Flieden in alten Ansichten

Flieden in alten Ansichten

Auteur
:   Raimund Henkel
Gemeente
:   Flieden
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2879-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Flieden in alten Ansichten'

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39. Der am 1. Mai 1914 eröffnete Distelrasen-Tunne! wurde während des Ersten Weltkrieges rnilitärisch bewacht. Auf unserem Bild nehmen Soldaten der Tunnelwache vor dem Gasthaus 'Zum Ochsen' Abschied von Flieden, wo sie stationiert waren. In der Bildmitte erkennt man die Wirtsleute Joseph und Karoline Müller mit Sohn Emil und Tochter Maria sowie links hinten die Dienstmagd Anna Die! aus Magdlos. Das Mädchen rechts außen ist Anna Möller aus 'Lötzis',

40. Das Hofgut 'Preuße' umfaßte ursprünglich die ganze Insel zwischen Hauptstraße und Schulweg, bis 1645 der untere Teil abgetrennt wurde, aus dem der Gasthof 'Zum Ochsen' entstand. 1853 heiratete Heinrich Josef Förster von der Eichenmühle ein. Sein Sohn Leonhard gründete eine Schreinerei, die in der darauffolgenden Generation von Valentin Förster weiterbetrieben wurde. Letzterer war der Vater des Karl Förster, der von 1946 bis 1976 Bürgermeister in Flieden war. Im Zuge der Ortskemsanierung wurde das Gehöft 'Preuße' gänzlich niedergelegt. Es begann eine Neubebauung. Vor dem Hause stehen (von links) Martina und Rosa Förster, Lehrling Josef Heil vom Stork, Leonhard Förster, Lehrling August Happ sowie August, Mina und Valentin Förster, Die Aufnahme entstand im Jahre 1914.

41. Zum Anwesen 'Preuße' gehörte auf der Westseite seit 1928 ein gewerblich genutzter Anbau, der im Untergeschoß an der Straße ein Lebensmittelgeschäft und darüber die Schreinerwerkstatt beherbergte, die vom Hofe aus zugänglich war. Nach Auflösung der Schreinerei wurden hier Handschuhe hergestellt. Später gelangten die Räumlichkeiten zum fleischverarbeitenden Betrieb Müller. Die vorgebaute Halle diente zunächst als Warenlager, und nach ihrer Vergrößerung richtete sich das Elektrofachgeschäft Kreß darin ein.

42. Die Gastwirtschaft Scheich hieß bei den Fliedenern 'Kracks' nach dem Gastwirt und Metzger Josef Krack. Im Jahre 1979 wurde das Gebäude abgebrochen, und es entstand die neue Marien-Apotheke, die bis dahin im Rathaus untergebracht war. Vor dem Wirtshaus erkennt man links die Dienstrnagd Maria Kreß; es folgen Anna, Maria, Katharina (Ketta) und Hilde Krack. Aus dem rechten Fenster blickt Valentin Scheich, links sind Frieda (unten) und Mutter Auguste Scheich mit Rosa im Arm zu sehen.

43. Oben: Hinter der neuen Marlen-Apotheke stand bis zum Ausbau der Reinhardstraße in den siebziger Jahren das Anwesen vom 'Welle Schmied', nach seinem Erbauer Georg Peter Will (1819-1850) benannt. Hier sehen wir den zuletzt am Amboß tätigen Besitzer Heinrich J osef Hack mit seinem Vater Eduard beim Auflegen neuer Reifen.

Unten: Das ehemalige Nebenhaus des Hofes 'Wegmanns', Reinhardstraße 13, stand direkt an der Straße und hinterließ bei den Vorüberkommenden einen armseligen Eindruck, zumal es fast bis zuletzt bewohnt war. Die Familie Fröhlich hatte in der Halle nebenan eine Annahmestelle für Heidelbeeren, und fleißige Pflücker konnten ihr Taschengeld mit dem Erlös aufbessern.

44. Bevor die katholische Pfarrkirche Sankt Goar in den Jahren 1926/27 durch ein Querschiff und neuen Altarraum erweitert wurde, waren die Altäre in der klassischen barocken Anordnung nahe beieinander. Im Hauptaltar ist das Herz-Jesu-Gernälde herausgenommen und durch eine Statue ersetzt. Während der rechts stehende Altar heute dem heiligen Josef gewidmet ist, wurde hier früher die heilige Katharina verehrt,

45. Am Fronleichnamsfest führt nach alter Tradition auch heute noch im Anschluß an das Festhochamt die Sakramentsprozession aus dem Gotteshaus heraus durch die Straßen und Gassen des Dorfes. Nach der früheren Ordnung gingen die Schulkinder, Jungmänner und Männer im vorderen Teil, während sich die Jungfrauen und Frauen hinter der Sakramentsgruppe anschlossen. Kirchen- und Prozessionsfahnen belebten mit ihren Farben das festliche Bild. Am rechten Bildrand ist Hauptlehrer Mohr zu erkennen. Das Gebäude links beherbergte das Kaufhaus des Jesaias Katz. Das Foto entstand im Jahre 1905 unter Pfarrer Müller,

46. Der Ausschnitt aus einer Ansichtskarte um 1900 zeigt den Kirchplatz nach Westen hin. Dort stand bis zum Jahre 1965 die Dorflinde mit ihrem historischen Mauerring, auf dem sonntags der Gemeindediener die neuesten Bekanntmachungen verlas. Der einstmals mächtige Baum stand bei der 1776 gegründeten Wirtschaft 'Zur Linde' Pate. Hinter dem Steinkreuz von 1734 erkennt man das alte Schulhaus, das 1909 abgebrochen wurde. Das Denkmal im Vordergrund ist der Erinnerung an die Kriegsopfer von 1870/71 gewidmet. Es hatjetzt einen anderen Standort.

47. Das Hochzeitspaar sind die Eheleute August und Christine Gaß im Jahre 1903. Die Braut ist die zweite Ehefrau des Lindenwirtes und stammt aus dem Gasthaus Rieser. August Gaß hatte 1894 das Anwesen von seinem Vater Gustav übernommen und führte auch eine Metzgerei.. Die 'Linde' wurde 1978 geschlossen.

48. Das vor der Kirche entstandene Schulbild stammt wohl aus der Zeit um die Jahrhundertwende. Die große Zahl der Kinder läßt eine namentliche Aufzählung nicht zu. Die Aufnahme soll vielmehr als Zeitdokument gewertet werden.

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