Freital in alten Ansichten Band 3

Freital in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Siegfried Huth
Gemeente
:   Freital
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6588-4
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Freital in alten Ansichten Band 3'

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79 Die gleichen Häuser in umgekehrter Richtung. Eine kolorierte Lithographie um 1806. Links ist heute das Gebäude von 'Margits Minirnarkt' . Rechts haben wir das 18 11 gebaute Restaurant von Büttner, an dessen Stelle um die Jahrhundertwende die Häuser mit den heutigen Geschäften Konditorei Franke, 'Fotofreund' und Uhren/Schmuck Handke entstanden. Daneben wieder das Kochsche Haus Nr. 76; zwischen den beiden letzten Häusern verläuft die Straße 'Zur Lessingschule' (früher Schulstraße). Vorn wird Markttreiben angedeutet. Die Genehmigung für die Abhaltung eines Viktualien- (= Lebensmittel- )Wochenmarktes stammt vom

23. Mai 1850. Am 29. April 1862 erhielt die Gemeinde

Potschappel die Erlaubnis zur Abhaltung eines Christmarktes.

80 Der Potschappier Markt, eine 1909 versandte Ansichtspostkarte. Links haben wir i etzt das Reformhaus, daneben die Fleischerei Holtsch (früher

Fischgeschäft Paschky), am Ende des Komplexes die frühere 'Scharfe Ecke'. An der Einmündung war das Restaurant von Hempel (am 13. Februar 1945 zer-

stört), dann folgt das Haus mit der Fleischerei Hille. Rechts gegenüber die Hofmühle von Weichold und Lochmann - zuletzt PGH 'Feinback' mit dem 'Café

am Markt'. Ein Gebäudeteil der Mühle, das die Dresdner Straße verengte, hat man 1977 abgebrochen.

markt

Po/schappel

81 Das Haus Nr. 68 der Dresdner Straße beherbergte früher zwei Geschäfte: 'Fleisch- und Wurstwaren' van Reinhard Hille und 'Schokolade und Zuckerwaren' van Geding und Rockstroh. Im Iahre

1 932 wurde innerhalb von drei Wochen umgebaut und aus beiden Läden einer gemacht. Das Geschäft, ursprünglich eine Filiale der Fleischerei Meschke, ging in den Besitz von Hille über, nachdem er eine Tochter von Fleischermeister Meschke geheiratet hatte.

In der Nachkriegszeit war 1947/48 der Laden ganz geschlossen. Bis 1951 verkaufte man lediglich Grützewurst und Fleischbrühe. Heute befindet sich das Geschäft im Besitz der dritten Generation. Großvater Alwin Reinhard Hille war

1908 aus Neugersdorf nach Potschappel gekommen.

82 Schmiedemeister Alfred Mank (rechts) in seinerWerkstatt am Potschappier Markt. Die Schmiede lebte damals hauptsächlich vom Hufbe-

schlag und dem Wagenbau. 1925 zog man um und verlegte die Werkstatt in die Coschützer Straße 3 in den Hof der ehemaligen Schule. Sohn Friedrich

Mank übernahm die Schmiede von 1963 bis 1987/88, Stahlbau war hier die Hauptarbeit; unter anderem wurde 1 966 die Konstruktion des ersten

Freitaler Busbahnhofes vom Potschappier Schmied ausgeführt.

83 Durch die Schuhmacherei Siegert ist das inzwischen abgebrochene Haus Am Markt 7 (links) noch ein Begriff. Die Geschäfte von ehedem sind

vielen in guter Erinnerung:

Otto Silbermann, Kolonialwaren; Waffen-Richter, Fleischerei Kortz, Uhrmachermeister Gläser, Elektro-Nordmeier, Schuh-

Zenker und Textil-Herrmann (im Haus mit dem hölzernen Bergmann) . Im Eckgeschäft hat sich seit 1991 'Margits Minirnarkt' niedergelassen.

