Forchheim in alten Ansichten

Forchheim in alten Ansichten

Auteur
:   Alfred Frank
Gemeente
:   Forchheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2672-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Forchheim in alten Ansichten'

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69. Wie aus einer Gastwirtschaft ein Industriebetrieb wurde, kann die Geschichte des Gasthofs 'Zurn Hirschen' an der Eisenbahnstraße darlegen, der mit seinem früheren ausgedehnten Garten eine beliebte Einkehr der Burger und dank günstiger Lage zum Bahnhof auch zahlreicher auswärtiger Gäste bilden durfte. 1850 war das Gasthaus durch Sebastian Theiler gegründet und später von der Familie Neder übernommen worden, die es nach Kriegsende, nachdem es abwechselnd als Notpostarnt, Rote-KreuzStelle, Flüchtlingsunterkunft und amerikanisches Soldatenquartier gedient hatte, an den aus dem Sudetenland (Eger) vertriebenen Unternehmer Rudolf Köhler veräußerte. Er ließ darin seinen ehemaligen Papierverarbeitungsbetrieb neu erstehen, um ihn dann in den felgenden Jahren immer mehr auszuweiten.

70. Wenn auf der Luftaufnahme nicht das 1903/1904 im Neurenaissancestil erbaute Gymnasium so unverwechselbar zu erkennen wäre, das mit seiner halblinks davon stehenden Aula richtig isoliert und fast etwas verloren in seiner Umgebung wirkt, dann vermöchte man wohl auf erstem flüchtigen Bliek den Stadtbereich nicht gleich festzustellen. Vor allem läßt das sich hinter dem Schulgebäude noch dehnende freie, weite Land, das Gebiet der Löschwöhr- und Brühlwiescn, die sich sonst bis zur Regnitz und Burk in zusammenhängenden Gras- und Weideflächen erstreckten, stutzen, die aber heute durch den Europakanal zerrissen, durch die Neuanlage des Frankenschnellweges weitgehend beschnitten sind, und auf deren stadtnahem Gelände sich die zahlreichen Wohngebäude der Löschwöhrd- und Hirschbergstraße nebeneindanderreihen,

71. Der bestgelegene Straßenort Forchheim wurde nicht nur bereits in frühgeschichtlichen Tagen zu einem wiederholten Treffpunkt weltlicher und kirchlicher Repräsentanten des Frankenreiches, auch in bischöflicher Zeit kehrten neben dem Landesherrn hohe und höchste Persönlichkeiten hier ein. Die kreisfreie Amtsstadt unterhielt später ebenso beste Beziehungen zum Hause Wittelsbach, so daß es nicht wundernimmt, wenn sich aus München darm und wann allerhöchster Besuch einstellte. Wie etwa am 18. Juli 1912, als Prinz Ludwig von Bayern, der spätere König Ludwig Ill., den wir, aus dem Rathaus kommend, zwischen Bürgermeister Hofrat Eduard Strecker (links) und Bezirksarntrnann Völker (rechts), von der Feuerwehr abgeschirrnt, der Stadt zuschreiten sehen,

72. Als bayerisches Staatsoberhaupt fand sich Ludwig lIL fünf Jahre hernach 'arn 4. September des Kriegsjahres 1917', wie ein vom Fotoatelier Luthardt in Forchheim angefertigtes Erinnerungsalbum bekundet, erneut in der 'fränkischen Königsstadt' ein. Die aussagekräftige Aufnahme zeigt vor dem geschmückten ehemaligen Bahnhofsgebäude eine nach Hunderten zählende Menge auf den königlichen Sonderzug wartend. und wer sich etwas mühen mag, kann hoch und niedrig, groß und klein, in froher Ungeduld vereint, erkennen: die Stadtväter und Honoratioren des Städtchens, Offiziere, Gendarmerie, Vereinsabgeordnete mit Fahnen, die Schuljugend mit der Lehrerschaft, darunter die Buben mit Fähnchen, die weißgekleideten Mädchen mit Blumenstöcken. Ob sich wohl noch jemand von den alten Forchheimern erkennen wird?

73. Im Juni 1929 kehrte ebenso Kronprinz Rupprecht von Bayern, der Sohn Ludwigs Ill., dahier ein. Wie die Aufnahme bezeigt, besuchte er auch das einstige Schloß, die 'Kaiserpfalz", und ließ sich durch den zweiten Bürgermeister Dr. Hans Räbel das von ihm darin 1911 eingerichtete 'Pfalz- und Fränkische Schweiz-Museum' zeigen. Auf der Schloßbrücke erkennen wir DI. Räbel (dritter von rechts), Prinz Albrecht, den Sohn des Kronprinzen (vierter von rechts) und schließlich Kronprinz Rupprecht, der die Kopfbedeckung grüßend in der Hand hält.

74. Das zehntägige Forchheimer Annafest im herrlichen städtischen Waldgelände 'bei den Steinbrüchen', das wegen der vielen in den Rhätsandstein eingetieften Keller kurz 'Kellerwald' genannt ist, übt alljährlich von Ende Juli bis Anfang August eine ungerneine Anziehungskraft aus, Einundzwanzig Kellerwirtschaften laden dann zur Einkehr ein. Das stets von vielen Tausenden besuchte Festgeschehen ist enge mit einer einst am 26. Juli durchgeführten Wallfahrt zum Annaheiligtum im benachbarten Weilersbach verknüpft, war ursprünglich eine reine Einkehr der rückflutenden Wallfahrer, aus der sich allmählich im Zusammenhang mit dem von der Forchheirner Schützengesellschaft 1840 in den Kellerwald verlegten 'Hauptschießen' zum Volksfest entwickelte. Die Karte von 1909 zeigt die verschiedenen unteren Kellerwirtschaften.

75. Über die Unteren Keller spaziert man durch dichten Laubwald zu den Oberen Kellern, die wie die Unteren teils von den Besitzern selbst bewirtschaftet werden, teils verpachtet sind. Selbstverständlich hat sich seit dem Jahre 1909, aus dem die Postkarte stammt, manches verandert und vor allem verbessert.

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76. Unsere letzte Ansichtskarte mit dem 'Gruß von der Lokalbahn Forchheim-Eberrnannstadt ', die als 'Jubelkarte' zur Eröffnung der Nebenbahn im Jahre 1891 herausgebracht worden war, könnte bald recht wehmütige Geftihle erwecken, falls der Plan der Bundesbahn, den Verkehr von der Schiene auf die Straße zu verlegen, verwirklicht werden sollte. Die Festkarte zeigt die Vignetten aller von der Bahnstrecke berührten Ortschaften, so Forchheim, Pinzberg, Wiesenthau, Kirchehrenbach, Pretzfeld und Ebermannstadt.

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