Freudenberg am Main in alten Ansichten

Freudenberg am Main in alten Ansichten

Auteur
:   Helmuth Lauf
Gemeente
:   Freudenberg am Main
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4630-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Freudenberg am Main in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

24. Die Altstadt um 1920.

Kirche und Rathaus überragen die Bürgerhäuser. An der Mainstraße stehen Tabakschuppen und Hallen. Auf den Mainwiesen wird Wäsche gebleicht und andere an Seilen getrocknet.

Das Mainvorland und die engen Gassen der Stadt waren ideales Spielgelände für die Kinder und die Jugend. Doch Vorsicht! Im Main wohnt der 'Mähock', ein Unhold, der die Kinder ins Wasser holt, um sie zu ertränken.

Schaut man zur Burg hinauf, so sieht man den Bergfried, den Giebel des Palas und die Verteidigungstürme, wovon der rechte auch als Gefängnis diente.

25. Im alten Freudenberg lebten einst nur Ackerbürger, später besonders viele Häcker (Winzer), denn hier wurde bis um die Jahrhundertwende sehr viel Wein, meist Rotwein, angebaut. Erst allmählich siedelten sich auch Handwerker im Städtchen an. Dies waren vor allem jene, die dem Bauernstand dienten, wie Schmiede, Wagner, aber auch Metzger, Bäcker, Fährer, Müller, Schneider.

Die ansäßigen Juden handelten meist mit Tuehen und Stoffen. Ein Uhrmacher, wie das Geschäft des Uhrmachers Bechtold von 1918, war in einem kleinen Städtchen wie Freudenberg eher ein seltener Beruf.

26. Mit dem Aufkommen der Fotografie wurden im allgemeinen nicht die alltäglichen, sondern die besonderen Ereignisse im Leben eines Menschen festgehalten. So zum Beispiel die Hochzeit, das Brautpaar, auch die Kommunion oder die Konfirmation, häufig auch der Tote auf seinem Sterbebett.

Erst allmählich gingen die Fotografen auch aufMotivsuche, indem sie Landschaften, Stadtansichten, Vereine und Schulklassen aufnahmen. Wenn viele Personen zugleich aufgenommen werden konnten, war der Absatz entsprechend besser und lukrativer.

Das Bild zeigt die sechste Klasse der Volksschule aus dem Jahre 1924. Die Kinder sind herausgeputzt, gut frisiert und haben ihre Sonntagskleider an. Fotografiert werden war etwas Besonderes. Man zeigte sich von der besten Seite.

27. Die Straßenecke Hauptstraße-Lindtalstraße in einer Aufnahme vom 20. Januar 1934 zeigt die einfache und gradlinie Häuserflucht. Später, am 24. Juni 1934, wurde das Kriegerdenkmal vor das Eckhaus gesetzt. Damit veränderte sich die Ansicht der ganzen Straßenzeile.

Es gibt Bestrebungen, das Kriegerdenkmal an einen würdigeren Platz - etwa in das Friedhofsgelände - zu versetzen. Doch davon wollen manche nichts wissen, obwohl das Versetzen des Denkmals weg von der verkehrsreichen Hauptstraße an sich schon gut wäre.

28. Links: Die Häuserzeile in der Haupstraße - um 1920 aufgenommen - zeigt rechts das Gasthaus 'Zum Ritter'. Im Saal dieses Gasthauses fanden viele Bälle statt, besonders auch der begehrte 'Schifferball' . Bälle waren die Höhepunkte im Vereinsjahr. Der traditionsreiche Schiffer- und Fischerverein hielt immer kurz nach Weihnachten seinen Schifferball ab, denn jetzt waren die meisten Fahrensleute daheim und konnten teilnehmen. Zuvor aber fand ein Kirchenzug statt. In einem Gottesdienst wurde der verstorbenen und lebenden Mitglieder des Vereins gedacht. Im Kirchenzug wurden die alten Zunftstangen mit den prächtigen Körben mitgetragen. Beim 'Ritterwirt' , manchmal auch beim 'Sternwirt' wurde jährlich einmal, meist vor Weihnachten, vom Tabakbauverein das Tabaksgeld ausbezahlt. Zu dieser Versammlung gingen die Frauen allein, denn das Tabaksgeld war Frauensache.

Mitten: Die Brandelgasse führte auf die Scheuergasse. An dieser Aufnahme, die vor 1921 entstand, ist die wuchtige Steintreppe interessant. Sandstein gab es genügend in der Umgebung. Mit ihm konnten nicht nur die Villen, Amts- und Schulhäuser der Gründerjahre gebaut werden. Auch der 'kleine Mann' kam so billig an das begehrte Material heran und verwendete es auf seine Weise. Kam einmal ein Fotograf ins Städtchen und wurde dann tatsächlich ein Bild gemacht, so mußten nach Möglichkeit alle Personen mit auf das Bild.

Rechts: Um 1920 sah das Haus der Bäckerei Hermann Mai so aus. Es hat einem Neubau weichen müssen. Die Freudenberger Bäcker benötigten im Jahr zehn bis zwölf Fuhren mit je vier bis fünf Ster Holz. Da ist es heute leichter, den Stromschalter anzuknipsen.

Wie die Auslagen zeigen, handelte Bäckermeister Mai nicht nur mit Backwaren. Es gab damals für diese Art von Geschäften den Namen 'Kolonialwarenhandlung' .

Über dem Haus sieht man die Statue des heiligen Wendelinus, Er war der Schutzpatron der Hirten und Bauern.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek