Flensburg in alten Ansichten Band 1

Flensburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gert Uwe Detlefsen
Gemeente
:   Flensburg
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2718-9
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Flensburg in alten Ansichten Band 1'

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Gert Uwe Detlefsen

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REIHE

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© 1984 Europäische Bibliothek - Zaltbommel/Niederlande © 2010 Reproduktion des ursprünglichen Druckes aus 1984

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EINLEITUNG

Sehen wir uns in Flensburg um, das am Abhange der Hügel zu seinem prächtigen Hafen hinabsteigt und dessen innersten Winkel hufeisenfiirmig umfaßt - die volkreichste Stadt des Herzogthums Schleswig und ein meistens hübsch gebauter, sehr lebhafter Platz, dessen Schiffahrt und Handel sich von Tag zu Tag heben. Am Hafen und in demselben gibt es ein Regen und Treiben, daß man seine Freude daran haben muß, Alles ist voll von stattlichen Schiffen und Fahrzeugen aller Art. Die kleinen weißen Wolken treiben im lustigsten Winde so leicht ûber den blauen Himmel. Und die Sonne wirft den vollsten Glanz iiber die waldigen Uferhûgel der links sich kaum absehbar öffnenden Bucht!

Es ist etwas ungemein Frisches, Frohes, Erquickliches in dem ganzen Bilde, alles sieht euch heiter an, selbst die Jollen und Fischerbáte, die hurtig durch den Hafen kreuzen, die zieritehen kleinen Dampfer mit ihren bunten Sommerzelten, die alle paar Minuten hier oder dort nach irgend einem benachbarten Punkt abgehen, von einem anderen herkommen.

Hier ist alles voll lustiger Bäume und die schlanken Zweige ragen und wiegen sich unbekiimmert im Morgenglanz,

So schilderte Edmund Hofer Flensburg in seinen

'Küstenfahrten an der Nord- und Ostsee' , 1880/81 erschienen.

Flensburg, im Erscheinungsjahr dieses Buches 700 Jahre alt geworden, ist noch immer eine 'fröhliche Stadt'. Politische Wandlungen über Jahrhunderte haben Flensburg geprägt. Den eigenen Reiz Flensburgs haben dänische und deutsche Sprache und Kultur gleichermaßen hervorgerufen.

Flensburg ist nie von großen Katastrophen heimgesucht worden. Auch die zahlreichen Kriege haben die Fördestadt weitgehend verschont. Viel alte Bausubstanz bereichert das Stadtbild. Man erinnert sich heute wieder an den Baustil vergangener Tage und bewahrt ihn. Gesichtslose Betonklötze mit Kaufhäusern und anderen Erwerbsquellen zum Inhalt würde man heute zumindest in der Innenstadt nicht mehr genehmigen.

Viel Liebe und Müh wendet man heute der Restaurierung und Erhaltung der Flensburger Hinterhöfe im Stadtzentrum auf. Flensburg hat sich dennoch im Verlaufe der sieben Jahrhunderte verändert, insbesondere im letzten Jahrhundert. Sein 'Gesicht' hat die Fördestadt bewahren können.

Dieses Buch zeigt einen Streifzug durch das alte Flensburg, und beginnt nach Bildern der Duburg da, wo Flensburgs Keimzelle ist, am Hafen.

1. Die Stadt Flensburg feierte ihr 650jähriges Stadtjubiläum 1934 mit einer gewissen 'Einfärbung' durch die damaligen politischen Verhältnisse. 1984 konnte das sehr 'runde' Jubiläum von 700 Jahren Stadtrecht gefeiert werden, was die Flensburger dann auch den ganzen Sommer über taten, Höhepunkt war der Frühsommer. Neben vielen Ehrengästen hatte sich auch der Bundespräsident Karl Carstens angesagt. Nach langer Vorarbeit und Renovierung konnte im ehemaligen Zollpackhaus das Flensburger Schiffahrtsmuseum eröffnet werden.

