Fürth im Odenwald in alten Ansichten

Fürth im Odenwald in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Platen und Ludwig Knapp
Gemeente
:   Fürth im Odenwald
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6602-7
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Fürth im Odenwald in alten Ansichten'

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3 1 Bereits 1788 steht hier an der Hauptstraße, der alten Durchgangsstraße, das Gasthaus 'Zum Lówen' . Die um 1955 entstandene Aufnahme zeigt das 1902 erbaute Haus, dessen Vorgängerbau abgebrannt war. Der rechte Teil des Hauses, der sich durch die anders gestaltete Fassade abhebt, dokumentiert ein eigenes Grundstück, das 1 868 vom Gelände des rechts hinten zu sehenden Fachwerkhauses (damals Müller, dann Schneider, Dingeldein, Rettig, jetzt Grieser) abgetrennt und 1882 vom damaligen Löwenwirt Peter Bauer IV erworben wurde. Die Tür an der dem Betrachter zugewandten Ecke

des Gebäudes führte in die Wirtsstube, die Tür an der Traufseite in den Metzgereiladen, der sich hinter dem großen Rundbogenfenster befindet. Die Gastwirtschaft wurde 1 957 ge-

schlossen, die Ecktür als funktionslos beseitigt, der Gastraum zum Metzgereiladen umgebaut. 19821984 musste das Haus dem Neubau des Rathauses weichen. Im Vordergrund

sieht man die Betonwand derWeschnitzbrücke und den Brunnen, dessen Wasser in den fünfziger Iahren von der Dorfjugend noch als Durststiller benutzt wurde.

321m Iahre 1752 erhielt der Posthalter Iohann Adam Luckhaupt die Schildgerechtigkeits- Konzession 'Zum Schwarzen Adler' und betrieb hier neben der Gastwirtschaft auch die Poststation. Diese Funktion behielt das Haus bis 1835, als die Poststation an Joseph Bitsch kam und in ein anderes Haus verlegt wurde. Die Wirtschaft wurde weiter betrieben. Kaspar Lulai aus Kirschhausen, seit 1853 Besitzer des Anwesens, änderte den Gasthausnamen in 'Zum Halben Mond'. Nach mehreren Besitzerwechseln wird der Gasthausbetrieb um 1920 eingestellt. Die Gemeinde

Fürth erwirbt das Haus und vermietet es an mehrere Mieter. Es ist inzwischen baufällig und soll eigentlich abgerissen werden, was aber die herrschende Wohnungsnot ver-

hindert. Erst als im Herbst 1935 festgestellt wird, dass von den vier Sprengwerken, den schrägen Balken, die den Zwischenbau tragen, zwei zu Heizungszweeken herausgesägt sind,

wird das Haus im Frühjahr 1936 abgerissen. Der entstehende neue Platz wird zum Marktplatz.

33 Das hier abgebildete Haus (Hauptstraße 25) befindet sich seit 1860 im Besitz der Familie Knapp, die hier eine Bäckerei betrieb und deshalb 'BäckerKnapp' genannt wurde. Das alte Haus steht etwas von der Straßenflucht zurück, was den Besitzern die Möglichkeit bot, einen Anbau als Verkaufsladen anzubauen. Der hier verschindelte Giebel zeigt heute sein ausdrucksvolles Fachwerk und lässt, zusammen mit weiteren Merkmalen, eine Datierung der Bauzeit um 1710 zu. Das Haus beherbergt heute ein Sanitätsgeschäft. Die Personen sind: vorne mit weißer Kleidung ein Lehrling, dann Adam Knapp (18961 966) , in der Tür steht sein Vater Johannes Knapp VIII (1858-1940), ganz links schaut seine Mutter Elisa-

beth geb. Schmitt (18591929) aus dem Fenster. Am Fenster im oberen Stock ist seine Schwester Elisabeth Knapp (1884-1972, später verh. Rösch) zu sehen.

34 Fürth im Schnee. Nur noch selten können wir uns heute über eine solche Pracht freuen, wie sie hier vor dem Haus 'SchreinerKnapp' (Hauptstraße 24) zu sehen ist. Das Haus stammt mit seinem Fachwerk noch aus dem späten 16. Jahrhundert. Man beachte die mächtigen Feuerböcke im oberen Giebeldreieck. Ende der zwanziger Iahre hat der Schreiner Philipp Knapp II das Haus erworben und mit seiner Tätigkeit dem Haus den Namen gegeben. Die Schreinerei befand sich in dem hinten zu sehenden Gebäude, der früheren Scheuer. Sie ist heute wieder aufgegeben. Das Haus

selbst beherbergte den 'Konsurri' -Laden, das heißt das Geschäft war derVerbrauchergenossenschaft Konsum angeschlossen.

351mjahre 1883 erwarb Georg Krämer aus Litzelbach dieses Haus in der Hauptstraße 30 von der Familie Lorenz Jakob und richtete hier einen Gemischtwarenladen ein, den 1919 sein Sohn Georg Krämer II übernahm und - er hatte diesen Beruf erlernt zur Drogerie ausbaute. Von diesem ging der Besitz 1940 an den Schwiegersohn Otto Leilich aus offenbach, dessen Kinder das Geschäft heute noch betreiben. Das hier abgebildete Haus ging 1958 in einem größeren Neubau auf, der auch die rechts des Hauses liegenden Grundstücke umfasst. Das links zu sehende Haus Flohr

wurde um 1960 abgerissen. Ein Teil des Geländes wurde zur Verbreiterung der Straße verwendet, der andere Teil ist heute Vorgar ten zu dem weiter hinten stehenden neuen Haus.

36 Die heutige Hauptverkehrsader durch Fürth, die Heppenheimer IErbacher Straße, wurde um 1837 geplant und um 1840 angelegt. Man kann sich kaum vorstellen, dass diese Straße damals den Ort nur an wenigen Stellen berührte. Als einer der ersten an dieser neuen Straße hat Adam Kalt II 1840 dieses Haus, heute Heppenheimer Straße 14, erbaut.Johannes Knapp VI, aus dem Haus Hauptstraße 1 (Bild 28) stammend, erwarb 1876 das Anwesen und ging hier seinem Beruf als Schmied nach. Kurz nach 1900 muss diese Aufnahme entstanden sein. Sie zeigt von rechts zwei Ge-

sellen, Paula Trautmann, Elisabeth Knapp (18901977, verh. Müller), im Fenster Eva Katharina Knapp geb. Berg (18541924), ihren Ehemann Johannes Knapp VI (1848-

1 92 3), unbekannt, MargarethaKnapp (1883-1981, verh. Jakob) und, mit dem Kind auf dem Arm, Frau Trautmann, die später nach Darmstadt verzog. Aus den Fenstern des oberen Stock-

werks schauen Mitglieder der Familie Kilian, die dort wohnte.

37 Dieses 1842 von Georg Finck erbaute Haus stand an der Ecke von Heppenheimer Straße und Marktplatz. Hier hatte Theodor Scharmann, seit 1889 Besitzer des Hauses, eine Werkstatt für Fahrräder, Motorräder und dann auch Autos eingerichtet, die später sein Sohn Ernst übernahm. Auf diesem um 192 8 fotografierten Bild ist auch eine Tankstelle der Firma Shell zu sehen. Das Haus erwarb 1935 Adam Georg Pfeifer. Es wurde

1 967 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, der heute ein Eiscafé und ein Schuhgeschäft beherbergt. Das Bild zeigt van rechts Ernst Schar-

mann, seine Kinder Werner und Trudel und seine Frau Hedi. Die beiden Kinder vor der Haustür sind unbekannt. Die drei jungen Damen mit den karierten Kleidern sind Hilde, Lydia

und Eisa Reeg, dann kommen Willi Reeg, Jean Kilian, Heinz Reeg, Willi Eger, Hermann Oberle. Der Junge ganz links ist unbekannt. Der Lehrer Friedrich Reeg, der das obere Stock-

werk des Hauses bewohnte, war mit Elisabeth Scharmann, einer Schwester des Ernst, verheiratet.

38 An der Stelle dieses Hauses (Erbacher Straße 12) befindet sich heute ein Eiscafé, nachdem viele Iahre lang ein Elektrogeschäft hier seinen Sitz hatte. Zu der Zeit, als dieses Bild entstand gehörte das Haus der Familie Flohr, worauf der Name Adam Flohr über der Haustür hindeutet. Sein Sohn, der Justizinspektor Philipp Flohr (1874-1938) wohnte hier mit seiner Familie. Dessen aus Brombach stammende Frau Anna Margaretha geb. Berg (1876-1963) schautoben aus dem Fenster. Seine Tochter Helene (* 1902, später verheiratet mit Dr. Iohann Kempe und wohnhaft in Langen), steht in der Haustür. Das Haus beherbergte ein kleines Lädchen, das zeigen die Reklameschilder, von denen lei-

der nur 'Kathreiner Malzkaffee' lesbar ist. Die Laterne an der Ecke sichert mit ihrem massiven Sockel die Einfahrt in die Bachgasse. Die Straße ist noch nicht befestigt und lässt den Schlamm und Staub erahnen, der je nach Wetterlage anfiel. Dieser Zustand wurde 192 8 mit der Pflasterung der Straße stark verbessert.

39 Nach der Anlage der Heppenheimer IErbacher Straße wurde an dem neuen Verkehrsweg auch gebaut. So das Haus Erbacher Straße 19 an der Ecke zur Schützengasse, das 1905 von Georg Schütz I erbaut wurde. Er war Sekretär bei der hiesigen Finanzbehörde und in seinem Haus befand sich bis 1908 die Schreibstube des Finanzamts. Heute ist das Anwesen im Besitz der Familie Schaffrath. Das nächste Haus ist das 1908 erbaute Finanzamt. Dazwischen sind der Obstgarten und die Eingangspforte der Villa 'Ruppling' , heute Dr. Valentin, zu erkennen. Die Villa selbst ist durch das

Haus Schaffrath verdeckt. Die Straße ist noch nicht gepflastert. Die Identität des Jungen ist nicht geklärt.

40 Der Spielmannszug der DJK Fürth im Iahr 1927, von links, oben: unbekannt, Hans Keil, Franz Eck, Jean Knapp, Philipp Wagner, Hans Wagner,

Hans Holz, unbekannt. Unten: Georg Jakob, Georg Hölzing, Hans Knapp, Hans Malsch, Hans Weber, unbekannt, Josef Zeiß und Franz Jakob. Die DJK

(Deutsche Jugend Kraft) in Fürth wurde 1925 gegründet und nach dem Zweiten Weltkrieg in SV (Spielvereinigung) Fürth umbenannt. Zu welchen Anlass

und wo das Bild aufgenommen wurde ist nicht mehr zu ermitteln.

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