Friedrichsdorf in alten Ansichten

Friedrichsdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Klaus Bernhard
Gemeente
:   Friedrichsdorf
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2990-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Friedrichsdorf in alten Ansichten'

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8. Im Jahre 1875 wurde auf dem Platz des jetzigen Rathauses dieses stattliche Schulgebäude errichtet. Beinahe hundert Jahre lang besuchten die Friedrichsdorfer Kinder hier eine solide Volksschule oder wenigstens die ersten vier Klassen, bevor sie auf das 'Institut' oder das Gymnasium nach Bad Hamburg gingen. Die prächtigen Linden, die damals den Schulhof schmückten, sind heute noch vor dem Rathaus erhalten.

9. Aufgrund der relativ kleinen Gemarkung besaß die Landwirtschaft in Friedrichsdorf nie die Bedeutung wie in den Nachbargemeinden Seulberg und Burgholzhausen. Dagegen war der Gartenbau durch die langen und tiefen Grundstücke beliebt. Unsere Aufnahme zeigt: 1. Gustav Lauer; 2. Otto Arrabin; 3. Wilhelm Bauer; 4. Heinrich Kalbfleisch; 5. Robert Lauer; 6. Viktor Privat; 7. Charles Weil; 8. Jean Schneider; 9. Wilhelm Reineke; 10. Peter Möller; 11. Georg Ritz; 12. Otto Gauterin; 13. Paul Schneider; 14. Charles Wiefett und 15. Ernst Gauterin.

10. Der untere Teil der Taunusstraße hieß früher die Totengasse. Der erste Friedhof lag dort, wo heute der Kindergarten der Kleinkinderschulstiftung steht. Das alte Kriegerdenkmal zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkrieges befand sich ebenfalls dort und war von mächtigen Bäumen umgeben. Zur Erinnerung an den Krieg 1870/71 ist in der evangelischen Kirche eine Tafel mit den Namen der Friedrichsdorfer Kriegsteilnehmer angebracht. Alle kehrten unversehrt zurück.

11. Am 24. August 1913 wurde die katholische Kirche in der Hugenottenstadt durch den Kapitularvikar von Limburg eingeweiht. Während vorher die 140 Friedrichsdorfer und 25 Dillinger Katholiken nach Kirdorf zum Gottesdienst gehen mußten, kam nach dem Bau dieses Kirchleins der Kirdorfer Geistliche sonntags nach Friedrichsdorf. Auch die Katholiken von Köppern besuchten die Friedrichsdorfer Kirche. Eine eigene Seelsorgestelle wurde für Friedrichsdorf, Köppern und Seulberg jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg eingerichtet,

12. Einen festen Platz im geistlichen Leben der Stadt nimmt auch die rege Methodistengemeinde ein. Dieses erste Gebetshaus wurde bereits 1870 errichtet, die Gemeinde wurde schon einige Jahre früher, 1854, gegründet. Das erste Kirchlein stand an derselben Stelle der Wilhelmstraße, an der auch jetzt die Methodistenkirche steht.

13. Zu den alteingesessenen Friedrichsdorfer Zwieback-Fabriken gehört auch der heute noch erfolgreich wirtschaftende Familienbetrieb Praum. Die Haltbarkeit des Zwiebacks beruht darauf, daß er zweimal gebacken wird. Der Hefeteig wird zunächst zu sogenannten Einbackstangen gebacken. Aus diesen Stangen werden dann die Zwiebackscheiben geschnitten und nochmals geröstet. Wie sehr sich die Friedrichsdorfer mit ihrem Produkt identifizierten, dokurnentiert die Beschriftung des Lieferwagens deutlich.

14. Heute trägt die Milupa AG den Namen von Friedrichsdorf in alle Welt. Milupa ist mit Abstand der größte Betrieb in unserer Stadt. Auch er entstand aus einem Dauerbackwarenbetrieb. Firmengründer Emil Pauly bereitete sein erstes Kindernährmehl unter anderem aus gemahlenem Zwieback. Milupa ist heute Deutschlands größter Hersteller von Babymilch und Babybrei. Leider wurde durch Brand 1969 das Firmenarchiv weitestgehend vernichtet, so daß hier nur eine alte Zeichnung abgebildet werden kann.

15. Neben dem berühmteren Institut Garnier für Knaben gab es in dem heutigen Anwesen Hugenottenstraße 90 ein 'Christliches Landerziehungsheim für Töchter gebildeter Stände'. Die Abbildung ist einem Werbeprospekt dieser Einrichtung entnommen. Der Pensionspreis betrug DM 1 200,- im Jahr. Institutsbesitzerin und Vorsteherin war Martha Freiin von Puttkamer.

16. Das Institut Garnier, 1836 von Louis Frederic Garnier gegründet, machte Friedrichsdorf weit bekannt. Hier war Philipp Reis, der Erfinder des Telefons, von 1858 bis zu seinem Tod 1874 Lehrer. Die private Lehranstalt bestand bis nach demErsten Weltkrieg. 1926 richtete die Stadt Friedrichsdorf in einem der Gebäude eine Mittelschule ein, die dort bis zum Neubau der Philipp-Reis-Schule 1969/70 untergebracht war.

17. 'Haller-Nudeln gehen prächtig auf' - unter diesem Slogan wurde neben dem Zwieback Deutschlands Hausfrauen jahrzehntelang ein anderes Qualitätsprodukt aus Friedrichsdorf nahe gebracht: Nudeln, die hier in industriellem Maßstab gefertigt wurden. 1983 wurde der gesamte Fabrikkomplex abgerissen, nachdem das Unternehmen einige Jahre zuvor an einen anderen großen Nudelhersteller veräußert wurde. Jetzt entsteht an dieser Stelle der Tempel der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage.

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