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Freiburg im Breisgau in alten Ansichten

Freiburg im Breisgau in alten Ansichten

Auteur
:   Peter Kalchthaler
Gemeente
:   Freiburg im Breisgau
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6658-4
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Freiburg im Breisgau in alten Ansichten'

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Einleitung

Freiburger Gründungsdaten sind die [ahre 1091 für Stadt und Burg unter Herzog Berthold lIl. von Zähringen und 1120 für den Markt durch seinen Bruder Konrad. Neben dem Handel förderte der Silberbergbau mit den zugehörigen Verhüttungsanlagen das rasche Wachstum der Stadt, die schon bald eine Stadtmauer und die ersten Tore erhielt.

Unter Berthold V. wurde das heutige Münster begonnen. Erbe des 1218 verstorbenen letzten Zähringers wurde sein Neffe Egino von Urach, der sich nun Graf van Freiburg nannte. Das wachsende Selbstbewußtsein der Bürger und der Wille, das Gemeinwesen politisch mitzugestalten, führten im 14. Jahrhundert zum offenen Konflikt mit der Stadtherrschaft. 1368 konnte sich die Stadt freikaufen und unterstellte sich freiwillig dem Haus Habsburg. Im Münster, dessen Bau nun allein die Aufgabe der Bürgerschaft geworden war, setzten sich die Zünfte mit den farbigen Glasfenstern selbstbewußte Denkmäler. Den 1354 begonnenen Neubau des Chors mußten sie allerdings wegen der schlechten Wirtschaftslage um 1370 einstellen. Erst nach

1 OOjähriger Unterbrechung konnte man den Bau fortsetzen. Inzwischen hatten die habsburgischen Stadtherren Maßnahmen zurWirtschaftsförderung ergriffen. Dazu zählt auch die Gründung der Universität durch Erzherzog Albrecht VI. im [ahr 1457. Albrechts Neffe Maximilian, der spätere Kaiser, berief 1497/98 den Reichstag in die Stadt. Durch die enge Bindung

der Stadt an Habsburg konnte die Reformation hier keinen Fuß fassen. Mit der Errichtung des Jesuitenkollegs 1620 wurde Freiburg endgültig zu einem Zentrum der Gegenreformation. Der Dreißigjährige Krieg berührte die Stadt erst in der Endphase. 1632 wurde Freiburg von schwedischen Truppen besetzt und wechselte in der Folge mehrfach den Besitzer. Der westfälische Friede 1648 brachte neue Grenzen am Oberrhein: das Elsaß gehörte nun zu Frankreich. Ludwig XlV. ließ im Herbst 1677 Freiburg einnehmen und in der Folge durch Vauban zur modernen Festung ausbauen. Erst 1697 fiel die Stadt wieder an Österreich. Noch zweimal wurde Freiburg von französischen Truppen belagert und eingenommen, Ludwig Xv. ließ 1744/45 die Festungsanlagen um die Stadt und auf dem Schloßberg schleifen.

Unter Maria Theresia und Joseph lI. wurde die zentrale Verwaltung ausgebaut. Neben empfindlichen Eingriffen in die Selbstverwaltung der Stadt brachte dies manche Reformen wie die Abschaffung der Leibeigenschaft und der Folter.

Unter Kaiser Joseph begann die Aufhebung der Klöster, die nach 1806 flächendeckend durchgeführt wurde. Mit dem Ende des 18. Jahrhunderts endete auch die Zugehörigkeit Freiburgs zu Österreich: 1796 wurden die Stadt und der Breisgau dem Herzog von Modena zugesprochen und 1806 fielen sie an das neugegründete Großherzogtum Baden.

Die Freiburger standen den neuen Stadtherren von Napoleons Gnaden skeptisch gegenüber und hofften noch während des Wiener Kongresses auf eine Rückkehr zu Österreich. Das Verhältnis zu den neuen Monarchen besserte sich jedoch zusehends. Großherzog Ludwig sicherte den Erhalt der Universität und setzte sich maßgeblich für die Errichtung des Erzbischofsitzes in Freiburg ein. Nach 1820 begann sich die Stadt mit neuen Vierteln über den Ruinengürtel der Festung auszubreiten. 1845 kam der Bahnanschluß. Über die Bahn reisten auch die Truppen an, die während der Revolution 1848/49 die Aufstände in Freiburg niederschlugen.

Der Aufschwung Freiburgs zur Großstadt vollzog sich nach der Reichsgründung 1871 und vor allem während der Amtszeit des Oberbürgermeisters Otto Winterer ab 1888 bis 1913. In dieser Zeit entstand ein Großteil der modernen Infrastruktur. Auch die Universität nahm an Studentenzahlen und Bedeutung zu. Im Sinn des Historismus wurde das Stadtbild systematisch verändert. In jenen [ahren legte aber auch der Verzicht auf größere Industrieansiedlungen den Grundstock für die anhaltende Strukturschwäche der Stadt, die sich schon vor dem Ersten Weltkrieg bemerkbar machte.

