Flammersbach in alten Ansichten

Flammersbach in alten Ansichten

Auteur
:   Hubert Georg Quarta
Gemeente
:   Flammersbach
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3388-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Flammersbach in alten Ansichten'

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21. Emil Lotz, er stammte aus Lippe im Kreis Siegen und war von 1918 bis 1932 Lehrer an der kleinen Flammersbacher Schule, suchte sich für dieses Klassenfoto einen besonders schönen Platz in der 'Petersbach' aus. Die Aufnahme wurde im Jahr 1929 oder 1930 gemacht; wer sich darauf wiedererkennt, wird es sicher genau wissen.

Wir sehen in der obersten Reihe, von links: Hedwig Keller, Martha Schnurr, Leni Ströhmann, Gertrud Hardt und Lehrer Lotz, darunter: Hermann Weber, Theo Thomas, Albert Wahler, Willi Wagenknecht, Hans Wagenknecht, Arthur Keller, Hans Kloft, Albert Beul, Hans Röttger und Karl Wahler.

In der dritten Reihe erkennen wir: Irmgard Jung, Gertrud Heimann, Gertrud Schnurr, Gertrud Heinz, EIsa Heinz, Liesel Klein, Else Heinz und Gretel Kloft.

In der vierten Reihe: Otto Thomas, Elfriede Lehr, Hedwig Schnurr, Elise Fuss, Martha Lehr und Hedwig Jung.

Ganz vorn sitzen: Arthur Georg, Arthur Thomas, Günther Wagenknecht, Willi Thomas, Günter Lotz, Edwin Beul, Helmut Habermann und (stehend) Helmut Keller.

Emil Lotz war Nachfolger von Heinrich Marx und hat sicher durch seine Persönlichkeit, die über vierzehn Jahre hinweg das Dorfleben beeinflußte, seine Spuren bis heute hinterlassen. Ebenso prägend aber war sein Vorgänger, obwohl er nur drei Jahre lang (von 1915 bis 1918) 'in Flammersbach als Lehrer stand', hatte er es doch als erster gewagt, in der Schulchronik bewußt 'Zeitgeschichte zu schreiben'. Er stellte detailliert den Ablauf im Dorfgeschehen während der Jahre des Ersten Weltkriegs dar, ein Bericht, der es wert ist, einem größeren Interessentenkreis zugänglich gemacht zu werden. Heinrich Marx wurde für diesen historisch wichtigen Zeitabschnitt zum 'Geschichtsschreiber des Ortes'.

Nachdem die Schülerzahl im Jahr 1951- bedingt durch die Kriegswirren und den Zuzugvieler Flüchtlingsfamilien aus dem deutschen Osten - auf 103 Kinder angestiegen war, wurde ein Schulneubau unumgänglich. Man beging seine feierliche Einweihung am 26. April des Jahres 1952; das Gebäude war kaum zweihundert Meter von der alten Schule entfernt. Die neue Schule bestand bis zum 31. Juli 1973.

Der Verfasser dieses Buches war als letzter Schulleiter von 1964 bis 1973 in Flammersbach tätig und bedauert aus vielerlei Gründen, dazu 'ausersehen' gewesen zu sein, die in so mancher Hinsicht positive 'ZwergSchule' auflösen und ihre eigenständige Geschichte beschließen zu müssen.

22. Die Geschichte der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden (früher 'Bund der Baptistengemeinden Deutschlands') ist gerade für unseren Raum seit mehr als einhundert Jahren in ihrem nicht unbeträchtlichen Einfluß nachzuweisen. Zur Charakterisierung sollen hier einige Ausführungen aus der Festschrift zum 75jährigen Bestehen der Gemeinde Burbach-Oberdresselndorf vom September 1975 wiedergegeben werden. Da heißt es unter anderem: Die Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden Deutschlands führen ihren Ursprung zurück auf Modelle christlicher Gemeinden im Neuen Testament, die nach heutigem Verstandnis im Gegensatz zum Staats- und Volkskirchentum Freikirchen waren.

Ihre Mitglieder glauben an die Wirklichkeit des göttlichen, ewigen Heils, das durch die Stellvertretung Jesu Christi, des Sohnes Gottes, durch sein Wirken, Leiden und Auferwecktsein ohne Ausnahme allen Menschen gilt, die daran glauben und sich mit persönlicher Glaubensentscheidung an die Nachfolge Christi binden ...

In Hamburg erfolgte am 23. April 1834 in der Wohnung Johann Gerhard Onckens ... die Gründung der ersten deutschen Baptistengemeinde ...

Die Gemeinde Burbach-Oberdresselndorf hatte in Flammersbach/ Dillkreis im Zuge der nun schon ûber einhundertjährigen, sehr wechselvollen Geschichte der Muttergemeinde Koln-Rheinaustraße, ihren Anfang ... Zunächst wurde die Station Flammersbach von leitenden Brüdern der Gemeinde Köln betreut, entwickelte sich aber Zug um Zug zu ihrer Selbständigkeit ...

Wir geben die Namen zu nebenstehendem Foto des Chores der Baptistengemeinde aus dem Jahr 1922 nach den Angaben von Hermann Schnurr wieder:

Obere Reihe: Alfred Heinz, Arthur Heinz, Siegfried Wahler, Walter Heinz, Heinrich Koch und Hermann Schneider.

