Flensburg in alten Ansichten Band 1

Flensburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gert Uwe Detlefsen
Gemeente
:   Flensburg
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2718-9
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Flensburg in alten Ansichten Band 1'

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7. Der Hafendamm von der Englischen Brücke aus gesehen. Er war damals eine idyllische Fischersiedlung. 1881 war es damit vorbei. Jetzt war hier der Kieier Bahnhof mit ausgedehnten Bahnanlagen entstanden. Vom Kieier Bahnhof am Hafendamm führte ein kurzes Verbindungsgleis zum Alten beziehungsweise Englischen Bahnhof auf dem Gelände des heutigen Zobs. Im Vordergrund sind die Gestelle der Fischer für das Trocknen der Netze zu erkennen.

8. Der Flensburger Hafen etwa 1875-1878 von der östlichen Höhe etwa unterhalb der Brixstraße aus gesehen. Die Galiot in der Bildrnitte liegt an der Ballastbrücke. Die Ländereien auf der östlichen Höhe einschließlich der sandigen Hügel gehörten zum großen Teil dem St.-.Jiîrgen-Hospital. Mit diesem schloß das Flensburger Schiffergelag einen Vertrag, der es den Schiffern erlaubte, hier Sand undBallast zu nehmen. 1565 ist die 'kleine' oder Süderschiffbrücke und 1576 die Norderschiffbrücke angelegt worden. Beide versenwanden Ende des vorigen .Jahrhunderts im Zuge des Hafenausbaus. Die Entwicklung im Schiffbau hatte den Sand als Ballast überflüssig gemacht. Ganz links im Hintergrund ist teilweise der Schiffsrumpf eines Neubaus der noch neuen Flensburger Werft zu erkennen. Rechts im Hintergrund am Ufer der Galwik-Bucht das Gebäude der Actienbrauerei.

9. Der Flensburger Innenhafen mit dem Dampfschiffspavillon der Fördeschiffe im Vordergrund und dem Kieier Bahnhof in der Bildmitte. Diese Aufnahme entstand etwa um 1890. Die Fördeschiffahrt mit kleinen Passagierdampfer begann 1866 auf Initiative des Flensburger Kaufmanns Friedrich Mommse Bruhn mit der 'Seemöve'. Beim Dampfschiffspavillon entstand zunächst das achteckige Gebäude, die anderen Bauten folgten wenig später, In der Bildmitte am rechten Rand ist noch einmal die Jepsen'sche Eisengießerei zu erkennen.

10. Bliek in die damals noch schmale Schiffbrückstraße hinein. Die Marienkirche hat noch ihren alten Turm, dem viele der damaligen Flensburger später nachgeweint haben. Durch den Abbruch der südlichen Häuser gewann die Schiffbrückstraße ihre heutige Breite. Links ein Teil des 'ganz alten' Dampfschiffspavillon. In der Bildmitte liegt der Fördedampfer 'Heinrich Adolph', an den sich die heute 70-80jährigen noch erinnern werden. Dieses 1867 in Kiel gebaute Schiff kam 1869 zur neuen Fördeflotte. Ab etwa 1914 war dieses Schiff der 'Benjamin', das kleinste Schiff der Flotte. Es befuhr früher die Linie Flensburg-Gravenstein, ab 1910 nur noch die Hafenlinien und wurde vor allem als 'Schulschiff" eingesetzt. Es sammelte morgens die 'Pennäler' ein und brachte sie mittags wieder nach Haus. Nach 63jähriger Dienstzeit wurde das Schiff 1932 in Flensburg abgewrackt, seine 60 PS leistende Dampfmaschine wurde der Schiffsingenieurschule als Studienobjekt vermacht.

11. Die Fördeflotte expandierte schnell. Nach den üblichen Startschwierigkeiten ging es steil aufwärts, die 'neumodischen Dampfer' hatten sich beim Publikum etabliert. 1873 reagierten die damals noch deutschen Sonderburger mit einer eigenen Dampfschiffahrts-Aktiengesellschaft. Nach heißen Konkurrenzkämpfen tat man 1897 das einzig Wirtschaftliche: man fusionierte zur 'Vereinigten' Flensburg-Ekensunder und Sonderburger DG. Hier liegen die beiden Sonderburger Dampfer 'Hertha' (129 BRT/Baujahr 1877) und 'Rota' (lOS BRT/Baujahr 1885) neben der Flensburger 'Grille' (56 BRT/Baujahr 1873) südlich des Dampfschiffspavillons.

flensburg Hafen.

