Fredenbeck in alten Ansichten Band 3

Fredenbeck in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Walter Holst
Gemeente
:   Fredenbeck
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6149-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Fredenbeck in alten Ansichten Band 3'

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Im Herbst des [ahres 1901 trieb der Brandsufter Deede sein Unwesen in Klein Fredenbeck. Er arbeitete als Knecht auf dem Hof von Heidtmann in der Kurzen Straße (späterTierärzte Drs. Stechmann/Giese) und zündete innerhalb wenigerWochen fünf Gebäude an: die alten Bauernhäuser von Tomforde (später Witt, heute Kille), von Bremer (späterWilkens, heute Dittmann), des Nachbarn Bösch (heute Rademacher), alle in der Schwingestraße, der Witwe des ehemaligen Bürgermeisters Levin Hoops (Alte Dorfstraße) und den Streuschuppen von Höft auf dem Dinghorn (heute Alpers ) und versetzte damit nicht nur die Bewohner von Klein Fredenbeck in Angst und Schrecken. Zwei weitere Brandanschläge auf Hinrich Heidtmanns und Dierk Gerkens Anwesen in der Schwingestraße schlugen glücklicherweise fehl. Erst nach dem Brand einer Scheune von Lóh in Schwinge konnte er am 22. Dezember 1901 gefaßt werden. Eine geflickte Schuhsohle, die sich deutlich im frisch gefallenen Schnee abgedrückt hatte, überführte ihn schließlich. Deede wurde durch das Stader Schwurgericht zu zwölf Iahren Zucht-

haus verurteilt. Nach Verbüßung seiner Strafe soll er nach Amerika ausgewandert sein.

Durch diese Brände veränderte sich das Dorfbild von Klein Fredenbeck erheblich, denn zu Beginn des 20. [ahrhunderts errichtete man die neuen Gebäude nicht mehr im bis dahin üblichen Fachwerkstil. Die Wände wurden nun feuerhemmender aus rnasstven Backsteinen einer Stader Ziegelei gebaut, wie hier bei dem Neubau derWitwe von Levin Hoops.

Handarbeit war üblich, dementsprechend groß auch die Zahl der am Bau tätigen Handwerker. Die für den Landwirt sehr wichtigen Wirtschaftsgebäude stehen schon wieder. Am Ende des Jahres 1902 konnte aber auch das Wohnhaus von der Familie Hoops bezogen werden.

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Der Schulmeister Hinrieh Riggers unterrichtete kurz nach dem Zweiten Weltkrieg die Oberstufe in Klein Fredenbeck. Durch die zahlreichen Flüchtlinge aus Ostdeutschland war die schulische Situation fast unerträglich geworden, teilweise mußten die ûber sechzig Kinder in mehreren Abteilungen in einem Klassenzimmer unterrichtet werden. Die Grundschüler wurden am Nachmittag von Heinrich Sasse, dem zweiten Lehrer, betreut.

Auf dem Foto sind folgende Kinder abgebildet, ganz oben von links: Helmut Schiernann, Werner Borchardt, [ohann Fitschen, Hans-Hermann Gerken, Hinrich Meyer, DieterWalters, Wilfried Gotthard, Adelheid Kopp, Rosa Speicher, Anneliese Ehlers, Lieselatte Dietrich, Irmgard Gotthard, Käthe Lütjen, Christa Freter, Margret Heidtmann und Ida Ruff.

Zweite Reihe: Ulrich Heidtmann, Albert Engelhardt, Heinz Reese, Johannes Kackmann, Gottlieb Speicher, Heinz-Georg Hardt, Dieter Kuckuck, Edith Gotthard, Sieglinde Corleis, Gerda Schiemann, Elfriede Ruff Gerda Barke, Ellen Stüven, Marianne Rapers und Nelly Arndt.

Dritte Reihe: Arnold Ruff, Ernst von der Born, Hans-Erwin Fre-

se, Werner Lütjen, Jürgen Corleis, Dieter Piesack, Erika Rex, Marianne Schröder, Helga Weber, Marga Köster, Ursula Kuckuck, Anneliese von Stemm, Vera Rautschuß und Käthe Heidtmann

( erwas verdeckt).

