Freilassing in alten Ansichten Band 1

Freilassing in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Willi Huber
Gemeente
:   Freilassing
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1809-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Freilassing in alten Ansichten Band 1'

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29. Nach der Zerstörung des alten Hotels Krone 1945 entstand die neue Krone, wie sie hier auf einem Bild aus dem Jahr 1950 zu sehen ist. Obwohl noch jung, gehört der Bau bereits der Vergangenheit an, denn er wurde 1968 abgerissen - stand also knapp ein Vierteljahrhundert. Das Bild soll verdeutlichen, wie das Hotel von Mal zu Mal unschöner wurde. War die alte Krone noch ein Prachtbau, so ist der Nachkriegsbau schon nicht mehr so schön, In Anbetracht der Nachkriegsjahre aber noch ein ganz annehmbares Bauwerk. Was aber nachher kam, ist ein Paradebeispiel, wie man es nicht machen soll. In den fünfziger Jahren hielt der TSV Freilassing für 0,50 DM pro Abend darin Tanzkurse unter der Leitung von Karl Lamm und der Kapelle Max Forster ab.

30. Am 27. März 1922 brach im ersten Stock des Hotels Krone ein Brand aus. Es gab damals noch keine Sirene, die die Feuerwehrmänner alarmiert hätte. Durch drei Schüsse wurde ihnen Brand im Ort angekündigt. Zwei Schüsse bedeutete: Brand auswärts. Nur durch die Mithilfe der Feuerwehren Ainring, Lieferung, Siezenheim, Wals und Salzburg - letztere besaß schon eine Motorspritze - konnten wenigstens die Nebengebäude gerettet werden. Der nördliche Teil des Hotels, in dem sich der große Saal befand, wurde ein Raub der Flammen. Auf Drängen der Feuerwehr beschloß der Gemeinderat den Kauf einer 4-Zylinder-Motor-Lafettenspritze der Firma Flader. Die Flader war eine Kapselschieberpumpe und förderte 1 200 Liter Wasser pro Minute.

FREILASSING

31. Wenn man überhaupt von einern alten Stadtkern sprechen kann, so ist es der obere Teil der Hauptstraße, der zur Zeit dieser Aufnahme im Jahre 1910 bestimmt schöner war als heute. Schöne Bürgerhäuser, die allesamt - außer dem Baumgartner-Haus, ganz links auf der anderen Straßenseite nicht mehr stehen. Der kleine Weg vor dem Baumgartner-Haus ist die heutige Josef-Brendle-Straße, die vorher Staufeneckstraße hieß. Von rechts: Hotel Krone, Apotheke, Kaufhaus Schabmayr und Bankhaus Winkier. Die beiden Häuser - Apotheke und Schabmayr - wurden beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg zusammengebaut und beherbergen heute das Hotel Post und wieder die Apotheke.

32. An der Stelle, wo sich heute das Hotel Post befindet, stand einst das Kaufhaus Georg Schabmayr, Hauptstraße 134. Man verkaufte Kurz- und Schnittwaren, Herren- und Damenkonfektion, Trachten- und Sportbekleidung, Stutzen und Damenstrümpfe, Windjacken, WoJl- und Wirkwaren und sämtliche Herrenund Damenwäsche. Ein reichhaltiges Angebot, wie es zur Zeit der Entstehung dieser Aufnahme aus einer Anzeige etwa um das Jahr 1915 hervorging. Dieses klassische Bürgerhaus mit drei schönen Giebeln würde auch heute noch gut in das Stadtbild der Hauptstraße passen. Es wurde, wie viele andere, 1945 von Bomben zerstört.

33. Die "Iextil-Warenhandlung Franziska Pfeiffer'. Wie es über dem Eingang zu lesen ist, wurde 1920 in diesem Haus in der Hauptstraße eröffnet. Vorher befand sich das Gemischt- und Kurzwarengeschäft Pfeiffer am Birkenweg in der Villa 'Hutfless Willi Knoll's Erben' (heute Schrimpfhaus). Das PfeifferHaus wurde 1916 erbaut und brannte in der Schreckensnacht von Freilassing am 25. April 1945 völlig aus. Es wurde kurz darauf wieder aufgebaut und später modernisiert. Im Hintergrund links das kleine Geschäft des Uhrmachers Stefan Schnuegg, dem man nicht die teuersten Uhren anvertrauen sollte hieß es.

