Freudenberg am Main in alten Ansichten

Freudenberg am Main in alten Ansichten

Auteur
:   Helmuth Lauf
Gemeente
:   Freudenberg am Main
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4630-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Freudenberg am Main in alten Ansichten'

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9. Mit der Kanalisation und dem Bau der Mainschleusen veränderte sich nicht nur der Schiffsverkehr. Auch die Mainufer und die Landschaft bekamen ein anderes Aussehen. Um 1928 war die Besiedlung Freudenbergs im Wesentlichen auf den bisherigen Altstadtbereich begrenzt. Nur vereinzelt sind Häuser in der Lindtalstraße auszumachen. Rechts im Bild führt der 'Viehweg' als alte Verbindungsstraße auf die Höhe und zu den Dörfern Ebenheid und Rauenberg.

Die alte Brücke überspannt den Main nach Kirschfurt, einem uralten Frankendorf, das den Grafen von Wertheim gehörte und 1479 abgebrochen wurde. Erst im 16. Jahrhundert sind wieder zwei, später vier Kirschfurter Höfe nachzuweisen,

10. Um 1908 bestand noch im oberen Stadtbereich eine mächtige Mauer, die vor Hochwasser Schutz bot. Freudenberg liegt am Prallhang einer langgezogenen Mainschleife. Deshalb drangen die Fluten sehr häufig über die Mainstraße in die Keller der Häuser.

Oft waren die Hochwasser so gewaltig, daß sogar die Hauptstraße unter Wasser stand. In jahrelanger Erfahrung haben dié Anwohner gelernt, daß 'großer Schnee - kleine Wasser' und 'kleiner Schnee - große Wasser' bringen.

Häufig rechnet man mit einem 'Adventswasser' und einem 'Frühjahreswasser' .

11. Einen Gruß aus Freudenberg von 1902 versandte ein 'Sommerfrischler' aus seinem Urlaubsort. Vermut lich hatte er seine Urlaubstage im Gasthaus 'Zum Faß' verbracht. Ein Ausschnitt der Karte zeigt dieses Gebäude links und die Friedhofskapelle St. Laurentius rechts. üben ist der Bergfried der Burg zu sehen. In seinen sechs Fremdenzimmern hatte der Faßwirt im Jahre 1902 immerhin 354 Personen beherbergt. Im Gasthaus 'Rose', hatten in sieben Fremdenzimmern im gleichen Jahr 87 Personen übernachtet. All dies waren keine Übernachtungen von fremden Gewerbetreibenden, sondern in der Mehrzahl von 'Sommerfrischlern', die hier ihren Urlaub verbrachten.

Damals konnte man noch unbesorgt im Main baden und die vielen Wälder boten reichlich Gelegenheit zum Wandern.

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12. Rings um Freudenberg sind heute noch zahlreiche aufgelassene Steinbrüche zu sehen. Wie rote Wunden leuchten sie aus dem grünen Waldkleid. Um die Jahrhundertwende boten die Brüche des mainhellen Sandsteins vielen Bürgern Arbeit und Brot. Der Lohn war verhältnismäßig gut, doch die Steinhauer ereilte ein früher Tod. Schon mit 30, spätestens mit 40 Jahren starben die meisten an der Staublunge.

Die gehauenen Steine wurden mit Schiffen abtransportiert. Häufig schleppten Steinhauerswitwen mit bloßen Händen die schweren Steine in die Schiffe. Es war günstig, wenn die Bearbeitungsplätze nahe am Flußufer lagen. Das ersparte Mühe und Zeit. Das Bild, um 1906, zeigt einen der Steinhauerplätze und die Verladestelle an der Maingasse.

13. Diese Ansichtskarte von 1918 zeigt die Hauptstraße mit der alten Stadtkirche, die aus dem Jahre 1907 stammende alte Mainbrücke, die Mauerreste der Burgruine und die Kolonialwarenhandlung von A. Karch. AlIzuviele Kaufgeschäfte brauchte man indeß in Freudenberg nicht. Die Bürger waren weithin Selbstversorger: Man kelterte den eigenen Wein oder später den Apfelwein (Most), man schlachtete im Winter ein oder zwei Schweine, machte seine 'hausmacher Wurst' und räucherte den Schinken. In die 'Ständer' wurde Kraut oder Bohnen eingeschnitten und eingesalzen. So hatte man im Winter Sauerkraut oder sauere Bohnen, Dürrfleisch, Apfelmost und Kartoffeln sowieso, was brauchte man da mehr?

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