Zweite Reihe: Hermann Röttger, Nettehen Heinz, Gustel (Nachname unbekannt; aus Mandeln), Erna Heinz, Elisabeth Lehr, Wilhelm Hardt und Karl Lehr.

Dritte Reihe: Oskar Hardt, Emmy Heinz, Emma Paul geb. Koch, Emilie Hardt geb. Lehr, Hedwig Hardt, Lydia Hardt, Frieda Heinz und Martha Heinz.

Untere Reihe: Ferdinand Hardt, Prediger Christian Röttger, Eduard Diehlmann und Rudolf Lehr.

23. Wir wissen nicht, ob und in welchem Maß die Gruppe Flammersbacher junger Frauen und Männer, wie sie sich auf nebenstehendem Foto aus der Zeit um 1927 darstellt, als eine Erscheinung im Sinn der historischen 'Jugendbewegung' bzw. der 'Bündischen Jugend' eingeordnet werden darf. Wir müssen wohl eher vermuten, daß diese jungen Frauen und Burschen sich ungezwungen und ohne besonderen Anspruch zu geselligem Miteinander getroffen haben. Sie nannten sich 'Gitarren-Club' (sprich: 'Gittaclub'), hier bei einer Wanderung in der 'Petersbach' zu sehen.

Die Personen auf dem Foto sind in der oberen Reihe (von links): Albert Kämpfer, Willi Thielmann, unbekannt, Wilhelm Nusch, Toni Schöfer, Werner Seibel, Hedwig Lehr, Kar! Sohn, Hilda Kadesch, Hermann Kloft, Hedwig Röttger, Hermann Mülln, Gustel Kloft, Erich Hardt, Willi Schöfer, Heinrich Hardt, unbekannt, Oskar Heinz, der Trommler (aus Langenaubach), Walter Mülln und Erich Lehr.

Und in der vorderen Reihe kniend erkennen wir: Gustav Hahn, Helmut Hahn, August Kadesch, Willi Kadesch, Walter Schöfer, Ewald Klein, Kar! Lehr und Erich Thomas.

24. Ein dorfeigener Fußballverein wurde für Flammersbach erstmals im Jahr 1930 gegründet: er trug den Namen SSV (= Spiel- und Sportverein) Flammersbach. Zwar gibt es diesen Verein auch - oder noch heute, doch mußte seitdem dreimal der Versuch einer Neugründung unternommen werden: 1930,1950 und zum dritten - und bisher beständigsten - Mal im Jahr 1966.

Das Spielgelände blieb unverändert ein Platz im Gebiet 'Woashecke'/'Am Berg', es wurde allerdings im Verlauf der nunmehr über fünfzigjährigen Vereinsgeschichte immer wieder begradigt, ausgebaut, verbessert. Nähere Angaben zur Geschichte des Vereins finden wir in der 'Kleinen Informationsschrift und Chronik zum lOjährigen Bestehen des Fe Flammersbach' aus dem Jahr 1976.

Nebenstehend ein Foto der Fußballmannschaft aus dem Gründungsjahr 1930. Wir sehen von links (stehend): Edmund Ströhmann, Wilhelm Thomas, Albert Metz (Langenaubach), Hermann Schmidt (Würgendorf), Ernst Beul, Ernst Lehr, Alfred Schmidt (Würgendorf), Karl Karinger (Holzhausen) und Willi Kadesch.

Liegend: Wilhelm Nusch und Werner Seibel.

25. Nun drei Fotos, die uns ein wenig aus der Geschichte der Eisenbahnstrecke zwischen Haiger und Breitscheid erzählen. Am Bau dieser Linie waren in nicht unerheblichem Maß auch Leute aus Flammersbach beteiligt. Das betrifft die Arbeiten am Gleis, aber auch die Errichtung der hohen Brücke über dem Tal und die Spreng- und Durchbruchsarbeiten am Teilstück zwischen Flammersbach und Langenaubach und beim Tunnelbau unter der Breitscheider Höhe.

Die Bahnstrecke war bereits irn Jahr 1913 begonnen worden, doch der Erste Weltkrieg unterbrach immer wieder diese Arbeiten. So wurde zwar unter anderem der Bahnhof Flammersbach schon 1914 fertiggestellt , konnte aber erst 12 Jahre später - bei Einweihung der Strecke Haiger- Rabenscheid - in Betrieb genommen werden. Lesen wir hierzu in der Schulchronik nach: ... ln Bezug auf den Bahnbau Haiger-Gusternhain beginnen wir bald an dem alten Wort 'Was lange währt, wird endlich gut' zu zweifeln. Bereits im Jahre 1913 wurde der Bahnbau in Angriff genommen, dann während des Krieges - mit vielen Unterbrechungen -langsam weitergeführt. Die Bahnhöfe Flammersbach und Langenaubach sind langst fertiggestellt und bereits bewohnt. Doch wann wird der erste Zug die Strecke passieren? so fragen wir uns ... Leider scheint dieser Zeitpunkt noch in weiter Ferne zu liegen, denn infolge der Kälte sind die Bauarbeiten bereits seit Wochen wieder eingestellt worden. Im Interesse der hiesigen Basaltindustrie und der vielseitigen Industriezweige um Langenaubach wiire eine beschleunigte Fertigstellung der Eisenbahn sehr zu begrüßen ...

Die Talbrücke bei Flammersbach wurde bereits in den Jahren 1922/23 errichtet; nebenstehend ein Foto von den Bauarbeiten.

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