Untere Reihe: Wilhelm Neumann, Wolfgang Strey, Bernd Freter, HorstTeufert, Helmut Sievers, Heinz Peglau. Melchior Speieher, Johannes Kûhlke, Henny Hauschild, Kriemhilde Corleis, Käthe Meincke, Ursula Bröge, Helga Isler, Helga Schiemann, Dora Wunsch, Hertha Ehlers und in der Mitte Lehrer Hinrich Riggers.

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Bereits in den dreißiger [ahren besaß der Klein Fredenbecker Kaufmann Gotthard eine Esso- Tankstelle. die sich damals direkt an der Hauptstraße gegenüber vom Friedhofbefand.Am linken Bildrand ist auch noch die alte Reparaturwerkstatt für Zweiräder zu erkennen, die nach dem Zweiten Weltkrieg von Sohn Erich zu einem modernen Autohaus ausgebaut wurde. An der Giebelseite stehen neben der Kellerluke der Kaufmann Christoph Gotthard und der Maurerrneister Johannes Huntenburg.

Ende der achtziger jahre wurde nach dem Tode von Herbert Gotthard das Lebensmittelgeschäft aufgegeben und von seinem Sohn zu einem reinen Wohnhaus umgebaut.

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Pfmgsten 1950 konnte die Familie des Zahnarztes Dr. Karlheinz Grottschreiber die kleine weiße Baracke in der Sandkuhle bei der Molkerei beziehen. (Im November 1978 entstand hier an der Hauptstraße Nr. 12 das erste Geschäftshaus der Firma Uhding.) Seine Frau Geesche erinnert sich:

Mein Mann war 1949 hier nach Fredenbeck gekommen. Eigentlich mehr durch Zufall. Er war mit dem Rad von der anderen Elbseite herübergekommen, um einen Schulkameraden zu besuchen. Bei Gastwirt Ernst Holst beim Mittagessen kam er mit Hannes Weber ins Gespräch, der ihn beredete, doch gleich hierzubleiben und hier eine Praxis zu eröffnen.

Ich erinnere mich noch sehr gut, wo und wie wir unsere erste Praxis aufmachten. Im Haus am Mühlenweg, in dem Hannes Weber bis zu seinem Tode wohnte, richteten wir in der Garage Praxis und Labor ein, darüber in einem kleinen Raum war das Wartezimmer, nachts uber auch unser Schlafzimmer. So begannen wir om 1. Oktober 1949 unsere Zahnarztpraxis. Unser erster Patient war in der Nacht zum Sonntag Klaus- Wilhelm Dubbels aus Deinste.

1954 zog die Arztfamilie in das Haus Hauptstraße Nr. 19 (heute Gaststätte Knop) um. 1965 eröffnete Dr. Grottschreiber an der Hauptstraße 30 nun zum dritten Mal in Fredenbeck seine Praxis, jetzt aber in seinem eigenen Haus.

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Im [ahre 1965 setzte auf der Stader Geest eine verstärkte Diskussion hinsichtlich des Zusammenschlusses der vielen kleinen Molkereten zu einern leistungsstarken Unternehmen ein. Im [ahre ihres 7 5jährigen Betriebsjubiläums beschlossen die Genossen der Molkerei Fredenbeck am 25. Juni 1965 die Fusion mit Himmelpforten und Stade. Daraufhin entstand in Mirtelsdorfbei Hammah ein moderner Milchversorgungsbetrieb. In der Fredenbecker Molkerei wurde der Betrieb eingestellt. 1972 zog die Verwaltung der neugegründeten Samtgemeinde Freden-

beck von der Bahnhofsstraße Nr. 21 in dieses Gebäude um. Nach dem erneuten Umzug in das neue Rathans an der Schwingestraße verfiel die ehemalige Molkerei immer mehr. Der Schornstein wurde schließlich abgetragen.

1995/96 sollen jetzt in diesem Gebäude mit Unterstützung des DRK behindertengerechte Wohnungen erstellt werden.

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