Flieden in alten Ansichten

Flieden in alten Ansichten

Auteur
:   Raimund Henkel
Gemeente
:   Flieden
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2879-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Flieden in alten Ansichten'

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49. Der Treppenaufgang unterhalb von 'Vogels' Wirtschaft zur Kirche und zum ehemaligen Schulhaus war bevorzugter 'Paradeplatz' für Klassenbilder. Nur noch wenige der abgebildeten Kinder der Geburtsjahrgänge 1899 und 1900 konnten namentlich festgestellt werden. So sehen wir rechts vom unteren Treppenpfosten das noch nicht schulpflichtige Kind JosefGaß. In der gleichen Reihe sind 9. von links Hermann Heller, 4. von rechts Wilhelm Schultheis. 2. von rechts Rosa Stupp verheiratete Weinmeister; rechts von der Lehrerin Margarethe Lohfeld (später Frau Heidt) steht Mina Neidert. Auf dem Podest: 2. von links Rosa Klüh, 4. Auguste Kullmann, 5. Martha Schöppner und 6. Finehen Wiegand. Auf der Treppe von unten: 3. Lioba Resch und 6. Katharina Hofmann.

50. Die Knabenklassen der Jahrgänge 1906-1910 ließen sich auf ihrem Ausflug im Jahre 1919 fotografleren. Im Vordergrund haben sich die Lehrer niedergelassen. Sie heißen von links: Baumgarten, Freudenberger, Mohr und Wemer. Hinten erkennt man Pfarrer Winter.

51. Links: Hauptlehrer Hugo Mohr war seit 1876 in Flieden tätig und löste 1899 Ferdinand Joseph Weber im Amt des Schulleiters und Kirchendieners (Organist und Küster) ab. Nach 46 Dienstjahren trat er 1921 in den Ruhestand. Um 1900 hatte die Fliedener Pfarrschule mit 360 Schülern fünf Lehrkräfte.

Rechts: Eheleute Simon und Mina Freudenberger. Freudenberger unterrichtete von 1893 bis 1928 in der israelitischen Schule, die seit langem bestand und anfangs auch von den jüdischen Kindern aus Neuhof besucht wurde. Das Schulhaus stand an der Magdloser Straße, oberhalb der Einmündung der Hinzergasse.

52. Schon seit der beginnenden Neuzeit sind in Flieden Juden nachweisbar. Vor der letzten Jahrhundertwende war die jüdische Gemeinde auf etwa 100 Mitglieder angewachsen und entwickelte sich danach rückläufig. Die meisten Männer waren Vieh- und Kleinhändler, einige fûhrten ein Geschaft. Zu ihnen gehörte Jakob Katzmann, der das Haus mit der alten Nummer 120 bewohnte. Sein Sohn Josef betrieb den Laden bis zur Ausweisung weiter.

53. Schuhmacher Amand Schäfer, der bereits 1903 ein Geschäft aufgemacht hatte, übernahm 1938 das Haus des Josef Katzmann und eröffnete einen Schuhladen. Im Hinterhaus des Anwesens, das 1779 auf der Hofreite des ehemaligen Zentgrafenhauses entstanden war, befand sich die Schusterwerkstatt, in der das Bild aufgenommen wurde. Es zeigt die Brüder August (links) und Leo (rechts) Schäfer, die das väterliche Handwerk übernommen hatten. Zwischen ihn sitzen ein Geselle aus Schweben und ein Junge aus der Nachbarschaft.

54. Einen erbärmlichen Eindruck machte zuletzt das Haus 'Lurenze' am Lindenberg, heute Zentstraße 8, das 1781 aus dem Anwesen 'Dörmesch' herausgelöst wurde. Die Namen von Lorenz Weber, Lorenz Scheich und Lorenz Happ (1858-1899) blieben über den Tod der Namensträger hinaus am Grundstück haften, das später wieder mit dem Nachbaranwesen vereinigt wurde. 1956 erfolgte der Abbruch des Hauses, das in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg noch die große Wohnungsnot lindern half.

55. Das Hüttnersgut 'Dörmesch' auf der Zent leitet seinen Hansnamen vom ehemaligen Zentgefängnis ab, das im Volksmund der "I'urm' hieß. Großmutter Marianne Kreß (vorn links) ist möglicherweise ein Nachkömmling des Johannes Kreß, der im Totenbuch von 1813 als 'olim custos turris' (ehemaliger Turmwächter) bezeichnet wird. Außer ihr sind abgebildet: Maria Wolf mit Sohn Alois, Josef mit Tochter Mina sowie vorne August, Maria und Adam.

56. Im Hause 'Bästis' in der Untergasse (Fuldaer Straße 3) führte der Amtsphysikus Dr. Ignaz Hinkelbein von 1790 bis 1829 eine Arztpraxis und Fliedens erste Apotheke. Mit seinem Tode wurde die segensreiche Einrichtung wieder aufgelöst, und die Fliedener mußten ihre Medizin in Neuhof abholen. Erst 1948 eröffnete der heimatvertriebene Apotheker Lorenz Milek im Nebenhaus des 'Ochsen' die Marien-Apotheke. In 'Bästis' übten seit 1878 Bonifatius und Wilhelm Best das Stellmacher- oder Wagnerhandwerk aus, bis August Best eine Karosseriebauwerkstatt einrichtete. Heute stehen hier ein 1976 neuerrichtetes Wohnhaus und ein SB-Markt.

57. Der Weisbinder Bonifatius Schöppner gründete im Jahre 1877 in dem Haus das in der vierten Generation stehende Malergeschäft. Auf seinen Sohn Ottmar geht der Hausname zurück. Er besaß das Geschäft fast 50 Jahre. Inzwischen ist aus dem bescheidenen Häuschen von ehemals ein zweigeschossiges Wohnhaus geworden. Vor dem Garten stehen die Ehefrau Maria des Ottmar Schöppner, die Kinder (von links) Anna, Leonhard und Rosa sowie ein Hausmädchen.

58. Im Oktober 1909 erwarb der Sohn eines Gerichtsvollziehers aus dem Hunsrück, Peter Liesenfeld, das alte Hofgrundstück 'Boaste' und richtete einen Krämerladen ein. Heute befindet sich hier das Schuhgeschaft Heil. Der Geschäftsgründer steht in der Ladentür mit der Tochter Anna aufdem Arm. Im Vordergrund von links stehen Gretel, Christine und Maria. Aus dem Fenster blieken Barbara (rechts) und eine Dienstmagd.

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