12. Bis zum Ersten Weltkrieg hatte der Dampfschiffspavillon - inzwischen war ein Neubau weitgehend nach dem Vorbild des Bahnhofes von Wladiwostok entstanden - etwa die Bedeutung für den Nahverkehr wie heute der ZOB (Zentral-OmnibusBahnhof). 1910 beförderte die 'Vereinigte' genau 1089669 Personen. An Fracht wurden 1 205 454 Zentner befördert, sie wurden unter anderem am im Vordergrund stehenden Güterschuppen abgefertigt. An der Pier liegt die Sonderburger 'Thor' (211 BRT/Baujahr 1891). Gerade abgelegt hat der Salondampfer 'Feodora' (149 BRT/Baujahr 1898), ein um zehn Jahre älteres Schwesterschiff der 'Alexandra'. Diese Postkarte wurde um die Jahrhundertwende aufgenommen.

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Blick auf JGrgensbv .

13. Den florierenden Passagierlinien auf der Flensburger Förde und den benachbarten Gewässern gliederte F.M. Bruhn 1886 auch eine Frachtlinie nach Hamburg an. Erstes Schiff war der wegen der kleinen Schleusen im Eiderkanal sehr plumpe Dampfer 'Kanal' (182 BRT). Nach der Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals folgten ab 1898 drei weitere 'Kanäle', nämlich 'Kanal' lI-IV. Sie waren erheblich größer, der neue Kanal war auch für die größten der damaligen Schiffe passierbar. Für den sich ständig ausweitenden Stückgutverkehr wurde am Ende des Hafens ein Umschlagsschuppen gebaut, der sogenannte Kanalschuppen. Nach der Einstellung der Frachtlinien nach dem Zweiten Weltkrieg diente der hölzerne Bau verschiedenen Zwecken. Hinter dem Schoner liegt der Frachtdampfer 'Express', rechts außen die 'Alexandra', Die Aufnahme entstand zwischen 1910 und 1914.

14. Die Aufnahme des 'ganz alten' Dampfschiffspavillon entstand vor 1897. Dann wurde er durch den heute so genannten 'alten' Dampfschiffspavillon ersetzt, der seinerseits 1937 durch die eigentlich als Provisorium gedachte 'Fördebrücke' ersetzt worden ist. Rechts Dampfer 'Heinrich Adolph', davor einer der Rollwagen, mit dem kleine Stückgüter zum Lagerschuppen befördert wurden.

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15. Im Innenhafen war bis in die sechziger Jahre dieses Jahrhunderts wesentlich mehr 'los' als heute. Neben der sehr geschäftigten Fördeflotte wurde hier der nahezu gesamte Hafenumschlag abgewickelt. Die Pier an der Hatendamm-Seite, links im Bild, das um 1910 entstand, war allerdings mehr eine Wartepier als aktiver Umschlagsplatz. Neben einigen Seglern liegt hier ein Dampfer der Flensburg-Stettiner Dampfschiffahrt-Gesellschaft. Im Vordergrund der Fördedampfer 'Reiher' (73 BRT/1906).

16. Zwar hatte die Fördeschiffahrt nach 1920 etliches an Bedeutung verloren, aber die Flensburger 'liebten' ihre Fördeflotte. Als deren große Zeit vorbei war, und etliche Schiffe zum Abbruch verkauft wurden, machten viele Flensburger einen Teil der 'letzten' Reise mit. Als der 1875 gebaute Dampfer 'Phönix', der 1900 von der 'Vereinigten' angekauft wurde, 1935 seine letzte Reise nach Wewelsf1eth zum Verschrotten antrat, widmeten ihm die Flensburger 'Petuhtanten' ein Gedicht und fuhren bis Rendsburg mit, Das der Dampfer Flensburg nicht ungeschmückt verließ, versteht sich von selbst.

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