Das Großherzogtum Baden endete 1918 mit der Abdankung Friedrichs 1. In der Weimarer Republik stellte die Stadt mit Constantin Fehrenbach und Joseph Wirth zwei Reichskanzler. 1933 wurde die Zahl von 100 000 Einwohnern überschritten. Im selben [ahr zwangen die Nationalsozialisten den gewählten Oberbürgermeister zum Rücktritt und ersetzten ihn durch einen Parteigenossen. Im November 1938 wurde die Synagoge

angezündet. Die blühende und in alle Bereiche der Wirtschaft und Kultur insbesondere aber in die Universität wirkende jüdische Gemeinde der Stadt war bis 1940 brutal ausgelöscht worden.

In den Abendstunden des 27. November 1944 ging das alte Freiburg in einem zwanzigminütigen Luftangriff der Royal Air Force zugrunde. Fast 3 000 Tote waren zu beklagen. Die Franzosen stießen beim Einmarsch April 1945 auf wenig Widerstand. Beherzte Bürger und ein einsichtiger General hatten letzte sinnlose Aktionen verhindern können. Unter der französischen Militärverwaltung waren die Schaffung von Wohnraum und die Versorgung der notleidenden Bevölkerung die drängendsten Aufgaben, aber schon früh setzte auch das kulturelle Leben wieder ein. Bereits 1949 hatte Freiburg wieder ein Stadttheater. Joseph Schlippe - Städtischer Baudirektor seit 1925 - plante den Wiederaufbau, der sich an der alten Struktur der Stadt orientierte. Der Aufbau des politischen Lebens hatte 1946 begonnen. Freiburg war nun Hauptstadt des Landes (Süd-)Baden, das nach einer lange umstrittenen Volksabstimmung 1952 in dem neuen Bundesland Baden-Württemberg aufging. Die Stadt entwickelte sich nach dem Krieg vor allem nach Westen, wo seit den sechziger [ahren neue Stadtteile entstanden. Die Gemeindereform 1974 brachte einen enormen Gebietszuwachs. Zu dem 'alten' Stadteilen kamen neue Gemeinden im Umland. Noch heute ist Freiburg eine stetig wachsende Großstadt mit über 200000 Einwohnern und einer prosperierenden Universität mit 20000 Studierenden. Es ist wirtschaftliches und kulturelles Oberzentrum Südbadens.

1 Ein Aquarell des bekannten Freiburger Kunstmalers Hermann Dischler liegt dieser 1899 publizierten Postkarte aus dem Verlag August Schweiß in Freiburg zugrunde.

Der Blick fàllt vom Schloßberg herunter auf die nächtliche Altstadt mit dem Schwabentor, den Dächern entlang der Konviktstraße und dem Münster. Dischler hat ganze Serien von Aquarellpostkarten geschaffen, die sich offenbar großer Beliebtheit erfreuten und häufig verschickt worden sind.

2-4 Gegen 1895 wurde das Panorama vom Schloßberg herunter aufgenommen. Links erkennt man die Burgstraße (heute Schoferstraße) mit der Burgkaserne und dem erzbischöflichen Konvikt. Am baumbestan-

FREI SU RG i. B.

denen kleinen Karlsplatz in der Bildmitte liegt die Karlskaserne, rechts davon der erst nach 1887 angelegte Stadtgarten mit der 1854 eröffneten Kunstund Festhalle. Am Fuß des Schloßbergs erkennt man

das noch bestehende Gebäude des 'Renzschen Felsenkellers' , ein beliebtes Bierlokal mit Lagerkellern im Berg und Gartenwirtschaft.

Im Norden nach rechts erstreckt sich das neue Villen-

viertel in der Neuburg bis zum Dorf Herdern, dessen Kirche außen am Bildrand noch erkermbar ist.

Panorama

862~,

5 Vom Turm der 1899 vollendeten Herz-Jesu-Kirche im Stühlinger geht der Blick des Fotografen über den gärtnerisch gestalteten Kirchplatz und das Betriebsgelände des Haupt-

bahnhofs nach Osten zum Münster und zum Schloßberg.

In der Bildmitte am Eingang der Bertoldstraße erhebt sich das Hotel 'Zàhringer Hof' , das der Gastro-

nam Heinrich Sommer 1861/62 erbaut hatte.

