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Freudenberg am Main in alten Ansichten

Freudenberg am Main in alten Ansichten

Auteur
:   Helmuth Lauf
Gemeente
:   Freudenberg am Main
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4630-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Freudenberg am Main in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Gemächlich zieht das Ausflugsboot an der Stadt vorbei. In der langgezogenen Mainschleife klatschen die Wellen an den Prallhang. Auf den Mainwiesen spielende Kinder winken den Ausflüglern zu. Von Miltenberg kommend, fährt das Schiff der 'Weißen Flotte' langsam hinauf in die Schleuse, um dan weiter nach Wertheim zu tuckern. An Freudenberg, dem kleinen Städtchen zwischen Odenwald und Spessart, fährt es vorbei. Nur flüchtig wird die Stadt wahrgenommen: Über dem Bergkegel thront eine Burgruine; darunter, zwischen Fluß und Berg quetschen sich die Häuser entlang einer Straßenzeile. Flußaufwärts überquert eine wuchtige Brücke den Main. Dann grüßt der Schiffermast mit seinen Fahnen und dahinter dehnt sich lang ein Fabrikgebäude. Nun gleitet das Schiff in die Schleusenkammer ein, und die Aufmerksamkeit richtet sich jetzt auf den Schleusenvorgang.

Käme einer nicht mit dem Schiff, sondern zu Fuß daher, er könnte auch heute noch in Freudenberg vieles entdecken: Steile Giebel von schmalen Häusern, verwinkelte Gassen, ausgetretene Sandsteintreppchen, Fachwerkhäuser mit hellroten Ziegeldächern, mit Weinranken überzogene Schuppen und manch schiefen Schornstein! Das alles erinnert an Motive des Malers Carl Spitzweg. Die lange Zeile der Hauptstraße breitet sich nur wenig aus, um Platz zu schaffen für Kirche, Rathaus und Amtshaus, alles uralte Gebäude, Mittelpunkte und Zentralen des Gemeinwesens und des Amtes mit der Stadt, den Dörfern und den Höfen. Hier versammelte sich der Rat, um Entscheidungen zu treffen über das Wohl und Wehe der Bürger; hier kam das Volk zusammen, um ihren Herren zu huldigen; hier verlas man die Urteile des Gerichtes, bevor die Übeltäter zur Richtstätte geführt wurden. Wenn sie reden könnten, diese Häuser, was wüßten sie nicht alles zu erzählen!

Seine Entstehung verdankt Freudenberg den machtpolitischen Interessen der Fürstbischöfe von Würzburg. Sie erbauten auf einem strategisch wichtigen Bergkegel in den Jahren zwischen 1195 und 1240 eine mächtige Burg, die sie nach einer der alten Rittertugenden 'Frouwedeberch' nannten. Schon mit dem Burgenbau war auch die Anlage einer zugehörigen befestigten Siedlung unterhalb des Berges geplant. Diese Siedlung wird am 3. Mai 1287 erstmals 'civitas' genannt. 1333 erhält die Stadt Freudenberg von Kaiser Ludwig den Bayern

die gleichen Rechte, wie sie die freie Reichsstadt Gelnhausen besaß. Dazu gehörten insbesondere: 1. zur Erweiterung des Handels diente die Befreiung der Kaufleute und Händler von allen Handelszöllen an allen kaiserlichen Plätzen und Zollstätten im Reich; 2. die Häuser und der Besitz der Bürger durfte jetzt erblich auf die Söhne oder Töchter oder auf die hinterbliebenen Frauen oder Männer übergehen; 3. damit sollte verhindert werden, daß der Grundzins an einen anderen Herren fiel; 4. die Stadt erhielt eigene Gerichtsbarkeit. Für Freudenberg war damit die 'niedere Gerichtsbarkeit' gemeint.

Im Jahre 1362 war Freudenberg Zollstätte und konnte sowohl den Wasser- als auch den Straßenzoll erheben. Die Einnahmen aus dem Zoll flossen der Herrschaft aber auch der Stadt zu. Vor allem der Zoll für den Transport großer Mengen Weines auf dem Main stellte so eine beträchtliche Einnahmequelle dar.

