Freilassing in alten Ansichten Band 1

Freilassing in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Willi Huber
Gemeente
:   Freilassing
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1809-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Freilassing in alten Ansichten Band 1'

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59. Im alten Brodhauser Bad gab es auch einen Kiosk. Es war eine kleine Holzbude, in der es Getränke, Kaffee und Kuchen gab. Das kleine Wirtshaus lag an der Sur (Bild 58 Mitte) und diente nach dem Neubau des Kiosk und der Toiletten 1950 im Hauptgebäude der Wasserwacht als Heimstätte. Vor allem aber war es dort immer recht lustig und bei Dünnbier wurde manche zünftige Kartenpartie geklopft. Auf Holztischen und Holzstühlen versteht sich, denn das Plastikzeitalter war noch nicht angebrochen. Es gab offizielle Öffnungszeiten, an die sich aber keiner hielt. Der Bademeister war zugleich Hausmeister, Putzfrau, Schwimmlehrer und Handwerker. Wenn heute an schonen Tagen Tausende das Bad bevölkern, so kannte der 'Badei' von damals beinahe alle beim Namen.

60. Im Schnittpunkt der alten Römerstraße von Salzburg nach Augsburg und der nicht minder historischen Salzstraße von Bad Reichenhall nach Altenmarkt steht das zweitälteste Gasthaus von Freilassing, Das Gasthans Brodhausen, wie es damals hieß, gehörte einem Herrn Windl (er erbaute den Gasthof Weißbräu in der Bräuhausstraße). Dieser verkaufte es um 1900 an Herm Huber von Hub zwischen der Wasserburger Straße, Lohen und der Bahnstrecke nach Laufen. Heute ist das Gasthans im Besitz der Familie Moosleitner. Die Aufnahrne starnmt aus der Zeit des Huber von Hub um 1900-1910.

61. Der Ödhof um 1900 - ein's der stattlichsten Bauwerke - fiel Ende des Zweiten Weltkrieges einem Bombenangriff zum Opfer. Seine Geschichte läßt sich bis 1405 zurückverfolgen. Er diente dem Salzburger Domprobst Graf von Lodron als Jagdschloß. Er besaß eine prachtvolle Auffahrtsallee und eine große Freitreppe. Im Innern befand sich außer Fürstenzimmern und Speisesaal seit etwa 1750 auch eine Kapelle. In dieser Johanniskapelle wurden Messen nur mit ausdrücklicher Erlaubnis für die Familie und Hausgenossen gehalten. Später hielt der jeweilige Pfarrer von Salzburghofen jedes Jahr an Sonnwend eine Messe für die Peracher und Brodhausener. Anschließend war Kirchweihmarkt. Seit 1885 ist der Ödhof im Besitz der Familie Zeif.

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62. Im Jahr 1908 wurde unter Pfarrer Engelmann die 1000-Jahrfeier der Pfarrei Salzburghofen veranstaltet. Aus diesem Anlaß wurde diese Postkarte zum Verkauf gebracht. Das neu erbaute Zentralschulhaus hinter der noch zu bauenden neuen Pfarrkirche Freilassing. Wie wir heute wissen, ist dieser Standort und auch der Baustilnicht zum Tragen gekommen. Salzburghofen war ehemaliger herzoglichbayerischer Hof, 788 bis 908 königlich deutscher Reichshof, wurde am 17. Dezernber 908 von Kaiser Ludwig dem IV. dern Erzbischof von Salzburg zum Eigenturn übergeben und ist seit 1809 wieder beim Stammlande Bayern. Salzburghofen gehörte also fast 1000 Jahre zum Erzbistum Salzburg und dieses wiederurn zum deutschen Kaiserreich.

Zum Besten der Notkircbe in Freilassing

63. Ab 1903 begarmen einige Männer unter der Leitung von Pfarrer Hermannsdorfer Gelder für einen Kirchenbau zu sammeln. Es wurde beschlossen, die alte Holzkirche von Übersee zu erwerben und nach Freilassing als Notkirche zu bringen. Am 25. November 1905 wurde die Notkirche eingeweiht. Sie diente den Freilassingern mehr als 20 Jahre, ehe sie nach der Einweihung der Rupertuskirche 1926 nach Eisenärzt ging. Die Notkirche stand an der Augustiner Straße/Ecke Fürstenweg. Das Bild zeigt den Bliek von der Rupertusstraße entlang der Augustiner Straße, die damals noch ein Feldweg war. Pfarrer Hermannsdorfer erlebte die Einweihung der Notkirche nicht mehr, sie wurde von Domkapitular Kirchberger unter Pfarrer Engelmann vorgenommen.

64. Wegen der Unzulänglichkeit der Pfarrkirche und wegen der neuen Ansiedlungen wurden also seit 1903 Beitrage unter dem Namen Kirchenbauverein gesammelt. Die offizielle Vereinsgründung des Kirchenbauvereins erfolgte aber erst am 29. Juni 1911 im Hotel Krone. In der Kasse befanden sich bereits 20000 Mark. Zum 1. Vorsitzenden wurde Herr Pfarrer Engelmann gewählt. Im Vorstand befanden sich weitere zehn Mitglieder, meist Freilassinger und Salzburghofener Geschäftsleute. Von Krisen geschüttelt wurde der Verein durch den Ersten Weltkrieg und die nachfolgende Inflation. Am 10. März 1924 konnte jedoch der erste Spatenstich getan werden. Am 12. März wurde an der Stelle des Hochaltars ein Kreuz geweiht. Die Grundsteinlegungsfeier wurde am 11. Mai durchgeführt,

65. Nach zweijähriger Bauzeit war also die Rupertuskirche ohne ihren großen Turm und ohne die Innenbemalung fertig. Der Standort der Kirche an der Münchner Straße (es standen noch zwei andere Plätze zur Debatte, siehe Bild 62) wurde deswegen gewählt, weil man sich damals schon einig war, daß hier der Mittelpunkt der Stadt entstehen soll. Die Kirche mit ihren glatten Spitztürrnen sollte eine gewisse Ähnlichkeit mit der Stiftskirche in Laufen haben und sollte natürlich gut in das Ortsbild passen, was trotz mancher Kritiker gut gelungen ist. Die Einweihungsfeier nahm Weihbischof Kardinal Faulhaber unter Assistenz von Weihbischof Buchberger, der schon die Grundsteinlegungsfeier vornahm, am 24. Mai 1926 vor. Der 75 Meter hohe Turm wurde erst 1935 erbaut.

66. Dieses Bild ist zwar noch nicht als alte Ansicht zu bezeichnen. Ein Ereignis aber wie die Stadterhebung am 4. September 1954 rechtfertigt die Aufnahme in diesem Bildband. Der damalige Bürgermeister Matthias Kreuzeder - hier am Rednerpult mit Amtskette - hatte hohe Gäste wie den stellvertretenden Ministerpräsidenten und Innenminister DL Wilhelm Högner, der die Stadterhebungsurkunde übergab. Die Patenstadt Salzburg stiftete eine Brunnenfigur, die heute den Georg-WredeBrunnen ziert. Die Festlichkeiten dauerten eine Woche und ganz Freilassing und Umgebung war auf den Beinen. Im Hintergrund sieht man noch das alte Straßenmeisterhaus und das Kriegerdenkmal. Zwei von fünf Baulichkeiten, die heute nicht mehr auf dem Rathausplatz stehen einschließlich des Rathauses selbst.

67. Die Einweihung des Georg-Wrede-Brunnens vor dem Zentralschu!haus 1930. Eine Reihe von Honoratioren stellte sich hier dem Fotografen. In der Mitte des Bildes neben dem Schulfräulein Wanninger reicht Altbürgermeister Lorenz Kreuzeder dem arntierenden Bürgerrneister Rittmann die Hand. Ganz rechts das Gründungsmitglied des TSV 1896 und Gutsverwalter bei Baron Kastner irn Herrenhaus Karl Blender. Neben ihm Kaufmann Gabriel Willi und Schmiederneister Andreas Schauppner. Dahinter rechts sein Sohn und rechts neben ihrn Steinmetzmeister Kar! Miedaner. Links neben Andreas Schauppner Dr. Max Tretter. Dritter von links der Gemeindeschreiber Kneitinger. Das junge Fräulein vorne mit Schirm wäre rnittlerweile über 70 Jahre alt.

68. Aus dem Jahr 1919 stammt diese Aufnahme vor dem Zentralschulhaus. Vielleicht die Antrittsrede des neuen Biirgermeisters Karl Rittmann. Wahrscheinlich aber zehnjähriges Bestehen der 1909 erbauten Schule. Karl Rittmann war insgesamt 16 Jahre im Amt. Eine noch längere Amtszeit hatte Lorenz Kreuzeder mit 18 Jahren, in dessen Amtszeit der Bau des Zentralschulhauses fiel. 1911 wurden 460 Schüler von drei Lehrern, drei Hilfslehrern und einem Verweser betreut. Distriktsschulinspektor und Lokalschulinspektor waren Dekan Heinrich Engelmann und Bürgermeister Kreuzeder. Große Verdienste um den Schulhausbau erwarb sich auch der Fabrikant Georg Wrede.

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