtspriester von Birkenstein, Johann B. Haindl (Mitte). Ein begnadeter Heirnatdichter, wirkte er hier von 1909 bis 1921 als Wallfahrtskurat. Land und Leute um den Birkenstein hatte er in sein Herz geschlossen. Neben unzähligen Gedichten und Abhandlungen schrieb er wohl an die dreißig Bücher, darunter 'Mein Birkenstein', 'Bergwaldkinder', 'Heimatklänge', 'Birkensteiner Glocken', 'Birkenstein und seine Klause', Papst Benedikt ernannte ihn 1916 zum 'päpstlichen Ehrenkämmerer' und damit zum 'Monsignore'. In Anspielung an seine Klause in Birkenstein nannte man Haindl den 'Heimatdichter von der Bergwaldklause'. Der Gedenkspruch am Benefiziatenhaus würdigt sein Wirken: 'Seine Werke sind sein Denkmal.'

75. Einige Jahrzehnte war im Ortsbild von Fischbach

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