Flensburg in alten Ansichten Band 1

Flensburg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Gert Uwe Detlefsen
Gemeente
:   Flensburg
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2718-9
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Flensburg in alten Ansichten Band 1'

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77. Die Jürgenstraße hat sich zumindest im unteren Bereich den Charakter erhalten. Noch heute überwiegt die kleinbürgerliche Bebauung aus dem 18. Jahrhundert. Seeleute, Fischer und Handwerker wohnten hier einst; heute sind alle Bevölkerungsstufen hier vertreten. Erst nach der Jahrhundertwende wurde die Straße etwa von der St-Jürgens-Kirche bis zur Bismarckstraße weitergeführt, Die recht steil ansteigende Straße diente nie dem Durchgangsverkehr, heute ist Autoverkehr nur den Anliegern gestattet.

78. Die Apenrader Straße um die Jahrhundertwende. Die Hauptstrecke der Straßenbahn, von hier bis zum Hafermarkt, war zweigleisig angelegt. Am Ende der Straße ist der Bauzaun für das Straßenbahndepot zu erkennen. Ganz rechts im Vordergrund sieht man eine der alten Gaslaternen mit der 'Ausschaltvorrichtung'. Nach links führt die Bauer Landstraße in Richtung Klues/ Harrislee, rechts stellt die 'Neustadt' die Verbindung zur Stadt her. Links die 'Elektrische', ausschließlich so wurde die Straßenbahn bis in die zwanziger Jahre genannt. Der Wagen stammt aus der ersten Serie (Nr. 1-11).

79. So präsentierte sich der Neumarkt, schon seit Urzeiten einer der Verkehrsknotenpunkte in Flensburg, noch zu Beginn der dreißiger Jahre. Von der Schleswiger Straße (im Vordergrund) geht der Bliek auf die Rote Straße. Mit Ausnahme der Häuser ganz rechts mußten alle Gebäude weichen, um dem notwendigen Straßenausbau Platz zu schaffen. Bis Mitte der zwanziger Jahre hat sich der gesamte Nord-Süd-Verkehr durch die enge Rote Straße quälen müssen,

80. Bliek über den Kleinen Mühlenteich auf Flensburg. Im Vordergrund das Kloster zum Heiligen Geist, ein nachreformatorisches Kloster. An dieser Stelle stand zuvor ein im 13. Jahrhundert errichtetes Franziskanerkloster. Diese Einrichtung wurde auf Anweisung der dänischen Könige Friedrich I. und Christian 111. mit den Hospitälern 'Heilig Geist' und 'St. Jürgen' zu einer Stiftung vereinigt und dient heute noch als Altenheim. Rechts der Turm des Lyzeums, links neben dem Turm der St.-NikolaiKirche das Gericht.

81. Der große Mühlenteich mit der Seemaschinistenschule. Rechts im Bild die Husumer Straße. Die 'Königliche SeedampfschiffsMaschinisten-Schule' wurde 1866 gegründet und konnte wenig später am äußersten südlichen Rande der Stadt errichteten Neubau beziehen. Die Flensburger Maschinisten-Schule, später - mit dem Zug der Zeit gehend - Ingenieurs-Schule genannt, erwarb sich schnell einen guten Ruf. Sie Wal: an vielen technischen Entwicklungen im marltimen Bereich beteiligt. Heute domiziliert die Fachhochschule für Technik in der Kanzleistraße.

82. Nochmals ein Bliek in Richtung Süden mit der Seemaschinistenschule ganz links. Nicht weit davon wurde 1888 am Munketoft eine nach damaligen Gesichtspunkten sehr moderne Großbrauerei auf Initiative von Anthon und J. Hansen sowie Anderen errichtet. Sie wurde nach den neuesten Erkenntnissen der chemisch-physiologischen Forschung gebaut und arbeitete ungemein rationell. Durchschnittlich 70 Beschäftigte erzeugten jährlich etwa 70 000 Hektoliter Bier. Die alteingesessene Flensburger Actienbrauerei produzierte mit 90 Arbeitern gerade 40 000 Hektoliter per Annum. Nach hartem Konkurrenzkampf einigten sich beide Brauereien 1900 auf einen gemeinsamen Preis zumindest für den Bereich der Stadt Flensburg. Nach dem Ersten Weltkrieg fusionierten beide Betriebe unter dem Namen 'Flensburger Brauereien'. Noch heute wird an dieser Stelle das Flensburger Bier gebraut.