1327 kaufte sich die Gemeinde gegen eine jährliche Abgabe, die Leibsbede, von der Leibeigenschaft frei. Durch Kaiser Karl IV. erhält das 'stetel Freudenberg' 1376 alle Rechte, die auch die Stadt Wertheim hatte: 'Daß sie alle suliche stadtrechte, stocke, galgen, gerichte und freiheiten haben und gebrauchen sullen und mogen, die die burger von Wertheim haben.' Freudenberg hatte damit die hohe Gerichtsbarkeit erhalten und konnte auch Todesurteile aussprechen.

Die Bestätigung sämtlicher Stadtrechte und die Erweiterung zur Abhaltung von Jahrmärkten erfolgte schließlich 1568 durch Kaiser Maximilian II. Ab 1423 wird Freudenberg als Amtsstadt für die Dörfer Boxtal und Ebenheid und die Höfe Kirschfurt und Laukenhof urkundlich erwähnt. Diese Dörfer gehörten als Filialen auch zur Pfarrei Freudenberg, wozu ab 1691 auch das Dorf Rauenberg und der Dürrhof hinzukommen. Die ersten Bewohner der neuen Burgsiedlung 'Frouwedeberch' waren Ackerbürger des früheren Dorfes 'Lullingescheit' , das urkundlich 1246 letztmals erscheint. Die neuen Stadtbürger brauchten für Haus und Hof nur eine kleine Siedlungsfläche, denn sie benutzten ihre bisherigen Felder auf der bestehenden Gemarkung weiter. Auch die Kirche des ehemaligen Dorfes diente ihnen als Pfarrkirche. Bis heute wird der Friedhof jenes Dorfes als Begräbnisstätte für die toten Freudenberger gebraucht. Die Pfarrkirche des alten Dorfes ist die heutige Friedhofskapelle St. Laurentius, deren älteste Teile aus dem Jahre

1149 stammen. In dieser Kirche sind wertvolle Wandmalereien aus dem Jahre 1295 zu sehen.

Im Zusammenhang mit dem Burgenbau wurden die Bewohner des Dorfes Lullingescheit entweder durch herrschaftlichen Befehl gezwungen oder durch besondere Privilegien zur Ansiedlung unterhalb der Burg geloekt. Neben den Ackerbürgern wohnten im neuen Städtchen auch zahlreiche Häcker (Winzer) und Handwerker, wie Schmiede, Müller, Schuhmacher, Schneider, Zöllner, Bäcker, Fährerund Glöckner. Die Schiffer und Fischer waren, wie auch andere Berufsgruppen, in Zünften zusammengeschlossen.

Die Stadt und das Amt Freudenberg trugen die Grafen von Wertheim ab 1295 von den Würzburger Fürstbischöfen zu Lehen.

Etwas unterhalb Freudenbergs, auf der rechten Mainseite, existierte das uralte Dorf Kirschfurt. Es war, wie Lullingescheit auch, von Bürgstadt aus missioniert worden. Die beiden Dörfer gehörten, wie später auch die Stadt Freudenberg, kirchlich zum Erzbistum Mainz und zum Landkapitel Taubergau. Das Dorf Kirschfurt gehörte den Grafen von Wertheim. Wegen Auseinandersetzungen um bestimmte Abgaben zwischen Mainz und Wertheim ließ schließlich Graf Johann HL von Wertheim (1454-1487) das Dorf Kirschfurt abbrechen. Den Kirschfurtern gestattete der Graf, sich in der Freudenberger 'Vorstadt' anzusiedeln. Damit wurde die Siedlungsfläche der Stadt praktisch verdoppelt. In den nächsten Jahrhunderten hat sich an dieser Stadtgröße nichts geändert. Erst in den letzten vierzig Jahren ist Freudenberg um die zahlreichen Neubaugebiete flächenmäßig gewaltig gewachsen.