Das sehr komfortable Haus besaß bereits 1904 einen Personenaufzug und zählte seit den zwanziger [ahren unter seinem neuen Besit-

zer Erwin Haas zu den ersten Häusern in Freiburg. Die Aufnahme dürfte um 1900 entstanden sein.

6 Vom Wasserschlößle aus wurde 1906 dieseAufnahme für den Verlag der Brüder Metz in Tübingen gemacht. Zu Füßen des Sternwalds liegt der alte Wiehrebahnhof an der 1887 eröffneten Höllentalbahn. An der Urachstraße, die parallel zu den Bahngleisen angelegt wurde, entstanden um die Jahrhundertwende zahlreiche repräsentative Bauten. Schon im Eröffnungsjahr der Straßenbahn 1901 verband die Linie B den Hauptbahnhof durch die Bertold- und Salzstraße, über die Schwabentorbrükke und durch die Hildastraße mit dem Wiehrebahnhof. Von dort fuhren die Straßenbahnwagen über

die Urachstraße in Richtung Günterstalstraße zum Hauptdepot.

In der Bildmitte liegt das Münster, hinter dem man den Turm der evangelischen Ludwigskirche erkennt.

Rechts sieht man das Schwabentor mit seinem neugotischen Aufbau, links des Münsterturms den Turm der Martinskirche und das ebenfalls aufgestockte Martinstor.

Fr-eibur-ç i. BI'.

7 Schon bei den Malern und Graphikern des 19. Jahrhunderts beliebt war der Blick von der Sonnhalde oberhalb des Dorfes Herdern nach Süden zur Stadt. Auch die nach dem Ersten Weltkrieg entstandene Fotografie aus dem Tübinger Verlag Metz zeigt Freiburg vor dem Hintergrund des Schönbergs. Rechts unten ist gerade noch derTurm der Herdermer Sankt-Urbanskirche zu sehen, darüber das große Gebäude des 1904 eröffneten Friedrichsgymnasiums. Zahlreiche neueTürme prägen das Bild der Altstadt, beginnend mit dem aufgestockten Schwabentor am Fuß des Schloßbergs, der doppeltürmigen Johanniskirche in der Wiehre, dem Martinstor, dem Turm der Universität, dem Martinstor und der Kuppel des Stadt-

theaters. Die großen weißen Gebäude rechts oberhalb des Theaters gehören zur Halslacher Gartenstadt.

8 Das Foto des Freiburger Hauptbahnhofs dürfte um 1905 vom Hotel 'Somrner zum Zähringer Hof' aus aufgenommen worden sein. Das Hauptgebäude mit dem Uhrentürmchen gehört noch zum ersten Bahnhofvon 1845, den der Karlsruher Architekturprofessor Friedrich Eisenlohr als Leiter des Hochbauwesens der Badischen Staatsbahnen entworfen hatte. Nur den Interventionen der Bürger bei der großherzoglichen Verwaltung in Karlsruhe war es zu danken, daß die Gleise in die Nähe der Stadt gelegt wurden, denn an sich sollte wegen der ungünstigen Lage Freiburgs die Bahntrasse weiter westlich in der Ebene vorbeiführen. Mit Hilfe aufwendiger Rampen, die wiederum zahlreiche Straßenunterführungen bedingten, konnte

das Gefälle ausgeglichen werden. Allerdings lag der Bahnhof die ersten [ahre noch außerhalb der städtischen Bebauung. Die ursprünglich kleineren Seitenflügel wurden durch Um- und Anbauten erwei-

tert, die Bahnsteighalle, seinerzeit die größte in Baden, wurde 1885/86 durch einen Neubau ersetzt.

Fünf [ahre nach der Zerstörung des Bahnhofsgebäudes am 27. November 1944 wurde ein als Provisorium

gedachtes schlichtes Gebäude eingeweiht, das schließlich ein halbes Jahrhundert bis zum Neubau des heutigen Bahnhofs bestehen bleiben sollte.

Freiburg i B. Hauptbahnhof

9 Im 19. Jahrhundert wurde der Schloßberg als lichter Waldpark mit Spazierwegen, Bänken und Unterständen gestaltet. Dabei legte man auch Wert auf die Bewahrung der Ruinen, die an die Festungsanlagen der Barockzeit erinnerten, und brachte zahlreiche Informationstafeln an. Der direkte Weg von der Altstadt auf den Burghaldering führte vom Schwabentor aus an der Westflanke des Berges steil nach oben. Auf dem Weg nach oben eröffnen sich vielfältige Blicke zur Altstadt und zum Münster und wie hier

zum Schwabentor und zur Wiehre mit der doppeltürmigen Johanniskirche. Die Aufnahme ist um das [ahr 1900 entstanden.

Herausgeber: Ludw. Fuchs, Freiburg i/nr.

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