83. Der Kleine Mühlenteich gehörte als Stausee zur Ringe'schen Wassermühle. Schon seit 1128 sind hier Wasserrnühlen ansässig gewesen, seit 1669 war sie eine Stadtwassermühle, die der Stadt gehörte, 1870 kaufte Nikolaus Ringe die Mühle, 1905 gelangte sie in den Besitz der Stadt zurück. Ringe hatte schon damals Pläne, die Teiche zuzuschütten und das Gelände für Neubauten zu verkaufen. 1919 brannte die Mühle ab und 1928 wurde sie - genau 800 Jahre nach der ersten Erwähnung - abgebrochen.

84. Dieses Idyll - der Kleine Mühlenteich - mußte dem Neubau des Flensburger Bahnhofes weichen, Um entsprechende Verkehrsanbindungen an den großzügig geplanten Flensburger 'Hauptbahnhof' schaffen zu können, meinte man den Mühlenteich zuschütten zu müssen. Damit war die einmalige Chance vertan, in der Innenstadt ein Erholungszentrum zu behalten beziehungsweise zu schaffen, wie etwa in Hamburg die Außenalster. Damit ja kein Indiz für die Nachwelt blieb, ließen Flensburgs damalige Stadtväter den Mühlenstrom, der sich nach der Durchquerung des Teiches in den Hafen schlängelte, gleich mitzuschütten. Rund fünf Jahre lang wurden insgesamt nahezu drei Millionen Kubikmeter Erdreich in das sehr moorige Gebiet um den Teich und in den Teich selbst geschüttet.

85. Die 'Flensburger Nachrichten' berichteten damals: 'An einigen Stellen mußten wochenlang Tag für Tag hunderte von Wagen Erdreich entladen werden, ohne daß es gelungen wäre, das Gleis weiter vorzuschieben oder höher zu legen.' Schon während der Planungsphase und erst recht im Verlaufe der Zuschüttung machten sich die Flensburger Gedanken darüber, war mit dem 'reichlich großen Bahnhofsvorplatz' geschehen sollte. Diese seltene Karte zeigt eine der Zukunftsvisionen. Sie zeigt links das Kloster, in der Mitte die Bahnhofsstraße (heute Dr.-Todsen-Straße) schon mit der Straßenbahn und rechts den geplanten Rathausneubau. Dazu kam es nicht, jedenfalls nicht damals und nicht an der Stelle. Gegenüber bauten die Flensburger ihr 'Deutsches Haus', daß sie als Geschenk des Deutschen Reiches fûr die Abstimmung zum Verbleib im Reich erhalten hatten.

86. Im November 1923 wurde mit den Gründungsarbeiten für den Bahnhofsneubau begonnen. Sie dauerten - mit mehnnonatigen Pausen - bis zum Sommer 1924. Rund 3600 Pfähle von 12 bis 16 Meter Lange wurden in den Boden gerammt. Erst nachdem über diesem dichten Netz von Pfahlköpfen eine einzige, gewaltige, über den Pfahlreihen durch Unterzüge verstärkte Stahlbetonplatte fertiggestellt war, konnte im Oktober mit dem eigentlichen Bau des Bahnhofes begonnen werden. Da die Umgebung völlig unbebaut war, und der Bahnhofsbau - wie man fürchtete - leicht zu klein für den Betrachter aussehen konnte, wählte man für das Hauptgebäude steile Dächer und deckte nur die Anbauten flach ab. Am 1. Dezember 1927 wurde der Bahnhof eingeweiht.

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