Freilassing in alten Ansichten Band 2

Freilassing in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Willi Huber
Gemeente
:   Freilassing
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4980-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Freilassing in alten Ansichten Band 2'

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49. Diese Luftaufnahme aus südlicher Richtung zeigt eine gute Übersicht über das Freilassing zu Anfang der dreißiger Jahre, als der Ort bereits knapp 4000 Einwohner zählte. Im Vordergrund die Reichenhaller Straße und das Bahnhofsgelände mit dem Hotel Föckerer, dem Hauptpostamt und dem Bahnhofsgebäude. Der Bliek reicht hinunter über Salzburghofen bis nach Eham. Das Gebiet des heutigen Neuhofham war zum größten Teil bewaldet. Die Luftbildfotografie ist beinahe so alt wie die Fliegerei selbst. Bereits aus den Jahren 1915 und 1920 stammen die ersten Luftaufnahmen von Freilassing und Salzburghofen. Die meisten Bilder stammen jedoch aus den siebziger und achtziger Jahren, als das Fliegen für jedermann erschwinglich wurde und auch Amateurfotografen als Flugpassagiere gute Bilder lieferten.

50. Wohl als Entwurf für eine evangelische Kirche gedacht war diese Ansicht aus dem Jahr 1906, als das Bethaus im Vordergrund für 260 ansäßige evangelische Christen eröffnet wurde. An der Stelle der eingezeichneten Kirche wurde am 22. September 1957, unter Pfarrer Falkenstein, die heutige Kreuzkirche eingeweiht. Die Weihe nahm Oberkirchenrat Schabert aus München vor. Im Jahr 1870 gab es in Freilassing ganze 20, im Jahr 1900 etwa 60 evangelische Christen. Heut gibt es in Freilassing etwa 2 200. Der erste evangelische Gottesdienst wurde am Pfingstsonntag 1901 im Saal des Hotel Krone abgehalten. 1907 wurde hier eine evangelische Filialgemeinde gegrüudet, die von Reichenhall aus betreut wurde. Am 17. Dezember 1951 wurde Freilassing evangelisch-lutherische Pfarrei. Der erste Seelsorger war Georg Distler van 1918bis 1926.

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WUR'P"'I""ILE & SQ!t_N, SAl..Z8~G.

51. Diese Ansicht mit dem einkopierten Auer-Leist-Haus zeigt den Freilassinger Bahnhof um die Jahrhundertwende. Rechts das 1860 mit der Bahnstrecke München-Salzburg, erbaute Bahnhofsgebäude. Daneben das 1892 erbaute Hauptpostamt und das 1979 abgebrochene Eisenbahner-Wohnhaus, in dem auch lange Zeit die Signalmeisterei untergebracht war. Durch den Bahnbau stieg die Einwohnerzahl von Freilassing von 927 im Jahr 1860 auf 2360 im Jahr 1900. Einen weiteren Anstieg der Einwohnerzahl verzeichnete der Ort nach dem Krieg, als durch die Vertriebenen aus den Ostgebieten die Bevölkerungszahl von 4 829 im Jahr 1939 auf 7 214 im Jahr 1950 anstieg. Im Dezember 1963 wurde die Zahl 10 000 überschritten. In den letzten zehn Jahren stieg die Einwohnerzahl nur mehr leicht und liegt heute bei 14 (JOD.

FREILASSING

Blick auf don Gaisbcri

52. Um nochmals bei der Einwohnerstatistik zu bleiben, der größte Zuwachs war um die Jahrhundertwende zu verzeichnen. Wohl auch durch die Ansiedlung von Industriebetrieben wie der Parkettfabrik Georg Wrede, dem Holzmattenwerk von der Heydt und der Andreas Hofer Feigenkaffee-Fabrik, stieg die Einwohnerzahl von 1895 bis 1905, von 1 183 auf 2484, also um 110%. Der nächstgrößere Sprung war von 1950 bis 1961 zu verzeichnen. Die Einwohnerzahl stieg um knapp 30% auf 9 382. Die Ansiedlung der Industriebetriebe war natürlich auch auf die Bahn zurückzuführen. Das obige Foto entstand aus dem Hotel Föckerer gegenüber dem Bahnhof und zeigt einen Bliek zur Reichenhaller Straße. In der Bildmitte das Café Rehm. Links ist noch ein Teil der Bahnanlage mit dem Eisenbahner-Wohnhaus und den dazugehörigen Gärten zu sehen.

Freilasslng

Bahnhofstrasse

53. Die Besiedlung des Gebietes um den Bahnhof, der Reichenhaller Straße, von Freimann und Neuhofharn erfolgte natürlich erst auf Grund des Bahnbaues ab 1860. Die Bahnstrecke nach Bad Reichenhall ging bis zum Jahr 1896 in östliche Richtung und bog unterhalb des Bahnhofberges nach Süden ab. Dort wo heute die Bundesstraße 20 parallel zum Heideweg verläuft, waren bis in die sechziger Jahre auf einern Damm noch immer die Vertiefungen der ehernaligen Bahnschwellen zu sehen. An der heutigen Ausfahrt Süd der Bundesstraße 20, stand auch noch das Bahnwärterhäuschen Moderegger, Die Reichenhaller Straße führte ebenerdig über die Bahngleise hinter dem Weberbauern vorbei und rnündete in die Ludwig-Zeller-Straße, welche mit der von Österreich kommenden Zollhäuslstraße zusammenführte. 1905 wurde die Unterführung gebaut.

