Freilassing in alten Ansichten Band 2

Freilassing in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Willi Huber
Gemeente
:   Freilassing
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4980-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Freilassing in alten Ansichten Band 2'

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9. Die 'Capella S. Petri in villa', oder St. Peters-Kapelle im Dorf, wird erstmals 1477 erwähnt. Auch auf der abgebildeten Postkarte um 1930 steht Peters-Kapelle und nicht Kirche. Eine erste, wahrscheinlich hölzerne Kirche stammt sicher noch aus der Zeit vor der Jahrtausendwende, aus der Zeit der Karolinger. Wie schon erwähnt, bestand das Dorf Salzburghafen hauptsächlich um die Peterskirche, der sogenannten 'Leutkirchc' in welche die gewöhnlichen Leute gingen. Der Anbau der Sakristei auf der Südseite geschah um 1650. Bei den Restaurierungsarbeiten 1965 wurden im Gewölbe des Altarraumes Fresken aus dem 15. Jahrhundert freigelegt. 1970 wurde im Altar eine Reliquienkapsel mit dem Siegel des Bischefs von Chiemsee Dr. Georg Altdorfer (1477-1481) gefunden.

10. Das Entstehungsjahr dieser Luftaufnahme aus NO-Richtung läßt sich durch die Form der Rupertuskirche leicht bestimmen. Sie entstand um 1930, da der große Turm erst 1935 erbaut wurde. Links und rechts der Laufener Straße, die sich durch den Vordergrund des Bildes schlängelt, sind noch große Grünflächen zu sehen, die heute längst verbaut sind. Links vorne befindet sich bereits der TSVSportplatz, den man damals noch 'Turnplatz' nannte und auf dem sich heute das Badylon befindet. Die Bewaldung längs der Schulstraße reichte noch bis zur Kreuzederstraße. Von diesern Soergelpark sind heute nur noch Reste übrig. Die Martin-Luther-Straße ist nur als kleiner Feldweg zu erkennen. Auf der Ostseite der Hauptstraße stehen gerade sechs Häuser. Die Einwohnerzahl betrug etwas über 4 000.

Salzburghofen mit freilassing

11. Heute würde man sagen, an der Grenze von Freilassing und Salzburghofen ist diese Aufnahme anzusiedeln. In Wirklichkeit reichte die Grenze früher bis zur Florianigasse und schnitt das Müller-Haus auf der östlichen Seite der Hauptstraße in zwei Teile. Dadurch war natürlich auch Salzburghafen wesentlich größer als Freilassing. Erst 1923 wurde die Gemeinde Salzburghofen in Gemeinde Freilassing umbenannt. Die Laufener Straße im Bild sieht heute nicht viel anders aus als zur Zeit der Aufnahme um 1925. Die gezeichneten Karten sind zwar in ihren Perspektiven nicht immer richtig, enthalten aber alle Gebäude, welche damals standen. Rechts unten neben der Peterskirche sieht man noch das alte 'FeuerLösch-Requisitenhaus' der Salzburghöfler Feuerwehr.

12. Ziemlich lange hat es gedauert bis sich jemand noch an die Villa Gieseler erinnerte. Wäre da nicht der gläserne Anbau gewesen, der noch bis etwa 1920 stand, so hätte es kaum noch einer gewußt daß die Nordseite des Gasthauses Franziskaner dargestellt ist. Die beiden schmalen Gebäude sind heute noch, bis auf die Giebel, so vorhanden. Rechts befindet sich heute die Malerei Mates, links hatte bis vor wenigen Jahren der Schuster Hillipointner seine Werkstatt. In dem Glasbau hatte der erste Fotograf Freilassings A. Gieseler sein Atelier. Das Fotoatelier Carlo, welches zur selben Zeit in Salzburghofen existierte, dürfte mit dem Fotoatelier Gieseler identisch sein. Danach befand sich, bis in die vierziger Jahre, der Fotograf Dietrich in diesen Räumen. Das Gasthaus Franziskaner wurde seither mehrmals umgebaut.

Freilassing - Salzburghofen

"Zum Franziskaner«

13. Gasthaus Franziskaner ám 1925. Bis in die Nachkriegsjahre stand daneben ein Holzgerüst, welches zum Eisrnachen diente. Die Holzbalken wurden bei Minustemperaturen mit Wasser bespritzt, sodaß sich große Eiszapfen bildeten, welche dann zum Kühlen des Bieres verwendet wurden. Viele Wirtschaften hatten auch ihren eigenen Eisweiher, welcher dann in einer Großaktion enteist wurde. Wenn das Eis dick genug war, manchmal bis zu einern halben Meter, wurden mit einer Wiegensäge Würfeloder Stangen herausgeschnitten. Diese brachte man dann in den Bierkeller, wo das Bier in Eichenfässern einer gleichmäßigen Temperatur ausgesetzt war. Auch in die Schankanlagen der Gaststuben wurde zerkleinertes Eis eingefüllt, welches mehrmals täglich ergänzt werden mußte.