C I itore" Josef s~midf.

--. . .

34. Der Konditormeister Josef Schmidt war ein kleiner Mann und hatte den Spitznamen 'Teiglein'. Er stammte aus Laufen und betrieb in den zwanziger und dreißiger Jahren in diesern Haus in der Hauptstraße seine Konditorei mit Verkauf von Konfitüren und ein kleines Café. Heute befindet sich in diesem Haus das Tabakwarengeschäft Scheid. Der Inhaber des ersten Wiener Spezial-Damen- und Herren-Frisier-Salons Anton Mirna war zugleich auch ärztlich geprüfter Fußpfleger. Er hatte sein Geschäft auf der anderen Seite des Hauses. Außerdem besaß er noch einen Frisier-Salon im alten Freilassinger Bahnhof. Vorher befand sich das Geschäft im Krittian-Haus,

35. Ein Bauernhauf, wie er vor 100 Jahren und mehr üblich war, stand bis 1912 mitten in Freilassing, ehe er durch einen Steinbau ersetzt wurde. Der Ponkrazenhof wurde schon 1641 erbaut und würde heute wohl in ein Bauernmuseum wandern. Die Romantik schwindet schnell dahin, wenn man Komfort und Bequemlichkeit solcher Häuser in Betracht zieht. Es gab kein elektrisches Licht, kein Wasser und keine Toilette im Haus. Radio und Fernsehen waren noch nicht erfunden. Wollte man sich die Hände warmen, konnte man dies nur an einer offenen Feuerstelle in der Küche tun. Der Flachs für die Kleidung wurde im eigenen Brechelbad gebroehen und bis zum Leinenstoff selbst verarbeitet. Das Brot wurde im Backofen neben dem Gemüsegarten von der Bäuerin selbst gebacken.

36. Die Hauptstraße im Jahre 1922 bot ein Bild der Ruhe und Beschaulichkeit. Die Gemeinde Salzburghofen wurde ein Jahr darauf in Gemeinde Freilassing umbenannt. Der Verkehr spielte so gut wie keine Rolle. Themen wie Fußgängerzone und Parkplätze, die heute unsere Stadträte und Planer beschäftigen, waren den damaligen Gemeinderäten fremd. Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg und der Inflation im Jahr 1923 war nicht sehr rosig. Das Geld verlor seinen Wert oft über Nacht um ein Mehrfaches. Geldscheine wurden mit Aufdrucken von Zigtausenden und Millionen versehen. Die größte Banknote, die in Deutschland je gedruckt wurde, war ein Zehnmillionen Markschein.

Freila ss i'1g - 5alzburghofen.

Alpenpanorama .

37. Aus dem Jahre 1912 stammt diese mehrteilige Postkarte. Auf dem Panoramabild oben sind die Ludwig-Zellersche Feigenkaffeefabrik und die Zollhäuslstraße zu sehen. Darunter das bayerische Zollamt mit der uralten Holzbrücke, die 1931 wegen Baufälligkeit der neuen stählernen Rupertusbrücke weichen mußte. Das 'neue' Zentralschulhaus hat noch keinen Park und noch keinen Wrede-Brunnen. Die Peterskirche steht auf einem freien Feld und die Hauptstraße ist auf der linken Seite noch unbebaut (siehe Bild Nr. 27). Rechts unten im Bild der Überflihrer Rupert Egger mit seinem Flachboot und Salzburghöf1erinnen in der Tracht.

Freilassing - Salzburghofen.

38. Eine gezeichnete Ansicht von Freilassing um 1915 aus der Vogelschau, wie sie eine Zeit lang Mode war. Diese Postkarten wurden anhand von Stadtplänen angefertigt und die Perspektive stimmte oft nicht, so auch auf diesem Bild. Die Münchener Straße hört bei der Eisenbahnkolonie auf. Dahinter sieht man die alte Notkirche und darüber die Bundesbahnbetriebswerkstätte. Links davon die Parkettfabrik Wrede, Bahnhof und Bahnhotel sowie die Reichenhaller Straße. Im Vordergrund das Zentralschulhaus und links der Rathausplatz. Der Bliek in die Ludwig-Zeller-Straße ist verdeckt, aber gut zu sehen die Hauptstraße.

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