Frankenberg in alten Ansichten Band 1

Frankenberg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Günter Großer
Gemeente
:   Frankenberg
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5285-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Frankenberg in alten Ansichten Band 1'

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29. Die zu einem Genesungsheim umgebaute ehemalige Schiecksche Villa wurde 1927 ihrer Bestimmung übergeben. Man war der Meinung, daß die Stadt Frankenberg durch dieses Heim berühmt und bekannt würde. Besitzer dieses Objektes war die Heilstätten-Gesellschaft für sächsische Betriebskrankenkassen in Dresden, die auch in der Sächsischen Schweiz und in Thüringen (Wehlen und Lössau) derartige Einrichtungen hatte. Außerdem betrieb die Gesellschaft in Dresden ein Krankenhaus, die WaldparkKrankenanstalt Blasewitz. Auch heute noch ist Frankenberg als Luftkurort bekannt. Ein schöner Park mit Liegewiese umschließt das Heim in waldreicher Gegend.

Frankenberg i. Sa.

Bismarckturm

30. Der Gedanke, einen Bismarckturm zu errichten, wurde in einer Sitzung des Verschönerungsvereins bereits 1906 angeregt. Aber erst am 6. Juli 1911 erfolgte die Gründung des Bismarck- Vereins. dessen nächstes Ziel der Turmbau war. Der Entwurf stammt von einem ehemaligen Frankenberger, dem Architekt Gotthold Nestler. Im Stillehnt es sich an das Grabmal des Gotenkönigs Dietrich von Bern in Ravenna an. Am 1. April 1914 wurde der erste Spatenstich zum Bau getan, am 10. Mai der Grundstein gelegt und am 1. April 1915 das Denkmal geweiht. Der Turm wurde auch als Aussichtswarte genutzt, da man vom oberen Rundgang eine gute Sicht hatte. Gekrönt mit einem Feuerbecken, sollten an vaterländischen Festtagen die Flamme lodern. Der 18m hohe Turm mußte dem Bau von Wohnhäusern weichen und wurde 1968 gesprengt.

31. An einer großen Eiche, in der Nähe des Kirchweges Dittersbach-Frankenberg, 'Über dem Ahorn' genannt, fand man weiter oben einen herrlichen Platz mit einer weiten Aussicht. Dieser Platz, SOm über dem Zschopauflusspiegel gelegen, bot einen Ausblick nach 'Drei Rosen', Schloß Sachsenburg, Merzdorf bis zum Schloß Lichtenwalde. Zu Füßen konnte man die Stadt Frankenberg und die weite Talaue der Zschopau betrachten. An diesem schönen Platz sollte eine Gaststätte entstehen. Am 28. März 1880 war es soweit, die Wirtschaft konnte eröffnet und auf den Namen Lützelhöhe getauft werden. Aus der kleinen Wirtschaft wurde bald ein weit über die Grenzen der Stadt bekanntes Lokal.

32. Im Osten der Stadt überspannt das Eisenbahnviadukt im 27m Höhe und 103m Länge das Lützeltal. Am 6. Juni 1868 erfolgte die feierliche Schlußsteinlegung. Der gewaltige Gerüstbau des Viaduktes war mit Girlanden geschmückt. Würfelbuden, 'Carousels' , eine Menagerie komischer Tiere, Tanzböden usw. und Frankenberger Lagerbier erwartete die Gäste. Endlich am 17. Oktober 1868 erscheint zum ersten Mal auf dem neuen Bahnhof eine Lokomotive rnit dem Namen 'Nashorn'. Durch den Eisenbahnbau wurde das ganze Lützeltal als Erholungsgebiet erschlossen. Das ganze Tal wird vom Lützelbach durchflossen, welcher diesem Gebiet ein besonders schönes Gepräge verleiht. Viele Besucher statten auch dem dort befindlichen Kriegerdenkmal einen Besuch ab und erfreuen sich der Ruhe.

33. Dem zielbewußten Vorgehen des Stadtrates, der viel Gelände des Lützeltals einkaufte, und der urnfassenden Tätigkeit des Verschönerungsvereins, wie auch dem Gemeinsinn der Bürgerschaft ist es zu danken, daß die schönen Wald-, Berg- und Talpartien durch Schaffung von Weg und Steg zugängig gemacht und durch Anlegung von Ruheplätzen zu einem großen Erholungspark wurden. Bernerkenswerte Punkte waren die Wolfsschlucht, der Wilhe1msgrund mit Teich, zwei Springbrunnen und das Denkmal für Kaiser Wilhelm 1., der Strohtempel, die Seminarwarte, der Bismarckhain mit Bismarckeiche und Promenadenplatz, der Sternplatz mit der dem König Albert geweihten Silberfichte, die Bastei und der Emilientempel, die Jägerlaube, der Dreikaiserfelsen, der Bischofssitz. Auch das 'Alt-Frankenberg' war hier zu sehen.

