Flensburg in alten Ansichten Band 1

Flensburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gert Uwe Detlefsen
Gemeente
:   Flensburg
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2718-9
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Flensburg in alten Ansichten Band 1'

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67. Die Norderstraße zur Zeit des 'Wahlkampfes' in der Abstimmungsfrage 1920. Erst 1864 war Flensburg wieder deutsch geworden, und diese Tatsache war keinesfalls einhellig begrüßt worden. Die in Flensburg wohnenden 'Dänen' ließen sich nur schwer eindeutschen. Sie behielten ihre Kultur und ihre Sprache bei. Zwischen 1918 und 1920 forcierte die dänische Minderheit in Nordschleswig und in Flensburg speziell die sogenannte Abstimmung. Man war überzeugt, den Landesteil Schleswig per demokratischer Abstimmung wieder ansdänische Königreich angliedern zu können. Fast zwei Jahre lang war Flensburg beflaggt. Mit dem Hissen der deutschen beziehungsweise dänischen Fahne demonstrierten die Bewohner ihre Gesinnung. Am 14. März 1920 um 23.30 Uhr stand fest: mit 27081 gegen 8944 Stimmen hatten die Flensburger für den Verbleib im Deutschen Reich gestimmt. Nordschleswig allerdings hatte für den Anschluß an Dänemark plädiert.

68. Eine malerische Straße in der Flensburger Altstadt ist der Oluf-Samson-Gang. Der Kaufmann Oluf Samson legte ihn 1617 an, als er seinen Kaufmannshof in eine Straße mit Mietwohnungen umwandelte. Die heutigen Bauten stammen zum größten Teil aus dem 18. Jahrhundert. Waren bis zum Zweiten Weltkrieg vorwiegend Handwerker und Seeleute hier ansässig, sind es seitdem die Damen des 'leichten Gewerbes'.

69. Die Norderstraße mit dem von 1724 bis 1725 erbauten 'Waisenhaus' nach demVorbild der Frankeschen Stiftungen in Halle. Den Giebel zieren das Stadtwappen und das Wappen des dänischen Königs Friedrich IV., der den Bau förderte, 1920 erwarb die dänische Minderheit das Gebäude und benannte es 'Flensborghus'. Im Hintergrund die Marienkirche noch mit dem alten, 1730 erbauten Turm. 1880 wurde der neue Turm eingeweiht; er wurde zum großen Teil aus Steinen der alten Duburg erbaut.

70. Die sich nach Norden ausdehnende Flensburger 'Neustadt' ist relativ jung. Außerhalb des Nordertors durfte erst seit 1777 gebaut werden. Hier entstanden ab 1796 Fabrikgebäude und Arbeiterwohnungen. Ganz rechts 'die 'De lange Ruum' genannten Armenwohnungen, das einzige Gebäude, das hier vor 1796 stand. Die Neustadt war vorher eine staubige Landsstraße, aber dennoch Hauptverbindung nach Norden.

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71. Die Apenraderstraße vor der Jahrhundertwende. Durch große Wohnhausbauten wandelte sich bald der hier eher ländliche Charakter in eine städtische Prägung, Auf den Hügel führt die Bauer Landstraße, Die Bergmühle, 1792 als Galerieholländer mit Steert und vier Segelflügeln erbaut, war die letzte im Stadtgebiet betriebene Mühle. Erst 1959 wurde sie nach starken Sturmschaden stillgelegt.

72. Der Burgplatz in Flensburg Ende der zwanziger Jahre. Die Bausubstanz ist heute noch so erhalten, dennoch hat dieser Platz sein Aussehen erheblich verandert. Die Straßenbahn-Linie 2 vom Marienhölzungsweg bis zum Kleinbahnhof am Hafendamm (in Teilstrecken in Betrieb genommen) fährt nicht mehr. Zeitweilig fuhren auf dieser Strecke auch Oberleitungsbusse. 1957 wurde die Strecke stillgelegt. Im Hintergrund ist das Finanzamt zu sehen, damals noch ein Neubau.

73. Ihren Namen verdankt die Reepschlägerbahn oberhalb des Alten Friedhofes einem einstmals zumindest in den Küstenorten weit verbreiteten Gewerbe: den Reepschlägern beziehungsweise Seilmachern. Die großen Segelschiffe vergangener Tage benötigten unendlich viel Tauwerk unterschiedlicher Güte und Stärke. Aber auch 'an Land' wurde Tauwerk benötigt. Das Bild zeigt die einige hundert Meter lange Reepschlägerei. Der letzte Betrieb dieser Art in Flensburg stellte erst Ende der sechziger Jahre seinen Betrieb ein. Dieses Foto stammt aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg.

74. Der Alte Friedhof wurde zwischen 1810 und 1813 nach Göttinger Vorbild angelegt und liegt auf der westlichen Höhe. Auf dem Südteil des Friedhofes befinden sich noch heute zahlreiche Relikte der nationalen Auseiandersetzungen im 19. Jahrhundert. Die Dänen stellten 1862 dort den 'Idstedt-Löwen' als Denkmal an ihre Siege im Kriege von 1848 bis 1851 auf einem vier Meter hohen Granitsockel auf. Nach dem Anschluß Flensburgs an Preußen 1864 wurde der Löwe nach Berlin geschafft. 1946 gab General Eisenhower ihn nach Kopenhagen an die Dänen zurück,

75. Im Jahre 1900 wurde der Stadtpark angelegt, der 1903 mit einem 'Wrangel-Denkmal' verziert wurde. Allerdings stellt das von A. Briitt geschaffene Kunstwerk nicht den beriihmten 'Papa Wrangel' dar, sondern einen preußischen Offizier gleichen Namens, der sich in der schleswig-holsteinischen Armee einen Namen machte. Überthront wird der Park vom 1914 fertiggestellten Gymnasium (heute: 'Altes' Gymnasium). Über dem Denkmal die Ecke Nordergraben/Marienstraße.

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76. Auf dem Gelände westlich der alten Duburg, 'weit außerhalb der Stadt', wurden 1876/77 Kasernen für das Infanterieregiment 86 aus Flensburg gebaut. Bis nach zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die umfangreichen Gebäude hier vom Heer genutzt, dann wurden Flüchtlinge untergebracht. Noch heute werden die Gebäude als Wohnungen genutzt. Auf dem Hof zwischen den Kasernen haben unzählige Rekrutengenerationen ihren Schweiß vergossen und manchen Fluch gen Himmel gestöhnt,

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