Flensburg in alten Ansichten Band 1

Flensburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gert Uwe Detlefsen
Gemeente
:   Flensburg
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2718-9
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Flensburg in alten Ansichten Band 1'

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57. Flensburgs Haupteinkaufstraße Holm zu Beginn der dreißiger Jahre. Die unzähligen Werbeschilder an den Häusern zeigen es: in jedem Haus befindet sich ein Geschaft. Einige der Geschäfte existieren noch, teils an gleicher Stelle, teils an anderem Ort. Etliche der Firmen sind verschwunden. Etwa hinter der Uhr links steht heute ein großes Kaufhaus, es war bei seiner Eröffnung in den sechziger Jahre das-größte in Flensburg. Straßenbahn und Autoverkehr sind aus dem Holm verbannt worden. Er ist heute eine zur Geschäftszeit stark frequentierte Fußgängerzone.

f/ensburg. Xc/m.

58. Der Holm von der Rathausstraße aus in Richtung Südermarkt um 1913 gesehen. Zwar stehen noch die meisten der Fassaden, aber sie sind alle 'modernisiert' worden, das 'Gesicht' der Läden hat sich mehrfach geändert, und ihren Charakter haben sie alle verloren. Vom rechten Eckgebäude steht tatsächlich nur noch die Fassade. Eine Bank errichtete ein modernes Gebäude unter Einbeziehung der alten Fassade. Das Münchener Löwenbräu war über 50 Jahre lang ein gutbürgerliches Restaurant, während der letzten Jahre avancierte es zur 'Schülerkneipe', Erst etwa zwei Jahrzehnte vor der Jahrhundertwende wurden die am Holm befindlichen alten Bürgerhäuser abgerissen, um repräsentablen Geschäftshäusern im Stil der Gründerjahre Platz zu schaffen.

59. Die Stadt wuchs ausgehend vom Hauptstraßenzug Holm/Große Straße. Flensburgs wohlhabende Bürger - vor allem die Kaufleute - wohnten noch bis Mitte des 19. Jahrhunderts am Holm und in der Großen Straße (Ostseite), Die Wohnhäuser waren zur Straßenfront repräsentativ und im Inneren komfortabel. Die Warenlager, Ställe und Wohnungen für das Personal wurden zur Hofseite hin angegliedert. Die unteren Drittel dieser 'Höfe' wurden zu Sommergärten mit hübschen Lauben ausgestaltet, sie reichten an den (damals noch sauberen) Mühlenstrom heran, von ihm nur durch eine schmale Promenade abgegrenzt, eben die Enden der Höfe, die Süder- beziehungsweise Norderhofenden.

60. Die Große Straße in Flensburg etwa um 1885. Gut zu erkennen sind die Gleise der Pferdebahn, die seit 1881 zwischen der Apenrader und Angelburger Straße verkehrte, An vielen Stellen des Streckenverlaufes wurden wie hier Ausweichen eingerichtet, damit sich zwei Gespanne, die tagsüber in dichtem Zeitabstand verkehrten, begegnen konnten. Der Turm in der Bildmitte gehört der Heilig-Geist-Kirche, die 1386 erbaut wurde, Der Stufengiebellag an der Westseite und der Chor an der Ostseite der Straße. Viele der hier noch erkennbaren Häuser mußten in den letzten Jahren vor der Jahrhundertwende 'modernen' Wohn- und Geschäftshäusern weichen. Zu der Zeit wurde die Straßenfront auch begradigt.

61. Die Geschichte des Nordermarktes in Flensburg ist fast so alt wie die Stadt selbst, König Knud VI. ließ kurz vor 1200 an einer Stelle, an der Schiffe gut anlegen konnten, eine Stadt bauen. Diese neue Ansiedlung entstand etwa zwischen der heutigen Neuen Straße und dem Heiligengeistgang sowie Hafenufer und westlicher Anhöhe. Von dem neu entstandenen Marktplatz, nämlich dem Nordermarkt und dem Hafen, führte ein schmaler Weg zum Schiffsanlegeplatz am Hafen. Er wurde erst in späteren Jahrhunderten ausgebaut. Bis 1816 nannte man ihn Schifferstraße, seitdem Schiffbrückstraße. Das Bild zeigt die Schiffbrückstraße mit Bliek von der Fördebrücke auf den Nordermarkt.

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62. Für eine fotografische Aufnahme ließen Wagenflihrer und Kondukteur der Flensburger Pferdebahn Fahrplan Fahrplan sein und paradierten samt Zugpferd dem 'Lichtbildner', Schon vier Jahre nach der Eröffnung 1881 arbeitete das Unternehmen rentabel. Nach der Jahrhundertwende war es den steigenden Beförderungsfállen nicht mehr gewachsen, zudem waren die Pferdebahn-Wagen ftir eine Ausdehnung des Netzes auf die Flensburger Höhen ungeeignet. (1907 wurde die Pferdebahn durch die elektrische Straßenbahn abgelöst.)

63. Der Norderrnarkt hat sich im Laufe der Jahrhunderte mehrfach gewandelt. Gegen Ende des vorigen Jahrhunderts wurden zwei alte Häuser, die etwa vor den hier sichtbaren Eckhäusern standen, abgerissen, um einer großzügigeren Gestaltung zu weichen. Links hatte das 1585 errichtete Pastorat gestanden. Die bis dahin nur sechs Meter breite Fahrspur der Schiffbrückstraße wurde auf 13 Meter verbreitert, zwei große Eckhäuser entstanden. Beide stehen - mit modernisierter Fassade - noch heute. 1m Hintergrund der Dampfschiffspavillon. Darüber sind die ersten Wohnhäuser der Brixstraße zu sehen.

F/ensburg.

Nordermarkt.

64. Der Nordermarkt rnit den zur Westseite gelegenen Häusern und dem Neptunbrunnen irn Vordergrund um 1905. Alle Häuser stehen noch, ihre Fronten haben sie - mit Ausnahme der Schrangen - erheblich verändert. In den früheren Jahrhunderten hatte der Platz die Bedeutung, auf die der Name deutet, an hohen kirchlichen Festtagen wurde hier Markt abgehalten. Die Seite zur Kirche (rechts) war ganz früher nur mit sogenannten Buden abgeschirmt, erst viel später entstanden hier feste Häuser. Der Neptunbrunnen diente - wie andere Brunnen in Flensburg auch - nicht der Verschönerung, sondern als 'Wasserspender' für die Bevölkerung. Leitungswasser gab es noch nicht.

Nordermarkt mit Schrangen.

65. Der Nordermarkt mit Schrangen. In den sogenannten 'Schrangen' boten die Schlachter ihre Waren feil. Um der Sonne nicht ausgesetzt zu sein, genossen sie das Privileg einer 'überdachten' Verkaufsf1äche. Auch diese Häuser stehen noch, gleichfalls erheblich verandert. Die Treppenaufgänge - ganz links gut zu erkennen - verschwanden später. Dafür richtete sich im 'Souterain' ein Gemüseladen ein. Das Foto entstand vor der Jahrhundertwende. Für die Jungens war ein bei der Arbeit befindlicher Fotograf natürlich sehr interessant.

66. Nochmal der Nordermarkt mit dem 1760 im Rokoko-Stil erbauten Neptunbrunnen. Die sportlichen jungen Damen nahmen am Festumzug anläßlich der Einweihung des Flensburger Stadions auf dem Ballastberg am L Juli 1927 teil. Wer allerdings die angekreuzte SportIerin ist, wurde auf der Kartenrückseite nicht vermerkt.

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