Frankenberg in alten Ansichten Band 1

Frankenberg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Günter Großer
Gemeente
:   Frankenberg
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5285-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Frankenberg in alten Ansichten Band 1'

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39. Viele Frankenberger werden sich noch an die Freude erinnern, die in Frankenberg herrschte, als 1913 bekannt wurde, daß die Stadt Garnison würde, und daß zu diesem Zweck Kasernen errichtet werden sollen. Mitte Juni wurde mit dem Bau der Kasernen begonnen, nachdem die Vorarbeiten schon seit März in Angriff genommen worden waren. Am 3. Juli konnten die Zeitungen berichten, daß im Baugelände reges Treiben herrsche und daß das Mauerwerk des Stalls und des Geräteschuppens sich bereits über dem Erdboden erhebe. Diese beiden Gebäude und die Reithalle sollten bis zum 1. Oktober fertiggestellt sein. Doch als der Erste Weltkrieg 1914 ausbrach, wurden die Bauarbeiten vorläufig eingestellt. Anfang September 1914 ging der Bau weiter. Wegen Arbeitskräftemangel wurden aus dem Lager Ebersdorf Kriegsgefangene zur Arbeit herangezogen.

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40. Infolge der Fortentwicklung des Heeres und Unteroffiziersmangel bei der Truppe wurde vom Königlichen Kriegsministerium die Vergrößerung der Unteroffiziersschule genehmigt. Da in Marienberg nur für vier Kompanien Raum war, wurde die Verlegung der Schule in neu zu erbauende Kasernen angeordnet. Am 1. Juli 1916 trafen im Laufe des Nachmittags zwei Schulkompanien in Frankenberg ein. Am 1. September 1916 wurde Major Walbaum zum Kommandeur der Frankenberger Schule ernannt. Am 1. April 1917 bezog die letzte Kompanie die Schule , die nunmehr ihre volle Stärke von vier Kompanien hatte. Am 5. März 1920 wurde die Unteroffiziersschule geschlossen, die Räume wurden jedoch im Mai des gleichen Jahres von einern Teil des Reichswehr-Regirnentes NI. 38 belegt.

41. In der damals nicht belegten Trainkaserne gründeten am 26. April 1923 die Ingenieure Rasmussen. Blau und Figura die Metallwerke Frankenberg. bald als 'Framo' (Frankenberger Motorenwerke) benannt. Mit vierzig Arbeitern wurden vorerst Motorradsättel und Soziussitze für das Motorradwerk Zschopau hergestellt. Bald erweiterte sich die Produktion um Vergaser, Kupplungen und Kickstarter. Von dem Bau von Einzelstücken für das Kraftfahrzeugwesen kam es bald zur kompletten Herstellung von Frarno-Dreirad-Lieferwage. Es handelte sich um den TV 300, einern Transportdreirad-Lieferwagen mit einer Tragfähigkeit von 0,5 Tonnen. 1935 verlegte die Firma ihre Tätigkeit nach Hainichen,

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42. Zurück zum Markt. Der älteste und ursprünglich einzige Weg war der Dorfweg der Uranlage. Nach der Stadtwerdung wurde daraus Schloßstraße, Markt, Baderberg und der Steinweg, die heutige Chemnitzer Straße. Der Name Schloßgasse hat nichts mit einem sagenhaften Schloß zu tun. Wir dürfen annehmen, daß der Name nach dem in unmittelbarer Nähe liegenden Schloß Sachsenburg benannt wurde. Die Schloßgasse stieg ehemals links und rechts steil aus dem Klingbachtälchen herauf. Bei einer Erneuerung der Straßendecke im Jahre 1937 stieß man vor den Häusern auf Grundmauern, die 3 Meter weit in die Straße hinein vorstießen und 2m tief bloßgelegt wurden. Danach muß die Schloßgasse in alter Zeit um soviel schmaler gewesen sein.

43. Im Jahre 1838 beschloß der Rat, den Rats- oder auch Büttelteich genannt wegen der Wasserverunreinigung nicht mehr zu benutzen, da die Karpfen darin nicht wachsen wollten. Dieser Teich erstreckte sich als uraltes Zschopaustromwasser vom Dammplatz bis zur Klingbach. Wegen des schlechten Geruches des Baches wurde er 1915 schließlich vom Dammplatz her überwölbt. Der Teichdamm wurde zum Fußweg 'Am Damm'. In dem auf dem Bild zu sehenden Haus wohnte der Stadtmusikdirektor Theo Rott, der 1929 auf eigene Kosten dort eine Musikschule gründete. Im Jahre 1936 verlegte er diese Schule in die ehemalige Ratfahrhalle .

