Fredersdorf in alten Ansichten

Fredersdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Siegfried Groß
Gemeente
:   Fredersdorf
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6293-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Fredersdorf in alten Ansichten'

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29 Das gleiche Haus nur ein paar Iahre später. Die Zaunpfeiler wurden gekürzt. Das rechte Fenster wurde zur Eingangstür für das Frisörgeschäft von Herrn Fritz König. Herr König war nicht seßhaft, er verlegte sein Frisörgeschäft immer möglichst in die Mitte des Dorfes. Als junger Mensch war er im alten Dorfkern in der Kirchstraße 5. Als Fredersdorf sich nach Norden zur Bahn ausdehnte, zog er in die Platanenstraße, um dann später in der Bahnhofstraße. neben der Post, sein Geschäft zu haben.

30 Die Schule PlatanenstraBe von der Gartenstraße aus gesehen nach dem 1928 erfolgten Anbau mit vier Klassenräumen und Zeichensaal. Da die Schule noch nicht alle Klassenräume nutzte, zog in die beiden unteren Zimmer erst einmal die Gemeindeverwaltung - bis zum Umzug in das jetzige Rathaus in der Lindenallee - ein. Der Zugang zur Gemeindeverwaltung

war, hier auf dem Bild noch gut sichtbar, durch die kleine Gartentür und dem dahinterliegenden Vorbau. Mein Vater war zu dieser Zeit Kassenrendant, und ich erinnere mich noch, daB er mich mal montags in den Kassenraum führte in dem über Nacht Einbrecher versucht hatten die zwei

Tresore aufzuschweißen, was aber nur bei einem Tresor älteren Baujahres gelungen war.

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3 1 Das älteste Haus Preeiersdorfs, das noch in Fachwerk und Lehmbauweise errichtet wurde, steht in der Platanenstraße 18. Hier eine Aufnahme die nach 1900 entstanden ist. Bewohner dieses Hauses war die Familie Kotzwich, deren Vorfahren in Fredersdorf seit 1720 nachgewiesen sind. 1976 starb die letzte Bewohnerin dieses Hauses, Frau Helene Welz geborene Kotzwich. Seitdem steht das Haus leer und es sind Bestrebungen im Gange das Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen um eine Heimatstube oder ähnliches darin einzurichten.

32 Ein kurzer Bliek in die Peterhagener SU"aBe Nr. 1, dem ersten Haus hinter dem Dorfende. Lange Zeit ging das Dorf nur von einer Eiche Platanenstraße/Ecke Petershagener StraBe bis zur anderen Eiche Hauptstraße/Ecke Bohmstraße (Fließstraße), die

1 81 2/13 als Friedenseichen gepflanzt worden sind. Die Schlächterei in diesem Haus ist bis heute noch erhalten. Auf diesem Bild war Herr Otto Madel Besitzer, später Herr Meißner und heute in der dritten Generation die Familie Ortlik.

33 So sah einmal die Brûkke über das Fließ zwischen Fredersdorf und Petershagen aus. Für Pferdefuhrwerke und Handwagen mag sie damals ausgereicht haben. Gleich nach I 900 wurde sie aber dann durch eine Eisenkonstruktion ersetzt. Die Steine liegen vielleicht seit ältester Zeit schon da als es noch keine Brücke sondern nur eine Furt durch das Fließ gab. Die Häuser im Hintergrund gehören bereits zum Petershagener Dortkern.

34 Im Iahre 1913 kam die Sensation im Ort und Alle kamen, so könnte die Überschrift zu diesem Foto lauten. Ein kleines Sportflugzeug hatte in der Feldstraße eine Bruchlandung gemacht. Der Bruchpilot war mit dem Schrecken davon gekommen. Das war ja nun die Gelegenheit für den im Ort ansässigen Fotografen Herrn Johann Kindt dieses große Ereignis auf Ansichtspostkarten festzuhalten. Ieder wollte zu sehen sein. Ein schönes Gruppenbild der Fredersdorfer Einwohner.

35 Hauptstraße 8, Ecke Feldstraße, von den Dorfbewohnern als 'kleines Schlößchen' benannt. Hier hatten die Polizei (der Gendarm) und der Amtsvorsteher ihr Büro. Der Name 'kleines Schlößchen' karn sicher aus dem von den anderen Häusern im alten Dorf absteehenden Baustil mit der großen Freitreppe. Eventuell auch noch weil der Schloßbesitzer von Bothe als Amtsvorsteher hier seine Sprechstunden abhielt. Im Stallgebäude war ein Raum als 'Gefängnis' reserviert. Gut zu erkennen: die Straße durch das Dorf ist noch zweigeteilt. Auf der linken Seite der unbefestigte Teil, der sogenannte Sommerweg,

während die rechte Seite schon mit Kopfsteinpflaster befestigt ist.

Fredersdori Hauptstrasse - Amtshaus

36 Diese Fotografie von der Hauptstraße 39 ist Vergangenheit. Es ist das alte Wohnhaus der Bauernwirtschaft Schütze aus dem Iahre 1890. In den [ahren 1914/15 ließ sich Herr Schütze daneben ein neues größeres Wohnhaus bauen und das alte abtragen. Der Hof der Familie Schütze gehörte mit zum alten Fredersdorfer Ortsbild. Nach dem Tode des letzten Landwirtes Herrn Siegfried Schutze mußte allerdings seine Frau die Landwirtschaft auf Grund der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse aufgeben. Noch stehen zwar die Wirtschaftsgebäude und die Scheune, doch sie werden nur noch zweckentfremdend genutzt.

37 Ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb konnte nur bestehen. wenn alle mit zufaßten. Hier fahren die Schutze-]ungs die Iauche auf den Acker. Die Scheune, hier noch wie bei den alten Gebäuden üblich, ist mit Stroh gedeckt. Gleich hinter der Scheune war ein Göpelwerk mit einer Verbindung bis zurTenne um den Dreschkasten mit pferdekraft betreiben zu können. Die Scheune steht heute noch. Allerdings wurde das Strolidach durch ein Wellasbestdach ersetzt. Das Göpelwerk wurde abgebaut.

38 Dieses Haus war früher das Wohnhaus der Ahlberndtschen Bauernwirtschaft. Letzter Bauer auf dem Gehöft war Friedrich Wilhelm Giese, der auch gleichzeitig von 1 877 bis 1894 Gerichtsschulze war. Er vernachlässigte seinen Hof derart, daß er ihn kurz vor dem Ersten Weltkrieg an den Viehhändler Schallor verkaufen mußte. Auch als Gerichtsschulze hatte er keine glückliche Hand, denn in seiner Amtszeit geriet die Gemeinde unter eine große Schuldenlast, deren Höhe dadurch etwas verdeckt wurde. weil bei der Übergabe des Amtes das Tintenfaß über das Rechnungsbuch floß. 191 7

kaufte Herr Friedrich Kreeter das Grundstück und richtete ein Lebensmittelgeschäft ein.

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