Freilassing in alten Ansichten Band 1

Freilassing in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Willi Huber
Gemeente
:   Freilassing
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1809-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Freilassing in alten Ansichten Band 1'

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49. Der Bahnbau von Ulm bis Salzburg dauerte acht Jahre und wurde in mehreren Teilstücken fertiggestellt. Sie erhielt den Namen 'Maximiliansbahn'. Die feierliche Eröffnung wurde arn 12. August 1860 durch König Max 11. von Bayern und Kaiser Franz-Josef von Österreich durchgeführt (zugleich Fertigstellung der Kaiserin-Elisabeth-Westbahn Wien-Salzburg ). Die Bilder 48 und 49 entstanden zwischen 1910 und 1920 und zeigen einen Bliek über die Gleisanlagen auf die Lindenstraße. Am obigen Bild erkennt man von rechts das Widlroiterhaus und die Bäckerei Kellner (heute Café Vogg), anschließend bis hinunter zum Geiglhaus eine große Wiese. Dahinter das Vogelhaus, in dem eine Wäschemangel untergebracht war (heute Metzgerei Schreyer).

50. Am 1. Juli 1866 wurde die Strecke Freilassing-Bad Reichenhall in Betrieb genommen. Die Streckenftihrung war mit der heutigen nicht identisch. Sie führte in entgegengesetzter Richtung vom Bahnhof über den Heideweg und der heutigen B 20 zum Bahnhof Ainring. Es gab noch keine Unterftihrung, der Weg über die Bahn war ebenerdig und ftihrte von der Reichenhaller Straße direkt zum Gasthof Untersberg und weiter hinter dem Weberbauer zur Ludwig-Zeller-Straße. Ende 1896 wurde die Streckenftihrung nach Bad Reichenhall von der Ostseite des Bahnhofes auf die Westseite verlegt. Die Aufnahme stammt etwa aus dem Jahr 1920.

51. Im Jahre 1901 wurde die bayerische Betriebswerkstätte und die bayerische Bahnmeisterei, die sich bis dahin in Salzburg befanden, nach Freilassing verlegt. Die Betriebswerkstätte wurde in den Jahren 1902 bis 1905 neu erbaut. 1908 waren dort bereits 46 Dampflokomotiven beheimatet. Das Bild zeigt die Betriebswerkstätte (BW) auf der Westseite des Bahnhofes im Jahre 1907, also zwei Jahre nach ihrer Fertigstellung. Sie besaß ein eigenes Elektrizitätswerk, ganz rechts im Bild, an der Georg-Wrede-Straße (zur Zeit befindet sich dort die Fahrleitungsmeisterei). Die Kamine gehören zur Wrede-Parkettfabrik. Im Vordergrund links die erste Weichenwärterbude. Gegenüber heute nimmt sich die Anlage recht bescheiden aus,

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52. Der Bahnhof', wie er um 1910 aussah. Es waren schon vier überdachte Bahnsteige mit Unterführungen und neun Gleise vorhanden. Das Bahnhofsgebäude selbst hatte an der Ost- und Westseite je eine größere Räumlichkeit, westlich die Expedition und östlich den Wartesaal Hl. Klasse und den Friseur Mirna. An der Westseite schloß sich die Güterhalle an. Das große doppelgiebelige Haus in der Bildmitte ist das Bahnhotel Föckerer. Der damalige Besitzer war Karl Örtl, ein Schwiegersohn des Hoteliers Anton Föckerer. Die alten Waggons mit ihren Speichenrädern wurden von Dampflokomotiven gezogen. Die Elektrifizierung der Strecke München-Freilassing wurde im April 1928 abgeschlossen.

53. So sah der Bahnhof um 1935 aus, Er wurde 1860 erbaut und 1945 von Bomben zerstört. In den Jahren dazwischen wurde er mehrmals umgebaut beziehungsweise modernisiert. Bahnhöfe hießen damals nur die in den großen Städten wie München oder Rosenheim, die kleineren nannte man Stationen. Ein Lageplan der Station Freilassing aus dem Jahr 1877 zeigt je einen Wartesaal L und Il. Klasse und einen größeren für die Hl. Klasse sowie eine Waschküche, ein Gepäcklokal, eine Registratur, eine Expedition und einen Stationsmeisterraum im Hauptgebäude. Eine Ladehalle mit Waage und eine Holzlege inje einem Nebengebäude. Der Bahnhofkostete bei seiner Erbauung 14000 f1 (Gulden). Im Gegensatz zur Eisenbahnbrücke über die Saalach, die 160000 ft kostete.