Flensburg mit Scnloß Duburg im 16. Jahrhundert

2. Die Duburg, die dem Bereich von der Norderstraße nach Westen hin praktisch einen 'Stadtteilnarnen' gab, entstand Mitte des 14. Jahrhunderts als Schutz gegen Angriffe von Norden. Im Laufe von zwei Jahrhunderten wurde es zu einern Schloß ausgebaut, in dem sich die Könige der dänischen Krone oft aufhielten. Auf Schloß Duburg wurden Landtage abgehalten, wichtige Konferenzen der schleswigschen Herzöge, Statthalter und Politiker fanden statt und die Amtmänner residierten hier. Der letzte war Henning Reventlow (1680-1703). Danach verfiel das Schloß, es wurde nicht mehr genutzt. Wegen Baufälligkeit erfolgte 1719 der Abbruch. Es blieben nur Reste der Fundamente und der Mauer übrig, die erst später verschwanden, 1928 entstand auf Teilen des ehemaligen Schloßgeländes die Handelsschule, Diese Abbildung entspricht allerdings nicht ganz der Wirklichkeit, das Gebäude hatte einen burgartigen Charakter.

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3. Flensburgs gutes Bier stützt sich im Ursprung vielleicht auch noch auf die Produkte der Schloß-Brauerei. Sie existierte im 19. Jahrhundert in der Duburger Straße. Allerdings, als diese gegründet wurde, gab es das Schloß, eben die Duburg, schon lange nicht mehr, dennoch wurde es als Wappenzeichen benutzt.

4. Flensburg war im Mittelalter von einer 'Schutzmauer' umgeben, die nach Westen und Norden stärker ausgebildet war als nach Süden beziehungsweise Osten. An verschiedenen 'Ausfallstraßen' gab es Stadttore. Das hier gezeigte Nordertor avancierte sogar zu Flensburgs Wahrzeichen. Vor diesem, 1596 erbauten Stadttor, soll schon ein anderes, südlicher gelegenes, bestanden haben. An das Tor schlossen früher Häuser an, auf der rechten Seite sind sie hier noch zu sehen. Links standen die sogenannten Nacke'schen Stiftswohnungen für Arme, die vor der Jahrhundertwende abgebrochen wurden, um für die am Tor vorbeiführende elektrische Straßenbahn Platz zu schaffen. Die Pferdebahn führte durch das Tor. Die Aufnahme entstand nach der Jahrhundertwende und zeigt das Nordertor von der Südostseite.

5. Bliek auf die Häuser der Großen Straße, die Englische Brücke und den Hafendamm. Die Englische Brücke, die etwa vom heutigen Kanalschuppen in den Innenhafen hineinragte, wurde gebaut, nachdem englische Firmen 1856 den Transithandel von England über Tönning und Flensburg in die Ostseehäfen einrichteten. Von Tönning nach Flensburg wurden die Güter mit der 1854 eröffneten Eisenbahnlinie Tönning-Husum-Flensburg befördert, Damit wurde die gefahrvolle Passage für Schiffe um Skagen vermieden. Im ersten Jahr des Bestehens wurden auf der 257 Meter langen Brückeêé 000 Tonnen Güter umgesehlagen. Mit der Aufhebung des Sundzolls durch Dänemark fiel eine wichtige Voraussetzung des Transithandels weg und die Brücke samt dem darauf angelegten Eisenbahngleis wurde nicht mehr gepflegt und verfiel. 1883 beseitigte man die letzten Reste der morsehen Brücke,

6. Bliek von der Englischen Brücke auf das Hafeninnere und die Eisengießerei Jepsen, die etwa dort stand, wo sich heute das Hotel Wree befindet. Die Eisengießerei und Maschinenfabrik N. Jepsen & Sohn baute vorwiegend Maschinen für die Landwirtschaft und die Papiertütenfabrikation und war einer der Flensburger Großbetriebe in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Für die Arbeiter galt nur die Leistung. Wer krank wurde oder den harten Anforderungen des Zwölfstundentages nicht gewachsen war, wurde entlassen. Wurde er wegen Erkrankung erwerbslos, war er auf das Pfandhaus und die städtische Armenpf1ege angewiesen. Soziale Absicherung kannte man damals noch nicht.

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