Flammersbach in alten Ansichten

Flammersbach in alten Ansichten

Auteur
:   Hubert Georg Quarta
Gemeente
:   Flammersbach
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3388-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Flammersbach in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

16. Diese und die nächste Aufnahme stammen aus dem Winter 1917. Wir schauen in die mittlere Dorfstraße ; rechts das Haus Heinz (inzwischen abgerissen), links das Haus Koch/heute Schmidt ('Hannjums'). Auf dem Felsen über der Wegbiegung sehen wir das Gerätehaus und den Schlauchturm der Feuerwehr.

17. Dieses besonders stimmungsvolle Bild zeigt etwa den gleichen Teil der Straße, wurde jedoch in Gegenrichtung aufgenommen.

Links vorn die Ecke des Hauses Heinz, halblinks auf der anderen Straßenseite das Haus Gross - heute Stiebing - und rechts wieder 'Hannjums' Haus.

Die Gebäude weisen bei verhältnismäßig großzügiger Anlage einfaches, jedoch gediegenes Fachwerk auf. Der Eingang befindet sich an der Giebelseite; Ähnlichkeiten mit der benachbarten westfälischen Hausbauweise sind unverkennbar.

'".".

,

18. Wie wir bereits erfahren haben, war das Schulzimmer über 167 Jahre hinweg im sogenannten Backes (= Backstube) untergebracht, nachdem die erste Schule (von der wir nur den ungefähren Standplatz wissen) im Jahr 1735 dem Bau der Kapelle hatte weichen müssen.

Betrachtet man die gegebenen räumlichen Verhältnisse, vermag man kaum zu glauben, daß unter diesen Bedingungen ein geregelter Unterricht überhaupt möglich war, stieg doch beispielsweise die Schülerzahl von 34 im Jahr 1857 auf 61 im Jahr 1885 an. So stellte sich verständlicherweise die Frage nach einem neuen Schulgebäude immer dringlicher. Doch es sollte noch eine Anzahl von Jahren vergehen, bis endlich - wir schreiben inzwischen den 11. Mai 1902 (!) - die neue Schule, sie liegt ein wenig von der Dorfmitte entfernt, eingeweiht werden konnte.

Anton Loh, von 1899 bis 1905 Lehrer in Flammersbach, berichtet in der Schulchronik über diesen besonderen Tag: Es war dieser Tag ein rechter Freudentag. Aus Nah und Fern hatte sich eine über Erwarten große Zahl Freunde eingefunden ... Die Feier selbst fand in folgender Weise statt: Vor der alten Schule: Gebet des Ortsschulinspektors, Herrn Pfarrer Steubing, Gesang der Schüler, Ansprache des Lehrers. Darauf Festzug nach dem neuen Gebäude, hier Gesang des Männerchors, Weihrede des Ortsgeistlichen, Festgruß des Herrn Landrats, Öffnen der Türe, Eintreten unter entsprechenden Wünschen und Sprüchen. Im Schulsaal Deklamation der Schülerin Frieda Kloft und Gesang der Schüler ... Am 13. Mai wurde zum erstenmale in der neuen Schule der Unterricht erteilt. Aus der Halbtagsschule wurde eine 'Einklassige' ... Die Bausumme beträgt nach der Zusammenstellung des Herrn Baumeisters Rover zu Dillenburg, der die Bauarbeiten leitete, J6 156,88 M( ark) ... Auf nebenstehendem Foto (es dürfte aus dem Jahr 1903 stammen) erkennen wir im vorderen Fenster der Schule Lehrer Anton Loh, außerdem Verwandte und Schulkinder.

19. Wenn wir aus der jüngeren Geschichte unseres Dorfes berichten, müssen wir in erster Linie auf die von den Lehrern geführte Schulchronik zurückgreifen.

Eine Chronik des Ortes, von der wir nicht wissen, in welcher form und mit welcher Detailgenauigkeit sie angelegt war, ging leider in den Wirren des Zweiten Weltkriegs verloren. Der langjährige Flammersbacher Schulleiter Friedrich Schwarz (1950-1963) versuchte später die nachvollziehende (verständlicherweise jedoch unvollständige) Niederschrift einer solchen Ortschronik. Sie befindet sich heute im Besitz der Stadtverwaltung Haiger und bildet neben einer Reihe von Urkunden, die in Haiger bzw. im Staatsarchiv Wiesbaden lagern, der oben genannten Schulchronik und sporadischen Zeitungsnotizen, die vordringliche Stütze und Grundlage einer Geschichtsschreibung über unseren Ort.

Nebenstehendes Foto zeigt die Flammersbacher Schulkinder und ihren Lehrer im Jahr 1911. Wilhelm Genest, 1890 in Jerichow, Regierungsbezirk Magdeburg, geboren, und in seiner Heimatprovinz auch zum Lehrer ausgebildet, wurde später im Schuldienst der 'Königlichen Regierung zu Wiesbaden' angestellt. Interessant ist sicherlich, was er uns in der Schulchronik aus damaliger Zeit zu berichten weiß: Der Sommer 1911 war ein sehr heißer und trockener. Es wurden 44-48 Grad Celcius in der Sonne und 34-37 Grad Celsius im Schatten gemessen; der Unterricht mußte der Hitze wegen sehr häufig ausgesetzt werden. Ein Ministerialerlaß vom 2. August 1911 bestimmte sogar, daß der Unterricht bei der andauernden Hitze ganz auszusetzen sei. - Die Ernte kann in hiesiger Gegend trotzdem noch als genügend bezeichnet werden ...

20. Wir sehen nebenstehend ein Schulfoto, das etwa aus dem Jahr 1920 stammen dürfte. Die Namensaufstellung - wie auch noch an anderer Stelle - verdanken wir der freundlichen Mitarbeit von Herrn Hermann Schnurr. Er ist selbst in der Mitte der untersten Reihe zu erkennen.

Obere Reihe (von links): Walter Röttger, Wilhelm Nusch, Otto Klein, Oskar Thomas, Oskar Hardt, Otto Beul, Ernst Lehr, Herbert Klein, Wilhelm Heinz, Hermann Mülln, Erich Hardt, Willi Diehlmann, Erich Lehr und Lehrer Emil Lotz.

Zweite Reihe: Hedwig Ortmann, Grete Lehr, Helene Nusch, Hedwig Mülln, Minna Lehr, Hedwig Heppner, Meta Lehr, Hedwig Hart, Hedwig Klein, Emma Brecher, Martha Paul, Hedwig Lehr und Marga Hudel.

Dritte Reihe: Hermann Hardt, Paul Schnurr, Maria Schnurr, Elvira Beul, Hedwig Eides, Elli Ströhmann, Johanna Lehr, Maria Paul, Lieschen Seibel, Martha Klein, Magdalene Hahn, Gustav Hahn, Erich Brecher und Walter Lehr.

Vierte Reihe: Werner Röttger, Hermann Weber, Walter Weber, Erich Thomas, Helmut Heppner, Hermann Brecher, Edmund Ströhmann, Willi Beul, Wilhelm Thomas, Arthur Hudel, Walter Mülln, Erich Kreck und Hermann Klein.

Untere Reihe: Werner Seibel, Willi Kadesch, Ernst Beul, Walter Koch, Helmut Hahn, Herman Schnurr, Alfred Hardt, Kar! Sohn, Werner Kloft, Erich Klein, Walter Hahn und Edgar Röttger.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek