Fürth im Odenwald in alten Ansichten

Fürth im Odenwald in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Platen und Ludwig Knapp
Gemeente
:   Fürth im Odenwald
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6602-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Fürth im Odenwald in alten Ansichten'

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10Fast wie eine feste Burg wirken auf diesem Bilddie 1901/02 erbaute evangelische Kirche und das daran angebaute Pfarrhaus. Nachdem Fürth

1803 an Hessen-Darmstadt gekommen war, nahm der Anteil der evangelischen Bevölkerung ständig zu.

1 862 war deren Gemeinde so stark angewachsen, dass die Einrichtung einer evangelischen Schule genehmigt wurde. Dazu wurde in der Fahrenbacher Straße (Nr. 2) ein Haus angekauft, in dem dann 1864 auch ein Betsaal eingerichtet wurde. Die evangelische Kirchengemeinde konstituierte sich. 1894 erhielt sie einen eigenen pfarrer

und 1897 wurde sie selbständig. Der Kauf des Baugrundstücks für die Kirche vom Freiherrn von Wambolt erfolgte 1899.

11 Die 'Alte Schule' wurde 1847 erbaut. In der Planungszeit war ein heftiger Streit darüber entbrannt, ob der Eingang bzw. Ausgang für die Schüler direkt auf die belebte Straße führen dürfe, oder diese erst den Hof betreten und ihren Bewegungsdrang nach dem langen Stillsitzen ein wenig ausleben sollten. Wie hier auf diesem Bild zu sehen, haben sich die Verfechter der letztgenannten Meinung durchgesetzt. Der

heutige repräsentative Eingang von der Straße her wurde erst 1967 geschaffen, als die Nutzung als Schulhaus (bis 1 972) sich dem Ende zuneigte. Auf dem Dach des Gebäudes befindet sich noch das Glockentürmchen. An der Brunnengasse spendet der Schulbrunnen frisches Wasser. In dem kleinen Anbau rechts am Schulhaus war der Leichenwagen untergebracht. Links ist der Laden der Schreibwarenhandlung Valentin zu

sehen, rechts das Haus der Familie (Fahrrad- )Knapp. Die Straße scheint gepflastert zu sein (1 92 8) und die Bürgersteige angelegt (1936), sodass die Aufnahme wohl um 1936 entstanden ist.

12 Vermutlich aus dem Iahr 1923 stammt dieses Bild des Lehrerkollegiums in Fürth, aufgenommen im Schulhof der Alten Schule. Bekannt sind die folgenden Namen, von links, stehend:

Franz Bassauer, Haas, Elisa-

beth Breuer, Friedrich Reeg, unbekannt. Sitzend:

Georg Schütz und Georg Blessing. Um 1570 ist die erste Schule in Fürth gegründet worden. Bis 1823 war immer nur ein Lehrer tätig. In diesem Iahr wurden erstmals zwei Klassen gebildet. Neben der Volksschule wurde ab 195 1 ein Realschulzweig eingerichtet, ein Mittelpunktschulverband entstand 1965 und die Umwandlung der Schule in eine Gesamtschule begann 1969.

13 Ein wenig kitschig wirkt diese Ende der vierziger Iahre entstandene Glückwunschkarte heute. Sie zeigt uns die Ansicht der oberen Hauptstraße zur Kirche hin. Die mächtige schneebedeckte Linde hinter dem alten Ze ntschulhaus, heute Küsterhaus, steht auf dem ehemaligen Kirchhof, bis

1832 Begräbnisplatz der Gemeinde. Heute erstreckt sich dort der 1960/61 erstellte Erweiterungsbau der Kirche. Zwischen Kirche und Küsterhaus sieht man das Haus Wagner in der Pfarrgasse. Links steht das Wohnhaus der Familie 'Schlosser-Knapp', ein altes Fachwerkhaus, dessen Giebel in Richtung zurWetterseite steht und wegen dieser Witterungseinflüsse schon vor langer Zeit in Stein gemauert wurde.

Rechts sehen wir das Gasthaus 'Zum Adler' mit dem 1892 errichteten kleinen Saalanbau. Im Vordergrund befindet sich die 1841 innerhalb eines Vierteljahres erbaute Brücke über die Weschnitz. Beeindruckend sind die vier mächtigen Sandsteinquader mit den davor befindlichen Abweisern (Hundsbrunser) an den Ecken.

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14 Die obere Hauptstraße um 1 950. Die Weschnitz floß in einem breiten aber nicht sehr tiefen Bett und trat vor allem im Hintergrund des hier abgebildeten Bereichs fast in jedem Iahr einmal über die Ufer. In der Bildmitte überspannte ein Steg aus Sandstein das Flüsschen und verkürzte den Fußgängern manchen Weg. Die Brücke hinten ist die vor dem Rathaus. Der rundbogige Eingang links darüber führt in den Gefängnishof. Der hier links abgebildete Teil der Hauptstraße hieß Nebengasse. Am Bachlauf entlang standen Birnbäume, die 1954 gefällt und durch Neupflanzungen ersetzt wurden. Im Vordergrund

steht das 'Lammershäusel' , ein Holzbau, in dem die Familie Lammer bis 1964 Gemüse und Molkereiprodukte verkaufte. Die große Treppe rechts führt in die damalige Apotheke. Heute

befindet sich hier eine Arztpraxis. Der mächtige, noch ohne Blätter zu sehende Baum im Hintergrund ist die Platane vor dem Rathaus. Ganz links steht das Haus Butsch.

15 Vor 1950 ist dieses Foto entstanden. Es zeigt den oberen Hauptstraßenbereich in der entgegengesetzten Richtung wie das vorhergehende Bild. In der Bildmitte links ist durch das Astgewirr hindurch die 1841 erbaute dreibogige Brücke zu erkennen. Das dahinter stehende Haus wurde 1982 abgerissen. Die weiteren Häuser von links: Das Hebammenhaus, so genannt, weil hier zwisehen 1926 und 1969 die Hebamme Barbara Malsch ihrer Tätigkeit nachging. Hier betrieben die Vorfahren der Familie Schmitt ihre Metzgerei bis das Haus 1897 in den Besitz von Karl Daniel Lennert

kam. Das nächste Haus war trotz seiner geringen Größe meist unter mehrere Besitzer aufgeteilt. Bis

1986 hatte der heimatvertriebene Franz Finze hier eine Schusterwerkstatt.

Dann kommt das Haus Finek, dann Butsch und ganz rechts Daum, früher Fabian.

16 Zwei der schon auf dem vorhergehenden Bild zu sehende Häuser sind hier nochmals abgebildet. Links das Haus Finck. Es kam kurz nach 1840 in den Besitz der Familie, die dort eine Bäckerei betrieb. An der rechten Ecke der Giebelseite, hinter dem am Bach sorgfältig aufgesetzten Feuerungsholz, ist die Eingangstür zum Bäckerladen zu erkennen. 1950 muss das Haus einem Neubau weichen. Das Haus Butsch ist das Fürther Fachwerk- Vorzeigehaus. Mit 17 11 ist es das älteste datierte Haus der Kerngemeinde. Das untere Dachgeschoss, heute alsWohnung ausgebaut, hatte früher keine Fenster, sodass der dahinterliegende Dachboden gut belüftet war. Dort wurden die Erzeugnisse der Hausbewohner

getrocknet. Die Schaffs waren Färber, Blaufärber.

N ach zwei Generationen heiratete 1765 Iohann Georg Butsch aus Hirschhorn in die Familie ein. Letzter Färber war Valentin Butsch, der 1878 als 'Bûrgermeister mit den blauen Händen' starb. Das Haus ist seit seiner Erbauung in Familienbesitz.

1 7 Aus dem eben schon beschriebenen Haus der Bäckerei Finck stammt der Domkapitular Fink, trotz der abweichenden Schreibweise des Namens. Geboren am 9. September 1891 besuchte er nach der Fürther Schule das Konvikt in Bensheim, wo er sein Abitur ablegte. Nach dem Studium in Mainz und der Priesterweihe am 4. August 1 914 fand er für kurze Zeit Verwendung in Gau-Algesheim und war ab Februar 1915 Lazarettseelsorger in Offenbach. Im August

1 91 9 wurde er als Kaplan an den Mainzer Dom versetzt. 1925 übernahm er die Pfarrei Osthafen, 1930 Mainz-Finthen, 1936 wurde er pfarrer am Mainzer Dom. Zum Dekan für den Bereich der Stadt Mainz wurde er 1942 berufen. In den schwierigen

Iahren des Zweiten Weltkriegs mit den Luftangriffen und den Zerstörungen in Mainz bemühte sich der Dompfarrer zu helfen, armen Menschen beizustehen, materielles und seelisches Leid zu mildern. Seit 1 95 1 war er Mitglied des Domkapitels (Domkapitular) und seit 1952 Kanzleidirektor. Sein goldenes Priesterjubiläum feierte er 1 964 in seinem Heimatort Fürth. Johannes Fink starb 1968.

18 Von der Brücke am Rathaus geht der Blick hier weschnitzabwärts. Der kleine Wasserfall im Vordergrund stellt die Reste des Mühlwehrs der Hasselmühle dar, links ist die Mauer zu erkennen, die

das angestaute Wasser dann in den Mühlgraben leitete. Das von Birnbäumen gesäumte Ufer reitzte besonders die Buben, ihren Weg zwischen dem Mauerrand und den Bäumen zu nehmen, was besonders bei dem schräg stehenden Baum öfter mit einem Bad in der Weschnitz endete. Die Häuser von rechts sind das Gasthaus Zur Krone, dann Helferich, BäckerKnapp (heute Sanitätshaus )

und Germann (früher Fischer) . Auf der anderen Seite der Weschnitz steht das Haus Schreiner-Knapp, vor dem ein Steg über die Weschnitz führte.

19 Der untere Hauptstraßenbereich flussaufwärts ist hier zu sehen. Im Vordergrund überspannt eine einbogige Brücke die Weschnitz. Bereits 1766 wird hier eine 'steinerne gewölbte bruck mit zwey bogen unten im dorff über die Weschnitzbach' erwähnt. Neben der Brücke sieht man einen Brunnentrog aus Sandstein (auch Brunnensarg genannt) mit dem in Guss ausgeführten Brunnenstock. Weiter oben erleichtert ein Steg den Fußgängern die Überquerung des Flusses. Links sieht man die Häuser Holz (früher Rotherrnel) ,Weckbach (Knapp) und die Haushaltswarenhandlung

Pfeifer (Arnold), wo man auch seinen Bedarf an Kohlen für den Winterbrand decken konnte. Das ganz rechts stehende Haus ist um 1825 erbaut. Obwohl beide Seiten die Hauptstra-

ße bilden, hebt sich doch die gepflasterte alte Ortsdurchfahrt deutlich von der bis 1964 unbefestigten Nebengasse ab.

20 Vom oberen Stock des Gasthauses 'Zum Lówen' aus wurde dieses Bild aufgenommen. Im Vordergrund ist die Weschnitzbrücke am Rathaus und der Brunnen zu sehen. Im Bachbett sieht man die Reste des Mühlwehrs der Hasselmühle, die Mauer zwischen Bachbett und Mühlgraben und am Ende dieses Teils ein Wehr, mit dem der Einlauf in den Mühlgraben gesperrt werden konnte. Zwischen dem Wehr und der hohen Mauer schlängelt sich die N ebengasse hindurch. Die Mauer mit dem Rundbogentor führt in den Gefängnishof Dort stand das 1843 erbaute Gefängnis,

das 1955 abgerissen wurde. Links dahinter befindet sich das 1899-1903 erbaute Amtsgericht, davor das Haus Malsch/Ruppling, dessen Grundstück wiederum von einer

Mauer vom Marktplatz getrennt wird. Das Gelände des Hauses Malsch/Ruppling und des Gefängnisses sind heuteTeil des Marktplatzes.

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