Ab 1. Januar 1972 wurden die selbständigen Dörfer Boxtal, Ebenheid und Wessental nach Freudenberg eingemeindet. Am 31. Dezember 1972 folgte auch Rauenberg. Damit sind praktisch das ganze ehemalige Amt und die Filialen Freudenbergs zur heutigen Stadt Freudenberg zusammengeschlossen. Während das einstige Städtlein immer um die 1 800 Einwohner zählte und nach dem Zweiten Weltkrieg durch die Evakuierten und Vertriebenen auf etwa 2500 Einwohner anwuchs, vermehrte sich die Einwohnerzahl durch die Eingemeindungen auf rund 4000. Von den Nazis war 1935 Freudenberg das Stadtrecht weggenommen worden. Auf Antrag des Gemeinderates erhielt Freudenberg 1956 seine uralten Stadtrechte wieder.

Außer den wenigen Handwerkern und Händlern lebten hier vor allem die Bauern, die Schiffer und Fischer und die Steinhauer. Seit Jahrhunderten nutzten die Bauern die Gunst des Klimas für den Weinbau. Schon die Vorsiedlung Freudenbergs, das alte Dorf Lullingescheit, wird um 1000 als Weinart bezeichnet. Der Wein blieb bis etwa ums Jahr 1900 die wichtigste Einnahmequelle der Bevölkerung. Viele Faktoren kamen zusammen, die dem Weinbau hier ein Ende bereiteten. Einer der wichtigsten war die Peronospora, eine gefürchtete Pilzkrankheit, die die Reben vernichtete. Wie der Weinbau zurückging, so nahm der Obstbau zu. Vor allem Äpfel, Kirschen und Zwetschen gediehen hier gut. Seit 1840 bis 1958/59 wurde auf Freudenberger Gemarkung Tabak angebaut. Die sandigen Böden ließen Spitzenprodukte heranreifen. Doch der Tabakanbau war sehr arbeitsintensiv und auch hier machte letztlich eine Pilzkrankheit, der Blauschimmel, dem Tabakanbau ein Ende.

Die zweite große Berufsgruppe im Städtchen waren die Schiffer und Fischer. Sie sind seit Bestehen der Gemeinde hier ansässig und sehr angesehen gewesen. Es gab zwar schon immer auch Steinhauer im Städtchen, doch seit 1850 arbeitete die Mehrzahl der männlichen Bevölkerung als Steinbrecher, Steinhauer oder als Steinmetzen, manche gar als Bildhauer in den zahlreichen Steinbrüchen. Ihr Leben aber endete häufig sehr früh: sie starben an der Silikose, der berüchtigten Staublunge.

Heute finden die Bewohner der Stadt und der Umgebung Arbeit und Brot in der heimisehen Möbelindustrie der Firma Rauch, Möbelwerke. Hier werden Schlaf-, Jugend-, Senioren-, Wohnzimmereinheiten und Appartements produziert. In den neunzig Jahren seit dem Bestehen des Werkes entwickelte sich die Firmazum größten Arbeitgeber des ganzen Main- Tauber- Kreises. 1986 waren bei der Firma Rauch 1 310 Mitarbeiter, von ihnen 260 Frauen, beschäftigt.

In Kirschfurt bietet die Metallfabrik Haacon Arbeit und Verdienstmöglichkeiten für fast 300 Mitarbeiter. Hebewinden in allen Techniken und für alle Zwecke werden hier hergestellt.

Die Produkte der Edelbrennerei Ziegier werden nicht nur an Hotels des internationalen Standarts, sondern auch an die Lufthansa und an das Bundespräsidialamt in Bonn geliefert.

War es früher die Grenzlage der Stadt zwischen würzburgischem und mainzischem Gebiet, so ist später die Grenze zwischen Baden und Bayern hinderlich für die Entwicklung gewesen. Aber die Bewohner machten das Beste aus der Situation: sie trieben mit dem königlich-bayrischen Nachbardorf Kirschfurt einen einbringenden Schmuggel, und sie taten recht daran!

