Friedrichsdorf in alten Ansichten

Friedrichsdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Klaus Bernhard
Gemeente
:   Friedrichsdorf
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2990-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Friedrichsdorf in alten Ansichten'

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28. Um 1900 standen in der Dillinger Straße zwar bereits zwei Villen - aber alles andere war noch Feld oder mit Obstbäumen bewachsen. Auch reichte der Wald, der heute hinter den dreißig Morgen beginnt, noch weiter herunter. Das Bild zeigt das Gebiet oberhalb des Hohen Weges. Im wesentlichen wurden diese Flächen erst nach den sechziger Jahren bebaut.

29. Wohl 1820 ist die Dillinger Kirche erbaut worden. Als Seltenheit, die wohl nur durch die Geldknappheit der Dillinger zu erklären ist, wurde die Schule im gleichen Gebäude mit untergebracht. Der Glockenturm wurde erst 1859 nachträglich aufgebaut. Heute abgerissen ist das im Bild zu sehende alte Schulgebäude mit den großen Fenstern. Irn Innern der Kirche befindet sich eine Gedenktafel an die l Oû-Jahr-Feier Dillingens im Jahre 1904.

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30. Mit dem Bliek auf den Torbogen zur 250-Jahrfeier 1937 und die festlich geschmückte Hugenottenstraße soll unser Bilderbogen über die Kernstadt Friedrichsdorf enden.

Köppern

Köppern ist mit rund 6 700 Einwohnern heute der größte Friedrichsdorfer Stadtteil. Die herrliche, fast rundum von Wald umschlossene Lage hat Köppern in den letzten zwei Jahrzehnten schnell sich vergrößern lassen. Freilich spielt dabei auch eine Rolle, daß die landwirtschaftlichen Böden der Köpperner Gemarkung nicht so wertvoll sind wie in Seulberg und Burgholzhausen, wo zum Teil die berühmte Qualität der Wetterauer Böden erreicht wird.

Wie in Seulberg, so lassen sich auch in der Köpperner Gemarkung Spuren aus der Römerzeit nachweisen. Noch heute ist der Limes auf einem längeren Stück gleichzeitig Gemarkungsgrenze zu Wehrheim hin.

Die älteste Urkunde, in der Köppern erwähnt ist, ist das zwischen 1250 und 1260 geschriebene Eppsteinsche Lehensverzeichnis.

In jüngerer Zeit gehörte Köppern wie auch Friedrichsdorf und Seulberg zur Landgrafschaft Hessen Hamburg. Weil die Landwirtschaft im Köpperner Becken wenig Raum fand, waren der Waldreichtum und der Wasserreichtum des Erlenbaches in den vergangenen Jahrhunderten die Lebensquellen der Köpperner.

Bis zu zehn Mühlen wurden am Erlenbach gezählt. Aus ihnen entwiekelten sich im vergangenen Jahrhundert auch zwei bedeutende Spinnereien, die vielen Köppernern Arbeitsplätze boten.

1895 wurde Köppern mit Fertigstellung der Eisenbahnlinie Bad Hornburg-Usingen an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Sowohl die einheimische Industrie als auch die einheimischen Arbeitnehmer profitierten hiervon beträchtlich: Für die Industrie brachte die Eisenbahn bessere Verbindungen zu Rohstoffherstellern und -abnehmern; für die Arbeitnehmer brachte die Eisenbahn die Möglichkeit, Arbeitsplätze außerhalb von Köppern besser zu erreichen.

Neben Wald und Erlenbach hat die Natur auch in zwei weiteren Bereichen bedeutsamen Einfluß auf die Köpperner Entwicklung gehabt: In der Köpperner Gemarkung liegt der größte Quarzitsteinbruch Europas. Und um die Jahrhundertwende gab es in Köppern sogar Bergbau: Die Buderus'schen Eisenwerke bauten hier Mangan ab.

Wie die Nachbargemeinden, so hat auch Köppern nach dem Zweiten Weltkrieg eine große Zahl von Flüchtlingen aufgenommen. Mit ihnen hat sich dann auch eine lebendige katholische Kirchengemeinde entwickelt, die 1950 die erste katholische Kirche in Köppern errichten konnte. Vorher war Köppern, wie auch Seulberg und Friedrichsdorf, überwiegend protestantisch.

31. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger halten Köppern für den landschaftlich schönsten Stadtteil. Fast vollständig von Wald umrahmt war wenig Platz für landwirtschaftliche Flächen. Dieses Bild wurde um 1900 vom Rand des Spießwaldes aus aufgenommen. Die Äcker im Vordergrund tragen heute das Wohngebiet 'Spießfeld'. Geprägt wurde das Ortsbild von der auch innen sehr schönen 1731 eingeweihten Kirche,

32. So sah die Köpperner Ortsmitte Ende der zwanziger, Anfang der dreißiger Jahre aus. Die prächtige Dorflinde ist Anfang der siebziger Jahre im Zuge des Ausbaus der Bundesstraße dem Verkehr geopfert worden. Das Gebäude links ist das frühere Gasthaus 'Zur Linde'. Das kleine Häuschen unter der Linde gehörte zur Gemeindewaage.

33. Wie in vielen Gemeinden, so wurden auch in Köppern im Ersten Weltkrieg Glocken eingeschmolzen, und zwar die zwei kleineren der insgesamt drei. Unter Anteilnahme der gesamten Bevölkerung konnte bereits 1921 das Geläute wieder vervollständigt werden. Das große Haus ist das heutige Haus Kruppa.

34. Die vielen Mühlen in Köppern machten ein ausgeklügeltes System von Mühlgräben, die heute bis auf den Mühlgraben unterhalb des Waldringes alle zugeschüttet sind, erforderlich. So führte auch an dem Platz an der Linde in der Dorfmitte ein Mühlgraben vorbei. Das Haus mit dem Mansardendach ist das Haus Will. Es ist heute noch erhalten. Im Erdgeschoß und im Anbau befindet sich die bekannte Drogerie.

35. Damit die vielen Familien See in Köppern unterschieden werden konnten, hatte jede einen Beinamen: Die Familie Post-See war Posthalter, solange es private Posthalter in Köppern gab. Heinrich See wurde um 1890 die Post übertragen. Die Posthalter waren besondere Vertrauenspersonen, weil ihnen die Wahrung des Postgeheimnisses - auch über den schon damals recht umfangreichen Zahlungsverkehr - oblag.

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36. An der Ecke Kiehlstraße/Schulstraße wurde 1928/29 gegenüber der Schule trotz der wirtschaftlich schlechten Zeit durch die evangelische Kirchengemeinde ein Kindergarten errichtet. Das Gebäude erfüllte seinen Zweck bis Anfang der siebziger Jahre. Der Grundstückserlös hat dann mitgeholfen, den neuen, modernen evangelischen Kindergarten in der Dreieichstraße zu errichten.

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