Bahnhofpartie.

54. Oben rechts das Café Rehm vom Bahnhofsberg aus, links die Freimannstraße. Unten von rechts das Eisenbahner-Wohnhaus, das Postamt und, etwas verdeckt von Bäumen, das Bahnhofsgebäude. Das Hotel Föckerer, links im Bild, wurde 1865 als 'erste Restauration im königlichen Staatsbahnhofe Freilassing' erbaut. Besitzer Anton Föckerer stammte aus Laufen und war der Sohn des Postexpeditors Anton Föckerer. Seine Tochter Anna gab dem Brunnen auf dem Bahnhofplatz seinen Namen. Sie heiratete Kar! Örtl, dessen Name mit dem mehrmals urn- und angebauten Gasthof noch lange verbunden war. Im Glassaai des Hotel Föckerer fand am 30. November 1908 die Eröffnungsfeier für die 'Bayerische Tauernbahn' Freilassing-Mühldorf, mit vielen prominenten Persönlichkeiten statt. Obige Ansicht stammtetwaaus dern Jahr 1915.

Treuingers Oasthau

~russ aus fi1reilassing

55. Diese , aus der Zeit der Jahrhundertwende stammende, 'Correspondenz-Karte' zeigt oben das Gasthaus Treitinger, das den Freilassingern besser unter dem Namen Alpenrose bekannt ist. Das Haus steht zwar heute noch, befindet sich jedoch in einem erbärmlichen Zustand und wird wohl nicht mehr saniert werden können. Das Gasthaus hatte auch einen Saal, in dem bis in die sechziger Jahre Tanzveranstaltungen durchgeführt wurden. Gasthäuser spielten früher eine viel größere Rolle als hcute , boten sie doch eine der wenigen Möglichkeiten für die Männer sich zu vergnügen. Wenn es auch heute viele kleine Kneipen mit recht fantasievollen Namen gibt, so gab es doch früher, auf Grund der geringeren Einwohnerzahl, wesentlich mehr Gasthäuser als heute.

56. Oben ein Bliek von der Alpenstraße zur Wasserburger Straße mit dem Gasthof Alpenrose und dem Sägewerk Kirsch. Die Bahnstrecke Freilassing-Mühldorf, die heute zwischen diesen Gebäuden hindurch führt, existierte zur Zeit der Aufnahme noch nicht. Sie wurde 1908 erbaut. Die erste Station nach Freilassing war Lohen. Sie befand sich etwas weiter südlich vom heutigen Baggerweiher der ESVFischer. Die nächste Station war Surheim, welche auch einmal ein Bahnhofsgebaude hatte. Der Ödhof, unten im Bild, ein stattlicher Gutshof, diente einst dem Salzburger Erzbischof Graf Paris Lodron als Jagdschloß. Professor Dopsch aus Salzburg konnte nachweisen, daß das Gebäude nicht erst seit 1405, sondern bereits seit 1190 bestand. Die Krämerei Fankhauser befand sich auf der linken Seite der Wasserburger Straße in Brodhausen.

FREILASSING

SaalbrOcke (Bayerilch.&terr. Grenze)

57. Die alte Holzbrücke an der Zollhäuslstraße stand dort schon viele hundert Jahre. Ihre Vorgänger waren zwar nicht so breit, aber wesentlich länger. Bevor die Saaiach zu Anfang des 19. Jahrhunderts reguliert wurde, ging sie viele verschlungene Wege. Hinzu kam noch die sumpfige Aulandschaft mit vielen Altwasserarmen, die eine Brücke noch länger werden ließen. Im Jahr 1816 kam Salzburg endgültig zu Österreich. Der links der SaaIach und Salzach gelegene Teil des Rupertiwinkels, der seit 1254 zum Erzbistum Salzburg gehörte, kam wieder zu Bayern. Diese Grenzsituation war nur unterbrochen von 1938 bis 1945, dem Jahr der Kapitulation Hitler-Deutschlands. Bis zum Anschluß an Deutschland, 1938, herrschte in Österreich noch Linksverkehr.

Freilassing

SaaIach & Elsenbahnbriicl(e

58. Das kleine Häuschen, rechts neben der Brücke, war die Zollabfertigung. Hier im Bild noch die alte Holzbrücke und dahinter die 1860 erbaute Eisenbahnbrücke. Unser heutiger Rupertiwinkel gehörte also zum Land Salzburg welches als eigenständiger Kirchenstaat zum Deutschen Kaiserreich gehörte. Salzburg, und damit auch unser Gebiet gehörte bis 1805 nie zu Österreich. Nach der Säkularisierung des Salzburger Erzbistums, am 11. Februar 1803, wurde es zum Kurfürstentum erklärt. Erzherzog Ferdinand lIL, der ehemalige Großherzog von Toskana, wurde als Kurfürst zum Landesherrn von Salzburg ernannt. Das zu Salzburg gehörende Mühldorf und Gars, fallen an Bayern. Das Bistum Chiernsee, das ebenfalls zu Salzburg gehörte, wird 1806 aufgelöst und fällt wieder an Bayern. Obige Aufnahme stammt etwa aus dem Jahr 1920.

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