54. Das alte Hangl-Haus oder Baderhaus, wie es vorher hieß (nach dem ersten Wundarzt Sebastian Feuersingerj, war die erste Postagentur in Salzburghofen. Sie bestand von 1905 bis etwa 1915. Das Haus gehörte damals zum Mirtlwirt und der Wirt Alois Geisreiter war erster 'Postagent ', Die Post in ihren Anfängen, als es noch reitende Boten und später Kutschen gab, spielte in Salzburghofen keine große Rolle. Die Pferde wurden in Salzburg gewechselt und waren noch frisch, als sie hier durchfuhren. Die erste Postexpedition in Freilassing wurde 1848 eröffnet und befand sich im alten Zollgebäude am Rathausplatz.

55. Das neue Freilassinger Postamt am Bahnhof wurde 1892 erbaut und ein Jahr darauf voll in Betrieb genommen. Bahn und Post waren nun nahe beisammen, was eine große Erleichterung darstellte. Eine Pferdeeinstellrnöglichkeit befand sich gegenüber im Hotel Föckerer. Ab 1905 wurde mit dem HanglHaus in Salzburghofen ein Fußbotendienst eingeführt, der dreimal täglich und zweimal am Sonntag verkehrte. Das Postamt wurde im Jahr 1932 umgebaut beziehungsweise erweitert und 1945 durch Bomben zerstört. Nach dem Krieg wurde sofort an gleicher Stelle ein provisorisches Postamt errichtet, welche 1953 neu gebaut wurde und heute noch als Postamt Il am Bahnhof in Betrieb ist.

56. Die Belegschaft der Freilassinger Post aus dem Jahre 1904 stellt sich hier dem Fotografen. Man legte Wert auf Uniformen und Titel. (Auf einem Grabstein in Salzburghofen ist zum Beispiel der Titel einer 'Oberlokheizersgattin' zu lesen.) Nachdem die Post 1915 im Hangl-Haus aufgelöst wurde, kam sie langsam näher an Freilassing heran. Von 1915 bis 1934 befand sie sich im Mühltalerhaus (heute Laufener Straße 25) und anschließend bezog sie das Nebengebäude des Gasthauses Schrnidhäusl, Vielen noch gut in Erinnerung ist Fräulein Mathilde Fischer, die von 1915 bis 1935 bei der Post ihren Dienst tat. 1945 war die Post kurzfristig auch im Gasthans Franziskaner untergebracht. Am 1. Dezember 1955 wurde das neue Postamt am Rathausplatz eingeweiht,

57. Mit dem Bahnbau siedelte sich auch Industrie an. Als erste wurde 1872 die Andre Hofer Feigenkaffeefabrik gegründet. (Irn Volksmund auch Kletzenmühle genannt.) Der Besitzer hieß Ludwig Zeiler und kam aus Salzburg. Die Fabrik war bis 1964 in Betrieb. Georg Wrede gründete 1896 eine Parkettfabrik am Bahnhof (heute Öchsner und Kömag) mit zeitweise 200 Beschäftigten. Bereits 1914 mußte Wrede wegen der schlechten Auftragslage rnehrere Häuser verkaufen. So zum Beispiel auch die Waldvilla, was aber letztlich den Konkurs nicht aufhalten konnte. Der große Kamin des Werkes wurde erst 1979 abgerissen. Als nächste in der Reihe der Fabrikgründungen folgten 1899 Sägewerk Kirsch, 1913 Holzmattenwerk Werner von der Heyd und 1927 Alpine Holzindustrie.

58. Frei-, Luft- und Sonnenbad Brodhausen. So steht es in einem Prospekt des Fremdenverkehrs- und Verschönerungsvereins von 1938. In Rauschbichlers Schulchronik ist unter anderem zu lesen: Juni 29. 1929. Unser neues, großzügig angelegtes Gemeindebad wird erstmals auch durch die Volksschulen benützt. Die ausgedehnten Turn- und Spielplätze lassen freieste Bewegung in Sport und Spiel zu, während das Schwimmbad Gelegenheit zu praktischen Schwimmiibungen gibt. Eine merkbare Verringerung der Zahl der Nichtschwimmer ist ein begriissenswertes Ergebnis. Es war nach dem Xandl-Bad an der Wassermaut das zweite Freibad der Gemeinde. Man stellte natürlich noch keine so großen Ansprüche an das Badewasser wie heute. Umwälzleistung und Chlorgehalt waren noch Fremdwörter.

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