44. In Sohrs Schankwirtschaft an der Hainichenerstraße (später Amtsschänke ) kehrten wegen der Nähe des Amtsgerichtes die Verhandlungsteilnehmer gern ein. Mußten sie noch des Aufrufes warten. so wurde zum Mutmachen noch 'einer zur Brust' genommen. War die Verhandlung überstanden, gab es auch einen Grund, den Ärger hinunterzuspülen. Der Schankraum war auch Aushangstelle für die Bekanntmachungen des Amtsgerichtes und des Stadtrates. Wegen Baufälligkeit wurde die Gaststätte, trotz daß sie unter Denkmalschutz stand, 1986 abgerissen. Gegenüber der Amtsschänke befand sich die Gaststätte 'Riedel'scher Neubau-Tunnel' die aber schon längere Zeit nicht mehr betrieben wurde.

45. Die Herrschaft auf Sachsenburg (von Schönberg) hatten hier Häuser und Gärten gekauft und weggerissen. um das Haus Frankenberg, auch Neubau oder kurz Bau genannt, zu errichten. 1833 wurde der am Giebel vorbeilaufende Mühlweg tiefer gelegt, um den Anstieg zu vermindern. Dadurch ist die Grundmauer bloßgelegt worden und ein KelJerfenster mit der Jahreszahl 1553 so hoch zu liegen gekommen. Das Herrenhaus ist ein schlichter Renaissancebau. Viele Bemühungen waren notwendig, um für das Gut den Namen 'Rittergut' zu erhalten. Schließlich wurden die Bemühungen des Oberstleutnants a.D. von Sandersleben 1909 belohnt. 1925 wurde der Gutsbezirk der Stadt einverleibt. Im ehemaligen Herrenhaus befindet sich heute das Heimatrnuseum.

46. Das Justizamt Frankenberg mit Sachsenburg siedelte 1845 von der Sachsenburg in das neugebaute Justizamt, neben dern Rittergut gelegen, über. Vorher gab es in der Stadt nur eine Nebenstelle. Das 'Alte Amtshaus' , den älteren Bürgern noch als solches im Sprachgebrauch bekannt, befand sich damals arn Markt Nr. 4, dem späteren Grundstück der Zigarrenfabrik Wacker. Ab 1856 wurden die Justizämter als Gerichtsämter bezeichnet. Hinter dem Königlichen Amtsgericht befand sich das städtische Gefängnis. So mancher Raufbold oder Landstreicher mußte hier bei Wasser und Brot seine Zeit 'abbrummen'.

47. Durch die Klingbach gelangt man an den Dammweg, welcher der kürzeste Weg zum Schilfteich ist. Der Name Klingbach geht auf einen schnellfließenden Bach zurück , der südöstlich des Schützenplatzes entsprang und bis Anfang dieses Jahrhunderts eine Reihe von Karpfenteiche durchfloß. 1855 wird der Bach mit Eichenbohlen überdeckt. Das rechts hinter dem Haus gelegene kleine Gut wurde abgerissen. Im Hintergrund des Bildes ist eine viele hundert Jahre alte Eiche zu sehen, die auch heute noch zu bewundern ist. Der Dammweg ist seit langem ein beliebter Wanderweg. um am Schilfteich vorbei nach Sachsenburg zu gelangen oder damals die Gaststätte 'Tirol' zu besuchen.

48. In den zwanziger Jahren wurde auch der Sport in der Stadt, besonders der Fußballsport, stark gepflegt. Der alte Sportplatz befand sich links vom Dammweg in Richtung Schilfteich gesehen. Im Hintergrund des Bildes ist das Vereinsclubhaus sichtbar. Es war mit einem Saal, einer Kantine, einem Vereinszimmer und einer Veranda ausgestattet. Im Vordergrund des Bildes eine Mannschaft des Fußballclubs, Rechts der Mannschaftsleiter Max Waldapfel und in der Mitte sein kleiner Sohn Horst. Dieser erinnerte sich an die Fußballer und zählte sie von links nach rechts auf: Halm; Schauer, Rudi; Lechei; Henschel, Alfred; Thomas, Heinz; Gripfgans der Torwart; Banach; Hillig, Hans; Beier, Rudi; Schmidt, Rudi und Jarosch, Max. Das Bild entstand etwa 1928.

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