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34. Zu einern Höhepunkt in der Geschichte der Frankenberger Feuerwehr wurde das Eintreffen der ersten Automobilspritze. In Uniform und Helm fuhren die Kameraden am 24. November 1925 nach Jöhstadt, um die neue Spritze abzuholen. Nach einer ausgiebigen Probefahrt ging es am nächsten Morgen bei Schnee und Kälte in die Heimatstadt zurück. Vorher war der Wagen in Augustusburg festlich geschmückt worden. Auf dem Marktplatz, auf dem die gesamte Wehr angetreten war, wurde die Spritze vom Bürgermeister der Wehr übergeben. Eine Vorführung derselben beende te die senlichte Feier. Die Wehr konnte durch den Einsatz der Motorspritze auf vier Züge verringert werden. Im Hintergrund ist das alte Gerätehaus in der Kirchgasse zu erkennen, welches 1914 fertiggestellt, eingeweiht und bezogenwurde.

35. Der 4. Zug der 1. Kompanie der Freiwilligen Stadtfeuerwehr im Jahre 1927. Als Gründungsdatum der Freiwilligen Turnerfeuerwehr Frankenberg gilt der 5. März 1860. Damals wurde dem Antrag des Turnvereins zur Bildung einer Freiwilligen Feuerwehr, neben der bestehenden Pflichtfeuerwehr, stattgegeben. Begreift, daß ohne Feuerwehrl das Leben doppelt teuer wär!/ Wenn wir die Feuerwehr nicht hätten/ dann ware manches nicht zu retten/ was, wie es leider oft geschieht.l durch Unverstand in Brand geriet. (H.G. Stengel.)

Einzug des Il. Ers.-Bats. Inf.-Regt .. 'r. 104 in Frankenberg. Sa., am I. März 1915

36. Am 1. März 1915 erhielt Frankenberg eine Kriegsgarnison, das Il. Ersatzbataillon des Infanterie-Regiments 'Kronprinz' 104. In Stärke von etwa 2 000 Mann rückte es unter Führung seines Kommandeurs, Oberstleutnant von Wachsmann, in Frankenberg ein und wurde auf dem Markt durch den Bürgermeister willkommen geheißen. Da die Kasernen noch nicht bezogen werden konnten, mußten die Soldaten in Bürger- und Massenquartieren in verschiedenen Sälen untergebracht werden. Am 14. Mai 1915 war dann der Bau der Trainkaserne so weit gediehen, daß ein Teil des Bataillons dort einziehen konnte. Von 1922 bis Oktober 1934 war Frankenberg garnisonslos. Die Kasernen wurden für Industrie-, Wohnungs- und Verwaltungszwecke verwendet.

Webermeisterhaus Frankenberg i. Sa.

37. Frankenberg war im 16. Jahrhundert eine typische Leineweberstadt. In der Blütezeit waren über 800 Innungsmitglieder zu verzeichnen, fast jeder arbeitete in diesem Gewerbe. Schon bald war das Innungshaus auf dem Marktplatz zu klein geworden, und es wurde ein neues Webermeisterhaus an der Freibergerstraße erbaut. Endlich konnte man auch die Webschule erweitern und in den neuen hellen Räumen mehr Webstühle aufstellen. Zur Einweihung des Webermeisterhauses im Jahre 1889 konnte die Innung noch 600 Mitglieder nennen. Darunter sind 1 Ehrenmeister und 2 Meister, welche das diamantene und 27 Meister. welche das goldene Meisterjubiläum feiern konnten. Neben dem Webermeisterhaus steht heute das Kino der Stadt.

Ga thaus Hochwarte Frankenberg Î. a.

Inhaber: Paul Beyer I Fernruf 549

38. Am 3. Oktober 1913 hielt unter freudiger Teilnahme der Bevölkerung die bisherige 1. Kompanie als nunmehr 4. Kompanie des Train-Bataillons 19 unter Führung ihres Hauptmanns Klingner ihren Einzug in der Stadt. Nachdem sie auf dem Markt im Namen der Stadt herzlich willkommen geheißen waren, fanden am Abend Feiern in den Gaststätten 'Roß' und 'Kaisersaal' statt. Da die Gebäude für die Mannschaftsunterbringung noch nicht fertiggestellt waren, bezog die Kompanie Quartier im Gasthaus 'Hochwarte', das als Unterkunft für die Truppe hergerichtet worden war. Die Gaststätte selbst wurde vom Tischlermeister Lampert errichtet und in der Silvesternacht 1862·1863 als 'Hochwarte' getauft.

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