Heute lassen die örtliche Industrie, das Dienstleistungsgewerbe und der Erholungswert von Natur und Kultur im hiesigen Raum die Randlage der 'Kleinstadt mit Herz' nicht mehr so drückend erscheinen wie einst. Die Großschiffahrtsstraße 'Rhein-Main-Donau' läßt den Main als 'Moenus', als den 'Großen' erscheinen, wie ihn die Römer schon nannten und wohl auch für einen großen Fluß ansahen. Einleuchtender scheint aber die Deutung des Wortes 'Moine', mit dem die Kimbern, lange vor den Römern, den Fluß bezeichneten: 'Der Gewundene', 'Der Geschlängelte'; also eine 'gewundene Schlange' ist der Main. Bevor er sich endgültig nach Westen wendet, hat er alle Himmelsrichtungen, Landschaften und ihre Bewohner erkundet. Er hat dem Spessart, dem 'Spechtswald' also, im Norden des großen Mainvierecks 'Guten Tag' gesagt und den Odenwald, den 'öden Wald' oder den 'Wald Odins', wie man will, begrüßt. Er hat ein Dreieck und ein Viereek gebildet, an dessen südwestlichsten Punkt auch Freudenberg liegt.

Viele Freizeitangebote gibt es in Freudenberg und seinen Stadtteilen, darunter einen großen Campingplatz mit je getrennten Bade-, Angler- und Surferseen. Sie ermöglichen den Bürgern und den Erholungsuchenden, sich hier in Freudenberg mit seinen Gewässern und Wäldern wohlzufühlen.

In den nachfolgenden Bildern wird dokumentiert, wie schlicht und bescheiden man früher lebte, aber auch, wie hart der Daseinskampf oft war.

Freudenberg, imFebruar 1988

Helmuth Lauf

1. Freudenberg um 1899.

Von der Burgruine herab ziehen die beiden Schenkelmauern bis zum Main hin. Hinter zahlreichen Pappeln verbirgt sich das beschauliche Städtchen. Im Mittelteil des Bildes sieht man die Bearbeitungsplätze der Steinhauer. In das am Ufer liegende Boot werden die behauenen Steine verladen. Flußabwärts sind weitere Schelche und Nachen auszumachen.

Im Vordergrund, am rechten Ufer des Flusses, zieht sich der alte Leinreiterpfad entlang. Auf ihm quälten sich einst die Pferde, wenn sie über starke Seile hinweg die beladenen Schiffe mainaufwärts treidelten.

In Freudenberg wurden die Pferdegespanne gewechselt und in den Ställen der verschiedenen Gasthäuser untergestellt. Die Leinreter und die Schiffer stärkten sich in den Lokalen. Am nächsten Morgen ging es dann weiter: im Sommer um vier Uhr, im Winter um sechs Uhr.

2. Noch außerhalb der sogenannten Vorstadt stand das alte Gasthaus 'Rose'. Das Haus wurde 1825 durch den damaligen Gerber, Müller und Gastwirt Sebastian Lauer erbaut. Das Haus hatte ursprünglich als ZollLagerhaus gedient, denn Freudenberg war Grenzstadt zum Königreich Bayern. Vielfach wurde ein reger Schmuggel zwischen dem Großherzogtum Baden und dem jenseits des Mains gelegenem Königreich getrieben.

Der See im Mittelteil des Bildes diente einst dem Gerber Lauer und seinen Nachfolgern zum Wasehen der Felle. Der See wurde in 1921 zugeschüttet. Auch der Bildstock mit der Mutter Gottes existiert nicht mehr. Im Hintergrund sieht man die Burg und die Hügel des auslaufenden Odenwaldes. Das Bild entstand nach einer Zeichnung von Fritz Bamberger aus dem Jahre 1850.

Freudenberg am M.ain (Baden)

Nach einer Zelchnunz von fritz Barnhereer aus dem Jahre 1850

3. Die Burg Freudenberg entstand in den Jahren 1195 bis 1240. Sie wurde von den Würzburger Bischöfen erbauen lassen, um die Machtinteressen andererTerritorialherren einzudämmen. Die imposante Burganlage wurde 1361 und 1499 erheblich erweitert. Graf Asmus (Erasmus) von Wertheim ließ die Burg 1499 in ein prächtiges Renaissanceschloß umwandeln. Wann die Burg zerstört wurde, ist bis heute ungeklärt.

Vom dreißig Meter hohen Bergfried hat man einen weiten Bliek ins Maintal, und über den Spessart. Von hier aus konnte man einst mainaüf- und mainabwärts fahrende Schiffe leicht kontrollieren.

Das Bild entstand nach einer Zeichnung von Fritz Bamberger aus dem Jahre 1850.

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