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84 Potschappier Straßenleben um 1900. pferdefuhrwerke und eine Dampfwalze bestimmen das Bild. Die Straße ist gepflastert, zwei Iahre später (1902) hat sie die Schienen der 'Elektrischen' aufgenommen. Links (hier nicht im Bild) befand sich bis zumAbbruch 1998 das Chausseegeld - Einnehmerhaus der Gemeinde Potschappel, das Haus mit dem Bohlenbinderdach. Das heutige Apothekengebäude (mitTürmchen) steht bereits. Die anschließenden beiden Häuser, dem Apotheker Heusch gehörend, hat die Gemeinde Potschappel für 5 500 Mark gekauft, um Platz für das Rathaus zu bekommen, das am 19. Dezember

1903 eingeweiht wurde.

85 Das Chausseehaus von 1828 steht auf der Flur der früheren Gemeinde Neucoschütz, die sich 1896 Potschappel anschloß. An den Chaussee-, Chausseegeld- oder Einnehmerhäusern mußten bis 1874 die Fuhrwerke (auch Hundewagen und Schubkarren) den Straßenzoll oder Straßenbenutzungsgebühren bezahlen, die Maut von damals. Durch Tausch ging das Gebäude in Stadtbesitz über. Nach umfassender Rekonstruktion, verbunden mit viel ehrenamtlicher Mitarbeit, ist es jetzt Domizil des k.u.n.s.t. verein Freital e.V Das Haus liegt unmittelbar an der Stadtgrenze und hat die Hausnummer 2 der Dresdner Straße. Es sei darauf verwiesen, daß mit der Eingemeindung von

Hains berg im Iahre 1 9 64

eine einheitliche Hausnummerierung der Dresdner Straße erfolgte. Sie löste die bisherigen Bezeichnungen 'Untere Dresdner Straße' (von Stadtgrenze bis Döhlener Hof), 'Obere

Dresdner Straße' (bis zur Grenze Hainsberg) und die dortige Dresdner Straße (bis zur Weißeritzbrücke ) ab.

86 Die frühere Untere Dresdner Straße 75, Aufnahme zwischen 1902 und 1904. In diesem Gebäude befand sich seit 1874/75 als Gasthaus und Hotel der 'Wettiner Hof', vordem

war das Lokal als 'Grellmanns Gasthaus' bekannt. Das Haus ist 1893 aufgestockt worden und hatte nacheinander folgende Geschäfte: Eine Volksbuchhandlung, eine Zweigstelle

der Sparkasse des Plauenschen Grundes, das Herrenkonfekti ans geschäft von Walter Leitner und kurze Zeit das Herrenbekleidungsgeschäft van Johannes Nulik, das auf der

Unteren Dresdner Straße Nr. 70 am 13. Februar 1945 ausgebombt wurde, als beim Angriff auf Dresden hier eine Luftmine niederging.

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87 Heute Dresdner Straße 67 - das gleiche Haus im Iahre 1950. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand das Geschäft zeitweise leer, bis eine Verkaufsstelle der HO-Wismut einzog. Sie verkaufte den Bergleuten auf erhaltene Bezugsscheine Industriewaren. Bis zur Wende war dann die Elektro-HO untergebracht. Heute ist hier das 'Fachgeschäft Borrmann für Blumen und Geschenkartikel' . Das dritte Haus in der Straßenfront, mit dem Ladengeschäft von Fehrmann (Nr. 63), wurde bei einem Luftangriff am 17. April 1945 stark zerstört.

88 Eine Werbekarte für die Rollmopsschänke. Der Hainsberger Maler und Grafiker Fritz ]unghans (1909-1975) istSchöpfer dieses Holzschnittes. Zur Rollmopsschänke hatte der Künstler eine enge Bindung, denn derWirt Kurt Ziegner war Auftraggeber und Mäzen. So entstanden Entwürfe für die Werbung, Zeichnungen für Speisekarten, Innenraum- und Fassadengestaltungen (Sgraffito), aber auch Ölbilder, auf denen sich die Stammgäste und Teilnehmer an Eckersdorfer Bier- und Schänkenfesten wiederfanden.

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