14. Eines der schönsten Bauwerke in unserer Stadt ist das 1909 unter Bürgermeister Lorenz Kreuzeder errichtete Zentralschulhaus. Das Schulhaus wurde nach Plänen des Münchener Architekten Joharm Schott erbaut, welcher auch Pläne für eine neue Kirche in Freilassing und Umbaupläne für die Marienkirche zeichnete. Die erste Schule befand sich im Mesnerhaus in Salzburghofen mit zwei Schulzimmern für drei Klassen. 1868, nach rund 170 Jahren, wurde das erste Schulhaus an der Laufener Straße errichtet, in dem sich heute ein Kindergarten befindet. Im heutigen Georg-Wrede-Park vor der Schule sind noch Wiesen und Weidezäune zu sehen. Viele erinnern sich noch an die Lehrer Raschbichler, Rabenhofer, Finsterer, Gundl und Nick!.

15. Diese mehrteilige Postkarte stammt aus der Jahrhundertwende. Bis 1907 diente die Rückseite einer Postkarte ausschließlich der Adresse des Empfängers. Der Grußtext durfte nur auf die Bildseite , in dafür vorgesehene Stellen geschrieben werden. Ein interessantes Gebäude links ist die Villa Mooslechner. Sie war in den letzten Jahren vor ihrem Abbruch, ca. 1963, unter dem Namen Metzger-Villa bekannt und stand im Georg Wrede-Park, wo sich heute der Abgang zur Unterführung zum Badylon befindet. In der Bildmitte die Heiligbrunner-Villa beim heutigen Krankenhaus. Rechts oben ein beliebtes Motiv jener Zeit, die Feigenkaffee-Fabrik die im Volksmund auch 'Kletzenmühle' genannt wurde. Die Villa Moser, rechts unten, ist die spätere Von der Heyd- Villa, heute Diakonie-Hans.

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16. Die 1913 entstandene Aufnahme zeigt die Villa Möser, benannt nach dem damaligen Besitzer Oberst Möser. Der erste noch bekannte Besitzer der Villa war Oberst Taffenreuther, der die Villa an Oberst Möser verkaufte. Um 1910 erwarb der Drogist Felix von der Ruhr das Gebäude, und verkaufte es 1930 an die Gemeinde Freilassing für 55 000 DM. Es diente 50 Jahre der Stadt als Rathaus ehe es von der Sparkasse erworben und im Februar 1979 abgerissen wurde. Zu dieser Zeit dürfte die Villa mehr als 100 Jahre alt gewesen sein. Nach dem Krieg wurde auf der Westseite ein Erweiterungsbau angefügt, welcher zunächst der Sparkasse als Unterkunft diente, ehe die Stadtkasse dort einzog. Vor der Fertigstellung des neuen Gebäudes befand sich die Sparkasse im heutigen Kimmelblock.

Freilassing 0"13.

Partie beim Schmiedhäusl.

17. Das Kaufhaus des Gabriel WilIi, rechts, diente bereits vor seinem Abriß 1982 der Volksbank als Unterkunft. Im Hintergrund an der Münchener Straße sieht man in der Mitte das Gebäude der Schreinerei Kredwig, rechts davon das Stadler-Haus. Links sieht man den großen Kastanienbaum, der vor dem alten Zollgebäude stand. Die beiden Kinder stehen vor dem Straßenmeister-Haus, wo nach dessen Abbruch 1958 die neue Sparkasse entstand. Heute befindet sich darin das Sportgeschäft Kimme!. Mit dem Schmidhäusl auf der Südostseite ist der damalige Rathausplatz komplett. Der Museumsverein möchte den Platz im Modell nachstellen lassen. Der Modellbauer Kar! Gum hat bereits das Modell des alten Rathauses und ein Modell der alten Saalachbrücke für den Museumsverein erstellt.

18. Dieses Bild kann man wohl als das Schönste und Idyllischste des alten Rathausplatzes bezeichnen, Das Kriegerdenkmal, das von 1922 bis 1958 den Platz zierte, steht heute im Friedhof Salzburghofen. Ein Kreisverkehr um dieses Denkmal würde wohl kaum mehr Verkehrschaos verursachen als die heutige Regelung. Die Häuser in der Hauptstraße und auch hier in der Münchener Straße besitzen noch ihre Vorgärten zur Straße hin. 1984 wurde der Rathausplatz als noble Geste an unsere Patenstadt in Salzburger Platz umgetauft. Er hieß auch schon einmal Adolf Hitier Platz. Es existiert ein Stadtplan aus dem Jahr 1938, in dem sind viele solcher Namen aus dem 3. Reich verzeichnet. Neben dem schon erwähnten Modeli des alten Rathausplatzes sollen weitere Modelle für das Heimatmuseum gefertigt werden, zum Beispiel der alte Bahnhof.

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