Freudenberg am Main in alten Ansichten

Freudenberg am Main in alten Ansichten

Auteur
:   Helmuth Lauf
Gemeente
:   Freudenberg am Main
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4630-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Freudenberg am Main in alten Ansichten'

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29. In der Aufnahme vom 26. Juli 1930 beeindrucken die schwungvoll geführten Bögen der alten Sandsteinbrücke. Sie verdeckt fast nahezu die Aussicht auf Rathaus und Kirche.

Im Mainvorland links der Brücke stehen einige Tabakschuppen. Dazwischen flattert die frisch gewaschene Wäsche auf der Wäscheleine im Wind. Im Main spiegelt sich die kleine Welt.

Der Kirchturm grüßt mit seiner 'welschen Haube'. Die schmalen, meist zweistöckigen Häuser strecken sich zur Höhe.

30. Oben: So sah einst das Innere der Friedhofskapelle St. Laurentius aus. Die Kirche ist die Pfarrkirche der Vorsiedlung Freudenbergs, des alten Dorfes Lullingenscheit. Sie war auch die einstige Pfarrkirche Freudenbergs. Ihre ältesten Teile stammen aus dem Jahre 1149. Im Inneren befinden sich wertvolle Wandmalereien van 1295.

Der Hauptaltar zeigt den heiligen Laurentius, den Patron der Kirche. Rechts und links zwischen den Säulen stehen Paulus (mit dem Schwert, denn er wurde als römischer Bürger enthauptet) und Petrus mit den Schlüsseln des Himmels. Der linke Seitenaltar ist der Gottesmutter geweiht. Der rechte zeigt als Altarbild den heiligen Nikolaus mit dem Bischofsstab in der Hand und die Rechte zum Segen erhoben. Die Mitra liegt auf dem Boden. Auf dem Meer fährt ein Schiff, links vorne steht ein Zuber, darinnen sind drei nackte Kinderein Hinweis auf eine der vielen Nikolauslegenden. Der heilige Nikolaus wurde hier seit vielen Jahrhunderten als Patron der Schiffer sehr verehrt.

Unten: Um 1930 sah das Innere der alten Stadtkirche so aus wie auf diesem Bild. Der schöne Hochaltar, vom Würzburger Hofbildhauer Johann Peter Wagner (1730 bis 1809) im Jahre 1790 gefertigt, wurde von der Pfarrgemeinde samt den beiden Seitenaltären im Jahre 1962 an die Pfarrgemeinde Sasbach verkauft. Nach gründlicher Renovierung schmücken sie dort die 1776 erbaute Pfarrkirche St. Brigitta. Die Freudenberger aber lassen sich keine Gelegenheit entgehen, um 'ihre' Altäre zu besuchen und zu bewundern. Ja, nicht jeder Theologe ist auch ein Kunstsachverständiger!

31. Am 9. April 1931 wurde das Bild des Schiffes 'Magdalena' aufgenommen. Die Schiffer und Fischer gehörten zu den traditionsreichen Berufen in der Stadt. Sie waren in der alten 'Schiffer- und Fischerzunfr' zusammengeschlossen. Die Schiffer kamen auf ihren Fahrten in die Welt, ja bis ans große Meer nach Holland. Die Schiffahrt entwickelte sich von der Treidelei über die Dampfschiffahrt bis hin zu den modernen Schubschiffen,

Die Fischer bereicherten rnit ihren Fängen den Speiseplan, denn einst konnten Lachs, Stör und Wels, aber auch Steinbeißer, Aale, Hechte, Spiegelkarpfen, Schleien und andere gefangen werden.

32. Neben der Volksschule , die alle Kinder bis zur achten Klasse besuchen mußten, gab es für die Jungen früher die Fortbildungsschule und für die Mädchen die Haushaltungsschule. Die Mädchen lernten da alles, was zu einer perfekten Haushaltsführung notwendig war.

Das Bild zeigt eine Klasse, bei der jedes der Mädchen ein Gerät in der Hand hält, das in irgend einer Form im Haushalt gebraucht wurde. So sieht man zum Beispiel eine alte Kaffeemühle, Reibeisen, Rührschüssel, Topflappen und so weiter.

33. Viel Holz gab es einst in Freudenberg zu sägen, sowohl für die Bäckereien als auch für die Privathaushalte. In den dreißiger Jahren wurde das in Meterstücke angefahrene Holz mit der transportablen Motorsäge zerschnitten. Diese Säge, ein rechtes Ungetüm, wurde von Haus zu Haus gefahren, und an Ort und Stelle wurde das Brennholz zerkleinert.

Obwohl die Motorsäge eine große Arbeitserleichterung brachte, blieb das Zerkleinern des Holzes eine gefährliche und schwere Arbeit.

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