Freilassing in alten Ansichten Band 1

Freilassing in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Willi Huber
Gemeente
:   Freilassing
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1809-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Freilassing in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. Diese Art Postkarten waren um die Jahrhundertwende sehr heliebt. Die Karte stammt aus dem Jahre 1900 und zeigt zwei der schönsten Häuser, die Freüassing je hatte. Dies ist einmal das Herrenhaus, ein stattlicher Gutshof, der 1974 leider abgebrochen wurde. An seiner Stelle stehen heute mehrstöckige Wohnblocks. Zum anderen ist dies die Villa Trautmann, die kurz darauf einem würfelförmigen Gebilde aus Glas und Beton weichen mußte. Vielen ist die Villa Trautmann besser bekannt unter dem Namen Dr. Schuster-Villa, wie sie später hieß. Sie war rnit ihren Erkern, Türmchen und Balkonen ein Schmuckstück. Das Kaufmann Willi-Haus ist noch ohne seinen Erker.

..?...

10'·ue

P. i>t ~,



Al'", .( «,

40. Die letzte in der Reihe kolorierter Postkarten zeigt Freilassing um die Jahrhundertwende. Die Bahnunterführung scheint schon fertig zu sein (sie wurde zwischen 1901 und 1905 gebaut). Die Straße zum Weberbauern hinauf war mit Randsteinen aus Granit gesäumt. Verkehrstechnisch stellte das kein Problem dar, im Gegenteil, die Fuhrwerke konnten nicht so leicht abrutschen. Man sah diese Steine auch auf der anderen Seite der Unterftihrung. Links vom Weberbauer das Auer-Leist-Haus (heute Überland), dahinter das Gasthaus Untersberg. Links vorne der Schafzüchter Greil, der seine Schafe, Ziegen und einen Esel vor seinem Haus weiden ließ. Dahinter die alte Bahnmeisterei. Heute wird der Bliek von großen Kastanienbäumen verdeckt.

41. Der Bahnhofsberg auf der anderen Seite der Unterführung. In der Mitte die Villa Vogel, in der das Café Rehm untergebracht war. Ebenfalls eine der schönsten Villen von Freilassing. Sie wurde ebenso wie das rechts daneben zu sehende Bahnhotel Föckerer am Ende des Zweiten Weltkrieges von Bomben zerstört. So ab 1860, mit der Fertigstellung des Bahnhofes, entwickelte sich die Gegend um den Bahnhof sehr rasch. Zum Beispiel die Parkettfabrik Wrede und mehrere Villen. Wie jeder weiß, erlangte auch die Gemeinde Salzburghofen-Freilassing durch den Bahnbau immer mehr Bedeutung. Für die Touristen, ob sie nun nach Bad Reichenhall, Berchtesgaden oder nach Salzburg wollen und mit der Bahn kommen, führt kein Weg an Freilassing vorbei.

42. Die Villa Vogel am Bahnhof, eine herrliche Villa ähnlich der Heiligbrunnervilla oder des Dr. SchusterHauses, fiel 1945, wie schon erwähnt, einem Bombenangriff zum Opfer. Der Besitzer, ein Zahnarzt, hieß Dr. Georg Vogel und hatte vorher ein Zahnatelier in diesem Haus. Er propagierte schmerzloses Zahnziehen und wurde dafür mehrmals mit Goldmedaillen ausgezeichnet. Im Parterre befanden sich die Konditorei und das Café Rehm. Es waren natürlich keine besonders großen Räumlichkeiten, aber dafür war es um so gemütlicher. Es war sozusagen ein 'Wohnzimmercafé'! Rehm wollte die Villa kaufen und ausbauen, was ihm jedoch der Besitzer verwehrte. Das Café trägt heute noch den Namen Rehm.

43. Oberhalb des Bahnhofberges in der Mitte der Kreuzung Reichenhaller StraßejBahnhofstraße stand einst der Annenbrunnen. Er wurde im Jahre 1908 oder 1909 vom Hotelier Karl Ortl gestiftet und trug den Namen seiner Frau Anna. Man sagt Örtl nach, er habe den Brunnen nur deshalb an diese Stelle setzen lassen, um den zu erbauenden Gehsteig auf die Seite seines Hotels zu bringen. Jedenfalls zeichnet sich eine Stadt durch Anzahl und Schönheit seiner Brunnen aus, Früher gab es auch in der Innenstadt einen Brunnen, der vor dem Metzger-Müller-Haus (heute Raiffeisenbank) stand. Es war ein engelhaftes Mädchen, welches auf einem Fisch saß und eine Weinrebe in der Hand hielt.

Freilassing ~e;chenha lerstr.

44. Die Reichenhaller Straße etwa um 1925 hatte noch viele Vorgärten mit einern Pavillon, wie noch heute einer in der Waldvilla steht und in dieser Form leider aus der Mode ist. Die meisten Häuser dieser Straße sind erst nach dem Ersten Weltkrieg entstanden. Ansonsten war hier hauptsächlich Wald und die Straße war noch nicht asphaltiert. Man ging mit Teer und Beton noch sehr sparsam um irn Vergleich zu heute, wo in Deutschland jährlich die Fläche einer Großstadt zugepf1astert und zubetoniert wird , Die Aufnahme entstand etwa in Höhe der heutigen VW-Werkstätte rnit Bliek auf die Schnitzerkurve.

45. Mit diesem Bild beginnt eine Serie über die Bundesbahn, die für die Entwicklung des Ortes von großer Bedeutung war und wohl noeh immer ist. Die Informationen darüber bekam ich freundlicherweise von Franz Moderegger aus Laufen, der eine Chronik über die Entwicklung der Eisenbahn und Postgeschichte im Freilassinger Raum schrieb, Alfons Gundelliefert 1934 der Gemeinde Freilassing etwa 50 Entwürfe für ein Gemeindewappen. Darin enthalten waren einige Vorsehläge das Flügelrad, das Syrnbol der Eisenbahn, in das Wappen aufzunehmen. Das Bild zeigt den ersten Zug über die neue Saalachbrücke am 1. August 1860 (Staatsarchiv).

Eisenbahn-Kolonie Frei! ssing

46. Welchen positiven Einfluß der Bahnbau auf die Bautätigkeit hatte, zeigt diese Aufnahme. Die Eisenbahnkolonie entstand zwischen 1908 und 1920. Die Augustiner Straße präsentiert sich hier als bescheidener Feldweg. Heute würde die große Rupertuskirche den Bliek auf diese Häuser zum Teil versperren. Etwas früher begann man, die Eisenbahnerhäuser an der Rupertusstraße zu bauen. Im übrigen möchte ich mich mit den Jahreszahlen nicht immer genau festlegen. Aber was spielen ein paar Jahre hin oder her für eine Rolle? Es würde unendliche Mühe machen, alles 100 prozentig zu reeherchieren. Dies ist ja auch nicht der Sinn dieses Büchleins. Ich bin sicher, daß nachher viele Kritiken und Tips eingehen werden. Als historisch Interessierter bin ieh für jeden Hinweis dankbar.

47. Die ersten Häuser in der Rupertusstraße wurden 1909 fertiggestellt. Sie stehen etwas abseits der Gleisanlagen, weil es zu dieser Zeit noch weniger Gleise, vor allem Rangiergleise, gab als heute, wo die Häuser bis an den Bahnkörper heranreichen. Ganz rechts sehen Sie Bahnhof und Postgebäude, ganz links die 1906 errichtete Notkirche an der Augustiner Straße. Um nochmals auf das Flügelrad im Wappen zurückzukommen, es wurde letztlich doch nicht aufgenommen, da es zu viele Orte gibt, die ihre Entstehung der Eisenbahn verdanken und deshalb nicht typisch für Freilassing ist. Dies geht aus einem Brief des Bayerischen Hauptstaatsarchives in München an die Gemeinde Freilassing vom 5. Oktober 1934 hervor.

48. Erste Pläne für einen Bahnbau von München nach Salzburg entstanden schon 1818 von einem Josef von Bader, die jedoch von König Max 1. von Bayern abgelehnt wurden. In einer Eisenbahnkarte von 1845 war eine geplante Eisenbahnführung von München nach Linz eingezeichnet, die über Wasserburg, Laufen und Wels mit einer Stichbahn von Laufen nach Salzburg führen sollte. Wie würde wohl Freilassing heute aussehen, wenn dieser Plan verwirklicht worden ware? Erst einem Ritter von Maffei gelang es, durch ein Gesuch vom 10. September 1848 den neuen König Max Il. zu überzeugen, daß die gunstigste Streckenführung die heute vorhandene über Rosenheim, Traunstein, Freilassing ist. Im Jahre 1852 begann man mit dem Bau des ersten Teilstückes.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek