Freilassing in alten Ansichten Band 1

Freilassing in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Willi Huber
Gemeente
:   Freilassing
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1809-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Freilassing in alten Ansichten Band 1'

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69. Einweihung des TSV-Jahnturnhalle am 1. Juni 1930. Steht auf der Rückseite der Originalpostkarte und die TSV-Sportler sind sich darin einig. Die Feuerwehrleute hingegen behaupten, dies sei die Einweihung des Feuerwehrhauses 1927. Den Uniformen und der Anordnung nach zu schließen dürften eher die Sportler recht behalten. Wie dem auch sei, jedenfalls ist es interessant zu sehen, wie die Lindenstraße damals ausgesehen hat. Ein kleiner Feldweg und ein paar Häuser entlang. Das Geigl-Haus, in der Mitte des Bildes, steht längst nicht mehr. Die alte Jahnturnhalle wurde schon um 1910 gebaut. 1930 wurde der Eingang mit dem Geschäftszirnmer, einer komfortablen Hausmeisterwohnung, einer Bierschänke für Veranstaltungen und mit Kellerräumen angebaut.

70. Viele Freilassinger können sich noch gut an das LZ (Luftschiff Zeppelin) erinnern, das am 28. September 1928 über Freilassing und weiter nach München flog. Bei manchen Aufnahmen ist sogar noch die Uhrzeit angegeben, es war genau 10.08 Uhr. Die Zeppeline (nach dem Erbauer Graf Zeppelin benannt) wurden in Friedrichshafen am Bodensee gebaut. Auch heute noch geht eine Faszination von solchen fliegenden Ungetümen aus, Wenn sie auch nur noch zu Reklamezwecken fliegen. Das Bild ist aber auch deswegen interessant, weil es einen Bliek in den damaligen Zustand der Lindenstraße gibt, die nur auf einer Seite bebaut war.

71. Schon lange vor der Regulierung der Saalach, Mitte des 19. Jahrhunderts, befand sich an dieser Stelle eine Brücke. Sie bestand aus Holz und war die letzten Jahrzehnte dauernd reparaturbedürftig. Man beschloß also, eine neue stählerne Stabbogenbrücke zu bauen. Wegen des schlechten Untergrunds konnte man keinen Mittelpfeiler setzen und so mußte man eine Länge von 86 Meter überspannen. Zuständig für diesen Brückenbau war das Landesbauamt Salzburg unter der Leitung des Oberbaurats Ing. R. Utschig. Die ausftihrenden Baufirmen waren Lutz und Walner, Prokop und Polensky & Zöllner. Die Bauzeit betrug knapp ein Jahr. Es wurden 95000 Bohrlöcher mit ebensovielen Nieten versehen und die Tragkraft der Brücke betrug mehr als 150 Tonnen.

72. Am 15. November 1931 erfolgte die Einweihung der Sankt Rupertusbrücke. Sie wurde vorn Fürsterzbischof DL Ignaz Rieder von Salzburg vorgenommen. Kinder von Freilassing und Lieferung losten das Sperrband zum Zeichen der Eröffnung, Die Festrede hielt der Erbauer Ing. Utschig (Bild). Daß die Brücke nicht einmal 14 Jahre stehen würde, ehe sie von deutschen Soldaten 1945 gesprengt wurde, hätte sich der Festredner nicht traurnen lassen, der da sagte: Moge sie hinüberdauem über Jahrzehnte, um [ernsten Geschlechtem Zeugnis zu geben von der Tatkraft und Schaffensfreude ihrer Vorfahren! Nach dem Krieg wurde an derselben Stelle wieder eine hölzerne Notbrücke erbaut, ehe diese von der neuen Stahlbetonbrücke an der Salzburger Straße im Jahr 1960 abgelöst wurde.

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73. Die Krieger- und Veteranenvereine von Freilassing und Salzburghofen, bis dahin zwei getrennte Vereine mit gleichen Zielen, vereinigten sich und errichteten 1922 auf dem Rathausplatz ein Kriegerdenkmal. Es stand dort 35 Jahre und würde auch heute wieder ganz gut dorthin passen. Aus diesem Anlaß entstand aus der Feder des Vorsitzenden Toni Staller ein Krieger- und Ehrenbuch der Gemeinde Salzburghofen. Das Buch zeigt Bilder der 109 gefallenen und aller am Ersten Weltkrieg 1914-1918 beteiligten Soldaten von Freilassing und Salzburghofen, Die Zweiervereinigung Freilassing entstand 1926 und löste sich nach kurzer Zeit wieder auf. Das Bild zeigt die Fahnenweihe des neuen Vereins mit dem Baron von Berchem an der Spitze des Festzuges.

74. Vor der Abfahrt nach Wien stellt sich hier der Sängerbund zu einem Erinnerungsfoto vor dem Kriegerdenkmal am Rathausplatz dem Fotografen. Es waren neben dem 'Liederkranz' auch der Kirchenchor und die Stadtkapelle mit insgesamt 100 Beteiligten drei Tage in Wien zu einem Gegenbesuch. Der Anlaß war die Fahnenweihe des Liederkranzes FreilassingSalzburghofen im August 1924, wobei der Männerchor 'Einigkeit' aus Wien die Patenschaft übernahm. Das Sängerfest war bis dahin die größte Veranstaltung, die Freilassing je sah. Ein schier endlos scheinender F estzug mit 25 Fahnen und 60 Chören marschierte durch Freilassing.

75. Der katholische Jugendverein Salzburghofen-Frellassing im Jahre 1914. Wir senden unseren fordernden Mitgliedern herzlichen Neujahrswunsch mit der Bitte, unseren Verein auch [erner unterstützen zu wollen. Dieser Text steht auf der Rückseite der Postkarte. Mit der Unterstützung ist natürlich eine finanzielle gemeint und ging wohl an die Adresse so mancher Geschäftsleute in der Umgebung, denn die schicken Uniformen dürften nicht billig gewesen sein. In der vorderen Reihe sehen Sie den damaligen Pfarrer von Salzburghofen Heinrich Engelmann. Die Schnüre und Schulterklappen einiger junger Männer waren wohl eine Rangordnung.

76. Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Salzburghofen 1908. Das Bild entstand im Garten des Gasthauses Rieschen. In der Mitte Bürgermeister Lorenz Kreuzeder, neben ihm rechts Kommandant Holzner. Nach links Heinrich Leist, Gabriel Willi und Mossleitner (Wirt von Brodhausen). Ganz rechts im Bild Baron Berchem. 1927 bekam die Wehr ein neues Feuerwehrhaus an der Lindenstraße und die schon erwähnte Motorspritze. Wenig spater wurde der erste Mannschaftswagen angeschafft. Das alte 'Feuer-Lösch-Requisiten-Haus' befand sich am Petersweg. Eine Statistik aus dem Gründerjahr 1869 zeigt den Stand der hiesigen Wehr: Steiger: 8, Demolierer: 8, Retter: keine, SpritzenmannschaftWasserreicher: 12, Schutzmannschaft: keine, Chargen: keine, Gesamtzahl: 28.

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